{"id":9001,"date":"2018-02-19T16:05:07","date_gmt":"2018-02-19T15:05:07","guid":{"rendered":"http:\/\/dhd-blog.org\/?p=9001"},"modified":"2021-10-25T11:40:21","modified_gmt":"2021-10-25T09:40:21","slug":"einreichungen-zur-dhd-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=9001","title":{"rendered":"Einreichungen zur DHd 2018"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Ulrike Henny-Krahmer (W\u00fcrzburg), Patrick Sahle (K\u00f6ln)<\/p>\n<p>Die f\u00fcnfte Tagung des Verbands DHd wird vom 26. Februar bis zum 2. M\u00e4rz 2018 in K\u00f6ln unter dem Motto \u201cKritik der digitalen Vernunft\u201d stattfinden. Bereits eine gewisse Tradition hat die quantitative Auswertung von Einreichungen und ggf. auch Begutachtungen sowie Annahmen und Ablehnungen zu Konferenzen in den Digital Humanities. Beitr\u00e4ge zur internationalen DH-Konferenz der ADHO werden z.B. <a href=\"http:\/\/scottbot.net\/dh-quantified\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">regelm\u00e4\u00dfig von Scott Weingart analysiert<\/a>, aber auch die <a href=\"http:\/\/cligs.hypotheses.org\/431\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DHd-Einreichungen sind 2016 bereits von Jos\u00e9 Calvo Tello untersucht<\/a> worden. Werden die eingereichten Beitr\u00e4ge kontinuierlich untersucht, k\u00f6nnen die Ergebnisse einen interessanten \u00dcberblick dar\u00fcber geben, wie sich das Interesse an den Konferenzen entwickelt, welche Forschungsthemen im Zentrum der DH und welche Menschen, Orte und Institutionen hinter den Konferenzbeitr\u00e4gen stehen. Handelt es sich vor allem um individuelle Forschung oder Arbeit im Team? Wie ist das Geschlechterverh\u00e4ltnis bei den Einreichungen? Woher kommen die Forschenden und welche Institutionen sind \u00fcber Kooperationen miteinander verbunden?<\/p>\n<p>Im Folgenden wird ein Export der Daten aus dem Konferenz-Managementsystem Conftool f\u00fcr die \u201cQuantifizierung der DHd2018\u201d verwendet. Mit den <a href=\"#Basiszahlen\">Basiszahlen<\/a> werden einige grundlegende statistische \u00dcbersichten zu den Einreichungen gegeben. Im Fokus stehen au\u00dferdem die <a href=\"#AutorInnen\">AutorInnen<\/a>, <a href=\"#AutorInnennetzwerke\">AutorInnennetzwerke<\/a> und <a href=\"#Themen\">Themen<\/a>.<\/p>\n<div>\n<h2 id=\"Basiszahlen\">Basiszahlen<\/h2>\n<p>Zur Deadline der Konferenz DHd2018 am 25.09.2017, 1:00 Uhr sind insgesamt 187 Beitr\u00e4ge eingereicht worden, die sich wie folgt verteilen:<\/p>\n<table style=\"margin-left: auto; margin-right: auto;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"vertical-align: bottom;\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><strong>Beitragstyp<\/strong><\/td>\n<td><strong>Anzahl<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Vortrag<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">97<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Poster<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">62<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Panel<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">11<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Workshop<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\">17<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: right;\"><em>Summe<\/em><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><em>187<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Tabelle 1: Beitr\u00e4ge nach Typen<\/td>\n<td><a href=\"https:\/\/www.i-d-e.de\/side_dishes\/dhd2018\/visualizations.html#Abb_1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-9002 size-full\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2018\/02\/Abb1.png\" alt=\"Abb. 1: Anteile der Beitragsarten\" width=\"454\" height=\"330\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Abbildung 1: Anteile der Beitragstypen<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Dabei kommt nur ein gutes Viertel der Einreichungen von einzelnen Autoren. Knapp drei Viertel sind das Ergebnis von Teamarbeit:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.i-d-e.de\/side_dishes\/dhd2018\/visualizations.html#Abb_2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-9004 size-full\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2018\/02\/Abb2c.png\" alt=\"Einzel- und Teameinreichungen\" width=\"652\" height=\"442\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Abbildung 2: Anteile von Einzel- und Teameinreichungen<\/p>\n<p>Wir folgen hier f\u00fcr die Vergleichbarkeit und f\u00fcr einen ersten Eindruck dem Ansatz von Scott Weingart, halten ein Liniendiagramm (wie er es einsetzt) aber f\u00fcr methodisch unzul\u00e4ssig, da es ja keine Zwischenstufen zwischen den Einreicherzahlen gibt. Wir verwenden daher ein Balkendiagramm. Erg\u00e4nzend verdeutlicht das Kuchendiagramm die Anteile von Einzeleinreichungen (27,3%) im Vergleich zu Teameinreichungen (insgesamt 72,7%). Wie in Abb. 2 zu sehen, ist der allgemeine Trend, dass die Anzahl der Einreichungen mit der Teamgr\u00f6\u00dfe abnimmt.<\/p>\n<p>Vergleicht man diese Zahlen mit den Verh\u00e4ltnissen bei den internationalen DH-Konferenzen, f\u00fcr die Weingart \u00fcber die Jahre hinweg \u00e4hnliche Anteile feststellen konnte, so ist die Rate der Einzeleinreichenden bei der DHd2018 noch geringer als bei der globalen DH. Bei der DH2017 betrug sie z. B. 39,6 %. Zweiterteams hatten dort eine Quote von 24,5 % (DHd 23%), Dreierteams von 16,3 % (DHd 18,2%) und Vierer-Teams von 7,2 % (DHd 12,3%). Einreichungen von zwei AutorInnen gab es also bei der DH-Konferenz in Montr\u00e9al noch geringf\u00fcgig mehr als bei der DHd2018, Beitr\u00e4ge von gr\u00f6\u00dferen Teams sind aber bei der DHd-Konferenz h\u00e4ufiger vertreten.<\/p>\n<p>Naheliegend ist die Frage, welchen Einfluss der Beitragstyp darauf hat, ob es sich um eine individuelle oder eine Teameinreichung handelt und wie gro\u00df die Teams sind. Die inhaltliche Frage lautet also eigentlich: wie verteilen sich die Einreicherkonstellationen auf die verschiedenen Arten von Beitr\u00e4gen? Zu erwarten ist intuitiv eine h\u00f6here Koautorschaftsrate vor allem bei Panels und Workshops.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.i-d-e.de\/side_dishes\/dhd2018\/visualizations.html#Abb_3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-9006 size-full\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2018\/02\/Abb3-2.png\" alt=\"Einreichungen und Autorenzahlen\" width=\"648\" height=\"455\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Abbildung 3: Einreichungen mit x AutorInnen in % (nach Beitragstyp)<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich sind vor allem Vortr\u00e4ge individuell oder mit wenigen KoautorInnen eingereicht worden: 34% aller eingereichten Vortr\u00e4ge haben <i>eine<\/i> Autorin\/einen Autor. Die h\u00f6chste Zahl an Einreichenden wird allerdings nicht mit einem Panel oder Workshop, sondern mit einem Poster erreicht. Trotzdem sind je 25,8% der Poster-Einreichungen individuell oder mit zwei KoautorInnen erfolgt. Insgesamt ist der Verlauf f\u00fcr die Anzahl an AutorInnen bei Postern demjenigen bei Vortr\u00e4gen relativ \u00e4hnlich. Anders sieht es bei Panels und Workshops aus, wo es keine relativ stetige Abnahme an Einreichungen mit h\u00f6herer Koautorschaftszahl gibt, sondern einen h\u00f6heren mittleren Bereich. F\u00fcr Panels sind vier bis sieben Einreicher typisch (weil OrganisatorInnen und PanelistInnen h\u00e4ufiger zusammen einreichen?), bei Workshops liegt die Zahl der Einreichenden vor allem zwischen zwei und vier. Man beachte, wie hier stark gegl\u00e4ttete Kurven genutzt werden, nicht um tats\u00e4chliche Zahlenwerte zu visualisieren, sondern einen zusammenfassenden, am grunds\u00e4tzlichen Trend orientierten Eindruck zu geben.<\/p>\n<p>Es scheint insgesamt sinnvoll, Typen von Gruppen festzulegen, um einen besseren \u00dcberblick \u00fcber den Zusammenhang von Einreicherkonstellationen und Beitragstypen zu bekommen. Naheliegend ist hier eine Gruppierung in \u201cEinzelbeitrag\u201d, \u201cDuo\u201d, \u201cKleingruppe\u201d (3-5) und \u201cGro\u00dfgruppe\u201d (&gt;5). Geht man davon aus, dass Panel und Workshops ihrer Natur nach ohnehin meistens von Teams organisiert werden (Einzeleinreichungen waren die Ausnahme), bleiben die Poster und Vortr\u00e4ge besonders interessant. Hier liegt die Quote der Einzeleinreichungen bei 26% (Poster) bzw. 34% (Vortr\u00e4ge). Auch der Durchschnitt der Autorenzahl mit 3,1 bei Postern und 2,5 bei Vortr\u00e4gen zeigt, dass Poster in noch gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfe Teamarbeit als Vortr\u00e4ge sind. F\u00fcr diese beiden Formate zeigen sich die folgenden Konstellationen:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.i-d-e.de\/side_dishes\/dhd2018\/visualizations.html#Abb_4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-9005 size-full\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2018\/02\/GruppenPaperPoster.png\" alt=\"Gruppen Paper und Poster\" width=\"1050\" height=\"560\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Abbildung 4: Einreicherkonstellationen f\u00fcr Paper und Poster<\/p>\n<p>Eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung liegt wohl darin, dass Poster h\u00e4ufiger auf Projekte bezogen sind, die in den DH meistens in Teamarbeit durchgef\u00fchrt werden. Dagegen sollten Vortr\u00e4ge eher einzelne Forschungsfragen behandeln. Dass selbst dabei die Quote der Einzelbeitr\u00e4ger nur ein Drittel betr\u00e4gt, zeigt wie das Muster kollaborativer Forschung sich auch auf diesen Bereich erstreckt. Oder, dass auch die Vortr\u00e4ge in Wirklichkeit projektbezogen sind. Aber um das zu untersuchen, m\u00fcsste man die Daten weiter anreichern und die Vortragsthemen klassifizieren.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h2 id=\"AutorInnen\">AutorInnen<\/h2>\n<p>Die Beitr\u00e4ge haben insgesamt 553 AutorInnen, davon 449 verschiedene. 62 AutorInnen waren an zwei Beitr\u00e4gen beteiligt, 19 an drei bis f\u00fcnf Einreichungen. Diese Zahlen sind vor dem Hintergrund zu diskutieren, dass vom Programmkomitee folgende <a href=\"http:\/\/dhd2018.uni-koeln.de\/call-for-papers\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Vorgabe<\/a> gemacht worden ist:<\/p>\n<blockquote><p>\u201cIn der Regel wird erwartet, dass von einem Verfasser\/einer Verfasserin\/einer Projektgruppe nur ein Poster oder Vortrag eingereicht wird. Eine Beteiligung von Beitragenden dar\u00fcber hinaus an maximal einem Panel oder Workshop ist jedoch m\u00f6glich.\u201d<\/p><\/blockquote>\n<p>Diese Politik ist grunds\u00e4tzlich nachvollziehbar, f\u00fchrt aber in einem stark kollaborativ orientierten Forschungsfeld zu einigen Folgeproblemen. Was macht man, wenn man an mehreren Projekten beteiligt ist? Dann k\u00f6nnen die Partner aus einem zweiten Projekt ja nicht daf\u00fcr in Kettenhaftung genommen werden, dass die Partner in einem ersten Projekt schon etwas eingereicht haben, auf dem auch der eigene Name steht.<\/p>\n<p>Die Deutung von Begriffen wie \u201coder\u201d und \u201cin der Regel\u201d ist offenkundig von den Einreichenden vorgenommen und unterschiedlich getroffen worden. Au\u00dferdem k\u00f6nnte man argumentieren, dass es einen engen und einen weiten Begriff von \u201ceinreichen\u201d geben kann: die Person, die hochl\u00e4dt versus alle an einer Einreichung beteiligten. Wenn man von einem engen Begriff ausgeht, w\u00e4re es m\u00f6glich, als Autor an beliebig vielen Einreichungen beteiligt zu sein, solange nur alle <i>Einreicher<\/i> (Hochlader) nur einmal als solche auftreten. Schlie\u00dflich k\u00f6nnte man sich auch auf die Formulierung \u201cvon einer Projektgruppe\u201d zur\u00fcckziehen. Damit k\u00f6nnte man dann auch f\u00fcnf Beitr\u00e4ge einreichen, wenn man an f\u00fcnf Projekten beteiligt ist.<\/p>\n<p>Will man die Community nicht in den Exegesesumpf schicken und die Folgsamen (\u201cich lese: nur ein Beitrag\u201d) nicht gegen\u00fcber den Z\u00fcgellosen (\u201cRegeln? Doch nicht f\u00fcr mich!\u201d) in Nachteil bringen, dann w\u00e4ren sicher auch einfachere und transparentere Regelungen und Formulierungen m\u00f6glich:<\/p>\n<ol>\n<li>Eine strikte Maximalzahl von Gesamtbeteiligungen, unabh\u00e4ngig vom Status als Einreichenden und Beitragenden, die dann f\u00fcr alle gleicherma\u00dfen gelten w\u00fcrde. Dabei w\u00e4re eine niedrige Zahl problematisch wegen der oben angesprochenen Folgeprobleme. Mit drei bis f\u00fcnf w\u00fcrde aber dem kollaborativen Charakter des Feldes Rechnung getragen und zugleich trotzdem ein sinnvolles Limit f\u00fcr die Zahl der Einreichungen gesetzt werden.<\/li>\n<li>Eine Maximalzahl pro Beitragsstyp. Z.B. ein Vortrag, zwei Poster, ein Panel, ein Workshop.<\/li>\n<li>Eine Differenzierung nach Beteiligungsstatus. Z.B. nach der Regel \u201cnur einmal als Haupt-Einreichende auftreten, ansonsten aber beliebig viele Beteiligungen\u201d. \u00c4hnlich w\u00e4re ein Verfahren, das den Status \u201cvortragende\/r AutorIn\u201d ber\u00fccksichtigt. Diese Markierung wird z.B. bei der internationalen DH-Konferenz genutzt. Und auch hier k\u00f6nnte man sagen \u201cnur ein\/zwei Vortr\u00e4ge aber beliebig viele (oder maximal X) Beteiligungen\u201d.<\/li>\n<\/ol>\n<p><b>Wo kommen die AutorInnen her?<\/b> Um an genaue Zahlen zu kommen, m\u00fcsste man die zugeordneten Organisationen auswerten, was relativ aufw\u00e4ndig w\u00e4re. Einen unscharfen ersten Eindruck k\u00f6nnen bei aller Vorsicht auch die eMail-Adressen vermitteln. Dabei sind jenseits der klaren L\u00e4nderkennungen nur noch die unspezifischen Domains aufzul\u00f6sen (edu, net, org, com, eu), f\u00fcr die hier stillschweigend die Personen anhand ihrer Institutionen den jeweiligen L\u00e4nder(gruppen) zugeordnet sind.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.i-d-e.de\/side_dishes\/dhd2018\/visualizations.html#Abb_5\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-9008 size-full\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2018\/02\/laender.png\" alt=\"Verteilung auf L\u00e4nder\" width=\"604\" height=\"404\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Abbildung 5: AutorInnen nach L\u00e4ndern<\/p>\n<p>Auff\u00e4llig ist hier die enorme Unterrepr\u00e4sentanz der Schweiz. Diese war aber auch schon f\u00fcr die Tagung 2016 in Leipzig von <a href=\"http:\/\/cligs.hypotheses.org\/431\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Jos\u00e9 Calvo Tello<\/a> festgestellt worden. Rechnet man auf Einwohnerzahlen um, dann ergeben sich f\u00fcr die L\u00e4nder 6,8 (AT) bzw. 5,4 (DE) bzw. 1,2 (CH) Beitr\u00e4ge je einer Million Einwohner.<\/p>\n<p>Geht man weiter auf die geografische Verteilung der AutorInnen ein, dann zeigen sich gewisse lokale Zentren in den Digital Humanities. Es gibt 18 Orte<span style=\"vertical-align: super; font-size: smaller;\"><a href=\"#fn1\" name=\"anchor1\">[1]<\/a><\/span> mit mehr als zehn \u201cBeitr\u00e4gen\u201d in dem Sinne, dass alle AutorInnen aller Beitr\u00e4ge ber\u00fccksichtigt sind. Das f\u00fchrt nat\u00fcrlich auch dazu, dass einzelne Personen mehrfach gez\u00e4hlt werden, was aber beabsichtigt ist, da es hier nicht so sehr um Personen als vielmehr den Gesamtbeitrag von \u201cOrten\u201d geht.<\/p>\n<table style=\"margin-left: auto; margin-right: auto;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>K\u00f6ln<\/td>\n<td>58<\/td>\n<td style=\"border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; width: 50px;\"><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">G\u00f6ttingen<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">23<\/span><\/td>\n<td style=\"border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; width: 50px;\"><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Dresden<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">13<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Berlin<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">39<\/span><\/td>\n<td style=\"border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px;\"><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Paderborn<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">20<\/span><\/td>\n<td style=\"border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px;\"><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Frankfurt<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">13<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">W\u00fcrzburg<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">37<\/span><\/td>\n<td style=\"border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px;\"><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Mainz<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">19<\/span><\/td>\n<td style=\"border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px;\"><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">T\u00fcbingen<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">13<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Wien<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">33<\/span><\/td>\n<td style=\"border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px;\"><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Potsdam<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">17<\/span><\/td>\n<td style=\"border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px;\"><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Graz<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">12<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Stuttgart<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">32<\/span><\/td>\n<td style=\"border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px;\"><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Leipzig<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">17<\/span><\/td>\n<td style=\"border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px;\"><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Moskau<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">12<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Hamburg<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">24<\/span><\/td>\n<td style=\"border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px;\"><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Passau<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">15<\/span><\/td>\n<td style=\"border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px;\"><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">N\u00fcrnberg<\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">12<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Tabelle 2: Beitr\u00e4ge nach Orten<\/span><\/p>\n<p>Eine gewisse Schieflage k\u00f6nnte man konstatieren, wenn man feststellt, dass aus diesen 18 Orten bereits 409 Beitr\u00e4ge kommen, w\u00e4hrend aus den weiteren 49 St\u00e4dten nur 145 stammen. Das bedeutet: aus 27% der Orte kommen 74% der Beitr\u00e4ge. Oder, um leichter vergleichbare Zahlen zu nennen: aus rund 10% der Orte kommen 44% der Beitr\u00e4ge. Die Aussagekraft der St\u00e4dteliste mag man relativieren, wenn man daran denkt, dass es Beitr\u00e4ge mit zehn oder elf AutorInnen gibt &#8211; so dass man schon mit nur zwei entsprechenden Postern oder Panels zu den Top-Ten-St\u00e4dten geh\u00f6ren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-9012 size-full\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2018\/02\/wordart_orte.png\" alt=\"Beitragsorte\" width=\"707\" height=\"707\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Abbildung 6: Beitragsorte, erstellt mit WordArt (<a href=\"https:\/\/tagul.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/tagul.com<\/a>)<\/p>\n<p>Interessant w\u00e4re eine Untersuchung der <b>Geschlechter<\/b>. Dies ist allerdings kaum m\u00f6glich, da nur f\u00fcr die Einreicher das Geschlecht \u00fcber die eingetragene Anrede bekannt ist. Es ist aber weder davon auszugehen, dass die Einreicher repr\u00e4sentativ f\u00fcr die Gesamtmenge der Beitr\u00e4ger sind, noch dass sie eine besondere Gruppe bilden w\u00fcrden. Wir k\u00f6nnen (auch wegen der oben angesprochenen Frage der Mehrfacheinreichungen) au\u00dferdem nicht davon ausgehen, dass die Einreicher immer auch die HauptautorInnen eines Beitrages w\u00e4ren. Nennen kann man die Zahlen aber trotzdem: ziemlich genau ein Drittel (61) der Beitr\u00e4ge ist von Frauen eingereicht worden, die anderen zwei Drittel (126) von M\u00e4nnern.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich sieht es f\u00fcr das <b>Alter der Beitragenden<\/b> aus. Auch hier ist die Datengrundlage zu d\u00fcrftig, um zu belastbaren Aussagen zu kommen. Nur f\u00fcr 92 Personen ist im Konferenzsystem ein Geburtsjahr erfasst. \u00dcber die Repr\u00e4sentativit\u00e4t k\u00f6nnen wir nichts sagen. Dass f\u00fcr diese 92 ein erstaunlich niedriges Durchschnittsalter von 40 Jahren zu ermitteln ist, kann deshalb bis auf weiteres nicht mehr als eine Randbemerkung sein.<\/p>\n<p>F\u00fcr die soziologische Struktur des Feldes w\u00e4re ansonsten noch der <b>akademische Status<\/b> interessant. Auch hier ist es aber leider so, dass viele Beitragende ihre Titel, also Dr. oder Prof., nicht angeben und die Datengrundlage deshalb unzuverl\u00e4ssig ist. Dabei w\u00fcrden sich u.a. neben den allgemeinen Quoten auch diese beiden Abgleiche f\u00fcr eine Untersuchung anbieten:<\/p>\n<ol>\n<li>Welche ProfessorInnen, die in der <a href=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-admin\/post.php?post=6174\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Liste der DH-Professuren seit 2008<\/a> erfasst sind, beteiligen sich an der Jahrestagung des DH-Verbandes?<\/li>\n<li>Welche Dominationen haben die Lehrst\u00fchle der \u00fcbrigen beitragenden ProfessorInnen?<\/li>\n<\/ol>\n<p>Dahinter steckt eine der Fragen nach Selbstverst\u00e4ndnis und Formierung der Digital Humanities: Verstehen sich Inhaber von \u201cProfessuren f\u00fcr DH\u201d (in dem weiten Sinne der o.g. Liste) dann auch wirklich als Teil jener DH-Community, die sich auf der Jahrestagung des Verbandes trifft? Und anders herum: welche ProfessorInnen auf \u201cnormalen\u201d Lehrst\u00fchlen beteiligen sich an den DH? Welche F\u00e4cher sind hier vertreten?<\/p>\n<p>Von den 33 ProfessorInnen auf der o.g. Liste haben 14 (42%) eingereicht, 19 haben sich nicht aktiv beteiligt. Nun m\u00fcsste man vielleicht noch die Teilnehmerdaten abwarten um zu sehen, wie hoch der Identifikationsgrad und wie die \u00dcberschneidung von \u201cDH-Professuren in einem recht weiten Verst\u00e4ndnis\u201d und \u201cder zentrale Kongress des Faches\u201d ist. Bei einer ersten Sichtung der Beitr\u00e4ger lassen sich mindestens 32 weitere ProfessorInnen identifizieren, die entweder f\u00fcr DH stehen (ohne auf der o.g. Liste aufzutauchen) oder aus den verschiedensten F\u00e4chern kommen. Hier fallen besonders die Informatik sowie die verschiedenen Sprach- und Literaturwissenschaften in\u2019s Auge. Zu den geringer vertretenen Gebieten geh\u00f6ren noch die Geschichte, Kunstgeschichte oder Arch\u00e4ologie. Weitere sind ganz vereinzelt.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h2 id=\"AutorInnennetzwerke\">AutorInnennetzwerke<\/h2>\n<p>AutorInnen reichen gemeinsam ein und sie reichen \u2013 trotz der offiziellen Ein-Beitrag-Politik \u2013 mehrfach ein. Dadurch ergeben sich EinreicherInnennetzwerke, die sich visualisieren lassen:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.i-d-e.de\/side_dishes\/dhd2018\/visualizations.html#Abb_7\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-9013 size-full\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2018\/02\/Einreichernetze.png\" alt=\"Einreichernetze\" width=\"1411\" height=\"1338\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Abbildung 7: EinreicherInnennetzwerke<\/p>\n<p>In der Grafik sind Einzeleinreichungen ausgeblendet. Die Farben der Knoten stehen f\u00fcr verschiedene Orte. Die Positionierung der Knoten ergibt sich zuf\u00e4llig aus dem Visualisierungsalgorithmus f\u00fcr das Netzwerk.<span style=\"vertical-align: super; font-size: smaller;\"><a href=\"#fn2\" name=\"anchor2\">[2]<\/a><\/span><\/p>\n<p>Jenseits der durch Teameinreichungen bedingten Gruppierungen erkennt man einige gr\u00f6\u00dfere Netze, die durch Mehrfachbeteiligungen einzelner Personen entstehen. Durch die Farbcodierung l\u00e4sst sich ein Eindruck davon gewinnen, ob Einreichungen bzw. Projektteams und Netze von Einreichungen eher lokal oder orts\u00fcbergreifend sind. Insgesamt halten wir die Aussagekraft dieser Netzwerkvisualisierung jedoch f\u00fcr sehr gering. Netzwerke entstehen vor allem auch durch die Zuf\u00e4lligkeit der Beteiligung oder Nicht-Beteiligung einzelner Personen an einem oder mehreren Beitr\u00e4gen und der Zuf\u00e4lligkeit der Einreichung- oder Nicht-Einreichung von Beitr\u00e4gen f\u00fcr eine Konferenz. Trotzdem ist es verf\u00fchrerisch, einzelne Netze genauer zu betrachten und f\u00fcr sinnvoll zu halten, weil sie durchaus reale Verbindungen wiedergeben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-9015 size-full\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2018\/02\/einreichernetz.png\" alt=\"Ein Teilnetz\" width=\"505\" height=\"366\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Abbildung 8: Ein Teilnetz<\/p>\n<p>Abbildung 8 zeigt eines der gr\u00f6\u00dferen Netze mit Beitr\u00e4gen vor allem aus W\u00fcrzburg (blau) und K\u00f6ln (gelb), das zuf\u00e4llig durch ein Panel zusammengehalten wird, an dem TeilnehmerInnen aus verschiedenen Orten beteiligt sind.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h2 id=\"Themen\">Themen<\/h2>\n<p>Der <a href=\"http:\/\/dhd2018.uni-koeln.de\/call-for-papers\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Call for Papers f\u00fcr die DHd2018<\/a> rief insbesondere zu Einreichungen auf, die sich mit Fragen der Kritik besch\u00e4ftigen: Kritik der Digitalisierung, digitaler Angebote, Projekte und Werkzeuge, der digitalen Methoden, Methoden der digitalen Geisteswissenschaften, digitaler Wissenstheorie und digitaler Gesellschaft sowie zu allgemeinen Themen der DH. Zu welchen Themen sind nun tats\u00e4chlich Beitr\u00e4ge eingereicht worden?<\/p>\n<p>Die AutorInnen hatten im Conftool an zwei Stellen die M\u00f6glichkeit, die in der Einreichung behandelten Themen durch Metadaten zu beschreiben. Eine M\u00f6glichkeit bestand darin, freie Schlagw\u00f6rter (\u201cKeywords\u201d) zu vergeben, die zweite darin, bis zu sechs Themen aus einem kontrollierten Vokabular (\u201cTopics\u201d) auszuw\u00e4hlen.<\/p>\n<div>\n<h3>Keywords<\/h3>\n<p>F\u00fcr die Ermittlung der Zahlen zu den frei vergebenen Schlagw\u00f6rtern wurden diese hier in Kleinschreibung \u00fcberf\u00fchrt und der Wei\u00dfraum (evtl. zus\u00e4tzliche Leerzeichen) normalisiert. Insgesamt wurden 763 Schlagw\u00f6rter vergeben \u2013 davon 578 verschiedene!<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt kommen nur sieben Schlagw\u00f6rter f\u00fcnfmal oder h\u00e4ufiger vor, so dass selbst die \u201cprominentesten\u201d Begriffe nur f\u00fcr marginale Teile der Beitragsmenge stehen:<\/p>\n<table style=\"margin-left: auto; margin-right: auto;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><b>Schlagwort<\/b><\/td>\n<td><b>#<\/b><\/td>\n<td><b>Anteil<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Annotation<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">12<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">6,4<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">TEI<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">10<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">5,3<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Digitalisierung<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">8<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">4,3<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Digitale Edition<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">6<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">3,2<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Ontologie<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">6<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">3,2<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Visualisierung<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">5<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">2,7<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Kritik<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">5<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">2,7<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: center;\">Tabelle 3: Schlagw\u00f6rter nach H\u00e4ufigkeit<\/p>\n<p>Die Schlagw\u00f6rter haben auf den ersten statistischen Blick nur eine geringe Aussagekraft, da kaum gemeinsame Stichworte vergeben wurden. Man k\u00f6nnte noch versuchen, durch Vereinheitlichung und Gruppierung Stichw\u00f6rter zusammenzuf\u00fchren (z. B. durch die \u00dcbersetzung fremdsprachiger Begriffe oder die Verbindung von Ober- und Unterbegriffen). Bei einer ersten Sichtung war unser Eindruck aber, dass sich nicht ohne weiteres thematische Korrelationen aufdr\u00e4ngen, so dass sich auch dadurch kein klareres Bild ergeben w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Abb. 9 zeigt eine Wordcloud der Keywords, bei der die Gr\u00f6\u00dfenverh\u00e4ltnisse auf den H\u00e4ufigkeiten der Vergabe basieren. F\u00fcr die Wordcloud wurden die W\u00f6rter nicht in Kleinschreibung \u00fcberf\u00fchrt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-9016 size-full\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2018\/02\/Abb8.png\" alt=\"Wordcloud der Keywords\" width=\"707\" height=\"707\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Abbildung 9: Wordcloud der frei vergebenen Schlagw\u00f6rter (keywords), erstellt mit WordArt (<a href=\"https:\/\/tagul.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/tagul.com<\/a>)<\/p>\n<p>Insgesamt ist unser Eindruck, dass die freie Verschlagwortung f\u00fcr zahlenbasierte Auswertungen wenig Nutzen bringt, da offenkundig keine \u201cgemeinsamen\u201d Begriffe verwendet werden und sich dadurch keine Themencluster bilden, keine Felder oder Strukturen zu erkennen sind und \u00fcber die Zeit auch keine Tendenzen beobachtbar werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h3>Topics<\/h3>\n<p>Das kontrollierte Vokabular, das im Conftool f\u00fcr die Vergabe von Topics zur Verf\u00fcgung stand, wurde aus der <i>Taxonomy of Digital Research Activities in the Humanities<\/i> (<a href=\"http:\/\/tadirah.dariah.eu\/vocab\/\">TaDiRAH<\/a>) abgeleitet. TaDiRAH unterscheidet zun\u00e4chst die drei Bereiche \u201cResearch Activities\u201d, \u201cResearch Objects\u201d und \u201cResearch Techniques\u201d. F\u00fcr die ersten beiden Bereiche liegen mit \u201cAktivit\u00e4ten\u201d und \u201cObjekte\u201d <a href=\"https:\/\/github.com\/dhtaxonomy\/TaDiRAH\/tree\/master\/deu\">\u00dcbersetzungen ins Deutsche<\/a> vor, welche in das Conftool eingegangen sind. Allerdings kommt es dabei zu einer gewissen Verschiebung der Hierarchien. In TaDiRAH gibt es bei den Aktivit\u00e4ten Untergruppen, die dann wiederum die Begriffe f\u00fcr die einzelnen Aktivit\u00e4ten enthalten. Bei den Objekten ist dies nicht so, es werden direkt die einzelnen Objekte genannt. Auf das Conftool \u00fcbertragen standen die einzelnen Objekte in einer Gruppe \u201cObjekte\u201d direkt neben den Aktivit\u00e4ten, die zu Aktivit\u00e4tengruppen (\u201cErfassen\u201d, \u201cAnalysieren\u201d, usw.) zusammengefasst waren. Es standen sich also nicht die Bereiche \u201cObjekte\u201d vs. \u201cAktivit\u00e4ten\u201d direkt gegen\u00fcber, sondern die Bereiche \u201cObjekte\u201d, \u201cErfassen\u201d, \u201cAnalysieren\u201d, usw. Man w\u00e4hlt deshalb zwischen den Begriffen in den Aktivit\u00e4ten-Bereichen \u201cErfassen\u201d, \u201cErzeugung\u201d, \u201cAnreichern\u201d, \u201cAnalysieren\u201d, \u201cInterpretation\u201d, \u201cAufbewahren\u201d, \u201cVer\u00f6ffentlichen\u201d und \u201cRahmenaktivit\u00e4ten\u201d und dann aus den Objekt-Begriffen aus. Wir k\u00f6nnen nicht absch\u00e4tzen, ob den Einreichenden die grundlegende Zweiteilung in Aktivit\u00e4ten und Objekte bewusst gewesen ist, m\u00f6glicherweise spielt das f\u00fcr die Analyse aber auch keine gro\u00dfe Rolle. Wir haben dennoch versucht, diese Unterscheidung bei der Auswertung zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>Insgesamt standen 75 Begriffe zur Auswahl. 35 in Objekten und 40 in den acht Aktivit\u00e4ten-Gruppen. Der Begriff \u201cVisualisierung\u201d kommt in beiden Bereichen und damit doppelt vor, was f\u00fcr die Auswertung problematisch ist: Im Ergebnis ist nicht zu unterscheiden, ob dieses Schlagwort als Objekt oder Aktivit\u00e4t ausgew\u00e4hlt wurde.<\/p>\n<p>F\u00fcr die 187 Einreichungen wurden 976 Themen-Schlagw\u00f6rter vergeben, also rund f\u00fcnf Topics pro Beitrag. Von den 75 verf\u00fcgbaren Begriffen sind 74 verschiedene tats\u00e4chlich verwendet worden. Nur \u201cCurricula\u201d wurde keinem Beitrag zugeordnet. Uns erstaunt, dass die Bandbreite der Topics fast vollst\u00e4ndig ausgesch\u00f6pft wurde. Lediglich f\u00fcnf der Topics wurden nur ein einziges Mal vergeben (\u201c\u00dcbersetzung\u201d, \u201cDatei\u201d, \u201cSchreiben\u201d, \u201cNotenbl\u00e4tter\u201d, \u201cCrowdsourcing\u201d). Es zeigt sich so, dass die DHd-Konferenz die Forschungsaktivit\u00e4ten und Besch\u00e4ftigung mit Forschungsobjekten in den digitalen Geisteswissenschaften in ihrer Breite abbildet \u2013 zumindest so, wie sie in TaDiRAH beschrieben werden und zumindest zum Zeitpunkt der Einreichungen.<\/p>\n<p>Die Top Ten der Topics sind:<\/p>\n<table style=\"margin-left: auto; margin-right: auto;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><b>Topic<\/b><\/td>\n<td><b>H\u00e4ufigkeit <\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Modellierung<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">60<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Text<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">50<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Annotieren<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">48<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Inhaltsanalyse<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">44<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Visualisierung<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">37<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Methoden<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">33<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Theoretisierung<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">29<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Programmierung<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">26<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Forschungsprozess<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">26<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Kollaboration<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">25<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: center;\">Tabelle 4: Topics nach H\u00e4ufigkeit<\/p>\n<p>Interessant ist die Frage, ob das Tagungsmotto Einfluss auf die Themenwahl hatte (Modellierung? Theoretisierung? Forschungsprozess?). Dazu m\u00fcssten aber wohl die Vergabe der Topics in den Vorjahren zum Vergleich herangezogen werden. Dann k\u00f6nnte auch untersucht werden, ob es unabh\u00e4ngig vom Tagungsthema Entwicklungen bei den Topics gab.<\/p>\n<p>In Abb. 10 sind die Topics als Wordcloud dargestellt. Wie bei den Keywords ist die Grundlage f\u00fcr die Wortgr\u00f6\u00dfe auch hier die H\u00e4ufigkeit der Vergabe des Topics. Auch an den Wordclouds wird sichtbar, dass die Vergabe von Themen-Schlagw\u00f6rtern aus dem kontrollierten Vokabular wie erwartet zu einer st\u00e4rkeren Konzentration auf einzelne Begriffe f\u00fchrt, aber auch, wie die Verschlagwortung dadurch geleitet wird. Da TaDiRAH auf Aktivit\u00e4ten und Objekte abzielt und auf eine allgemeinere Ebene der Betrachtung, ist ein Schlagwort wie TEI, das einen konkreten Datenstandard bezeichnet und bei der freien Vergabe h\u00e4ufig war, hier gar nicht mehr enthalten. Auf der anderen Seite ist \u201cText\u201d, auf Platz zwei der Topics, bei den Keywords in der allgemeinen Form gar nicht vergeben worden, sondern nur spezifischer (z. B. \u201cLiedtexte\u201d, \u201dNicht-Standardtexte\u201d, \u201cShort Texts\u201d).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-9017 size-full\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2018\/02\/Abb9.png\" alt=\"Wordcloud der Topics\" width=\"707\" height=\"707\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Abbildung 10: Wordcloud der vergebenen Topics, erstellt mit WordArt (<a href=\"https:\/\/tagul.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/tagul.com<\/a>)<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen nun fragen, wie die Topics innerhalb der beiden Gro\u00dfgruppen vergeben wurden. Die Verteilung der Topics auf die einzelnen <b>Aktivit\u00e4tengruppen<\/b> ist wie folgt:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2021\/10\/aktivitaetengruppen.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-16717 aligncenter\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2021\/10\/aktivitaetengruppen-300x193.png\" alt=\"\" width=\"418\" height=\"269\" srcset=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2021\/10\/aktivitaetengruppen-300x193.png 300w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2021\/10\/aktivitaetengruppen.png 604w\" sizes=\"auto, (max-width: 418px) 100vw, 418px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Abbildung 11: Topic-Vergabe nach Aktivit\u00e4tengruppen<\/p>\n<p>Abb. 11 zeigt, dass alle Aktivit\u00e4tengruppen vertreten sind. Analyse und Interpretation sind h\u00e4ufiger vergeben als die anderen, dominieren aber nicht die Gesamtheit der vergebenen Schlagw\u00f6rter.<\/p>\n<p>Will man eine Grundunterscheidung zwischen Daten erzeugenden und Daten auswertenden Aktivit\u00e4ten machen, dann haben f\u00fcr das Erstere Erfassen, Erzeugen und Anreichern ein Gewicht von 31,9% und f\u00fcr das Letztere Interpretation und Analyse ein Gewicht von 43,4 Prozent. Der Zweischritt, Daten zu erstellen und dann auszuwerten, steht damit f\u00fcr drei Viertel der Aktivit\u00e4ten. Hinzu kommen Aktivit\u00e4ten jenseits der Auswertung, zu denen Ver\u00f6ffentlichen und Aufbewahren geh\u00f6ren. Diese machen nur 17,3 % aus.<\/p>\n<p>Auch hier w\u00e4re die Frage, ob das Tagungsthema der \u201cKritik\u201d die Bereiche der Datenerzeugung und -auswertung beg\u00fcnstigt hat. Entsprechend m\u00fcsste dann ein Topic wie \u201cAufbewahren\u201d bei der DHd2017 in Bern, wo das Thema \u201cNachhaltigkeit\u201d hie\u00df, ein h\u00f6heres Aufkommen gehabt haben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.i-d-e.de\/side_dishes\/dhd2018\/visualizations.html#Abb_12\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-9019 \" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2018\/02\/Abb12a.png\" alt=\"Topics Aktivit\u00e4ten\" width=\"446\" height=\"289\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Abbildung 12: Topic-Vergabe nach Aktivit\u00e4ten<\/p>\n<p>Bei den Einzeltopics in den <b>Aktivit\u00e4ten<\/b> selbst liegen mit Modellierung, Annotieren, Inhaltsanalyse, Visualisierung und Theoretisierung ebenfalls Begriffe vorne, denen man immerhin eine gewisse N\u00e4he zum Fokus \u201cKritik\u201d unterstellen k\u00f6nnte. Insgesamt sieht man hier aber eine relativ gleichm\u00e4\u00dfige Verteilung \u00fcber zahlreiche prominente Topics hinweg (siehe Abb. 12).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.i-d-e.de\/side_dishes\/dhd2018\/visualizations.html#Abb_13\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-9020 \" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2018\/02\/Abb12b.png\" alt=\"Topics Objekttypen\" width=\"449\" height=\"285\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Abbildung 13: Topic-Vergabe \u201cObjekte\u201d<\/p>\n<p>Wie zu erwarten f\u00fchrt bei den <b>Objekten<\/b> der \u201cText\u201d die Liste der h\u00e4ufig vergebenen Stichworte an (siehe Abb. 13). Im Sinne der Taxonomie m\u00fcsste \u201cVisualisierung\u201d hier als Forschungsobjekt gemeint sein, die Beitr\u00e4ge also Visualisierungen untersuchen (nicht verwenden). Dar\u00fcber, in welchem Sinn die vorgegebenen Themen-Schlagw\u00f6rter tats\u00e4chlich eingesetzt worden sind, kann man nur spekulieren. Gerade bei den Visualisierungen scheint es verwunderlich, dass diese als Objekt so weit oben rangieren. Durch die Unklarheit, ob das Topic tats\u00e4chlich als Objekt oder als Aktivit\u00e4t ausgew\u00e4hlt wurde, kann der Wert von 9,4 % aber nicht vergleichend gedeutet werden. Zus\u00e4tzlich haben sie noch Auswirkungen auf die anderen Zahlen, so dass auch deren Deutung problematisch ist.<\/p>\n<p>TaDiRAH hat einen sehr weiten, differenzierten, um nicht zu sagen diffusen Objektbegriff. In einem engeren Verst\u00e4ndnis prim\u00e4rer Objekte als Gegenst\u00e4nde digitaler Forschung w\u00fcrde man vielleicht eher eine Gruppe wie Text, materielles Objekt, Bild, Sprache, Notenbl\u00e4tter, Audio etc. erwarten. Darin w\u00fcrde die Dominanz von \u201cText\u201d gegen\u00fcber \u201cBild\u201d und den anderen genannten Objekttypen noch deutlicher sichtbar werden. Die folgende Tabelle zeigt f\u00fcr einige Objekt-Topics (im engeren Sinne), bei wie vielen Beitr\u00e4gen sie vergeben wurden:<\/p>\n<table style=\"margin-left: auto; margin-right: auto;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><b>Topic<\/b><\/td>\n<td>\n<p style=\"text-align: right;\"><b># Beitr\u00e4ge <\/b> <b>(absolut)<\/b><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><b># Beitr\u00e4ge (relativ)<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Text<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">50<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">27 %<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Literatur<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">24<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">13 %<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Sprache<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">16<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">9 %<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Bilder<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">14<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">8 %<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Manuskript<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">8<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">4 %<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Artefakte<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">7<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">4 %<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Ton<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">3<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">2 %<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">Notenbl\u00e4tter<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">1<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">0,5 %<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: center;\">Tabelle 5: Beitr\u00e4ge mit ausgew\u00e4hlten Objekt-Topics<\/p>\n<p>Die Quantifizierung der Topic-Zuordnungen ist nur ein Weg, diese auszuwerten. Interessant kann es dar\u00fcber hinaus sein zu untersuchen, <b>welche Themen miteinander verbunden<\/b> sind. TaDiRAH gibt eine Gruppierung vor, aber bei der Vergabe der einzelnen Topics k\u00f6nnen diese von den Einreichenden frei kombiniert werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Vergabe der Topics bei den einzelnen Beitr\u00e4gen liegt die Frage nahe, ob es Korrelationen zwischen Schlagw\u00f6rtern bzw. Schlagwortgruppen gibt. Dies sei hier am Beispiel der Aktivit\u00e4tengruppen untersucht. Als gemeinsames Vorkommen wurde gewertet, wenn mindestens ein Schlagwort aus der Aktivit\u00e4tengruppe mit einem anderen Schlagwort aus einer anderen Gruppe kombiniert wurde. In der ersten Zeile von Tab. 6 ist die Gesamtzahl der Beitr\u00e4ge angegeben, die Schlagw\u00f6rter aus der jeweiligen Aktivit\u00e4tengruppe haben (z. B. haben 64 Beitr\u00e4ge Schlagw\u00f6rter aus der Gruppe \u201cErfassen\u201d). Im mittleren Tabellenbereich ist f\u00fcr jede Aktivit\u00e4tengruppe ermittelt worden, wie viel Prozent der Beitr\u00e4ge, die Schlagw\u00f6rter aus der Gruppe haben, auch Schlagw\u00f6rter aus einer anderen Gruppe tragen (z. B. haben 41 % der Beitr\u00e4ge, die mit Schlagw\u00f6rtern aus der Gruppe \u201cErfassen\u201d versehen sind, zugleich auch Schlagw\u00f6rter aus der Gruppe \u201cErzeugen\u201d). Die letzte Tabellenzeile schlie\u00dflich gibt den Kombinationsfaktor an: Mit wie vielen Schlagw\u00f6rtern aus anderen Aktivit\u00e4tengruppen sind die Beitr\u00e4ge ausgehend von der ersten Aktivit\u00e4tengruppe im Durchschnitt kombiniert (z. B. sind die Beitr\u00e4ge mit Schlagw\u00f6rtern aus der Gruppe \u201cErfassen\u201d im Durchschnitt mit 2,4 Schlagw\u00f6rtern aus anderen Gruppen kombiniert)?<\/p>\n<table style=\"margin-left: auto; margin-right: auto;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><b>Erf.<\/b><\/td>\n<td><b>Erz.<\/b><\/td>\n<td><b>Anr.<\/b><\/td>\n<td><b>Ana.<\/b><\/td>\n<td><b>Int.<\/b><\/td>\n<td><b>Aufb.<\/b><\/td>\n<td><b>Ver\u00f6ff.<\/b><\/td>\n<td><b>Rahm.<\/b><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">64<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">52<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">56<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">99<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">89<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">28<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">56<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">38<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><b>Gesamtzahl<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"background-color: grey;\"><\/td>\n<td style=\"background-color: grey;\"><\/td>\n<td style=\"background-color: grey;\"><\/td>\n<td style=\"background-color: grey;\"><\/td>\n<td style=\"background-color: grey;\"><\/td>\n<td style=\"background-color: grey;\"><\/td>\n<td style=\"background-color: grey;\"><\/td>\n<td style=\"background-color: grey;\"><\/td>\n<td style=\"background-color: grey;\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">&#8211;<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">50 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">46 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">33 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">27 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">43 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">34 %<\/span><\/td>\n<td>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">29 %<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><b>Erfassen<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">41 %<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">&#8211;<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">23 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">27 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">20 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">32 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">32 %<\/span><\/td>\n<td>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">26 %<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><b>Erzeugen<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">41 %<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">25 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">&#8211;<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">29 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">26 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">25 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">32 %<\/span><\/td>\n<td>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">18 %<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><b>Anreichern<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">52 %<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">52 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">52 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">&#8211;<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">58 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">14 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">27 %<\/span><\/td>\n<td>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">34 %<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><b>Analysieren<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">38 %<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">35 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">41 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">52 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">&#8211;<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">18 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">36 %<\/span><\/td>\n<td>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">50 %<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><b>Interpretieren<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">19 %<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">17 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">13 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">4 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">6 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">&#8211;<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">29 %<\/span><\/td>\n<td>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">11 %<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><b>Aufbewahren<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">30 %<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">35 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">32 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">15 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">22 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">57 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">&#8211;<\/span><\/td>\n<td>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">47 %<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><b>Ver\u00f6ffentlichen<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">17 %<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">19 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">13 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">13 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">21 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">14 %<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">32 %<\/span><\/td>\n<td>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">&#8211;<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><b>Rahmenaktivit\u00e4ten<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"background-color: grey;\"><\/td>\n<td style=\"background-color: grey;\"><\/td>\n<td style=\"background-color: grey;\"><\/td>\n<td style=\"background-color: grey;\"><\/td>\n<td style=\"background-color: grey;\"><\/td>\n<td style=\"background-color: grey;\"><\/td>\n<td style=\"background-color: grey;\"><\/td>\n<td style=\"background-color: grey;\"><\/td>\n<td style=\"background-color: grey;\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">2,4<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">2,3<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">2,2<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">1,7<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">1,8<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">2,0<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">2,2<\/span><\/td>\n<td>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-weight: 400;\">2,2<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><b>Kombinationsfaktor<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: center;\">Tabelle 6: Kombinationen von Aktivit\u00e4tengruppen<\/p>\n<p>Tabelle 6 zeigt, dass Beitr\u00e4ge, die Schlagw\u00f6rter aus den Gruppen Analysieren oder Interpretieren haben, in geringerem Ma\u00dfe mit Schlagw\u00f6rtern aus anderen Gruppen kombiniert worden sind als ausgehend von den \u00fcbrigen Gruppen. Die h\u00f6chsten Kombinationswerte werden erreicht f\u00fcr Interpretieren-Analysieren (58 %), Aufbewahren-Ver\u00f6ffentlichen (57 %), Erfassen-Analysieren (52 %), Erzeugen-Analysieren (52%) und Anreichern-Analysieren (52%).<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr die Topics im Einzelnen l\u00e4sst sich fragen: Welche Topics stehen \u00fcber ihr gemeinsames Vorkommen bei den Beitr\u00e4gen in Beziehung zueinander?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.i-d-e.de\/side_dishes\/dhd2018\/visualizations.html#Abb_14\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-9021 \" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2018\/02\/Abb13.png\" alt=\"Topics Netzwerk\" width=\"503\" height=\"418\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Abbildung 14: Netzwerk der Topics, die bei Einreichungen zusammen vergeben wurden<\/p>\n<p>Topics, die bei den Einreichungen zusammen vergeben wurden, sind in Abb. 14 als Netzwerk visualisiert (erstellt mit <a href=\"https:\/\/d3js.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">D3<\/a>). Jeder Knoten repr\u00e4sentiert ein Topic. Die Gr\u00f6\u00dfe der Knoten spiegelt die H\u00e4ufigkeit der Vergabe des Topics wider, die Farbe der Knoten bildet die Zugeh\u00f6rigkeit zur Oberkategorie in TaDiRAH ab (Objekte: blau, Aktivit\u00e4ten: gelb-orange-gr\u00fcn). Die Dicke der Verbindungen zwischen den Knoten zeigen an, wie h\u00e4ufig die Topics gemeinsam vergeben wurden. Verbindungen, die h\u00e4ufiger als f\u00fcnfmal vorkommen, sind rot eingef\u00e4rbt. Die Gestalt des Netzwerks zeigt, dass die Topics untereinander auf vielf\u00e4ltige Weise verbunden sind. Die st\u00e4rkste Verbindung besteht mit 19 Vorkommen zwischen \u201cAnnotieren\u201d und \u201cText\u201d, gefolgt von \u201cAnnotieren\u201d und \u201cModellierung\u201d mit 16 Vorkommen. Die folgende Tabelle zeigt die Top Neun der gemeinsam vorkommenden Topics (den zehnten Platz teilen sich sieben Kombinationen mit je elf Vorkommen, die hier nicht mehr aufgenommen sind):<\/p>\n<table style=\"margin-left: auto; margin-right: auto;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><b>H\u00e4ufigkeit<\/b><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><b>Topics<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">19<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Annotieren &#8211; Text<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">16<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Annotieren &#8211; Modellierung<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">15<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Inhaltsanalyse &#8211; Text<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">15<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Modellierung &#8211; Theoretisierung<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">15<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Modellierung &#8211; Text<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">14<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Annotieren &#8211; Inhaltsanalyse<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">13<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Inhaltsanalyse &#8211; Modellierung<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">12<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Inhaltsanalyse &#8211; Literatur<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-weight: 400;\">12<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Methoden &#8211; Text<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: center;\">Tabelle 7: H\u00e4ufigkeiten von Topic-Kombinationen<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Abschlie\u00dfend bleibt festzuhalten, dass unsere Auswertung der Daten zu den DHd2018-Einreichungen einen eher explorativen Charakter hat. Dabei hat sich gezeigt, dass es einen gewissen Widerspruch zwischen vielleicht naheliegenden Fragestellungen und den verf\u00fcgbaren Daten gibt. In vielen F\u00e4llen lassen sich Fragen zur Struktur und Entwicklung der Digital Humanities mit den vorliegenden Informationen kaum beantworten. Auf der anderen Seite f\u00fchren manche Daten auch nicht zu klaren Bildern, aus denen sich Aussagen ableiten lassen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Dies liegt auch daran, dass die Daten im Conftool ganz bestimmte Funktionen (n\u00e4mlich eine Tagung zu organisieren) erf\u00fcllen und nicht danach organisiert sind, ausgewertet zu werden. Ein Beispiel daf\u00fcr sind die Anredeformen: Sie haben vor allem die Funktion, in Serienbriefen eingesetzt werden zu k\u00f6nnen &#8211; eine belastbare Untersuchung der Geschlechterverteilung wird dadurch leider nicht erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Prinzipiell denkbar w\u00e4re es auch gewesen, Text-Mining-Methoden auf die Abstracts anzuwenden, um z. B. Themen genauer zu untersuchen. Jedoch stehen auch daf\u00fcr keine geeigneten Daten zur Verf\u00fcgung, weil die Kurzabstracts im Conftool nicht immer vorhanden sind oder sehr unterschiedliche L\u00e4ngen haben. Auch hier ist zu konstatieren, dass es kein einheitliches Verst\u00e4ndnis von der Verwendung des Feldes \u201cKurzabstract\u201d bei den Einreichenden gegeben hat. Hier k\u00f6nnte bei den kommenden Tagungen vielleicht f\u00fcr mehr Klarheit gesorgt werden.<\/p>\n<p>Interessant in Bezug auf den Stand und die Entwicklung des Feldes \u201cDigital Humanities\u201d werden solche Auswertungen eigentlich erst durch den Vergleich mit Auswertungen zu anderen Tagungen oder f\u00fcr dieselbe Tagung \u00fcber die Zeit. Wir hoffen, einen weiteren Baustein daf\u00fcr geliefert zu haben.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#anchor1\" name=\"fn1\">[1]<\/a> Die Orte als Orte der angegebenen Affiliationen sind nicht ganz einfach zu ermitteln. Wir haben dazu eine Positivliste erstellt, mussten dabei aber auch etliche Institutionsangaben ber\u00fccksichtigen, die gar keinen Ort enthielten &#8211; \u2026 liebe Wiener \u2026 . <a href=\"#anchor2\" name=\"fn2\">[2]<\/a> Die Visualisierung basiert auf einer Vorlage von Mike Bostock, bei der die Bibliothek D3 eingesetzt wurde.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ulrike Henny-Krahmer (W\u00fcrzburg), Patrick Sahle (K\u00f6ln) Die f\u00fcnfte Tagung des Verbands DHd wird vom 26. Februar bis zum 2. M\u00e4rz 2018 in K\u00f6ln unter dem Motto \u201cKritik der digitalen Vernunft\u201d stattfinden. Bereits eine gewisse Tradition hat die quantitative Auswertung von Einreichungen und ggf. auch Begutachtungen sowie Annahmen und Ablehnungen zu Konferenzen in den Digital Humanities. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":44,"featured_media":9012,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[103,11,534,10],"tags":[791,193,169],"class_list":["post-9001","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-community","category-forschung","category-konferenz","category-reflektion","tag-auswertung","tag-konferenz","tag-visualisierung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9001","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/44"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9001"}],"version-history":[{"count":28,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9001\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16719,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9001\/revisions\/16719"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/9012"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9001"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9001"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9001"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}