{"id":458,"date":"2012-04-26T13:55:58","date_gmt":"2012-04-26T11:55:58","guid":{"rendered":"http:\/\/dhd-blog.org\/?p=458"},"modified":"2012-04-26T13:55:58","modified_gmt":"2012-04-26T11:55:58","slug":"die-geburt-der-theorie-aus-dem-geiste-der-kritik-oder-wie-zwei-neue-publikationen-den-stand-der-digital-humanities-reflektieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=458","title":{"rendered":"Die Geburt der Theorie aus dem Geiste der Kritik &#8211; oder wie zwei neue Publikationen den Stand der Digital Humanities reflektieren"},"content":{"rendered":"<p class=\"Text_20_body\">Eine der spannendsten Diskussionen in den Digital Humanities konzentriert sich auf die Frage, was sich sinnvoll mit diesem Begriff verbinden l\u00e4sst. Interessant ist diese Frage vor allem deshalb, weil sie die Suche nach dem Kern dessen betrifft, was wir Digital Humanists t\u00e4glich praktizieren und womit wir uns identifizieren. Doch gerade in implementierenden Projekten bleibt zu wenig Zeit f\u00fcr derartige Reflexionen. Einige Disziplinen tendieren dazu, eine solche reflexive Perspektive grunds\u00e4tzlich aus der allt\u00e4glichen Arbeit \u201eoutzusourcen\u201c und sie als Meta-Knowledge zu begreifen (Evans &amp; Foster 2011). Die Schwierigkeit dieser Strategie liegt darin, dass sie die Grundlagen und Voraussetzungen einer Forschung oder einer Forschungsrichtung in etwas Statisches verwandelt, das damit nicht mehr denselben Prinzipien zeitlicher, r\u00e4umlicher und sozialer Abh\u00e4ngigkeit unterworfen ist wie die projektbezogene Forschung selbst. Gerade Geisteswissenschaftler haben durch ihre allt\u00e4gliche Arbeit gegen\u00fcber dieser Problematik ein besonderes Verh\u00e4ltnis entwickelt. Im Bereich der Digital Humanities lassen sich ganz unterschiedliche Bestrebungen finden, einen Begriff davon zu entwickeln, welchem Konzept der eigenen Wissenschaft man sich zugeh\u00f6rig f\u00fchlt. Am bekanntesten d\u00fcrften dabei wohl offensive Ans\u00e4tze sein, wie z. B. das Digital Humanities Manifesto 2.0, das eine regelrechte Mobilisierung der Community zur Folge hatte (UCLA 2009). Ein ganz anderer, dagegen fast schon n\u00fcchtern anmutender Ansatz ist die empirische Studie The Landscape of Digita Humanities (Svensson 2010). Hier wurde die Diversit\u00e4t an Projekten und Initiativen untersucht, die sich selbst dem Feld der Digital Humanities zuordnen. Trotz zahlreicher weiterer Aktivit\u00e4ten rund um eine Standortbestimmung f\u00e4llt seit j\u00fcngerer Zeit jedoch auf, dass zunehmend auch kritische Stimmen aus dem Bereich der Digital Humanities selbst ihre Unzufriedenheit gegen\u00fcber einem Mangel an reflexiver, theoretischer oder kritischer Durchdringung des Feldes \u00e4u\u00dfern. Stellvertretend mag der Vortrag von Alan Liu auf der Modern Language Association Convention 2011 genannt werden, in dem konstatiert wird:<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"Quotations\"><span class=\"T1\">In the digital humanities, cultural criticism \u2013 in both its interpretive and advocacy modes \u2013 has been noticeably absent by comparison with the mainstream humanities\u00a0<\/span>(Liu 2011)<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"Text_20_body\">Dar\u00fcber hinaus wurde auf Digital Humanities Now unter dem Titel <span class=\"Citation\">\u201eDigital Humanities and theory round-up\u201c<\/span> eine Zusammenstellung an Blog-Artikeln ver\u00f6ffentlicht, die sich der Rollenbestimmung von Theorie in den Digital Humanities widmete (ohne Autor 2011). Und zum Jahresende suchte Frederick Gibbs schlie\u00dflich noch den <span class=\"Citation\">\u201ecritical discourse in the digital humanities\u201c<\/span> (Gibbs 2011). Auch der j\u00fcngst stattgefundene\u00a0<span class=\"Citation\">\u201eCologne Dialogue on Digital Humanities\u201c<\/span> war nicht unbeeinflusst von diesem sich entwickelnden Thema, so wenn z. B. Willard McCarty im Prelimanry Paper schreibt <span class=\"Citation\">\u201eit\u2019s the worrying I take interest in. This worrying is worth far more to us than to be treated either as romantic reaction or as premonition\u201c\u00a0<\/span><span class=\"Citation\">(McCarty 2012, p.4)<\/span> und dieser <span class=\"Emphasis\">Sorge<\/span>\u00a0um die &#8222;Idee der Geisteswissenschaften&#8220; seinen Vortrag widmet.<\/p>\n<p class=\"Text_20_body\">Um ein Analysewerkzeug f\u00fcr die beschriebenen Entwicklungen und \u00c4u\u00dferungen zu entwickeln, bietet sich ein Anschluss an die hybride Grundkonstellation der Digital Humanities selbst an. Digitale Techniken erscheinen immer noch derart messianisch und besitzen eine solche Innovationsdynamik, dass sie die Vorstellung produzieren, als w\u00fcrde sich die Welt innerhalb der digitalen Techniken reproduzieren. Ein Motiv, welches z. B. in der Rede \u00fcber die <span class=\"Emphasis\">Digital Natives<\/span> zum Ausdruck kommt, die alles nur noch digital machen. Bezogen auf die Geisteswissenschaften kommt diese Denkart im Blog von Lauren Klein zum Ausdruck, wenn ein Autor das Unternehmen Digital Humanities beschreibt als: <span class=\"Citation\">\u201eTaking hu<\/span><span class=\"Citation\">manities and putting them into a digital format\u201c\u00a0<\/span>(cpeagler1 2012). Wie eine breit angelegte, empirische Studie vor kurzem deutlich gemacht hat, ist der Ansatz des nativ Digitalen eine M\u00e4r. Vielmehr kommt es 30 Jahre nach der Etablierung dieses Begriffs zu komplexen und unterschiedlichen Arrangements zwischen digital vermittelten Handlungsweisen und anderen Praktiken (Shah 2011). Um in der beliebten Werkzeugmetapher zu bleiben, die gerne bei der Konzeption von Tools benutzt wird, bedeutet dies im Bereich der Digital Humanities, nicht nur bei einer Suche nach digitalen Werkzeugen\/Tools zu verweilen. Vielmehr sollte die Werkzeugmetapher im Rahmen andauernder Reflexion auch auf digitale Techniken als solche angewendet werden. Bevor man das zuvor formulierte Bed\u00fcrfnis nach einer derartigen Reflexion in einer sehr einfachen Argumentation lediglich als eine gew\u00f6hnliche Begleiterscheinung eines Medienwechsels verwirft, ist zu bedenken, dass hiermit auch eine im Kern geisteswissenschaftliche T\u00e4tigkeit verworfen werden w\u00fcrde, die immer darin bestand,<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"Quotations\">nicht nur L\u00f6sungen f\u00fcr Probleme anzubieten, (&#8230;) sondern \u00fcber die eigentliche Form dieser Probleme nachzudenken; ein Problem auch genauso zu erkennen, wie wir ein Problem wahrnehmen. (Zizek 2010)<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"Text_20_body\">Es sagt also etwas \u00fcber das Feld der Digital Humanities aus, wenn die blo\u00dfe Bed\u00fcrfnisformulierung nach dieser ureigensten geisteswissenschaftlichen Bewegung bei einigen Skepsis und Kritik hervorruft. Gegenteilig k\u00f6nnte man diese Entwicklung auch als Erfolgsgeschichte der Digital Humanities werten. Sie markiert einen Prozess, in dem die Digital Humanities sich wirklich in den Geisteswissenschaften verankern und den Status einer \u201eeingeschworenen Gemeinde\u201c verlassen. Auch aus der Perspektive empirisch arbeitender Richtungen, die weniger Anlass f\u00fcr ein epistemisch begr\u00fcndetes Zaudern versp\u00fcren, sollte eine solche Auseinandersetzung begr\u00fc\u00dft werden. Schlie\u00dflich bietet sie doch die M\u00f6glichkeit, vermeintliche oder reale Vorurteilen und Barrieren zu entkr\u00e4ften. Um der Pointe halber diese Beobachtung etwas zu pauschalisieren, lie\u00dfe sich sagen, dass in den geisteswissenschaftlichen Publikationen in Zusammenhang mit digitalbasierten Medien das diffuse Feld der Digital Humanities bisher prim\u00e4r die Rolle \u00fcbernahm, die M\u00f6glichkeiten dieser Medien f\u00fcr die geisteswissenschaftliche Forschung zu propagieren. Eine Reflexion dieser Medien fand vorwiegend in Bereichen der Medientheorie und der Kulturwissenschaften statt. F\u00fcr die dortige Forschung waren digitale Medien aber mehr ein Objekt der Forschung denn ein Objekt, mit dem geforscht werden k\u00f6nnte. Durch diese Distanz praktizierten beide Diskursr\u00e4ume in der Vergangenheit zu h\u00e4ufig unabh\u00e4ngig voneinander. Gerade hier findet aber zur Zeit eine Verschiebung statt. Diese zeigt sich, so die angestrebte Pointe und gleichzeitig eigentlicher Anlass dieses Posts, in zwei nahezu zeitgleich publizierten B\u00fcchern der letzten Monate:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p class=\"P1\" style=\"margin-left: 0cm;\">Berry, David M. (Hrsg.): Understanding Digital Humanities, Palgrave Macmillan 2012.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"P1\" style=\"margin-left: 0cm;\">Gold, Matthew K. (Hrsg.): Debates in the Digital Humanities, Minneapolis, London: University of Minnesota Press 2012.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"Textk\u00f6rper_20_Folge\">Beide Publikationen beinhalten eine Sammlung von Aufs\u00e4tzen, die versuchen, das Feld Digital Humanities zu erschlie\u00dfen, zu theoretisieren und zu kontextualisieren. Dabei hat sich David Berry von der Universit\u00e4t in Swansee als Herausgeber von <span class=\"Citation\">\u201eUnderstanding Digital Humanities\u201c<\/span> bisher dem Thema vor allem aus medientheoretischer Richtung gen\u00e4hert. Dazu z\u00e4hlen Beitr\u00e4ge, wie <span class=\"Citation\">\u201eThe Philosophy of Software\u201c <\/span><span class=\"Citation\">(Berry 2011)<\/span> oder auch <span class=\"Citation\">\u201eThe Computational Turn\u201c<\/span> (Beavers et al. 2011). <span class=\"Citation\">\u201eDebates in the <\/span><span class=\"Citation\">Digital Humanities brings together leading figures in the field\u201c<\/span> und war daher von vornherein st\u00e4rker als Selbstreflexion der Community konzipiert. Der Umstand, dass einige Autoren in beiden B\u00fcchern auftauchen, sowie die st\u00e4rkere Fokussierung der Medienphilosophie auf das Feld der Digital Humanities jenseits des \u00fcberfrachteten Forschungsgegenstandes <span class=\"Citation\">\u201eComputation\u201c<\/span> bezeugen die angesprochene Entwicklung. In einer ersten Reaktion auf die Debates durch Ramsay (Ramsay 2012) begr\u00fc\u00dft er zwar die Publikation, belastet sie aber gleichzeitig wieder dadurch, dass er der Suche nach einer intensiveren theoretischen Durchdringung der Digital Humanities und der partiell kritischen Distanz einiger Autoren die Ursache der \u00c4ngstlichkeit unterstellt. Hoffnungsvoll bleibt er <span class=\"Citation\">\u201enot because it <\/span>(die Debates in Digital Humanities, A.d.V.) <span class=\"Citation\">shows no signs of the anxieties I\u2019ve mentioned, but because \u201cdebate\u201d always holds out the possibility that benevolence will be the result.\u201c<\/span> Wer so argumentiert, hat f\u00fcr sich im Vorfeld bereits definiert, was das Ziel dieser Diskussion sein soll, und hofft nun auf das <span class=\"Citation\">\u201eWohlwollen\u201c<\/span> der Diskutierenden. Jenseits seiner Angst, dass dies nicht passieren k\u00f6nnte, sollten wir uns verdeutlichen, dass eine ernsthafte Debatte selbst definiert, wie Ergebnisse und Kriterien <span class=\"Citation\">\u201ezum Wohle\u201c<\/span> der Sache aussehen k\u00f6nnten. Eine Debatte deren Ma\u00dfst\u00e4be von vornherein festgelegt sind, ist keine offene Debatte mehr, und sie wird mit Sicherheit auch nicht das Unbehagen \u2013 Unbehagen, nicht Angst \u2013 beseitigen, aus der sie hervorgegangen ist. Vielmehr muss es darum gehen diesem Unbehagen eine wissenschaftliche Form zu geben und dies geschieht in der Theorie.<\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper_20_Folge\">In diesem Sinne, viel Spa\u00df beim Lesen und Denken&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"ZOTERO_BIBL_{&quot;custom&quot;___}_CSL_BIBLIOGRAPHY_RNDtnIcBqFNUL\" class=\"Sect1\">\n<p class=\"Bibliography_20_1\"><span class=\"T5\">Anon, 2011. Digital Humanities and Theory Round-Up. <\/span><span class=\"T2\">Digital Humanities Now<\/span><span class=\"T3\">. Available at: http:\/\/digitalhumanitiesnow.org\/2011\/11\/digital-humanities-and-theory-round-up\/ [Accessed April 16, 2012].<\/span><\/p>\n<p class=\"Bibliography_20_1\">Anon, 2009. Digital Humanities Manifesto 2.0.<\/p>\n<p class=\"Bibliography_20_1\"><span class=\"T3\">Berry, D.M., 2011. <\/span><span class=\"T2\">The Philosophy of Software: Code and Mediation in the Digital Age<\/span><span class=\"T3\">, Palgrave Macmillan. Available at: http:\/\/www.amazon.com\/Philosophy-Software-Code-Mediation-Digital\/dp\/0230244181.<\/span><\/p>\n<p class=\"Bibliography_20_1\"><span class=\"T3\">cpeagler1, 2012. Digital Humanitites. <\/span><span class=\"T2\">Digital Humanities<\/span><span class=\"T3\">. Available at: http:\/\/lkleincourses.lcc.gatech.edu\/dh12\/2012\/01\/23\/digital-humanitites\/ [Accessed March 16, 2012].<\/span><\/p>\n<p class=\"Bibliography_20_1\"><span class=\"T3\">Evans, J. a. &amp; Foster, J.G., 2011. Metaknowledge. <\/span><span class=\"T2\">Science<\/span><span class=\"T3\">, 331(6018), pp.721\u2013725.<\/span><\/p>\n<p class=\"Bibliography_20_1\"><span class=\"T3\">Gibbs, F., 2011. Critical Discourse in the Digital Humanities. <\/span><span class=\"T2\">Historyproef<\/span><span class=\"T3\">. Available at: http:\/\/historyproef.org\/blog\/digital-humanities\/critical-discourse-in-the-digital-humanities\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed:+DigitalHumanitiesNow+(Digital+Humanities+Now).<\/span><\/p>\n<p class=\"Bibliography_20_1\"><span class=\"T3\">Liu, A., 2011. <\/span><span class=\"T2\">Where is Cultural Criticism in the Digital Humanities<\/span><span class=\"T3\">, Available at: http:\/\/liu.english.ucsb.edu\/where-is-cultural-criticism-in-the-digital-humanities\/.<\/span><\/p>\n<p class=\"Bibliography_20_1\">McCarty, W., 2012. The residue of uniqueness. In Cologne Dialogue on Digital Humanities. K\u00f6ln. Available at: http:\/\/www.cceh.uni-koeln.de\/files\/McCarty.pdf.<\/p>\n<p class=\"Bibliography_20_1\"><span class=\"T3\">Ramsay, S., 2012. The Hot Thing. <\/span><span class=\"T2\">Stephen Ramsay<\/span><span class=\"T3\">. Available at: http:\/\/lenz.unl.edu\/papers\/2012\/04\/09\/hot-thing.html?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+DigitalHumanitiesNow+%28Digital+Humanities+Now%29 [Accessed April 12, 2012].<\/span><\/p>\n<p class=\"Bibliography_20_1\"><span class=\"T3\">Shah, N., 2011. <\/span><span class=\"T2\">In Search of the Other: Decoding Digital Natives<\/span><span class=\"T3\">, Available at: http:\/\/dmlcentral.net\/blog\/nishant-shah\/search-other-decoding-digital-natives.<\/span><\/p>\n<p class=\"Bibliography_20_1\">Svensson, P., 2010. The Landscape of Digital Humanities. , 4(1). Available at: http:\/\/www.digitalhumanities.org\/dhq\/vol\/4\/1\/000080\/000080.html.<\/p>\n<p class=\"Bibliography_20_1\"><span class=\"T3\">Zizek, S., 2010. Zeit der Monster. <\/span><span class=\"T2\">Le Monde Diplomatique (Deutsch)<\/span><span class=\"T3\">. Available at: http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2010\/11\/12.mondeText.artikel,a0048.idx,14 [Accessed April 5, 2012].<\/span><\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"-chrome-auto-translate-plugin-dialog\" style=\"display: none; opacity: 1 !important; border-color: none !important; background: transparent !important; padding: 0 !important; margin: 0 !important; position: absolute !important; top: 0; left: 0; overflow: visible !important; z-index: 999999 !important; text-align: left !important;\">undefined<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine der spannendsten Diskussionen in den Digital Humanities konzentriert sich auf die Frage, was sich sinnvoll mit diesem Begriff verbinden l\u00e4sst. Interessant ist diese Frage vor allem deshalb, weil sie die Suche nach dem Kern dessen betrifft, was wir Digital Humanists t\u00e4glich praktizieren und womit wir uns identifizieren. 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