Viertes FAIR February Meetup: 10 Jahre FAIR-Prinzipien – Let’s discuss FAIR Digital Editions
In der Task Area Editions des NFDI-Konsortiums Text+ wird das Know-how digital und interdisziplinär arbeitender Wissenschaftler:innen gebündelt mit dem Ziel, die Forschungsdateninfrastruktur für digitale Editionen zu verbessern. In der 2023 begründeten Veranstaltungsreihe FAIR February beschäftigen wir uns jährlich fokussiert mit den FAIR-Prinzipien Findability, Accessibility, Interoperability und Reusability und ihrer Bedeutung für digitale Editionsprojekte.
Seit ihrer Veröffentlichung 2016 im Scientific Data Journal haben sich die FAIR-Prinzipien als Leitprinzipien innerhalb der Digital Humanities etabliert. 2026 feiern sie ihren 10. Geburtstag, für uns Anlass in die Diskussion zu gehen: Wie hat sich die Landschaft der digitalen Editionen in den letzten zehn Jahren verändert? Werden Daten öfter nachgenutzt? Sind Ressourcen besser miteinander vernetzt? Welche Herausforderungen kommen in den nächsten Jahren auf die Editionswissenschaften zu und wie können die FAIR-Prinzipien hier unterstützen?
Mit der virtuellen Veranstaltungsreihe wenden wir uns an Forschende und Mitarbeitende von laufenden oder geplanten Editionsprojekten, analog wie digital, an die Digital Humanities, und natürlich überhaupt an Interessierte aus den Geistes- und Kulturwissenschaften, die Zugang zum Feld der “Edition” suchen.
Programm der Veranstaltung
5. Februar 2026, Donnerstag, 10.00-11.30 Uhr
Spricht man über die Nachnutzung von Forschungsdaten, so hat man es immer mit zwei Bewegungen zu tun: Vorhandene Daten werden genommen, um sie in neue Projekte zu integrieren – dafür müssen sie aber erst freigegeben worden sein. Jede Seite hat dabei ihre eigenen Herausforderungen und Bedürfnisse. In Form eines ‚Speed-Talk‘ – 6 Fragen in 60 Minuten – wollen wir mit vier Expert:innen diskutieren, was eine gute Nachnutzung ausmacht, wie sie gelingt und an welchen Stellen es noch hakt. Auch möchten wir darauf eingehen, wie neue Entwicklungen, etwa der Einsatz von LLMs/KI, Anforderungen und Arbeitsweisen verändern.
Die Paneldiskussion wird auf Englisch stattfinden.
Als Panelist:innen gewonnen werden konnten:
Sven Jaros (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)
Caroline Odebrecht (Humboldt-Universität zu Berlin)
Elena Spadini (Universität Bern)
Peer Trilcke (Universität Potsdam)
18. Februar 2026, Mittwoch, 14.00-15.30 Uhr
Semantic Web, Linked Open Data, Knowledge Graphs – die (semantische) Vernetzung digitaler Ressourcen hat mittlerweile eine eigene Geschichte. Verschiedene Wissensbasen und Ansätze haben sich etabliert. Eckpfeiler sind Normdaten und kontrollierte Vokabulare, Wissensdatenbanken und maschinenlesbare, strukturierte Standardformate. Ist FAIR ohne LO(U)D überhaupt denkbar? Solche und andere Thesen möchten wir in diesem Text+ FAIR February Meetup anschneiden und diskutieren.
Wir bringen damit engagierte Akteur:innen aus diesem Feld zusammen und fragen nach konkreter Praxis, nach Stand und vor allem Perspektiven – und möchten so auch eine Vernetzung der Köpfe aus diesen Bereichen bewirken: Wikidata, Normdaten, BEACON, und mehr.
Das Meetup findet auf Deutsch statt.
Über den folgenden Link können Sie sich zur Teilnahme anmelden: https://events.gwdg.de/event/1351
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
Die Task Area „Editions“ von Text+
Organisationsteam:
Martin Fechner (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften)
Nils Geißler (Cologne Center for eHumanities)
Eva-Maria Gerstner (Max Weber Stiftung
Philipp Hegel (Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz)
Sandra König (Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften)
Harald Lordick (Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte)
Fernanda Wolff (Technische Universität Darmstadt)
Kommentar schreiben