{"id":8453,"date":"2017-09-02T22:47:49","date_gmt":"2017-09-02T20:47:49","guid":{"rendered":"http:\/\/dhd-blog.org\/?p=8453"},"modified":"2017-09-03T09:36:34","modified_gmt":"2017-09-03T07:36:34","slug":"call-for-papers-augmented-identities","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=8453","title":{"rendered":"CALL FOR PAPERS: AUGMENTED IDENTITIES"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Logo_ZIS_rot-web_klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-8455 alignleft\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Logo_ZIS_rot-web_klein.jpg\" alt=\"Logo_ZIS_rot-web_klein\" width=\"197\" height=\"69\" \/><\/a><\/strong><a href=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/MLU-HW-KM.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-8460 alignright\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/MLU-HW-KM.png\" alt=\"MLU-HW-KM\" width=\"238\" height=\"75\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>via Katja M\u00fcller<\/em><\/p>\n<p>Gemeinsames Symposium des Zentrums f\u00fcr Interkulturelle Studien (ZIS) der JGU Mainz und des Zentrums f\u00fcr Interdisziplin\u00e4re Regionalstudien (ZIRS) der MLU Halle<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>und 3. November 2017 am ZIS in Mainz; Einsendeschluss f\u00fcr Abstracts: 15. September 2017<\/li>\n<\/ol>\n<p>Identit\u00e4ten konstituieren sich aus einer Vielzahl von Bezugsquellen wie Nationalit\u00e4t, Ethnizit\u00e4t, Gender und Sexualit\u00e4t, Generationenbez\u00fcgen oder Lokalit\u00e4ten. F\u00fcr Individuen verbindet Identit\u00e4t das Subjektive mit dem Sozialen, was ein Gef\u00fchl von dem vermittelt, wer wir sind und in welcher Beziehung wir zu anderen und der Welt stehen, in der wir leben. Identit\u00e4ten sind immer vielf\u00e4ltig und von einer Prozesshaftigkeit gepr\u00e4gt. Sie wandeln sich \u00fcber die Zeit des Lebens hinweg und konstituieren sich pfad- sowie kontextabh\u00e4ngig in unterschiedlicher Weise. Hinzu kommen Formen von Fremdzuschreibung, die oft implizite Machtk\u00e4mpfe um hegemoniale Signifizierungen sind. Dabei darf nicht au\u00dfer Acht gelassen werden, dass Selbst- wie Fremdzuschreibungen als konstitutive Momente der Produktion und Reproduktion von Identit\u00e4t stets einer historischen Kontingenz unterliegen. Offen bleibt dabei jedoch die Frage nach den Technologien und Praktiken der jeweiligen Zeit.<\/p>\n<p>Ausgehend von diesen \u00dcberlegungen zur Produktion, Reproduktion und Aushandlung von Identit\u00e4ten widmet sich das Symposium unter dem heuristischen Arbeitsbegriff <em>augmented identities<\/em> der Neuverortung von Identit\u00e4ten im Kontext digitaler Welten, digitalisierter Informationen und Cyborg-Welten. In Anlehnung an aktuelle technologische Entwicklungen sollen die Begriffe <em>augmented <\/em>oder <em>augmentation<\/em> die Kategorie der Identit\u00e4t um die Dimension des <em>Verst\u00e4rkens <\/em>oder<em> \u00dcberh\u00f6hens<\/em> erg\u00e4nzen. Im Fokus steht dabei ein <em>Praxis-Technologie-Nexus<\/em>, womit die folgenden Aspekte auf einer Erkenntnisebene von besonderer Bedeutung sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Erleben (im Sinne von mittelbaren sowie unmittelbaren intersubjektiven Begegnungen)<\/li>\n<li>Erfahren (im Sinne sozialer Lernprozesse an der Schnittstelle zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung)<\/li>\n<li>Einbilden (im Sinne von unbegrenzter Phantasie)<\/li>\n<li>Erweitern (im Sinne des Neuverstehens von sich \u00fcberlagernden Identit\u00e4tskonstruktionen als <em>augmented identities<\/em>)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Mehrwert der Perspektive von <em>augmented identities <\/em>l\u00e4sst sich darin sehen, dass die gleichzeitige Wirksamkeit inter-subjektiver Identit\u00e4tskonstruktionen, verstanden als eine vielschichtige Matrix mit jeweils unterschiedlich aktiven und \u00fcbereinanderliegenden Ebenen, f\u00fcr sozialwissenschaftliche Forschung zug\u00e4nglich gemacht wird. <em>Augmented identities<\/em> erweitert \u00dcberlegungen zu multiplen Identit\u00e4ten um den Bereich aktueller Digitalisierungs- und Kommodifizierungsprozesse und thematisiert die damit aus sozialwissenschaftlicher Perspektive verbundenen Ver\u00e4nderungs- und Aushandlungsprozesse.<\/p>\n<p>Das Symposium versteht sich als Auftakt einer wissenschaftlichen Debatte, bei welcher der Arbeitsschwerpunkt in der ersten Runde auf Digitalisierung und Kommodifizierung liegen soll. Somit stellen sich die folgenden Fragen:<\/p>\n<ul>\n<li>Erh\u00e4lt und verfestigt Digitalisierung kulturelle Identit\u00e4ten oder kommt es zu Erweiterungen und \u00dcberh\u00f6hungen (<em>augmentation<\/em>)?<\/li>\n<li>Kann Digitalisierung als Intersektion im Sinne von Begegnung entlang neuer Kontaktzonen kultureller Identit\u00e4ten konzeptionalisiert werden?<\/li>\n<li>Wie verortet sich der Kontext der Digitalisierung im Feld \u00f6konomischer Inwertsetzung und liegt hier die Gefahr der Essentialisierung von Identit\u00e4ten oder das Potential von <em>augmentation<\/em> entlang neuer Kontaktzonen und Begegnungen?<\/li>\n<li>Welchen Herausforderungen m\u00fcssen sich Sozialwissenschaften angesichts hiermit einhergehender Kommodifizierung kultureller Identit\u00e4ten stellen?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Abstracts im Umfang von 400 W\u00f6rtern k\u00f6nnen bis zum 15. September 2017 per E-Mail an <a href=\"mailto:m.gebauer@geo.uni-mainz.de\">m.gebauer@geo.uni-mainz.de<\/a> gesendet werden. Das Symposium wird am 2. und 3. November 2017 (13 Uhr bis 13 Uhr) am Zentrum f\u00fcr Interkulturelle Studien in Mainz stattfinden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; via Katja M\u00fcller Gemeinsames Symposium des Zentrums f\u00fcr Interkulturelle Studien (ZIS) der JGU Mainz und des Zentrums f\u00fcr Interdisziplin\u00e4re Regionalstudien (ZIRS) der MLU Halle und 3. November 2017 am ZIS in Mainz; Einsendeschluss f\u00fcr Abstracts: 15. 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