{"id":7883,"date":"2017-04-27T08:38:53","date_gmt":"2017-04-27T06:38:53","guid":{"rendered":"http:\/\/dhd-blog.org\/?p=7883"},"modified":"2018-08-24T16:01:09","modified_gmt":"2018-08-24T14:01:09","slug":"dariah-de-dh-award-2017-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=7883","title":{"rendered":"DARIAH-DE DH Award 2017"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_7915\" style=\"width: 810px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Preistra\u0308ger_DH-Award.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7915\" class=\"wp-image-7915\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Preistra\u0308ger_DH-Award.jpg\" alt=\"Preistra\u0308ger_DH-Award\" width=\"800\" height=\"350\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7915\" class=\"wp-caption-text\">Von links: Jan Brase, Tim Sch\u00fctz, Armin H\u00e4berle, Sina Bock und Michael Kaiser (Jury), Carsten Thiel.<\/p><\/div>\n<p>Am 26. April 2017 verlieh DARIAH-DE im Rahmen des in Berlin stattfindenden DARIAH-EU Annual Events zum zweiten Mal den DARIAH-DE DH-Award.<br \/>\nDer Jury fiel es nicht leicht, aus den eingereichten Arbeiten nur drei auszuw\u00e4hlen, da alle \u2013 von studentischen Projekte bis zu Promotionsvorhaben \u2013 interessante Aspekte und wichtige Herausforderungen der Digital Humanities hervorragend umsetzten.<\/p>\n<p>Drei gleichwertige Preise wurden verliehen:<br \/>\nF\u00fcr sein Forschungsprojekt <em>Multispektrale bildgebende Analyseverfahren zur Untersuchung von barocken Handzeichnungen<\/em> wurde Armin H\u00e4berle, Doktorand im Fach Kunstgeschichte an der Freien Universit\u00e4t Berlin und Stipendiat der Max-Planck-Gesellschaft an der BibliothecaHertziana in Rom, ausgezeichnet. Das Forschungsvorhaben wird in Zusammenarbeit mit den Informatikern Dr. Christian Riess und Amir Daravi (beide Friedrich-August- Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg) durchgef\u00fchrt.<br \/>\nVersucht wird dabei, die einzelnen materiellen Schichtungen einer Handzeichnung auf Papier oder Pergament getrennt voneinander darzustellen, um die Produktionschronologie der Bl\u00e4tter zu rekonstruieren. Dahinter liegt die Vermutung, dass die Zeichnung das zentrale Medium der k\u00fcnstlerischen Bildfindung und -ausarbeitung sein k\u00f6nnte. Gerade an Grenzen, wo sich Materialien \u00fcberlagern, verwischen, durch Alterung reduziert oder ver\u00e4ndert sind, l\u00e4sst der Einsatz der digitalen Methoden auf neue Erkenntnisse hoffen. Entwickelt wird ein auf die konkreten Problemstellungen kunsthistorischer Forschung zugeschnittenes Bildgebungswerkzeug, das nicht nur einen kleinen Kreis adressiert, sondern als technisches Verfahren auch Museen und Institutionen dienlich sein kann, zugleich aber sehr spezifische Fragen der Zeichnungsforschung zu beantworten hilft.<\/p>\n<p>F\u00fcr ihre Masterarbeit zum Thema <em>Figurennetzwerke als \u00c4hnlichkeitsma\u00df<\/em> wurde Isabella Reger von der Universit\u00e4t W\u00fcrzburg ausgezeichnet.<br \/>\nDie Arbeit ist dem Bereich der quantitativen Literaturanalyse zuzuordnen und verfolgt das Ziel, mittels computergest\u00fctzter Verfahren zu untersuchen, inwieweit sich Romane hinsichtlich ihrer Figurenkonstellation \u00e4hneln. Dazu wurde die Figurenkonstellation, als wichtiges strukturgebendes Ordnungsprinzip eines Romans, als soziales Netzwerk der Figuren operationalisiert. Als Datengrundlage diente ein Korpus von deutschsprachigen Romanen aus dem 19. Jahrhundert, das mit automatischen Verfahren zur Figurenerkennung und Koreferenzaufl\u00f6sung prozessiert und manuell nachkorrigiert wurde, um eine m\u00f6glichst saubere Datenbasis zu schaffen. Die Arbeit versucht durch die Analyse von Figurennetzwerken strukturelle \u00c4hnlichkeiten zwischen verschiedenen Romanen festzustellen und zeichnet sich durch hohes methodisches Reflexionsniveau aus. Sie verbindet dabei mit Netzwerkanalyse und Topic Modeling verschiedene methodische Ans\u00e4tze, erg\u00e4nzt durch Konzepte aus der Stilometrie und diskutiert kritisch die erzielten Ergebnisse.<\/p>\n<p>F\u00fcr seine Bachelor-Arbeit <em>Humanitarian Modulations: Doing \u2018Free\u2019 (Media and Communication) Infrastructures in Times ofForced Migration<\/em> wurde Tim Sch\u00fctz von der Universit\u00e4t Bremen ausgezeichnet. In ihren Fokus stellt diese interdisziplin\u00e4r orientierte Arbeit die Bedeutung neuer digitaler Medientechnologien f\u00fcr Gefl\u00fcchtete und Asylsuchende. Die Arbeit basiert auf episodischer Feldforschung, auf qualitativen Interviews mit aktiven \u201eFreifunk\u201c-Mitgliedern, ManagerInnen und Angestellten von sozialen Tr\u00e4gern sowie teilnehmender Beobachtung bei \u201eFreifunk\u201c-Events. Sie ist ein Beispiel partizipativer, kollaborativer und engagierter Technikforschung, an deren Ende immer auch neue digitale Methoden und Tools stehen k\u00f6nnen.<br \/>\nDen Preistr\u00e4gerInnen gratulieren wir herzlich! Au\u00dferdem danken wir allen, die ihre Arbeiten eingereicht haben und w\u00fcnschen viel Erfolg bei der weiteren Forschung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/DARIAH-Blog_Infokasten_neu.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7898 alignright\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/DARIAH-Blog_Infokasten_neu.png\" alt=\"DARIAH-Blog_Infokasten_neu\" width=\"344\" height=\"525\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=4846\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die ersten DARIAH-DE Awards<\/a> wurden 2015 verliehen, die Awards 2018 werden im Herbst 2017 ausgelobt.<\/p>\n<p><strong>Ansprechpartner<\/strong><br \/>\nbei administrativen Fragen:<br \/>\nOpen Knowledge Foundation<br \/>\nDeutschland e.V.<br \/>\nMarkus Neusch\u00e4fer<br \/>\nSingerstra\u00dfe 109<br \/>\nD-10179 Berlin<br \/>\ndh-award[at]de.dariah.eu<\/p>\n<p>bei inhaltlichen Fragen:<br \/>\nDARIAH-DE Konsortialleitung<br \/>\nDr. Carsten Thiel<br \/>\nPapendiek 14<br \/>\nD-37073 G\u00f6ttingen<br \/>\nTel.: +49 (0)551 &#8211; 39 33623<br \/>\ndh-award[at]de.dariah.eu<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 26. 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