{"id":7618,"date":"2017-01-12T17:18:45","date_gmt":"2017-01-12T16:18:45","guid":{"rendered":"http:\/\/dhd-blog.org\/?p=7618"},"modified":"2017-04-28T12:39:18","modified_gmt":"2017-04-28T10:39:18","slug":"bericht-zum-dariah-de-workshop-forschungsdaten-in-den-geisteswissenschaften-lizenzen-und-best-practice","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=7618","title":{"rendered":"Bericht zum DARIAH-DE Workshop \u201eForschungsdaten in den Geisteswissenschaften. Lizenzen und Best Practice\u201c"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-weight: 400\">W\u00e4hrend der <\/span><a href=\"http:\/\/www.openaccessweek.org\/\"><span style=\"font-weight: 400\">Open Access Week<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">, in der freier Zugang zu wissenschaftlicher Literatur in verschiedenen Formen und durch mehrere Veranstaltungen gefeiert wurde, fand am 24. und 25. Oktober der Workshop <\/span><span style=\"font-weight: 400\">\u201e<\/span><a href=\"https:\/\/de.dariah.eu\/forschungsdaten-in-den-geisteswissenschaften\/-\/events\/view_event\/101\"><span style=\"font-weight: 400\">Forschungsdaten in den Geisteswissenschaften. Lizenzen und Best Practice<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">\u201c<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> am Deutschen Arch\u00e4ologischen Institut in Berlin (DAI) statt. Am Montag standen Vortr\u00e4ge zu rechtlichen Aspekten und der \u201eBest Practice\u201c-Thematik auf dem Plan. Erg\u00e4nzt wurden diese durch \u201eSuccess Stories\u201d, Projekte, die ihre Erfahrungen zu Lizenzen und Best Practice mit dem Plenum teilten. Der Dienstag war den Hands-On Sessions gewidmet, um den TeilnehmerInnen die M\u00f6glichkeit zu geben, die in DARIAH-DE entwickelte Architektur f\u00fcr Forschungsdaten kennenzulernen und die Tools auszuprobieren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Dieser Workshop ist Teil einer Reihe von durch DARIAH-DE organisierte Veranstaltungen, die das Thema der Lizenzierung und Ver\u00f6ffentlichung von Forschungsdaten in den Geisteswissenschaften adressieren und wurde zusammen mit der Herzog August Bibliothek Wolfenb\u00fcttel (HAB) veranstaltet. Weitere Veranstaltungen mit jeweils anderen Schwerpunkten sind f\u00fcr 2017 und 2018 geplant.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Der Workshop richtete sich sowohl an GeisteswissenschaftlerInnen, die bereits erste Erfahrungen mit der Lizenzierung und Erfassung von digitalen Daten gemacht haben als auch an solche, die sich noch in der Planungsphase befinden oder bisher gar keinen Kontakt mit diesem Thema hatten. Insgesamt nahm 16 WissenschaftlerInnen an dem Workshop teil. Die Tatsache, dass die verf\u00fcgbaren Pl\u00e4tze sehr schnell vergeben waren und auch die Warteliste gut gef\u00fcllt war, zeigt das gro\u00dfe Interesse in Berlin und deutschlandweit f\u00fcr das Thema Lizenzen und Forschungsdaten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Nach der Begr\u00fc\u00dfung und einer allgemeinen Vorstellung des Projekts DARIAH-DE wurden in zwei Vortr\u00e4gen die juristischen Aspekte der Lizenzierung beleuchtet. Der erste Vortrag von <\/span><a href=\"http:\/\/irights-law.de\/team\/dr-paul-klimpel\/\"><span style=\"font-weight: 400\">Dr. Paul Klimpel (iRights, Berlin)<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">, begann interaktiv mit einer Fragerunde an die TeilnehmerInnen, was \u00fcberhaupt durch das Urheberrecht gesch\u00fctzt wird. Schon dabei wurde klar, dass die Rechte-Frage nicht immer eindeutig und einfach zu beantworten ist. Anschlie\u00dfend thematisierte Klimpel die Herausforderungen der Lizenzierung von Forschungsdaten in den Geisteswissenschaften anhand der von ihm gemeinsam mit John H. Weitzman verfassten juristischen Handreichung <\/span><a href=\"http:\/\/webdoc.sub.gwdg.de\/pub\/mon\/dariah-de\/dwp-2015-12.pdf\"><span style=\"font-weight: 400\">\u201cForschen in der digital Welt\u201d<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">, die in der Publikationsreihe \u201eDARIAH-DE Working Papers\u201d erschienen ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\"><a href=\"http:\/\/os.helmholtz.de\/de\/kontakt\/\">Dr. Christoph Bruch (Helmholtz Gemeinschaft, Potsdam)<\/a> stellte anschlie\u00dfend ein Papier der Research Data Alliance (RDA) vor, das die <\/span><a href=\"http:\/\/www.codata.org\/uploads\/Legal%20Interoperability%20Principles%20and%20Implementation%20Guidelines_Final2.pdf\"><span style=\"font-weight: 400\">rechtliche Interoperabilit\u00e4t von Forschungsdaten<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\"> zum Ziel hat, also die rechtlichen Aspekte eher von der Nutzersicht aus thematisiert. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Nach der Kaffeepause ging es weiter mit einem zweiten Vortragsblock, der auf Best-Practice abzielte. Dario <\/span><span style=\"font-weight: 400\">Kampkaspar (HAB Wolfenb\u00fcttel) bot in seinem Vortrag Best-Practice-Ans\u00e4tze zu <\/span><span style=\"font-weight: 400\">verschiedenen Aspekten eines Forschungsprojekts, wie etwa der Ver\u00f6ffentlichung und Lizenzierung der Ergebnisse, aber auch zur Planung am Beginn und der Zusammenarbeit w\u00e4hrend eines Projektes. Kampkaspar betonte mehrmals die Bedeutung einer konsequenten Dokumentation in allen Phasen \u2013 f\u00fcr die erfolgreiche Durchf\u00fchrung eines Vorhabens, aber auch f\u00fcr eine m\u00f6gliche Nachnutzbarkeit der Daten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Wie Best-Practice dann praktisch umgesetzt aussehen kann, zeigten <\/span><a href=\"http:\/\/www.steinheim-institut.de\/wiki\/index.php\/Mitarbeiter:Thomas_Kollatz\"><span style=\"font-weight: 400\">Thomas Kollatz (Steinheim-Institut Essen)<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\"> und <\/span><a href=\"http:\/\/www.adwmainz.de\/mitarbeiter\/profil\/christiane-dressler.html\"><span style=\"font-weight: 400\">Christiane Dressler (Mainzer Akademie der Wissenschaften)<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\"> anhand ihrer Projektvorstellungen. Beide Referenten hielten fest, dass die Nachnutzung von Forschungsdaten dabei helfen kann, die Datenqualit\u00e4t zu verbessern. Beide Institutionen hatten sich als Data-Provider am Kultur-Hackathon <\/span><a href=\"https:\/\/codingdavinci.de\/\"><span style=\"font-weight: 400\">\u201eCoding Da Vinci<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">\u201c beteiligt. Die Nachnutzung der Daten, die nur durch offene Lizenzen erm\u00f6glicht werden kann, f\u00fchrte dazu, dass Bugs in verwendetem Code oder Ungenauigkeiten in den Daten entdeckt (und korrigiert) werden konnten.<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/lh6.googleusercontent.com\/qUmym3Yn3P2GOjrWvDqoAco0fW8ATbC2ByaUc732ptljH1XrP6TPmVQbDidjs6rnaH_8sEyG6doy4QrOC_3YTwxgkULglhRuZQ2qOCl4X6rrmXBXiOGTiN0CEIdjUEa_ITp35uN3\" alt=\"\" width=\"418\" height=\"313\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Am zweiten Tag hatten die TeilnehmerInnen die Gelegenheit, die aus DARIAH-DE entwickelten Tools zum Forschungsdatenmanagement auszuprobieren. Diese Tools, die gemeinsam die DARIAH-DE Forschungsdaten-F\u00f6derationsarchitektur bilden, sind: Publikator, DARIAH-DE Repositorium, Collection Registry, Generische Suche, Schema Registry und Crosswalk Registry. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Zun\u00e4chst stellte <a href=\"http:\/\/www.hab.de\/de\/home\/ueber-uns\/kontakte-und-organisation\/lisa-klaffki.html\">Lisa Klaffki (HAB Wolfenb\u00fcttel)<\/a> den Publikator und die Collection Registry vor. Der <\/span><a href=\"https:\/\/de.dariah.eu\/repository\"><span style=\"font-weight: 400\">Publikator<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">, momentan als Betaversion verf\u00fcgbar, erlaubt es, Forschungsdaten mit Metadaten zu versehen, sie im DARIAH-DE Repositorium nachhaltig und sicher zu publizieren, und die Forschungsdaten zu durchsuchen. Die <\/span><a href=\"https:\/\/de.dariah.eu\/collection-registry\"><span style=\"font-weight: 400\">Collection Registry<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\"> dient als zentrales online-Verzeichnis, in dem Forschungsdatensammlungen registriert und beschrieben werden k\u00f6nnen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Anschlie\u00dfend stellte <a href=\"https:\/\/www.uni-bamberg.de\/minf\/team\/gradl\/\">Tobias Gradl (Universit\u00e4t Bamberg)<\/a> weitere Komponenten der Forschungsdaten-F\u00f6derationsarchitektur vor, n\u00e4mlich die <\/span><a href=\"https:\/\/de.dariah.eu\/schema-registry\"><span style=\"font-weight: 400\">Schema Registry<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">, die <\/span><a href=\"https:\/\/de.dariah.eu\/schema-registry\"><span style=\"font-weight: 400\">Crosswalk Registry<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\"> und die <\/span><a href=\"https:\/\/de.dariah.eu\/generische-suche\"><span style=\"font-weight: 400\">Generische Suche<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">. Diese drei Tools f\u00fcllen die L\u00fccke zwischen den Daten der in der Collection Registry eingetragenen Sammlungen und der M\u00f6glichkeit, diese Daten zu durchsuchen. Da verschiedene Sammlungen unterschiedliche <\/span><span style=\"font-weight: 400\">Metadatenstandards <\/span><span style=\"font-weight: 400\">benutzen<\/span><span style=\"font-weight: 400\">, besteht Bedarf, diese heterogenen Schemata miteinander zu mappen. Um das zu erm\u00f6glichen, wurde das grafische Tool Crosswalk Registry entwickelt. Damit k\u00f6nnen WissenschaftlerInnen verschiedene in der Schema-Registry gespeicherte Metadatenstandards miteinander verbinden. Die Zuordnung erm\u00f6glicht eine automatisierte \u00dcbersetzung von einem Datenschema in ein anderes und ist die technische Grundlage beispielsweise f\u00fcr die erweiterte Funktionalit\u00e4t der Generischen Suche. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Viele TeilnehmerInnen fanden f\u00fcr ihre eigenen Projekte interessant,<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> dieses Mapping Tool in anderen Forschungskontexten benutzen zu k\u00f6nnen. Doch gleichzeitig stellt die hohe Komplexit\u00e4t dieser Softwarel\u00f6sungen f\u00fcr die <\/span><span style=\"font-weight: 400\">WissenschaftlerInnen eine gro\u00dfe Herausforderung dar. Daher wurde von den TeilnehmerInnen vielf\u00e4ltige Unterst\u00fctzung gew\u00fcnscht, um diese Herausforderung \u00fcberwinden zu k\u00f6nnen, z.B. durch Workshops, projektspezifische Beratung, umfangreiche Dokumentation und die Beschreibung von konkreten Use-Cases und Szenarien f\u00fcr die Benutzung dieser Tools. Der Gro\u00dfteil dieser Ma\u00dfnahmen ist in der bereits laufenden dritten F\u00f6rderphase von DARIAH-DE vorgesehen. \u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend der Open Access Week, in der freier Zugang zu wissenschaftlicher Literatur in verschiedenen Formen und durch mehrere Veranstaltungen gefeiert wurde, fand am 24. und 25. Oktober der Workshop \u201eForschungsdaten in den Geisteswissenschaften. Lizenzen und Best Practice\u201c am Deutschen Arch\u00e4ologischen Institut in Berlin (DAI) statt. Am Montag standen Vortr\u00e4ge zu rechtlichen Aspekten und der \u201eBest [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":69,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,5,4],"tags":[714,97,649,312,422],"class_list":["post-7618","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-forschungsinfrastruktur","category-veranstaltungen","tag-best-practices","tag-forschungsdaten","tag-forschungsdateninfrastruktur","tag-lizenzen","tag-lizenzierung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7618","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/69"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7618"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7618\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7928,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7618\/revisions\/7928"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7618"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7618"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7618"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}