{"id":9448,"date":"2018-02-28T10:18:23","date_gmt":"2018-02-28T09:18:23","guid":{"rendered":"http:\/\/dhd-blog.org\/?p=9448"},"modified":"2018-03-01T10:23:18","modified_gmt":"2018-03-01T09:23:18","slug":"tagungsbericht-push-pull-digitale-geisteswissenschaften-und-ihre-mehrwert-fuer-uns-alle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=9448","title":{"rendered":"Tagungsbericht: push &amp; pull \u2013 Digitale Geisteswissenschaften und ihr Mehrwert f\u00fcr uns alle"},"content":{"rendered":"<p>Timo Homburg, i3mainz, Hochschule Mainz<\/p>\n<p>Unter dem Titel \u201epush &amp; pull \u2013 Digitale Geisteswissenschaften und ihr Mehrwert f\u00fcr uns alle\u201c luden am 23. Februar 2018 das Mainzer Zentrum f\u00fcr Digitalit\u00e4t in den Geistes- und Kulturwissenschaften (<a href=\"http:\/\/mainzed.org\/de\/\">mainzed<\/a>) und Studierende des interdisziplin\u00e4ren Studiengangs \u201e<a href=\"https:\/\/www.digitale-methodik.uni-mainz.de\/\">Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften<\/a>\u201c in den Co-working Space im Dock 39 der Mainzer Stadtwerke ein. Die Veranstaltung diente der Pr\u00e4sentation der Praxisprojekte der Studierenden sowie der Diskussion \u00fcber die Relevanz der digitalen Geisteswissenschaften f\u00fcr die Industrie, den Journalismus und im Forschungsumfeld. Passend wurde hier der Veranstaltungstitel \u201epush &amp; pull\u201c gew\u00e4hlt, welcher aus dem Jargon der Informatik entlehnt verdeutlichen sollte, dass es herauszuarbeiten gilt, wie digitale Geisteswissenschaften und andere Disziplinen wechselseitig voneinander profitieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nach Gru\u00dfworten des Vizepr\u00e4sidenten, Stephan Jolie, der Universit\u00e4t Mainz, und Karl-Albrecht Klinge, Hochschule Mainz, sowie einleitenden Worten des Studiengangsleiters und Direktors des mainzed, Prof. Dr. Kai-Christian Bruhn, leiteten die Studierenden das selbst organisierte Veranstaltungsprogramm und begannen mit der Vorstellung der Praxisprojekte aus verschiedensten Disziplinen. Die Projekte umfassten hierbei sowohl klassische Digital Humanities Anwendungen wie digitale Editionen mit Semantic Web Bezug (Julia Dolhoff: \u201eEine Digitale Edition aus dem Nahen Osten\u201c; Lea M\u00fcller-Dannhausen: \u201eDER STURM im Semantic Web\u201c) als auch Projekte, die auf die Bereitstellung von Texten und Fundst\u00fccken als Linked Data zielten (Timo Kissinger: \u201eDer Weg r\u00f6mischer Fundm\u00fcnzen in das Semantic Web\u201c; Lisa Kolodzie: \u201eOntologie-Basis f\u00fcr Kurzbiographien\u201c; Lars Nitzki: \u201eVisualisierung des Augsburger Botenwesens\u201c). Zus\u00e4tzlich wurde die Disziplin der Musikinformatik durch die Pr\u00e4sentation \u201eDesigning Natural Sounds\u201c von Ilenia Eleonor Laudito repr\u00e4sentiert, in der eine Programmiersprache verwendet wurde, um neue Soundeffekte zu erschaffen. Der Bereich der Computerlinguistik wurde durch Magdalena Scherl repr\u00e4sentiert, die in ihrer Pr\u00e4sentation eine verbesserte Suche f\u00fcr arabische Ortsnamen \u00fcber Dialektgrenzen hinweg vorstellte. Nicht zuletzt zeigte sich die Vielf\u00e4ltigkeit der mainzed-Kooperationen im Projekt \u201eKapellenberg goes AR\u201c von Patrick Daniel Brookshire \u00fcber Augmented Reality Anwendungen in der Arch\u00e4ologie, in dem eine neolithische Siedlung digital nachgebildet werden soll, sowie in dem von Patrick Toschka (\u201eTransparente Objekte und Photogrammetrie \u2013 ein No-Go?\u201c) vorgestellten Forschungsansatz zur Erfassung von transparenten Objekten durch Photogrammetrie. Die angenehme Atmosph\u00e4re in dem als Veranstaltungsort ausgesuchten Co-Working Space erm\u00f6glichte hierbei neben den Projektpr\u00e4sentationen noch weitere fachspezifische Diskussionen unter den zahlreichen Anwesenden.<\/p>\n<p>Im Anschluss folgte eine Podiumsdiskussion zwischen Prof. Dr. Andrea Rapp, Vizepr\u00e4sidentin der TU Darmstadt, Marcel Hatam, International Brand Manager Ubisoft Blue Byte Mainz und Katharina Brunner von der S\u00fcddeutschen Zeitung unter Leitung von Lennart Linde (Universit\u00e4t Frankfurt a. Main). In der Diskussion wurde klar, dass korrekt aufbereitete Forschungsdaten sowohl f\u00fcr die Industrie als auch f\u00fcr den Journalismus eine wichtige Ressource sein k\u00f6nnen und heute noch nicht in einer massenkompatiblen Form zur Verf\u00fcgung stehen. Gleichzeitig wurden jedoch die Unterschiede in den Anforderungen an die Daten klar. Historisch inspirierte Computerspiele zum Beispiel m\u00fcssen den Aspekt der Spielbarkeit oft \u00fcber die Authentizit\u00e4t der Darstellung setzen, stehen hierbei jedoch auch in einem Spannungsverh\u00e4ltnis zur Fan-Community, welche zu einem Gro\u00dfteil Authentizit\u00e4t bei der Gestaltung der Spiele erwartet. Im Journalismus stehen und fallen viele Projekte mit der Verf\u00fcgbarkeit von belastbaren Daten. In diesem Sinne wurde hier von Seiten des Podiums ein Appell an die DH-Community gerichtet, einfache, von Laien zu verwendende Forschungsinfrastrukturen aufzubauen, von denen allen profitieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wie schon in den letzten Jahren zeigte das mainzed bei dieser Veranstaltung die Innovationsf\u00e4higkeit, welche aus der Synergie von digitalen Methoden und geisteswissenschaftlichen Anwendungsfeldern entstehen kann, und den Mehrwert, den sowohl die Studierenden als auch andere Beteiligte von der Einrichtung des Mainzer Zentrums f\u00fcr Digitalit\u00e4t in den Geistes- und Kulturwissenschaften erhalten k\u00f6nnen. Viele der Studierendenprojekte flie\u00dfen direkt in aktuelle Forschungsvorhaben ein oder werden Bestandteil von zuk\u00fcnftigen Publikationen sein und stimmen so positiv f\u00fcr die n\u00e4chste Veranstaltung dieser Art im kommenden Jahr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Timo Homburg, i3mainz, Hochschule Mainz Unter dem Titel \u201epush &amp; pull \u2013 Digitale Geisteswissenschaften und ihr Mehrwert f\u00fcr uns alle\u201c luden am 23. 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