{"id":5271,"date":"2015-06-22T20:16:01","date_gmt":"2015-06-22T18:16:01","guid":{"rendered":"http:\/\/dhd-blog.org\/?p=5271"},"modified":"2016-06-29T23:00:21","modified_gmt":"2016-06-29T21:00:21","slug":"berliner-dh-preis-erstmalig-verliehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=5271","title":{"rendered":"Berliner DH-Preis erstmalig verliehen"},"content":{"rendered":"<p>In diesem Jahr wurde erstmalig der <strong>Berliner Digital Humanities Preis<\/strong> durch den <a href=\"http:\/\/www.ifdhberlin.de\" target=\"_blank\">Interdisziplin\u00e4ren Forschungsverbund Digital Humanities in Berlin (if|DH|b)<\/a> verliehen. Mit dem Berliner DH-Preis werden innovative und f\u00fcr die Fachforschung relevante DH-Projekte ausgezeichnet \u2013 sie sollen neue und f\u00fcr das Forschungsfeld gerade auch au\u00dferhalb der DH-Community inspirierende Erkenntnisse liefern. Die Jury bewertete den innovativen Charakter, die konsistente Nutzung von Standards und Normdaten sowie die besonderen Anstrengungen, die unternommen wurden, um eine nachhaltige Verf\u00fcgbarkeit der Projektergebnisse zu gew\u00e4hrleisten (<a href=\"http:\/\/www.ifdhberlin.de\/dh-preis\/2015\/\" target=\"_blank\">Informationen des if|DH|b zum Berliner DH-Preis 2015<\/a>). Die Preisverleihung fand am 15. Juni 2015 statt.<\/p>\n<p>Der <strong>Jury<\/strong> des Berliner DH-Preises 2015 geh\u00f6rten an: <strong>Dr. Anne Baillot<\/strong> (Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin \/ Einstein-Zirkel Digital Humanities), <strong>Prof. Dr. Marian D\u00f6rk<\/strong> (Fachhochschule Potsdam, Information Visualization), <strong>Prof. Dr. Gerd Gra\u00dfhoff<\/strong> (Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin, Institut f\u00fcr Philosophie \/ Exzellenzcluster TOPOI), <strong>Elisabeth Lindinger<\/strong> (Hochschule f\u00fcr Technik und Wirtschaft Berlin, Forschungsgruppe Creative Media\/ Innovationsforum &#8222;Interactive Technologies&#8220;) und <strong>Ralf Stockmann<\/strong> (Staatsbibliothek zu Berlin Preu\u00dfischer Kulturbesitz, Referatsleiter Innovations-Management).<\/p>\n<p>In diesem Jahr wurden ein erster und ein zweiter Preis sowie ein Nachwuchspreis im Gesamtwert von 3000 EUR vergeben. Der <strong>erste Preis<\/strong> wurde an Stefan Dumont (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften) f\u00fcr das Projekt <strong>&#8222;<a href=\"http:\/\/correspsearch.bbaw.de\/index.xql?l=de\" target=\"_blank\">correspSearch \u2013 Verzeichnisse von Briefeditionen durchsuchen<\/a>&#8222;<\/strong> verliehen. Der Laudator Ralf Stockmann begr\u00fcndete die Entscheidung der Jury wie folgt: &#8222;Stefan Dumont hat ein einzigartiges Tool entwickelt, mit dem digitale Briefeditionen erschlie\u00dfbar sind. Die Besonderheit liegt darin, dass mit dem Webservice Verkn\u00fcpfungen zwischen unterschiedlichen Briefeditionen hergestellt werden k\u00f6nnen. Dies war zwischen einzelnen Editionen bisher nicht m\u00f6glich. Das Projekt setzt innovative Digital Humanities Techniken ein. Es ist zu erwarten, dass es andere geisteswissenschaftliche Projekte infizieren und ermutigen kann, Digitalisierungen von Briefeditionen zu erstellen und diese nutzbar und verkn\u00fcpfbar zu machen.&#8220;<\/p>\n<p>Mit dem <strong>zweiten Preis<\/strong> wurde das Projekt <strong>&#8222;<a href=\"http:\/\/www.1914-1918-online.net\/\" target=\"_blank\">1914-1918-online. International Encyclopedia of the First World War<\/a>&#8222;<\/strong> von Prof. Dr. Oliver Janz (Freie Universit\u00e4t Berlin), Prof. Dr. Nicolas Apostolopoulos (Freie Universit\u00e4t Berlin), Dr. Klaus Ceynowa (bis April 2015: Dr. Rolf Griebel) (Bayerische Staatsbibliothek) und dem Projektteam ausgezeichnet. &#8222;Das Projekt hat es geschafft, neue Ma\u00dfst\u00e4be zu setzen&#8220;, so die Laudatorin Elisabeth Lindinger. &#8222;Trotz ihres gro\u00dfen und immer noch wachsenden Umfangs wirkt die Online-Enzyklop\u00e4die \u00fcbersichtlich und l\u00e4dt zum Verweilen und Erforschen ein. Die Inhalte sind hervorragend aufgearbeitet: Aus enzyklop\u00e4dischen Eintr\u00e4gen, themenbezogenen Artikeln und Digitalisaten zeitgen\u00f6ssischer Bildmedien formt sich ein eindrucksvolles und erstaunlich buntes Bild zu zahlreichen Aspekten des Ersten Weltkriegs. &#8218;1914-1918-online&#8216; gelingt es dadurch, ein vielf\u00e4ltiges Publikum auch jenseits der Wissenschaft anzusprechen. Dabei h\u00e4lt die Enzyklop\u00e4die wissenschaftliche Standards ein und stellt sicher, dass die digital publizierten Beitr\u00e4ge auch in akademischen Arbeiten referenziert werden k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p>Den <strong>Nachwuchspreis<\/strong> erhielt Florian Barth f\u00fcr seine in der Literaturwissenschaft verfasste Bachelorarbeit <strong>&#8222;<a href=\"http:\/\/www.ifdhberlin.de\/forschung\/dh-forschungsprojekte-in-der-region\/?no_cache=1&amp;tx_ifdhberlindb_projectlist[project]=49&amp;tx_ifdhberlindb_projectlist[action]=show&amp;tx_ifdhberlindb_projectlist[controller]=Project&amp;cHash=b16dcac674c6a761c399001c1f6efaba\" target=\"_blank\">Das Werk Bertolt Brechts und seine Mitarbeiter<\/a>&#8222;<\/strong>, in der er eine stilometrische Analyse vornahm. Anne Baillot res\u00fcmiert in der <a href=\"http:\/\/digitalintellectuals.hypotheses.org\/2677\" target=\"_blank\">Laudatio f\u00fcr den Berliner DH-Nachwuchspreis 2015<\/a>: &#8222;Es ist zu erwarten, dass Florian Barth sowohl mit der Spezifit\u00e4t seiner Fallanalyse als auch mit der weiteren Vertiefung in die Methoden und Werkzeuge der Digital Humanities beachtliche Erfolge erzielen wird. Das Projekt kann innerhalb der Literaturwissenschaft anregen, neue Methoden in die eigene Arbeit zu integrieren. Mit der Vergabe des Nachwuchspreises unterst\u00fctzt und ermutigt die Jury ausdr\u00fccklich die F\u00f6rderung des Nachwuchses im Bereich der Digital Humanities.&#8220;<\/p>\n<p>Den Abendvortrag<strong> &#8222;Ein Netzwerkansatz f\u00fcr Kulturgeschichte&#8220;<\/strong> hielt der <strong>Kunsthistoriker Maximilian Schich<\/strong> auf der Preisverleihung; derzeit Associate Professor f\u00fcr Arts and Technology an der University of Texas, Dallas. In seinen Forschungen verbindet Maximilian Schich quantitative, visualisierende und hermeneutische Methoden zur Beschreibung und Erkl\u00e4rung der Entstehung von Komplexit\u00e4t in den Kunst- und Geisteswissenschaften. Gro\u00dfe internationale Resonanz rief seine in <em>Science<\/em> ver\u00f6ffentlichte Studie\u00a0&#8222;A network framework of cultural history&#8220; (Schich et al. 2014) hervor, in der er kulturgeschichtliche Abl\u00e4ufe der letzten beiden Jahrtausende in Europa und Nordamerika nachzeichnet. Der Vortrag basierte auf dem <em>Science<\/em>-Artikel und auf einer Animation zur kulturellen Kartierung, die gleichzeitig im Kanal von <em>nature video<\/em> publiziert wurde.<\/p>\n<ul>\n<li>Freier Zugang zum <em>Science<\/em>-Artikel (Schich et al. 2014) mit Zusatzdaten sowie zum <em>nature<\/em>-Video &#8222;Charting Culture&#8220; \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.cultsci.net\" target=\"_blank\">www.cultsci.net<\/a><\/li>\n<li>Beitrag des Deutschlandradio Kultur <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/digital-humanities-wunderwerkzeuge-fuer.1013.de.html?dram:article_id=322745\" target=\"_blank\">&#8222;Digital Humanities. Wunderwerkzeuge f\u00fcr Geisteswissenschaftler&#8220;<\/a>, auf Basis eines Interviews von Jochen St\u00f6ckmann mit Maximilian Schich am 15. Juni 2015<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Der <\/em><strong><em>Interdisziplin\u00e4re Forschungsverbund Digital Humanities in Berlin (if|DH|b) <\/em><\/strong><em>schafft ein Forum zur St\u00e4rkung der gemeinsamen regionalen Interessen in Forschung, Lehre und nachhaltiger Datenbereitstellung \u00fcber die etablierten Fach- und Organisationsgrenzen hinweg. In gemeinsamer Arbeit sollen die Leistungen und Kompetenzen auf dem Gebiet der Digital Humanities am Standort Berlin-Brandenburg sichtbar gemacht und ausgebaut werden. Es wird ein Konzept f\u00fcr die nachhaltige Verankerung von Forschung und Lehre der Digital Humanities als Teil der geisteswissenschaftlichen Landschaft Berlin-Brandenburgs erarbeitet. Der Verbund stellt \u00dcberlegungen an, welchen Beitrag ein regionales Digital Humanities Zentrum zur Sicherung der Langzeitverf\u00fcgbarkeit geisteswissenschaftlicher Forschungsdaten und der Herstellung von Synergien in der Datenerstellung, -pflege und -vorhaltung sowie der F\u00f6rderung von Standards und Interoperabilit\u00e4t leisten kann. Die Koordination des Interdisziplin\u00e4ren Forschungsverbundes obliegt der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.<\/em><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.ifdhberlin.de\" target=\"_blank\">Zur Website des if|DH|b<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Jahr wurde erstmalig der Berliner Digital Humanities Preis durch den Interdisziplin\u00e4ren Forschungsverbund Digital Humanities in Berlin (if|DH|b) verliehen. 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