{"id":4440,"date":"2014-12-08T18:24:51","date_gmt":"2014-12-08T17:24:51","guid":{"rendered":"http:\/\/dhd-blog.org\/?p=4440"},"modified":"2014-12-08T18:24:51","modified_gmt":"2014-12-08T17:24:51","slug":"aufruf-liebesbriefarchiv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=4440","title":{"rendered":"Aufruf: Liebesbriefarchiv!"},"content":{"rendered":"<p>Die Korrespondenzen zweier Liebender \u2013 egal ob als Papierbrief, als Email, als SMS oder \u00fcber WhatsApp \u2013 sind unmittelbare Zeugnisse privater und oft auch intimer Kommunikation. Sie unterscheiden sich h\u00e4ufig in vielen Aspekten von offizieller Kommunikation, z.B. in den Anredeformen, durch Formen der Informalisierung, in der Emotionalit\u00e4t, in der Thematisierung des Allt\u00e4glichen, in der Materialit\u00e4t usw.; zudem haben wir hier manchmal auch Schreibende, die ansonsten sehr wenig schriftlich kommunizieren. Bei der Betrachtung von l\u00e4ngerdauernden Korrespondenzen spiegelt sich die Entwicklung einer Beziehung in all ihren m\u00f6glichen Phasen (Flirt, Anbahnung, Ehe, Gl\u00fcck, Krisen, Abschied usw.). Doch auch historische Ereignisse nehmen Einfluss und bilden sich unmittelbar in privater Kommunikation ab (besonders deutlich z.B. Kriege). Liebesbriefe sind daher kulturgeschichtliche Quellen allerersten Ranges, deren Bewahrung und Erforschung von besonderem Wert ist.<\/p>\n<p>Sprachforscherinnen und Soziologinnen der Universit\u00e4ten Koblenz, Mainz, Darmstadt und Rostock haben sich daher zusammengetan und sammeln Liebesbriefe aus dem ganzen deutschsprachigen Raum, um ein umfassendes Korpus zu erstellen, das als Grundlage f\u00fcr die Erforschung des privaten, intimen Liebesbriefs von jedermann und jederfrau taugen soll. Die Koblenzer Linguistin Eva Wyss hatte in der Schweiz mit dem Aufbau eines solchen Archivs begonnen, das bereits \u00fcber 8.000 Briefe umfasst. Dieser Grundstock soll nun um Briefe vorrangig (aber nicht nur) aus Deutschland erweitert werden \u2013 600 Briefe sind bereits eingegangen. Die Briefe sollen digitalisiert, transkribiert, annotiert und f\u00fcr linguistische, kulturwissenschaftliche und soziologische Recherchen und Auswertungen aufbereitet werden; die Originale werden an der Universit\u00e4t Koblenz archiviert. Alle Datenschutz- und Pers\u00f6nlichkeitsrechte bleiben ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Wir freuen uns also auf Ihre Zusendung von Briefen oder auch ganzen Korrespondenzen, aus eigenen Materialien oder von Briefen der Gro\u00dfeltern und Eltern. Falls Sie einen Beitrag zur sprachwissenschaftlichen Forschung leisten wollen, senden Sie uns die Briefe an die unten stehende Adresse. Beachten Sie bitte, dass Sie uns auch eine unterschriebene <a title=\"Formular\" href=\"https:\/\/liebesbriefarchiv.files.wordpress.com\/2014\/08\/formular_urheberrechte_publikationsrechte-1.pdf\" target=\"_blank\">Einverst\u00e4ndniserkl\u00e4rung<\/a> dazulegen. Wir freuen uns auch, wenn Sie uns n\u00e4here Angaben zu den Briefschreibern (Alter, Beruf, Schule, Beziehungstand, verlobt, verheiratet etc.) oder zu den Empf\u00e4ngern erg\u00e4nzen. Ihren Brief oder ihre Briefe und Korrespondenzen k\u00f6nnen Sie uns sowohl im Original oder auch als Kopie einsenden. Bei der Kopie ist es wichtig, darauf zu achten, dass der gesamte Brief kopiert wird und dass die Kopie gut lesbar ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Antje Dammel (Mainz), Yvonne Niekrenz (Rostock), Andrea Rapp (Darmstadt), Eva L. Wyss (Koblenz)<\/p>\n<p>Mehr Informationen zum Vorhaben gibt es hier: <a href=\"http:\/\/liebesbriefarchiv.wordpress.com\/\">http:\/\/liebesbriefarchiv.wordpress.com\/<\/a><\/p>\n<p>Twitter: @LBriefarchiv<\/p>\n<p>Einsendungen bitte an:<\/p>\n<p>Prof. Dr. Eva L. Wyss<br \/>\nUniversit\u00e4t Koblenz-Landau<br \/>\nStandort Koblenz, Liebesbriefarchiv<br \/>\nUniversit\u00e4tsstr. 1<br \/>\n56070 Koblenz<br \/>\n<a href=\"mailto:liebesbriefarchiv@uni-koblenz.de\">liebesbriefarchiv@uni-koblenz.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Korrespondenzen zweier Liebender \u2013 egal ob als Papierbrief, als Email, als SMS oder \u00fcber WhatsApp \u2013 sind unmittelbare Zeugnisse privater und oft auch intimer Kommunikation. Sie unterscheiden sich h\u00e4ufig in vielen Aspekten von offizieller Kommunikation, z.B. in den Anredeformen, durch Formen der Informalisierung, in der Emotionalit\u00e4t, in der Thematisierung des Allt\u00e4glichen, in der Materialit\u00e4t [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,11],"tags":[486,485,487],"class_list":["post-4440","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-forschung","tag-communityaufruf","tag-korpusaufbau","tag-liebesbrief"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4440","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4440"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4440\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4443,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4440\/revisions\/4443"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4440"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4440"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4440"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}