{"id":5458,"date":"2015-07-27T08:00:51","date_gmt":"2015-07-27T06:00:51","guid":{"rendered":"http:\/\/dhd-blog.org\/?p=5458"},"modified":"2015-07-27T14:40:38","modified_gmt":"2015-07-27T12:40:38","slug":"vorstellung-der-dariah-de-fellows-2015-sascha-foerster","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=5458","title":{"rendered":"Vorstellung der DARIAH-DE-Fellows 2015: Sascha Foerster"},"content":{"rendered":"<p><em>Das <a href=\"https:\/\/de.dariah.eu\/fellowshipprogramm\">DARIAH-DE Fellowship-Programm<\/a> f\u00f6rdert NachwuchswissenschaftlerInnen, die in ihren Forschungsvorhaben innovative digitale Ans\u00e4tze und Methoden einsetzen und so einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Digital Humanities leisten. Im\u00a0DHd-Blog stellen\u00a0die DARIAH-Fellows ihre Projekte vor.<\/em><\/p>\n<h1>Sascha Foerster<\/h1>\n<p><a href=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/saschafoerster.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-5459\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/saschafoerster.jpg\" alt=\"saschafoerster\" width=\"200\" height=\"200\" \/><\/a><br \/>\n<em>Sascha Foerster ist Historiker und Psychologe und promoviert am Institut f\u00fcr Alternskulturen an der Universit\u00e4t Bonn im Projekt &#8222;Deutsche Nachkriegskinder 1952-1961&#8220;. Er arbeitet bei der Max Weber Stiftung als Community Manager f\u00fcr das wissenschaftliche Blogportal <a href=\"http:\/\/de.hypotheses.org\" target=\"_blank\">de.hypotheses.org<\/a> und ist leidenschaftlicher Bonner Blogger und nutzt Twitter aktiv zu Vernetzung und Forschung.<\/em><\/p>\n<p><strong>Worum geht es in dem Projekt? <\/strong><\/p>\n<p>Von 1952 bis 1961 fand in Bonn, N\u00fcrnberg, Stuttgart, Remscheid, Grevenbroich und Frankfurt am Main die L\u00e4ngsschnittstudie &#8222;Deutsche Nachkriegskinder&#8220; statt. \u00dcber 4000 Kinder wurden damals mit medizinischen, psychologischen und soziologischen Fragestellungen einmal j\u00e4hrlich an den sechs Standorten detailliert untersucht. Die Frage war, wie es diesen beiden Generationen der 1938\/1939 und besonders der 1944\/45 geborenen Kindern ging. Litten Sie unter den Folgen des Zweiten Weltkriegs? Damals war das scheinbar nicht der Fall; heute im Alter wird diese Frage f\u00fcr viele der Ehemaligen und f\u00fcr die Forschung wieder aktuell.<\/p>\n<p>Vor wenigen Jahren wurde mit dem Fund der damaligen Akten quasi ein Forschungsschatz gehoben, denn es besteht die M\u00f6glichkeit die damaligen Teilnehmer im Alter von 70+ nochmal zu untersuchen und die Ergebnisse mit den Kindheitsdaten zu vergleichen. Das k\u00f6nnte zum Beispiel helfen, Forschungsfragen zur Entstehung von Traumata und zu Resilienzfaktoren zu beantworten. Auch die intergenerationelle \u00dcbertragung von Traumata k\u00f6nnte untersucht werden. Dar\u00fcber hinaus werden aber auch viele andere Forschungsgebiete wie zum Beispiel der Wissenschaftsgeschichte und Soziologie ber\u00fchrt.<\/p>\n<p>Nur mithilfe einer Datenbank zur Erstellung von Anfragen an \u00fcber 1000 Einwohnermelde\u00e4mter lie\u00dfen sich die damaligen Teilnehmer wiederfinden. Die Finanzierung dieser &#8222;Suche nach den Nachkriegskindern&#8220; lief zum Teil \u00fcber Crowdfunding, womit nicht nur Aufmerksamkeit f\u00fcr das noch immer nicht dauerhaft gef\u00f6rderte Projekt geschaffen wurde, sondern zugleich eine Community aufgebaut wurde, die bei einem sp\u00e4teren Crowdsourcing behilflich sein kann.<\/p>\n<p><strong>Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit DARIAH-DE ?<\/strong><\/p>\n<p>Mittels Crowdfunding konnte ich bis Februar 2015 mehr als 2000 der 4095 Teilnehmer wiederfinden. Durch das DARIAH-DE-Stipendium konnte ich nun sechs weitere Monate dabei helfen die Studie zu revitalisieren, denn noch immer gibt es kein offizielles und nachhaltig finanziertes umfangreiches Forschungsprojekt. In DARIAH-DE finde ich neben der finanziellen Unterst\u00fctzung auch Hilfe in allen Fragen um Daten in den Geisteswissenschaften, sei es um den Aufbau von Datenbanken f\u00fcr ein angedachtes Crowdsourcing, Visualisierungen mittels DARIAH-Tools oder auch Ansprechpartner f\u00fcr eine rechtliche Beratung zu Datenschutzfragen. Hilfreich sind auch die Kontakte und die Sichtbarkeit im DARIAH-Netzwerk und in der scientific community, beispielsweise durch diesen Blog oder bei Konferenzen.<\/p>\n<p><strong>Welche Ergebnisse erwarten Sie und f\u00fcr welche Forschungsthemen sind diese anschlussf\u00e4hig? <\/strong><\/p>\n<p>Ich hoffe sehr, dass eine Nachfolgestudie bald Realit\u00e4t wird, denn die damaligen Nachkriegskinder werden innerhalb weniger Jahre verstorben sein. Jetzt best\u00fcnde noch ein letztes Mal die gro\u00dfe Chance, die damaligen Kinder, deren umfangreiches Originaldatenmaterial vorhanden geblieben ist, heute nochmals als gealterten Menschen mit Methoden auf dem neuesten Forschungsstand zu untersuchen. Dieses umfangreiche und methodisch vielf\u00e4ltige Datenmaterial aus sechs Orten \u00fcber 10 Jahre kann keine andere mir bekannte Studie vorweisen. Im Kern geht es um psychologische und medizinische Fragestellungen, die sich auf intraindivuduelle Entwicklungen konzentrieren. Wichtig und denkbar sind auch soziologische und wissenschaftshistorische Fragen, die immer auch im Kontext der Digital Humanities stehen, denn diese gro\u00dfen Datenmengen lie\u00dfen sich schon damals nie vollst\u00e4ndig durch Lochkarten abbilden, geschweige denn auswerten. Sie wurden noch niemals in ihrer Gesamtheit ausgewertet! Selbst heute in Zeiten von Big Data bleibt es eine Herausforderung diese alten, oft handgeschriebenen Akten auswertbar zu machen. Letzteres ist vor allem mein Interessengebiet: Wie kann man diese Studie revitalisieren und heute erneut auswerten? Welche digitalen Methoden kann ich nutzen um anderen Forschern zu erlauben, m\u00f6glichst viele Forschungsfragen zu beantworten und zugleich einen m\u00f6glichst hohen Datenschutz f\u00fcr die ehemaligen Teilnehmer zu gew\u00e4hrleisten. Ich glaube ohne digitale Methoden und Open Science w\u00e4re es nicht m\u00f6glich. Dass es doch m\u00f6glich ist, davon m\u00fcssen noch einige Menschen \u00fcberzeugt werden.<\/p>\n<div id=\"attachment_5460\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/2015-03-03-DH-Summit-Berlin-Poster-0.1-724x1024.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5460\" class=\"wp-image-5460\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/2015-03-03-DH-Summit-Berlin-Poster-0.1-724x1024.jpg\" alt=\"Projektposter Foerster_kl\" width=\"200\" height=\"283\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5460\" class=\"wp-caption-text\"><a href=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/2015-03-03-DH-Summit-Berlin-Poster-0.1.jpg\">Projektposter (JPG, 1,3 MB)<\/a><\/p><\/div>\n<p><strong>Mit welchen Materialien und Daten arbeiten Sie?<\/strong><\/p>\n<p>Grundlage sind die 4095 wiedergefundenen Nachkriegskinder-Akten aus den 50er und 60er Jahren. Die damaligen Adressen konnten zur H\u00e4lfte durch Recherche bei den Einwohnermelde\u00e4mtern aktualisiert werden. Ein wichtiges Thema ist hier der Datenschutz, der definitiv gew\u00e4hrleistet sein muss, aber auch in Abw\u00e4gung mit Forschungsinteressen steht. Auf der anderen Seite steht als Ergebnis eine Adressliste von knapp 1000 Einwohnermelde\u00e4mter in Deutschland. Diese Liste gab es bisher nicht und sie steht nun als Open Data zur Verf\u00fcgung, damit andere in \u00e4hnlichen Projekten nicht neu beginnen m\u00fcssen, die Einwohnermelde\u00e4mter zu suchen. Vielleicht lassen sich diese Daten in einem weiteren Schritt durch kollaboratives Arbeiten im Sinne von &#8222;Social Open Data&#8220; vervollst\u00e4ndigen, aber auch das ist sehr aufw\u00e4ndig und nicht vorrangiges Ziel. Mein Ziel w\u00e4re es der Forschung ein vollst\u00e4ndiges digitales Abbild der vorhandenen Akten bereit zu stellen, um die aktuellen noch zu erhebenden Forschungsdaten in Bezug zu diesen Altdaten setzen zu k\u00f6nnen, dabei aber den Datenschutz so umfangreich wie m\u00f6glich zu gew\u00e4hrleisten. Dar\u00fcber hinaus publiziere ich schon w\u00e4hrend des gesamten Prozesses im Nachkriegskinder-Blog, sowohl \u00fcber Zwischenergebnisse und Methoden, aber auch \u00fcber die \u00d6ffentlichkeitsarbeit, das Crowdfunding und das Community Building. Meine bisher entstandene Literatursammlung steht als Zotero-Bibliothek ebenfalls allen Interessierten zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p><strong>Gibt es Methoden, Theorien und Tools, welche f\u00fcr diese Aufgabe besonders interessant sind?<\/strong><\/p>\n<p>Ich glaube, dass alle Methoden aus dem Bereich Open Science interessant f\u00fcr dieses Forschungsprojekt sind. Ohne eine Community und rechenstarke Computer lassen sich diese Datenmengen weder digitalisieren (also scannen und transkribieren), noch kann ein einzelnes Forschungsteam das volle Potenzial dieses Datenschatzes alleine heben, da viele Disziplinen ber\u00fchrt werden. Ein weiterer mir wichtiges Punkt ist der transparente Umgang mit den Daten, da es sich um sehr sensible Informationen handelt, also sollte jeder sich informieren k\u00f6nnen, was wir mit den Daten tun und welche Ergebnisse daraus entstehen. Und zuletzt bringen die offenen Methoden es mit sich, dass wir Wissenschaftskommunikation betreiben m\u00fcssen, nicht nur innerhalb der Forschungsgruppe oder mit der scientific community, sondern mit allen, die das Thema interessiert oder die davon ber\u00fchrt werden: Der Zweite Weltkrieg ist 2015 genau 70 Jahre vorbei: es wird also Zeit zu untersuchen, was die seelischen und medizinischen Langzeitfolgen sind, und auch dar\u00fcber letzte Diskussionen in den Familien zu f\u00fchren, so lange das noch m\u00f6glich ist. F\u00fcr die Wissenschaftler ist es aus meiner Sicht auch Aufgabe, die Diskussionen um Kriegskinder, Nachkriegskinder, Kriegsenkel mit wissenschaftlicher Forschung zu unterlegen bzw. falsche Thesen zu widerlegen. Psychoanalytiker und Journalisten haben sich dieses Themas schon lange angenommen, nun besteht die Chance das Thema anhand von Originaldaten mit gr\u00f6\u00dferer Gewissheit und mit wissenschaftlichen Methoden zu untersuchen.<\/p>\n<p><strong>Wie haben Sie begonnen, sich mit digitalen Geisteswissenschaften zu besch\u00e4ftigen?<\/strong><\/p>\n<p>Digitales hat mich schon immer fasziniert, sei es in Form eines C64, der irgendwann in meinem Kinderzimmer stand, oder in Form eines Internetanschluss mit 56kB, den ich mit etwa 14 Jahren nutzen durfte. Bei der Studienwahl war es aber komischerweise nicht Informatik, sondern die Geisteswissenschaften, die die gr\u00f6\u00dfte Anziehungskraft auf mich auswirkten. Auch dort gab es immer wieder \u00dcberschneidungen: in der Psychologie interessierte mich besonders die Neurowissenschaft und die M\u00f6glichkeit mittels funktionaler Resonanztomographie (fMRT) ins lebende Gehirn und seiner Aktivit\u00e4t hineinzuschauen. Bei den Historikern war ich erstaunt, dass in Seminaren oft nur Texte monoton abgelesen wurden und die Chance einer multimedialen Pr\u00e4sentation mit Bildern und Videos verpasst wurde. Ich lie\u00df ihm Studium gerne den verstaubten Beamer aus dem Keller holen. Das Interesse f\u00fcr Digitales hat mir immer wieder geholfen, beispielsweise auch bei der Literaturverwaltung mit Zotero, wo ich selbst einen Zitierstil weiterentwickelt habe und das Wissen darum in einem Blog weitergeben konnte. Mittlerweile ist mir klar geworden, wo gro\u00df der Kosmos des Digitalen in den Geisteswissenschaften ist. Die Faszination f\u00fcr den digitalen Wandel und seiner Chancen ist die Konstante \u00fcber all diese Jahre.<\/p>\n<p><strong>Welche Angebote der digitalen Geisteswissenschaften f\u00e4nden Sie f\u00fcr Ihre Forschungsprojekte in Zukunft besonders hilfreich?<\/strong><\/p>\n<p>Genau das w\u00fcrde ich selbst gerne weiter erforschen. Die digitalen Tools und Methoden entwickeln sich so schnell weiter, dass es schwer ist, einen \u00dcberblick zu behalten oder gar immer auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Viele tun sich noch schwer damit auf dem Rechner mehr zu machen, als ihre Emails zu checken und Texte mit Word zu schreiben. Andere schreiben ihre Texte in MarkDown, lassen sie bei GitHub versionieren und twittern den aktuellen Stand ihrer Arbeit. Und dann taucht die Frage auf: brauche ich nun auch Snapchat? Das Experimentieren mit neuen Publikations- und Forschungsmethoden macht mir Spa\u00df, aber es gibt auch viele Sackgassen und immer wieder neue M\u00f6glichkeiten. Ich vermute aber, dass das jetzt eine \u00dcbergangsphase ist und dass sich die Angebote auf Dauer zunehmend stabilisieren und sich wieder ein Konsens etablieren wird, welche Dienste, Tools, Methoden und Angebote wie idealerweise f\u00fcr die Wissenschaft genutzt werden k\u00f6nnen. Bis das passiert, muss aber noch viel geforscht werden.<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen<\/strong><\/p>\n<p>Projekthomepage:\u00a0<a href=\"http:\/\/zakunibonn.hypotheses.org\">http:\/\/zakunibonn.hypotheses.org<\/a> \/\u00a0<a href=\"http:\/\/nachkriegskinder-studie.de\">http:\/\/nachkriegskinder-studie.de<\/a><br \/>\nBlog: <a href=\"http:\/\/saschafoerster.de\">http:\/\/saschafoerster.de<\/a><br \/>\nTwitter: <a href=\"https:\/\/twitter.com\/Sascha_Foerster\">https:\/\/twitter.com\/Sascha_Foerster<\/a><br \/>\nPodcast: <a href=\"http:\/\/podcast.saschafoerster.de\">http:\/\/podcast.saschafoerster.de<\/a><br \/>\nZotero: <a href=\"http:\/\/zotero.saschafoerster.de\">http:\/\/zotero.saschafoerster.de<\/a><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-3529\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/DARIAH-DE-Logo-mit-deutscher-Unterschrift-CMYK-1.1.png\" alt=\"DARIAH-DE Logo mit deutscher Unterschrift CMYK 1.1\" width=\"201\" height=\"89\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><a href=\"http:\/\/de.dariah.eu\">DARIAH-DE<\/a>\u00a0unterst\u00fctzt mit digitalen Ressourcen und Methoden arbeitende Geistes- und KulturwissenschaftlerInnen in Forschung und Lehre.\u00a0Daf\u00fcr baut das Projekt eine digitale Forschungsinfrastruktur f\u00fcr Werkzeuge und Forschungsdaten auf und entwickelt Materialien f\u00fcr Lehre und Weiterbildung im Bereich der Digital Humanities (DH). DARIAH-DE ist der deutsche Beitrag von DARIAH-EU\u00a0und arbeitet in diesem Kontext mit einer Vielzahl von europ\u00e4ischen Partnern und Projektverb\u00fcndeten zusammen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das DARIAH-DE Fellowship-Programm f\u00f6rdert NachwuchswissenschaftlerInnen, die in ihren Forschungsvorhaben innovative digitale Ans\u00e4tze und Methoden einsetzen und so einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Digital Humanities leisten. Im\u00a0DHd-Blog stellen\u00a0die DARIAH-Fellows ihre Projekte vor. Sascha Foerster Sascha Foerster ist Historiker und Psychologe und promoviert am Institut f\u00fcr Alternskulturen an der Universit\u00e4t Bonn im Projekt &#8222;Deutsche Nachkriegskinder 1952-1961&#8220;. 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