FORGE25: Rückblick
(verfasst von Charlotte Grünig, bearbeitet von Magdalena Basedow, Erik Renz, Karsten Labahn und Ulrike Henny-Krahmer)
Vom 24. bis zum 26. September 2025 fand in Rostock die Konferenz FORGE25 (Forschungsdaten in den Geisteswissenschaften) statt, die unter dem Motto „Daten neu denken“ stand. Dieser Blogpost gibt einen kurzen Rückblick auf die Tagung, die alle zwei Jahre von der AG gwFDM des DHd-Verbands an wechselnden Standorten organisiert wird.
Insgesamt 126 Teilnehmende besuchten die dreitägige Veranstaltung, die im Hauptgebäude der Universität Rostock ausgerichtet wurde. Das Programm umfasste sechs Workshops, 26 Vorträge und 22 Posterbeiträge.
Den Auftakt bildeten am Mittwoch, den 24. September die sechs Workshops, die einen vielfältigen thematischen Bogen spannten: von der FDM-Servicekatalogisierung über inklusive Formen der Data Literacy bis hin zur Datennutzung als Gemeinschaftsaufgabe.
Anschließend wurde die Konferenz offiziell eröffnet. Zunächst leitete Jun.-Prof. Dr. Ulrike Henny-Krahmer die Veranstaltung ein, bevor Antje Theise, Direktorin der Universitätsbibliothek Rostock, und Marina Lemaire, Co-Convenorin der AG gwFDM und Referentin für Projektmanagement im Bereich digitale Forschungsinfrastrukturen in den Geistes- und Sozialwissenschaften am Servicezentrum eSciences der Universität Trier, Grußworte an das Publikum richteten. Anschließend hieß auch der Prorektor für Studium und Lehre der Universität Rostock, Prof. Dr. Karsten Wolf, alle Teilnehmenden feierlich willkommen.
Gespannte Zuhörer*innen: Jun.-Prof. Ulrike Henny-Krahmer,
Erik Renz und Antje Theise (v.l.n.r.).
Offizieller Auftakt: Grußwort des Prorektors Prof. Dr. Karsten Wolf.
Es folgte eine Keynote von Jun.-Prof. Dr. Elisa Cugliana (Universität zu Köln) mit dem Titel „Editiones vitreae sunt: tum cum splendent, franguntur. Daten, Software und Theorie zwischen Zufall, Schicksal und Magie“. Cugliana stellte in ihrer Keynote das Genre der Losbücher vor und wie dieses durch seine nicht-lineare und nicht hierarchische Struktur standardisierte Prinzipien der Textcodierung herausfordert. Sie verwies auf die Spannung zwischen methodischer Innovation, die nötig ist, um auch ein Genre wie die Losbücher digital edieren zu können, und der Frage der Nachhaltigkeit von digitalen Editionen, die neue methodische Wege beschreiten.
Ganz in ihrem Element: Jun.-Prof. Dr. Elisa Cugliana bei der Keynote.
Am Donnerstag und Freitag gaben alsdann 26 Vorträge Einblicke in unterschiedlichste Bereiche der geisteswissenschaftlichen Forschungspraxis. Diskutiert wurden hierbei unter anderem Chancen und Grenzen von LLMs, der verantwortungsvolle Umgang mit sensiblen Forschungsdaten sowie aktuelle Entwicklungen rund um digitale Editionen und Textkorpora.
Eine Zäsur bildete am Donnerstagnachmittag die Postersession, in der 22 Beiträge präsentiert wurden. Die Teilnehmenden der Konferenz kürten anschließend ihre Favoriten. Den ersten Platz erhielt das Poster „Von alten Daten und neuen Apps. Aufbereitung regionalsprachlicher Daten am Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas“ von Lisa Dücker, Robert Engsterhold und Georg Oberdorfer (Universität Marburg). Drei zweite Plätze wurden ebenfalls vergeben, an „Analoge Forschungsdaten neu aufbereitet: Die Digitalisierung und Erschließung einer lexikografischen Belegsammlung im Projekt DEMel“, an „Von Träumen zu realistischen Anwendungsfällen: Zum Einsatz von KI in der Museumsdokumentation“ sowie an „Digitale Edition neu denken – Eine Plattform zur Konstellationsforschung in der Philosophie“.
Alle Abstracts der Workshops, Vorträge und Poster sind gesammelt im Book of Abstracts auf Zenodo zu finden.
Mit Vorfreude darf bereits jetzt auf die nächste FORGE geblickt werden: 2027 wird sie in Mainz stattfinden, initiiert von Marina Lemaire und organisiert mit Partnern aus Trier, Mainz und Darmstadt. Weitere Informationen werden über den FORGE-Fedihum-Account folgen.
Die FORGE25 wurde organisiert von der Arbeitsgruppe Geisteswissenschaftliches Forschungsdatenmanagement (AG gwFDM) des Verbands Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd), der Juniorprofessur für Digital Humanities, der Universitätsbibliothek Rostock, dem Department „Wissen – Kultur – Transformation“ (WKT) der Interdisziplinären Fakultät der Universität Rostock sowie dem Rostocker Arbeitskreis Digital Humanities (RosDH).
Besonderer Dank gilt den Hauptorganisator*innen und Förderern, den Teams der Juniorprofessur Digital Humanities und der Universitätsbibliothek Rostock, dem Programmkomitee, den Gutachtenden und allen Teilnehmenden, die diese Tage des Austauschs mit großem Engagement vorbereitet und ermöglicht haben.
Fleißige Helfer im Hintergrund: Josephin Lange-Kröger und Nicole Edlich (v.l.n.r.) als Teil des Orgateams vor Ort.




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