{"id":5367,"date":"2015-07-20T11:00:01","date_gmt":"2015-07-20T09:00:01","guid":{"rendered":"http:\/\/dhd-blog.org\/?p=5367"},"modified":"2015-07-20T14:28:20","modified_gmt":"2015-07-20T12:28:20","slug":"vorstellung-der-dariah-de-fellows-2015-martin-fechner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=5367","title":{"rendered":"Vorstellung der DARIAH-DE-Fellows 2015: Martin Fechner"},"content":{"rendered":"<p><em>Das <a href=\"https:\/\/de.dariah.eu\/fellowshipprogramm\">DARIAH-DE Fellowship-Programm<\/a> f\u00f6rdert NachwuchswissenschaftlerInnen, die in ihren Forschungsvorhaben innovative digitale Ans\u00e4tze und Methoden einsetzen und so einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Digital Humanities leisten. Im\u00a0DHd-Blog stellen\u00a0die DARIAH-Fellows in den n\u00e4chsten Wochen ihre Projekte vor.<\/em><\/p>\n<h1>Martin Fechner<\/h1>\n<p><em><a href=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Foto1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-5369\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Foto1.jpg\" alt=\"Foto1\" width=\"200\" height=\"200\" \/><\/a>Martin Fechner studierte Physik und Geschichte in Heidelberg und Berlin. Seit seinem Diplom-Abschluss promoviert er am Max-Planck-Institut f\u00fcr Wissenschaftsgeschichte und an der Humboldt Universit\u00e4t zu Berlin zum Thema &#8222;Kommunikation von Wissenschaft in der Neuzeit&#8220;. Gleichzeitig arbeitet er seit 2009 an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften bei TELOTA im Bereich der Digital Humanities. Zu seinen Forschungs- und Arbeitsschwerpunkten geh\u00f6ren die Themenfelder wissenschaftliche Kommunikation und Wissenschaftsgeschichte, sowie die Entwicklung und Programmierung von L\u00f6sungen zu digitalen Editionen, Webservices und digitalen Publikationen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Worum geht es in dem Projekt?<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_5373\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Fechner_data_adaptation.pdf\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5373\" class=\"wp-image-5373\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Poster_Fechner_klein.png\" alt=\"Poster_Fechner_klein\" width=\"200\" height=\"283\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5373\" class=\"wp-caption-text\"><a href=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Fechner_data_adaptation.pdf\">Projektposter (PDF, 556 KB)<\/a><\/p><\/div>\n<p>In meinem Dissertations-Projekt werden die Formen und Entwicklungen der Kommunikation von Wissenschaft, d.h. zwischen Wissenschaftlern und zwischen der Wissenschaft und der Gesellschaft, anhand von erfolgreich verlaufenden Forschungsprozessen erforscht. Konkret werden mit der Entwicklung der Spektralanalyse und der Erfindung des Lasers zwei Fallbeispiele, die aus dem 19. und dem 20. Jahrhundert stammen, miteinander verglichen. In der Forschung wurde mit der Methode \u00bbData Adaptation\u00ab ein systematischer Ansatz entwickelt, der die geschichtswissenschaftliche Fragestellung mit einer datenbasierten Quellenanalyse verbindet. Als Grundlage dazu dient das hier entwickelte Konzept der \u00bbKommunikationsr\u00e4ume\u00ab, das es erm\u00f6glicht Kommunikationsprozesse parametrisiert zu beschreiben. Die Vielzahl von Auswertungen zeigt, worin sich die Kommuikationsprozesse zwischen den Fallbeispielen unterscheiden und wo tieferliegende Strukturen vermuten werden k\u00f6nnen. Die methodischen Ans\u00e4tze lassen sich auch f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Forschung einsetzen.<\/p>\n<p><strong>Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit DARIAH-DE ?<\/strong><\/p>\n<p>Die Zuordnung zu dem Cluster 5: Big Data ergibt verschiedene Synergieeffekte. Zum einen kann ich mit meinem Wissen in die methodischen Diskussionen des Clusters 5 externe Kenntnisse einbringen. Zum anderen k\u00f6nnen in Zusammenarbeit mit dem Cluster weitere Analysen an bisher nicht ausgewerteten Daten meiner Arbeit vorgenommen werden. Das Fellowship macht bereits jetzt durch die gekn\u00fcpften Kontakte (auch mit anderen Fellows) neue Zusammenarbeit m\u00f6glich, die sich in zuk\u00fcnftigen Publikationen niederschlagen kann.<\/p>\n<p><strong>Welche Ergebnisse erwarten Sie und f\u00fcr welche Forschungsthemen sind diese anschlussf\u00e4hig?<\/strong><\/p>\n<p>Ich erhoffe mir in der Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern von DARIAH einen methodischen, also qualitativen Gewinn f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Forschung und gemeinsame Publikationen von Datenanalysen und Daten selbst. Die Ergebnisse meiner Forschung k\u00f6nnen neue Einblicke in das Funktionieren von wissenschaftlichen Publikationsprozessen geben und sind daher neben der Wissenschaftsgeschichte und Kommunikationswissenschaft auch f\u00fcr Forschungen zur Entwicklung neuer wissenschaftlicher Kommunikationsformen interessant.<\/p>\n<p><strong>Mit welchen Materialien und Daten arbeiten Sie?<\/strong><\/p>\n<p>Ich arbeite in meiner Forschung mit historischen Publikationen, deren bibliographischen Daten mit eigenen Forschungsdaten angereichert werden, um verschiedene Formen der Analyse m\u00f6glich zu machen.<\/p>\n<p><strong>Gibt es Methoden, Theorien und Tools, welche f\u00fcr diese Aufgabe besonders interessant sind?<\/strong><\/p>\n<p>Die Recherche und der Zugriff auf die historischen Texte stellen die Basis f\u00fcr meine Arbeit dar. Als methodischer Ansatzpunkt wurde mit der \u00bbData Adaptation\u00ab ein systematisches Vorgehen gew\u00e4hlt, das sich f\u00fcr die Kombination von datenbasierter und hermeneutischer Analyse eignet. F\u00fcr die Daten selbst wurde auf die vielf\u00e4ltigen Werkzeuge aus dem Umfeld der XML-Technologie zur\u00fcckgegriffen, die die Analyse und sp\u00e4tere Aufbereitungen erleichtern.<\/p>\n<p><strong>Wie haben Sie begonnen, sich mit digitalen Geisteswissenschaften zu besch\u00e4ftigen?<\/strong><\/p>\n<p>Durch meinen Hintergrund als Physiker habe ich gelernt Daten und Computer als Arbeitsmittel der Forschung einzusetzen, gleichzeitig kenne ich durch meinen Hintergrund als Historiker die Vorteile einer geisteswissenschaftlichen Herangehensweise. So waren mir schon seit dem Studium beide Seiten der digitalen Forschung bekannt, auch wenn ich sie noch getrennt wahrgenommen habe. Durch meine Stelle bei TELOTA in der Akademie der Wissenschaften habe ich dann im Bereich der digitalen Geisteswissenschaften gearbeitet und in seiner Breite kennengelernt, wodurch meine geschichtswissenschaftliche Forschung durch die digitalen M\u00f6glichkeiten gewonnen hat.<\/p>\n<p><strong>Welche Angebote der digitalen Geisteswissenschaften f\u00e4nden Sie f\u00fcr Ihre Forschungsprojekte in Zukunft besonders hilfreich?<\/strong><\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde mir w\u00fcnschen, dass die digitalen Angebote der Bibliotheken und Archive stark ausgeweitet w\u00fcrden. Zum einen sind der Zugriff auf die historischen Quellen und insbesondere die Auffindbarkeit dieser Quellen und die Bereitstellung von qualititativ hochwertigen Metadaten in Standardformaten notwendig f\u00fcr eine breit angelegte Auswertung von Daten. Zum anderen w\u00e4ren durchsuchbare Volltexte, sowie die Erm\u00f6glichung von Textanalysen hinsichtlich bestimmter Strukturen und Inhalte w\u00fcnschenswert. F\u00fcr die Analyse von Daten ist man auch auf die Verf\u00fcgbarkeit von entsprechenden Werkzeugen angewiesen.<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bbaw.de\/die-akademie\/mitarbeiter\/fechner\">Webseite von Martin Fechner<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.dariah.eu\/dhsummit2015\">DH-Summit 2015<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.dariah.eu\/fellowshipprogramm\">DARIAH-DE Fellowship-Programm<\/a><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-3529\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/DARIAH-DE-Logo-mit-deutscher-Unterschrift-CMYK-1.1.png\" alt=\"DARIAH-DE Logo mit deutscher Unterschrift CMYK 1.1\" width=\"201\" height=\"89\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><a href=\"http:\/\/de.dariah.eu\">DARIAH-DE<\/a>\u00a0unterst\u00fctzt mit digitalen Ressourcen und Methoden arbeitende Geistes- und KulturwissenschaftlerInnen in Forschung und Lehre.\u00a0Daf\u00fcr baut das Projekt eine digitale Forschungsinfrastruktur f\u00fcr Werkzeuge und Forschungsdaten auf und entwickelt Materialien f\u00fcr Lehre und Weiterbildung im Bereich der Digital Humanities (DH). DARIAH-DE ist der deutsche Beitrag von DARIAH-EU\u00a0und arbeitet in diesem Kontext mit einer Vielzahl von europ\u00e4ischen Partnern und Projektverb\u00fcndeten zusammen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das DARIAH-DE Fellowship-Programm f\u00f6rdert NachwuchswissenschaftlerInnen, die in ihren Forschungsvorhaben innovative digitale Ans\u00e4tze und Methoden einsetzen und so einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Digital Humanities leisten. Im\u00a0DHd-Blog stellen\u00a0die DARIAH-Fellows in den n\u00e4chsten Wochen ihre Projekte vor. Martin Fechner Martin Fechner studierte Physik und Geschichte in Heidelberg und Berlin. 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