{"id":5341,"date":"2015-06-30T17:47:26","date_gmt":"2015-06-30T15:47:26","guid":{"rendered":"http:\/\/dhd-blog.org\/?p=5341"},"modified":"2015-07-16T15:20:17","modified_gmt":"2015-07-16T13:20:17","slug":"dariah-de-lizensierungsworkshop-vom-11-bis-13-mai-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=5341","title":{"rendered":"DARIAH-DE Lizenzierungsworkshop vom 11. bis 13. Mai 2015"},"content":{"rendered":"<p>Vom 11. bis 13. Mai 2015 fanden im Tagungszentrum an der Sternwarte in G\u00f6ttingen der DARIAH-DE Workshop &#8222;Store it, share it, use it. Lizenzierung digitaler Forschungsdaten in den Sprach- und Literaturwissenschaften&#8220; und das 7. TextGrid Nutzertreffen &#8222;Archivieren und Publizieren mit TextGrid&#8220; statt.<\/p>\n<p>Aspekte zur <em>Lizenzierung digitaler Forschungsdaten<\/em> standen am ersten und am zweiten Tag vormittags im Mittelpunkt. F\u00fcr digitale Editionen geisteswissenschaftlicher Forschungsvorhaben bieten sich heute verschiedene Wege der elektronischen Publikation und Pr\u00e4sentation ihrer Forschungsdaten. Aber auch im digitalen Raum gilt es, Urheber-, Nutzungs- und Leistungsschutzrechte zu beachten. Der erste Vortrag von Paul Klimpel (iRights) ging auf die aktuelle Rechtslage bei der Lizenzierung geisteswissenschaftlicher Daten ein.<\/p>\n<p>So differenziert die Rechtslage im Hinblick auf Lizenzen und den Schutz geistigen Eigentums aktuell nicht zwischen digitaler und \u201eanaloger\u201c Provenienz. Das Urheberrecht ist nach wie vor an die Person gebunden, die ein Werk, zum Beispiel eine wissenschaftliche Monographie, erstellt hat. Was allerdings nicht vom Urheberrecht erfasst wird, sind die Metadaten, die bei der Produktion des Werkes entstehen k\u00f6nnen oder die als Basis f\u00fcr die Erstellung des Werkes gedient haben, zum Beispiel Bestands- oder Signaturangaben zu B\u00fcchern, auch wenn diese unter einem nicht unbetr\u00e4chtlichen Aufwand produziert wurden.<\/p>\n<p>Das eigentliche Ergebnis dieser geistigen Arbeit im rechtlichen Sinne eines Werkes ist, sobald es digital oder analog publiziert oder maschinell erfasst wird, gesch\u00fctzt durch das sogenannte Leistungsschutzrecht, welches bei derjenigen Institution liegt, die f\u00fcr die Leistung des Publizierens oder der maschinellen Erfassung verantwortlich war. So k\u00f6nnen Leistungsschutzrechte auch dann entstehen, wenn das aufgenommene, eingespielte oder publizierte Werk bereits gemeinfrei ist.<\/p>\n<p>Im Kontext eines wissenschaftlichen Austausches von Wissen und Erkenntnisgewinnen unter den Prinzipien der Offenheit, der Transparenz, der Nachvollziehbarkeit und des freien Diskurses sind, urheberrechtlich betrachtet, die wissenschaftliche Lehre und die daraus entwickelten Theorien als gemeinfrei anzusehen. Diese Anschauung spiegelt sich im digitalen Raum vor allem in den Bem\u00fchungen um Open Access und Open Source Lizenzen wider.<\/p>\n<p>Eines der Ergebnisse der DARIAH-Forschung im Kontext von Urheber- und Nutzungsrechten wird in K\u00fcrze in den DARIAH-DE Working Papers ver\u00f6ffentlicht: <em><a href=\"https:\/\/de.dariah.eu\/working-papers-beitraege\" target=\"_blank\">Paul Klimpel, John H. Weitzmann: Forschen in der digitalen Welt. Juristische Handreichung f\u00fcr die Geisteswissenschaften<\/a>.\u00a0 <\/em><\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend wurden in den folgenden Vortr\u00e4gen Erfahrungen mit Copyright und Lizenzierung anhand zweier konkreter Projekte n\u00e4her beschrieben und lebhaft diskutiert. Die jeweilige spezielle Rechtesituation ergibt sich entweder im Zuge einer Digitalisierung von Forschungsdaten aus der empirischen Komplexit\u00e4t der Datens\u00e4tze, welche die Grundlage des Forschungsprojekts bilden, oder hinsichtlich einer Zentralisierung von Datenbest\u00e4nden und Digitalisaten, die bereits mit unterschiedlichen Lizenzformen ausgezeichnet sind, da sie aus verschiedenen Institutionen stammen, welche die Digitalisierung und Lizenzvergabe vorgenommen hat. Zum einen trug Christian Prager (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universit\u00e4t Bonn) \u00fcber das Projekt \u201eTextdatenbank und W\u00f6rterbuch des Klassischen Maya\u201c vor. Die Maya-Kultur existierte dem aktuellen Forschungsstand nach von etwa 300 v. Chr. bis 1500 n. Chr. und erstreckte sich \u00fcber das Gebiet der Yucat\u00e1n-Halbinsel im heutigen Mexiko mit einem Netz von Stadtstaaten, welche in dynastischer Form von einer h\u00f6fischen Elite regiert wurde. Die Schrift- und Bildtr\u00e4ger dieser Kultur sind Ausdruck der Botschaften der herrschenden Oberschicht. Insgesamt existieren momentan \u00fcber 500 Fundst\u00e4tten mit Texttr\u00e4gern, ihre Anzahl bel\u00e4uft sich auf mindestens 10.000 Einzelobjekte und zeitlich erstrecken sich diese \u00fcber den ganzen historischen Wirkungszeitraum dieser Hochkultur. Oftmals sind die Text- und Bildtr\u00e4ger an den von den Maya hinterlassenen Bauten zu finden.<\/p>\n<p>Zum anderen berichtete Torsten Scha\u00dfan (Herzog August Bibliothek Wolfenb\u00fcttel) \u00fcber das Projekt &#8218;Europeana Regia&#8216;, einer digitalen und kooperativen Bibliothek von Manuskripten des europ\u00e4ischen Mittelalters und der Renaissance.<\/p>\n<p>Neben der Standardisierung unterschiedlicher Metadaten war die Rechtesituation der Sammlungen von Relevanz, da die rechtliche Ausgangsbasis bei den Projektpartnern \u00e4hnlich heterogen war wie bei den Metadatenstandards. Die angestrebte Creative Commons Zero-Lizenz (CC0) konnte beispielsweise bei den angelieferten Datenbest\u00e4nden der Herzog August Bibliothek nicht erf\u00fcllt werden, da diese von der internen Rechtedeklaration der Institution nicht gedeckt war. Momentan sieht die Rechteregelung der HAB in Wolfenb\u00fcttel eine Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 f\u00fcr Deutschland Lizenz (CC BY-SA) vor. Die Bayerische Staatsbibliothek (BSB) sieht f\u00fcr die Digitalisate, welche sie zur Verf\u00fcgung stellt rechtlich vor, dass jegliche kommerzielle Nachnutzung genehmigungs- und geb\u00fchrenpflichtig ist. Dementsprechend ist f\u00fcr die Digitalisate der BSB eine Creative Commons Namensnennung &#8211; Nicht-kommerziell &#8211; Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 f\u00fcr Deutschland Lizenz (CC BY-NC-SA) hinterlegt.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Datenbanken der Manuscripta Mediaevalia, der Ort, an dem die Handschriftenbeschreibungen gesammelt und ver\u00f6ffentlicht werden, gilt \u00a7 53 UrhG, welcher sogenannte &#8222;Privatkopien&#8220; zum wissenschaftlichen und privaten Gebrauch erlaubt, jedoch keine kommerzielle Nutzung dieser vervielf\u00e4ltigten Daten vorsieht.<\/p>\n<p>Angesichts dieser Lage ergibt sich im Projekt Europeana Regia eine komplexe Rechtesituation hinsichtlich der Digitalisate, Metadaten und Sammlungsbeschreibungen, welche die Datenbest\u00e4nde des Projekts konstituieren. Daraus erwachsen mehrere Fragestellungen f\u00fcr die Projekttr\u00e4ger, beispielsweise, ob sie alle Verwertungsrechte an den Projektergebnissen besitzen oder nicht.<\/p>\n<p>Am zweiten Veranstaltungstag wurden von Wibke Kolbmann (Deutsches Arch\u00e4ologisches Institut) drei Tools auf der Basis der Creative Commons Lizenzen vorgestellt, die GeisteswissenschaftlerInnen bei Lizenzierungsentscheidungen f\u00fcr ihre Forschungsdaten unterst\u00fctzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Zuerst wurden die Urheberrechtslizenzen vorgestellt, die unter Creative Commons 4.0 zusammengefasst und auf der CC-Webseite anhand eines \u201eLicence Choose Tools\u201c (<a href=\"http:\/\/creativecommons.org\/choose\/\" target=\"_blank\">http:\/\/creativecommons.org\/choose\/<\/a>) ausgew\u00e4hlt werden k\u00f6nnen. Creative Commons Lizenzen richten sich an Urheber, die Nutzern freiwillig erweiterte Vervielf\u00e4ltigungs- und Verbreitungsrechte an ihren Werken einr\u00e4umen wollen und sind weltweit g\u00fcltig. Die Lizenztexte werden von Creative Commons in drei Varianten angeboten, so dass sie f\u00fcr Juristen, f\u00fcr Laien und f\u00fcr Maschinen lesbar sind. Die letzte Variante auf der Basis der Creative Commons Rights Expression language (CC Rel) l\u00e4sst sich somit benutzerfreundlich in den Quellcode unterschiedlicher Programmier- und Scriptsprachen einbauen und gew\u00e4hrleistet eine sichere und nachweisbare Referenzierung der Rechte an digitalen Objekte und Digitalisaten. Anhand von HTML\/XHTML, TEI XML und EDM XML wurden w\u00e4hrend des Vortrags die rechtlichen Nachweise der Creative Commons Lizenzen im Quellcode exemplifiziert.<\/p>\n<p>Das zweite vorgestellte Tool, welches bei der Entscheidungsfindung von Lizenzen zur Hilfe genommen werden kann, ist das Licensing Decision Tool des web2rights OER IPR Support Project (<a href=\"http:\/\/www.web2rights.com\/OERIPRSupport\/index.html\">http:\/\/www.web2rights.com\/OERIPRSupport\/index.html<\/a>). Anhand eines Flussdiagramms kann die rechtliche Offenheit des zu lizenzierenden Werkes bestimmt werden. Aufgrund von Informationen und Fragen, die seitens des jeweiligen Projektes definiert werden, k\u00f6nnen Interessierte und FachwissenschaftlerInnen eine Creative Commons Lizenz ausw\u00e4hlen, die am Besten zur spezifischen rechtlichen Situation und dem entsprechenden Werk passt. In dieser Hinsicht verfolgt das Licensing Decision Tool den Ansatz, den Prozess der Lizenzvergabe transparenter zu gestalten und zu visualisieren.<\/p>\n<p>Das letzte vorgestellte Lizenzierungswerkzeug war der Public Domain Calculator (<a href=\"http:\/\/outofcopyright.eu\/\">http:\/\/outofcopyright.eu\/<\/a>), welcher im Projekt Europeana im Kontext des internen Licensing Frameworks entwickelt wurde. Die Kernt\u00e4tigkeiten des Letzteren bestehen in der Kl\u00e4rung der Rechtslage und Empfehlungen f\u00fcr Datenanbieter im Hinblick auf die Lizenzierung ihrer Daten f\u00fcr das gesamte Projekt Europeana. Der Public Domain Calculator dient als ein Werkzeug zur Bestimmung mehrerer lizenzrechtlicher Fragen. Etwa, ob die Schutzfristen f\u00fcr ein Werk ausgelaufen sind, oder ob anderweitige Fakten vorliegen, welche die Ver\u00f6ffentlichung eines Werkes als gemeinfrei erm\u00f6glichen. Weiterhin kann anhand von eingegebenen Informationen bestimmt werden, ob ein neu entstandenes Werk als gemeinfrei ver\u00f6ffentlicht werden kann. Das Tool wurde entwickelt in einer Kooperation von Knowledgeland (KL) und dem Institute of Information Law (IViR)<\/p>\n<p>Die Vortr\u00e4ge des Lizenzierungsworkshops zeigten, dass sich die Komplexit\u00e4t der Rechtslage in Kombination mit heterogenen Datenbest\u00e4nden erh\u00f6ht und daher ein Bedarf seitens der FachwissenschaftlerInnen an Informationen zum Thema Lizenzierung und bei der Ver\u00f6ffentlichung ihrer digitalen Forschungsdaten und Monographien besteht. Weiterhin boten die Vortr\u00e4ge unterschiedliche Perspektiven, wie mit der konkreten Rechtslage eines Forschungsprojektes umgegangen werden kann. Auch wenn von einer Vielfalt von rechtlichen Situationen bei Forschungsprojekten und l\u00e4nder\u00fcbergreifenden Kooperationen ausgegangen werden muss, zeigte sich seitens der Vortragenden und des Plenums dennoch der Wunsch nach einem akademischen freien Wissensaustausch, dem mithilfe von Lizenzierungsmodellen wie Open Access, Public Domain und Creative Commons entsprochen werden soll.<\/p>\n<p>Das 7. TextGrid Nutzertreffen &#8218;Archivieren und Publizieren mit TextGrid&#8216; schloss am selben Nachmittag an und begann nach einer kurzen Begr\u00fc\u00dfung durch Wolfram Horstmann (Nieders\u00e4chsische Staats- und Universit\u00e4tsbibliothek G\u00f6ttingen) mit einer Einf\u00fchrung in TextGrid, moderiert von Oliver Schmid (Technische Universit\u00e4t Darmstadt), der einen \u00dcberblick \u00fcber die wichtigsten Werkzeuge des TextGridLab und deren grundlegende Funktionen gab.<\/p>\n<p>Parallel zur Einf\u00fchrung fand ein Workshop mit dem Thema \u201ePublizieren mit TextGrid\u201c statt, an dem NutzerInnen teilnahmen, die bereits erste Erfahrungen mit TextGrid sammeln konnten und spezifische Fragestellungen im Kontext des Publizierens hatten. Philipp Vanscheidt (Technische Universit\u00e4t Darmstadt) stand den Nutzern zur Seite und beantwortete alle vorgebrachten Fragen.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend kamen die TeilnehmerInnen im TextGrid Caf\u00e9 wieder zusammen. Dort wurden Poster der einzelnen Forschungseinrichtungen und -projekte pr\u00e4sentiert und gleichzeitig bot die entspannte Atmosph\u00e4re den idealen Anlass, sich auszutauschen und \u00fcber die gemeinsamen Erfahrungen mit TextGrid zu diskutieren.<\/p>\n<p>Danach folgten die Pr\u00e4sentationen \u00fcber das TextGrid Repository von Stefan Funk und Maximilian Brodhun (beide von der Nieders\u00e4chsischen Staats- und Universit\u00e4tsbibliothek G\u00f6ttingen) sowie von Oliver Schmid (Technische Universit\u00e4t Darmstadt) und Elmar Mittler (Nieders\u00e4chsische Staats- und Universit\u00e4tsbibliothek G\u00f6ttingen) \u00fcber die Erfahrungen mit TextGrid im akademischen Unterricht. Des Weiteren sprachen Ole Fischer und Arno Michalowski (Institut f\u00fcr Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung, Stuttgart) \u00fcber \u201eEin Pilotprojekt zur Digitalisierung von Hahnemann-Handschriften am Beispiel eines Krankenjournals.\u201c Dabei handelt es sich um die Digitalisierung des Nachlasses Samuel Hahnemanns, des Begr\u00fcnders der Hom\u00f6opathie. Dieser Datenbestand befindet sich im Archiv des Instituts f\u00fcr Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung (IGM) und umfasst vor allem die Krankenjournale Hahnemanns und eine umfangreiche Korrespondenz. Dieses f\u00fcr die Hom\u00f6opathiegeschichte einmalige Quellenkorpus dokumentiert eine \u00fcber 40-j\u00e4hrige zusammenh\u00e4ngende Praxist\u00e4tigkeit f\u00fcr den Zeitraum von 1800 bis 1843. Seit 1989 werden am IGM im Rahmen wissenschaftlicher Arbeiten einzelne Patientengeschichten, Briefwechsel und komplette Krankenjournale nach einheitlichen Editionsrichtlinien transkribiert. Diesen in verschiedenen Word-Formaten vorliegenden Transkriptionen gilt das Interesse des Pilotprojektes. Im vorgestellten Projekt soll sowohl ein Metadaten-Schema zur Erfassung der Textdaten erarbeitet als auch perspektivisch die Publikation und die Archivierung der digitalen Repr\u00e4sentation ins Auge gefasst werden. Den Abschluss des ersten TextGrid-Tages bildete der Vortrag von Gottfried Reeg (Freie Universit\u00e4t Berlin) \u00fcber das wissenschaftliche Arbeiten mit TUSTEP.<\/p>\n<p>Den Anfang des zweiten TextGrid Tages machten Judith Lange (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften) und Philipp Vanscheidt (Technische Universit\u00e4t Darmstadt) mit ihrem Workshop \u201eVer\u00f6ffentlichungen mit CSS anpassen\u201c.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst wurde ein Nutzungsszenario vorgestellt, in dem Digitale Objekte, Transkriptionen und Faksimiles, an denen von einer Forschergruppe kooperativ gearbeitet wurde, in eine virtuelle Forschungsumgebung, in diesem Falle TextGrid, eingespielt wird. Innerhalb der virtuellen Forschungsumgebung k\u00f6nnen die eingespeisten Daten unter anderem dann angereichert und transformiert, verschiedene Objekte (z.B. Querverweise) verwaltet und Faksimiles und Transkriptionen verkn\u00fcpft werden. Im TextGrid Repository werden die Forschungsdaten langfristig verf\u00fcgbar gemacht. Eine Nachnutzung der Forschungsdatengrundlage in Form einer wissenschaftlichen Publikation inklusive Persistent Identifier (PID) und einer Metadatenvalidierung ist in diesem Szenario angestrebt. Anschaulich gemacht wurde dies am Beispiel der Dissertation von Judith Lange \u00fcber &#8222;Die Verslegende Veronica II&#8220; in Form einer Hybridedition. Bei Veronica II handelt es sich um eine der fr\u00fchesten \u00fcberlieferten Verslegenden, die aufgrund der zahlreichen Fassungen, des gro\u00dfen Variantenreichtums und der umfangreichen, von Kontamination gepr\u00e4gten, \u00dcberlieferungslage lange als \u201eunedierbar\u201c galt. Ziel der Dissertation war eine hybride Edition, die der komplexen \u00dcberlieferungssituation Rechnung w\u00fcrde tragen k\u00f6nnen. Daher ist die gedruckte Fassungsedition um eine Archivausgabe erweitert worden, die im TextGrid-Repository zug\u00e4nglich ist. Die Archivausgabe umfasst Handschriftendigitalisate und in TEI-P5 ausgezeichnete Volltranskriptionen aller 18 Textzeugen und erm\u00f6glicht zugleich die Edierung inklusive Dokumentation der Arbeitsschritte. Insofern haben digitale Erg\u00e4nzungen einige Vorteile, da sie den Text f\u00fcr verschiedene Benutzergruppen \u00f6ffnen, das Spektrum der Textarbeit erweitern und dem Textverlust klassischer Printeditionen entgegenwirken. Es schloss sich eine \u00dcbung f\u00fcr die TeilnehmerInnen an, bei der textspezifische Erg\u00e4nzungen in einer CSS-Datei entsprechend der Kriterien des vorgestellten Use-Cases vorgenommen wurden.<\/p>\n<p>Nach der Mittagspause f\u00fchrte Hannes Riebl (Nieders\u00e4chsische Staats- und Universit\u00e4tsbibliothek G\u00f6ttingen) das Veranstaltungsprogramm mit einem Vortrag \u00fcber eXist, SADE und das Neologie-Portal fort. Im Vortrag von Mathias G\u00f6bel und Ubbo Veentjer (beide von der Nieders\u00e4chsischen Staats- und Universit\u00e4tsbibliothek G\u00f6ttingen) \u00fcber TextGrid und SADE fand das TextGrid-Nutzertreffen am zweiten Tag seinen Abschluss.<\/p>\n<p>Ein besonderer Dank gilt den Vortragenden und allen interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die dazu beigetragen haben, den Workshop zu einem Erfolg zu machen.<\/p>\n<p>Das Programm, die Pr\u00e4sentationen und weiterf\u00fchrende Inhalte finden Sie unter: <a href=\"https:\/\/de.dariah.eu\/ws\" target=\"_blank\">https:\/\/de.dariah.eu\/ws<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom 11. bis 13. Mai 2015 fanden im Tagungszentrum an der Sternwarte in G\u00f6ttingen der DARIAH-DE Workshop &#8222;Store it, share it, use it. Lizenzierung digitaler Forschungsdaten in den Sprach- und Literaturwissenschaften&#8220; und das 7. TextGrid Nutzertreffen &#8222;Archivieren und Publizieren mit TextGrid&#8220; statt. 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