Forschungsdatenmanagement und die DARIAH-DE Datenföderationsarchitektur – Workshop bei der DARIAH-DE Grand Tour 2018

0 Veröffentlicht von Tobias Gradl am

Die Menge der heute durch öffentliche Netzwerke verfügbaren und für die kultur- und geisteswissenschaftliche Forschung relevanten Kollektionen steigt nicht zuletzt aufgrund der Verwendung von Zugriffs- und Beschreibungsstandards stetig an und bietet Forscherinnen und Forschern einen potenziellen Zugang zu einer Vielzahl heterogener Ressourcen. Neben den durch Museen, Archive, Bibliotheken, Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bereitgestellten Sammlungen entwickeln Forscherinnen und Forscher selbst eigene Forschungsdaten, deren Wert insbesondere durch Publikation, Nachweisbarkeit und Kontextualisierung gesteigert werden kann.

Mit der Datenföderationsarchitektur (DFA) unterstützt DARIAH-DE Forscherinnen und Forscher bei unterschiedlichen Aufgaben entlang von Forschungsdatenmanagementprozessen:

Das DARIAH-DE Repository speichert Forschungsdaten und zugehörige Metadaten in einer langfristig nachweisbaren Form. Daten können über die Oberfläche des DARIAH-DE Publikators bequem eingespielt werden.
In der Collection Registry können Forschungsdaten-Sammlungen in DARIAH-DE nachgewiesen und beschrieben werden.
Im Data Modeling Environment (DME) werden Daten schießlich modelliert und durch so genannte Mappings kontextualisiert. So können heterogene Daten miteinander verbunden und Interoperabilität hergestellt werden.
Die Generische Suche bringt die Funktionalität und Informationen aus Repository, Collection Registry und DME schließlich zusammen und ermöglicht Suchanfragen über die verteilten Datensätze registrierter Sammlungen.

Im Rahmen eines Workshops bei der Grand Tour 2018 bietet DARIAH-DE am 19. September 2018 einen vertiefenden Einblick in die grundlegenden Ideen und Komponenten der Datenföderationsarchitektur (DFA). Anhand fokussierter Sessions werden realitätsnahe Anwendungsfälle von der Publikation von Forschungsdaten über deren Beschreibung und Modellierung bis hin zu deren Auffindbarkeit durchgespielt.

Der Workshop richtet sich dabei nicht nur an Forscherinnen und Forscher kultur- und geisteswissenschaftlicher Disziplinen, sondern insbesondere auch an die Inhaberinnen und Inhaber bestehender Sammlungen, deren Sichtbarkeit mit Hilfe der DARIAH-DE Infrastruktur erhöht werden soll.

Das Programm sieht derzeit die folgenden Beiträge vor:

  • Begrüßung und Überblick über die DFA
  • Publikation und Beschreibung von Forschungsdaten (Hands-on)
  • Nachweis und Auffindbarkeit von Sammlungen (Hands-on)
  • Der Forschungsverbund MWW als Anwendungsbeispiel (Impulsreferat)
  • Modellierung, Anreicherung und Integration von Daten am Beispiel MWW (Hands-on)

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