Handbuch Digital Humanities: Public Beta

1 Veröffentlicht von Markus Neuschäfer am

Was bieten die Digital Humanities? Welche Forschungsfragen, Werkzeuge und Projekte gibt es; was ist beim Umgang mit Daten zu beachten? Mit Unterstützung der Open Knowledge Foundation Deutschland hat ein Autorenteam aus Partnerinstitutionen der Forschungsinfrastruktur DARIAH-DE  in drei Tagen zusammen ein praxisorientiertes Handbuch Digital Humanities erstellt. Bis Mitte September kann es durch Anregungen und Kommentare ergänzt werden: Alle DH-Interessierten sind herzlich aufgerufen, sich zu beteiligen.

Handbuch Digital Humanities

Handbuch Digital Humanities: http://bit.ly/DH-Handbuch

Im Rahmen eines Booksprints in den Räumen der Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. (Berlin) vom 10.-12.August 2015 traf sich ein Autorenteam, um eine praxisorienterte Einführung in das Feld der Digital Humanities zu erstellen. Das Booksprint-Format wird häufig für Handbücher und Dokumentationen verwendet, durch das Expertenwissen der Beteiligten und die gemeinsame Konzentration auf ein Thema entstehen in kurzer Zeit gehaltvolle Texte. Mit Unterstützung des Open Science Lab der TIB Hannover konnten wir dazu die kollaborative Schreibplattform handbuch.io nutzen. Das Handbuch findet sich unter dem folgenden Link:

http://bit.ly/Handbuch_DH

Kollaboratives Schreiben beim DH-Booksprint

Kollaboratives Schreiben beim DH-Booksprint

Als Autoren beteiligten sich Helene Hahn (OKF), Tibor Kalman (GWDG), Steffen Pielström (Uni Würzburg), Johanna Puhl (Uni Köln), Wibke Kolbmann (Deutsches Archäologisches Institut), Thomas Kollatz (Steinheim-Institut), Juliane Stiller (MPIWG Berlin) und Danah Tonne (KIT), Markus Neuschäfer (OKF) koordinierte den Booksprint als Facilitator. Um den Praxisbezug abzubilden, werden zahlreiche DH-Projekte im Rahmen von Interviews vorgestellt, darunter „Berliner Intellektuelle 1800-1830“ (Anne Baillot), „Verbrannte und Verbannte“ (Daniel Burckhardt), Analyse kunsthistorischer Bilddatensätze (Björn Ommer und Peter Bell), „Altägyptisches Totenbuch“ (Patrick Sahle), eCodicology und der Virtuelle Forschungsverbund TextGrid (Andrea Rapp). Neben Informationen zur Organisation von Forschungsdaten und Lizenzen finden sich auch zahlreiche praktische Anwendungen wie z.B. eine Anleitung für den DARIAH-DE Geo-Browser oder eine praxisorientierte Einführung in die stilometrische Textanalyse. Sämtliche Inhalte stehen unter einer Creative-Commons-Lizenz (CC-BY) und sind frei nachnutzbar.

Das Handbuch hat – bisher – die folgenden Inhalte:

Einführung: Projekte und Forschungsfragen in den Digital Humanities
Strukturen, Daten und Analysen: Digital Humanities in der Praxis
Vom Datenberg zum Wissensfluss: Wie organisiert man Forschungsdaten?
Methoden und Werkzeuge in den Digital Humanities
Alles was Recht ist: Urheberrecht und Lizenzierung von Forschungsdaten

Forschungsinfrastrukturen für Digital Humanities-Projekte
– Die Zukunft im Blick: Nachhaltigkeit und Nachnutzbarkeit

Inhalte Booksprint

Kanban-Board zur Kapitelaufteilung

Als „Living Book“ wird das Handbuch kontinuierlich erweitert. Für die Druckausgabe dieser Fassung können wir im nächsten Monat noch Anregungen, Korrekturen und Kommentare aufnehmen. Gibt es formal oder inhaltlich etwas zu ergänzen, fehlt noch ein Link, eine Frage oder ein bestimmtes Projekt? Alle DH-Interessierten sind herzlich eingeladen, Anregungen bis zum 15.09. in das folgende Etherpad einzutragen:

https://pad.okfn.org/p/DHH15_Anmerkungen

Wir wünschen eine ertragreiche Lektüre und freuen uns schon auf die Rückmeldung.

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