{"id":6766,"date":"2016-05-19T15:00:22","date_gmt":"2016-05-19T13:00:22","guid":{"rendered":"http:\/\/dhd-blog.org\/?p=6766"},"modified":"2016-05-19T15:00:22","modified_gmt":"2016-05-19T13:00:22","slug":"cfa-dhd-konferenz-in-bern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=6766","title":{"rendered":"CfA: DHd-Konferenz in Bern"},"content":{"rendered":"<p>Die 4. Tagung <strong>Digital Humanities im deutschsprachigen Raum<\/strong> wird vom 13. bis 18. Februar 2017 an der Universit\u00e4t Bern mit dem Thema <strong>Digitale Nachhaltigkeit<\/strong> stattfinden. Interessierte sind aufgefordert Abstracts in den Kategorien <strong>Vortrag<\/strong>, <strong>Poster<\/strong> und <strong>Panel <\/strong>einzureichen, sowie Vorschl\u00e4ge f\u00fcr Workshops, die am 13. und 14. Februar stattfinden werden. Die Einreichungsfrist endet am 1. August 2016.<\/p>\n<p>I. Inhalte<\/p>\n<p>Das Konzept der <strong>nachhaltigen Entwicklung<\/strong> hat Eingang in die weltweite Diskussion um Schutz und Stabilit\u00e4t der nat\u00fcrlichen und sozialen Umwelt gefunden. Es ist aber auch f\u00fcr digitale Kontexte von grundlegender Relevanz. Allerdings spielen dabei die spezifischen Bedingungen der Nutzung und Konservierung digitaler G\u00fcter eine besondere Rolle. F\u00fcr die langfristige Sicherung digitaler Daten und wissenschaftlicher Erkenntnisse besteht angesichts \u00e4usserst schnelllebiger technischer Entwicklungen ein grunds\u00e4tzlicher Bedarf, der von allen Beteiligten (Produzenten, Institutionen, Politik) Reflexion, Handeln und Koordination erfordert. Die in einem rasanten Wandel begriffene IT-Welt orientiert sich vor allem an Bed\u00fcrfnissen der Gegenwart und hat f\u00fcr k\u00fcnftige Belange und Notwendigkeiten noch kein hinreichend ausgereiftes Problembewusstsein entwickelt. Es besteht mithin der Bedarf, Komponenten und Grundlagen eines Konzepts f\u00fcr ?digitale Nachhaltigkeit? zu schaffen.<\/p>\n<p><strong>Digitale Nachhaltigkeit<\/strong> bedeutet, dass digitale Wissensg\u00fcter auf eine langfristig zug\u00e4ngliche und Ressourcen-schonende Weise eingesetzt und weiterentwickelt werden: Software, Datenbanken und Artefakte von Kulturg\u00fctern (z.B. Editionen, Bilder, Karten) m\u00fcssen so zug\u00e4nglich gemacht werden, dass ihre dauerhafte Nutzbarkeit gew\u00e4hrleistet ist. Dies betrifft nicht nur die Daten selbst, sondern auch das Wissen um ihre Interpretation und Nutzung. Voraussetzung daf\u00fcr ist deren transparente Informationsarchitektur sowie die l\u00fcckenlose Nachvollziehbarkeit ihrer Entstehung und Weiterverarbeitung. Rechtliche, organisatorische, technische oder finanzielle Hindernisse d\u00fcrfen die Nutzung, Ver\u00e4nderung und Weiterverbreitung digitaler Informationen nicht behindern. Denn je offener und partizipativer digitale G\u00fcter geschaffen, weiterentwickelt und konserviert werden, desto allgemeiner und nachhaltiger ist das darin gespeicherte Wissen f\u00fcr gegenw\u00e4rtige und k\u00fcnftige Gesellschaften zug\u00e4nglich.<\/p>\n<p>Im Rahmen der Tagung sollen daher unter anderem folgende Fragen verfolgt werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Welche technischen M\u00f6glichkeiten stehen f\u00fcr die nachhaltige Sicherung digitaler G\u00fcter zur Verf\u00fcgung?<\/li>\n<li>Welche Voraussetzungen und Entwicklungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr nachhaltige Nutzung bergen Software und Markup-Sprachen?<\/li>\n<li>Welche Erfahrungen, Erfolge und Bed\u00fcrfnisse gibt es in Bezug auf die kooperative Erarbeitung von Datenstandards in den digitalen Geisteswissenschaften?<\/li>\n<li>Wie verhalten sich Projekte und Plattformen in den Geisteswissenschaften (z.B. Editionen, Datenbanken) zu Fragen der Langzeitsicherung?<\/li>\n<li>Welche konkreten institutionellen Voraussetzungen und Initiativen f\u00fcr ?digitale Nachhaltigkeit? bestehen in den deutschsprachigen L\u00e4ndern sowie in den jeweiligen nationalen und internationalen Kontexten?<\/li>\n<li>Wie sollen tragf\u00e4hige Konzepte der digitalen Nachhaltigkeit im Wissenschaftsbetrieb aussehen? In welchem Verh\u00e4ltnis stehen sie zu Konzepten wie Open Science, Open Data, Open Access auf der einen und den Verwertungsinteressen von Forschenden und kommerziellen Akteuren auf der anderen Seite?<\/li>\n<li>Wie l\u00e4sst sich die Provenienz der Daten bis zu ihrer Entstehung zur\u00fcckverfolgen und damit deren Authentizit\u00e4t, Verl\u00e4sslichkeit und Integrit\u00e4t gew\u00e4hrleisten?<\/li>\n<li>Welche Rollen kommen den traditionellen Ged\u00e4chtnisinstitutionen (Archiven, Bibliotheken, Museen) bei der Sicherung der digitalen Nachhaltigkeit zu? Welche Kooperationserfahrungen gibt es?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Unabh\u00e4ngig von dieser Schwerpunktsetzung sind aber auch Beitr\u00e4ge zu allen Bereichen der digitalen Geisteswissenschaften willkommen. Dazu geh\u00f6ren unter anderem:<\/p>\n<ul>\n<li>Beispiele f\u00fcr disziplinspezifische Forschungsprojekte in den Geisteswissenschaften, sowohl in ihren objektbezogenen (Arch\u00e4ologie, Ur- und Fr\u00fchgeschichte, Kunstgeschichte, Theater- und Musikwissenschaft usw.) als auch in ihren textbezogenen Auspr\u00e4gungen.<\/li>\n<li>Alle Aspekte der Modellierung geisteswissenschaftlicher Inhalte und Forschungsprozesse, Probleme des Markups und anderer Ans\u00e4tze zur Formalisierung von Inhalten, insbesondere auch im Bereich der semantischen und graphorientierten Technologien.<\/li>\n<li>Aspekte der Nutzung von Big Data-Datenpools bzw. Datamining f\u00fcr geisteswissenschaftliche Forschung.<\/li>\n<li>Modelle und Praxiserfahrungen von Curricula und Ausbildungsg\u00e4ngen im Bereich der DH.<\/li>\n<li>Innovative digitale Formen der wissenschaftlichen Kommunikation, Ver\u00e4nderung des Publikationswesens.<\/li>\n<li>Durch innovative Softwarewerkzeuge erm\u00f6glichte neue methodische Ans\u00e4tze.<\/li>\n<li>Entstehende Technologien sowie 3D-Printing, tragbare Ger\u00e4te, das &#8222;Internet of Things&#8220; und ihre geisteswissenschaftlichen Anwendungen.<\/li>\n<li>neue Formen der Visualisierung von Forschungsergebnissen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>II. Formales<\/p>\n<p>Es k\u00f6nnen eingereicht werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Poster (Abstract von mindestens 500, maximal 750 W\u00f6rtern).<\/li>\n<li>Vortr\u00e4ge (Abstract von mindestens 1200, maximal 1500 W\u00f6rtern).<\/li>\n<li>Panels (minimal 3, maximal 6 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, ein Abstract von mindestens 1200, maximal 1500 W\u00f6rtern).<\/li>\n<li>Vor der Konferenz stattfindende Workshops (Vorschlag von mindestens 1200, maximal 1500 W\u00f6rtern).<\/li>\n<\/ul>\n<p>F\u00fcr die Einreichung der Abstracts m\u00fcssen Sie sich auf <a href=\"https:\/\/www.conftool.com\/dhd2017\/\" target=\"_blank\">https:\/\/www.conftool.com\/dhd2017\/<\/a> registrieren und eine mit dem DHConValidator-Webservice erstellte dhc-Datei zur Begutachtung einreichen. N\u00e4here Informationen zur Tagung finden Sie hier: <a href=\"http:\/\/www.dhd2017.ch\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.dhd2017.ch\/<\/a><\/p>\n<p>Bei R\u00fcckfragen wenden Sie sich bitte an <a href=\"mailto:info@dhd2017.ch\" target=\"_blank\">info@dhd2017.ch<\/a> (Luisa Jakob, Digital Humanities Bern).<\/p>\n<p>Die Frist f\u00fcr die Einreichung von Beitr\u00e4gen l\u00e4uft am 01.08.2016 ab. Eine Benachrichtigung dar\u00fcber, ob der Beitrag angenommen wurde, wird bis 01.11.2016 versandt.<\/p>\n<p>Die prim\u00e4re Sprache der Veranstaltung ist Deutsch. In der Regel wird erwartet, dass von einem Verfasser \/ einer Verfasserin \/ einer Projektgruppe nur ein Poster oder Vortrag eingereicht wird. Eine Beteiligung von Beitragenden dar\u00fcber hinaus an maximal einem Panel oder Workshop ist jedoch m\u00f6glich.<\/p>\n<p>1) Posterpr\u00e4sentationen<\/p>\n<p>Poster (Abstracts: mindestens 500, maximal 750 W\u00f6rter) k\u00f6nnen zu jedem Thema des Call for Papers eingereicht werden. Sie k\u00f6nnen auch den Stand einzelner Projekte anschaulich beschreiben oder Soft\u00adware demonstrieren.<\/p>\n<p>2) Vortr\u00e4ge<\/p>\n<p>Vortr\u00e4ge (Abstracts: mindestens 1200, maximal 1500 W\u00f6rter) stellen unver\u00f6ffentlichte Ergebnisse dar, und \/ oder berichten \u00fcber die Entwicklung von signifikanten neuen Methoden oder digitalen Res\u00adsourcen und \/ oder stellen ein methodisch \/ theoretisches Konzept vor. F\u00fcr die einzelnen Vortr\u00e4ge sind 20 Minuten Pr\u00e4sentationszeit und 10 Minuten f\u00fcr Fragen vorgesehen. Es wird erwartet, dass im Abstract zumindest signifikante Zwischenergebnisse vorgelegt werden. Vortragsvorschl\u00e4ge sollten den Forschungsbeitrag in geeigneter Weise auf dem Hintergrund des Forschungsstands kontextualisieren und seine Bedeutung f\u00fcr die (digitalen) Geisteswissenschaften oder einen jeweiligen Teilbereich deutlich machen. Ein Literaturverzeichnis ist beizuf\u00fcgen. F\u00fcr die Ank\u00fcndigung von Vorhaben, zu denen noch keine Zwischenergebnisse vorliegen, ist das Posterformat vorgesehen.<\/p>\n<p>3) Panels<\/p>\n<p>Panels bieten drei bis sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmern die M\u00f6glichkeit ein Thema auf der Basis einleitender Kurzvortr\u00e4ge zu diskutieren. In der Regel wird erwartet, dass von der 90-min\u00fctigen Sitzung je ein Drittel auf die vorbereiteten Statements, die Diskussion innerhalb des Panels und die Diskussion des Panels mit dem Publikum entf\u00e4llt. Die Panel-Organisatorinnen und Organisatoren reichen eine kurze Beschreibung des Themas im Umfang von mindestens 1200, maximal 1500 W\u00f6rtern ein und best\u00e4tigen die Bereitschaft der aufgef\u00fchrten Personen, am Panel teilzunehmen. F\u00fcr die Annahme eines Panelvorschlags ist die stringente Darlegung des thematischen bzw. methodischen Zusammenhangs der Einzelbeitr\u00e4ge von entscheidender Bedeutung.<\/p>\n<p>4) Vor der Konferenz stattfindende Workshops<\/p>\n<p>Workshops dauern einen halben Tag. Von den Workshopleiterinnen und -leitern wird erwartet, dass sie sich f\u00fcr die Konferenz anmelden. Die Vorschl\u00e4ge sollten die folgenden Informationen enthalten:<\/p>\n<ul>\n<li>Titel und eine kurze Beschreibung des Themas (mindestens 1200, maximal 1500 W\u00f6rter).<\/li>\n<li>Die vollst\u00e4ndigen Kontaktdaten aller Beitragenden sowie einen Absatz zu deren Forschungsinteressen.<\/li>\n<li>Die Zahl der m\u00f6glichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer.<\/li>\n<li>Angaben zu einer etwa ben\u00f6tigten technischen Ausstattung.<\/li>\n<li>Den Workshop spezifischen Call for Papers, falls ein solcher ver\u00f6ffentlicht wird.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wissenschaftliches Programmkomitee<\/p>\n<ul>\n<li>Dr. Anne Baillot (Centre Marc Bloch &amp; Inria, Deutschland, Frankreich)<\/li>\n<li>Prof. Dr. Elisabeth Burr (Universit\u00e4t Leipzig, Deutschland), Vorsitzende<\/li>\n<li>Dr. Lisa Dieckmann (Universit\u00e4t zu K\u00f6ln, Deutschland)<\/li>\n<li>Prof. Dr. Andreas Henrich (Universit\u00e4t Bamberg, Deutschland)<\/li>\n<li>Dr. Mareike K\u00f6nig (Deutsches Historisches Institut Paris, Frankreich)<\/li>\n<li>Prof. Dr. Claudine Moulin (Universit\u00e4t Trier, Deutschland)<\/li>\n<li>Prof. Dr. Andreas M\u00fcnzmay (Universit\u00e4t Paderborn, Deutschland)<\/li>\n<li>Dr. Christof Sch\u00f6ch (Universit\u00e4t W\u00fcrzburg, Deutschland)<\/li>\n<li>Prof. Dr. Johannes Stigler (Universit\u00e4t Graz, \u00d6sterreich)<\/li>\n<li>Dr. Matthias St\u00fcrmer (Universit\u00e4t Bern, Schweiz), Vertretung lokale Organisation<\/li>\n<li>Dr. Lars Wienecke (Centre Virtuel de la Connaissance sur l&#8217;Europe CVCE, Luxemburg)<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die 4. Tagung Digital Humanities im deutschsprachigen Raum wird vom 13. bis 18. Februar 2017 an der Universit\u00e4t Bern mit dem Thema Digitale Nachhaltigkeit stattfinden. Interessierte sind aufgefordert Abstracts in den Kategorien Vortrag, Poster und Panel einzureichen, sowie Vorschl\u00e4ge f\u00fcr Workshops, die am 13. und 14. Februar stattfinden werden. Die Einreichungsfrist endet am 1. August [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":46,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[103,534,4],"tags":[82,671],"class_list":["post-6766","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-community","category-konferenz","category-veranstaltungen","tag-dhd","tag-dhd-2017"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6766","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/46"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6766"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6766\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6774,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6766\/revisions\/6774"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6766"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6766"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6766"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}