{"id":4170,"date":"2014-10-20T15:21:32","date_gmt":"2014-10-20T13:21:32","guid":{"rendered":"http:\/\/dhd-blog.org\/?p=4170"},"modified":"2014-10-20T15:21:32","modified_gmt":"2014-10-20T13:21:32","slug":"eine-schoene-nebenbeschaeftigung-perspektiven-einer-altertumskundlich-mediaevistischen-wissenschaftsgeschichte-2-0","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=4170","title":{"rendered":"&#8222;Eine sch\u00f6ne Nebenbesch\u00e4ftigung&#8220;?  Perspektiven einer altertumskundlich-medi\u00e4vistischen Wissenschaftsgeschichte 2.0"},"content":{"rendered":"<p>Nach der k\u00fcrzlichen Ver\u00f6ffentlichung eines kleinen E-Books zur &#8222;Wissenschaftsgeschichte im digitalen Zeitalter&#8220; (<a href=\"https:\/\/verlag-ripperger-kremers.de\/fluechtigkeit-der-information\" target=\"_blank\">https:\/\/verlag-ripperger-kremers.de\/fluechtigkeit-der-information<\/a>) m\u00f6chte ich\u00a0\u2013 aus meiner Perspektive als literaturwissenschaftlicher Medi\u00e4vist\u00a0\u2013 an dieser Stelle einige Aspekte der Publikation perspektivieren und damit zur weiterf\u00fchrenden Diskussion einladen. Meine \u00dcberlegungen verstehe ich als Positionsbestimmung in einer disziplin\u00fcbergreifenden Wissenschaftslandschaft und als Versuch einer konstruktiven Zusammenf\u00fchrung aktueller Diskussionspotenziale zwischen historisch arbeitenden Disziplinen und den Digital Humanities. Hingewiesen sei nicht zuletzt auch auf weitere B\u00e4nde der neuen Reihe &#8222;Transformationen von Wissen und Wissenschaft im digitalen Zeitalter&#8220; (<a href=\"https:\/\/verlag-ripperger-kremers.de\/ebook-reihe\/transformationen-des-wissens\" target=\"_blank\">https:\/\/verlag-ripperger-kremers.de\/ebook-reihe\/transformationen-des-wissens<\/a>).<\/p>\n<p>Es ist eine Klage, die sich durch Jahrzehnte zur\u00fcckverfolgen l\u00e4sst: der zunehmende Orientierungsverlust der Geisteswissenschaften hinsichtlich ihrer wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Aufgabe\u00a0\u2013 Orientierungslosigkeit als &#8222;Signum der Gegenwartsphilosophie&#8220; (K. W. Zeidler). Verschiedene Gr\u00fcnde werden ins Feld gef\u00fchrt: wachsende Dominanz diffus so bezeichneter &#8218;Kulturwissenschaften&#8216;, vermeintlicher Verfall wissenschaftlicher Werte und Traditionen angesichts von <i>digital turn<\/i> und <i>open access<\/i>&#8230; Man ist bisweilen erstaunt, wie m\u00fchelos kausallogische Zusammenh\u00e4nge konstruiert werden. Interessanter erscheint die implizite Pr\u00e4misse, diese Geisteswissenschaften k\u00f6nnten \u00fcberhaupt eine Orientierungsleistung erbringen. Es geht dann nicht allein um Fragen der Methode, sondern um Zwecke und Ziele, unter denen solche Wissenschaften sich konstituieren. Fragen also, die sich als ungemein stimulierend erweisen k\u00f6nnen, doch zugleich einer Vielzahl an Meinungen T\u00fcr und Tor \u00f6ffnen, die immer noch regelm\u00e4\u00dfig im erkl\u00e4rten Niedergang &#8218;der&#8216; Geisteswissenschaften gipfeln.<\/p>\n<p>Man kann diesen Fragenkomplex als Aufgabe der Fach-Philosophen von sich weisen. Oder sich der vermeintlich unverf\u00e4nglichen Pflege etablierter Fronten von &#8218;Theorie&#8216; und &#8218;Praxis&#8216; widmen, wie sie sich im digitalen Zeitalter wieder versch\u00e4rft zu haben scheinen. Eine solche Haltung muss aber zumindest in zweifacher Hinsicht verwundern. Zum ersten sind diese Fragen, wie gesagt, bereits seit Jahren, teils Jahrzehnten gestellt, sodass weder Geisteswissenschaften noch Wissenschaftsverlage heute, 2014, unvermittelt vor eine unerwartete Herausforderung gestellt sind, wie manche Diskussion indes suggeriert.<a title=\"\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a> Zum zweiten ist die Reflexion von Bedingungen, unter denen Forschung und Theoriebildung sich vollziehen, doch seit jeher Voraussetzung einer fortw\u00e4hrenden Teilhabe an Wissenschaft. Anders gesagt: Die Geisteswissenschaften sind in ihrem Wesen reflexiv und damit gleichsam angewiesen auf Krisen, die dieses Bewusstsein gegen\u00fcber dogmatischer Erstarrung sch\u00e4rfen.<\/p>\n<p>Desinteresse und Pessimismus angesichts sich vollziehender Transformationsprozesse m\u00f6gen auch darauf beruhen, dass der Terminus &#8218;Wissenschaftsgeschichte&#8216; im 20. Jahrhundert vielf\u00e4ltige Positionen bef\u00f6rdert hat, die in ihren Relationen oft schwerlich \u00fcberschaubar sind. Dahinter steht auch ein generelles terminologisches Problem, angesichts einer Vielzahl so genannter Schl\u00fcsselbegriffe, die in Fach- wie Alltagssprache in diversen Varianten verwendet und damit nicht selten zur assoziativen Auslegungsfrage werden. Wenn in den letzten Jahren Tendenzen einer verst\u00e4rkten Wiederaufnahme und Weiterentwicklung begriffshistoriographischer Fragestellungen zu verzeichnen ist,<a title=\"\" href=\"#_ftn2\">[2]<\/a> so sollte man dies zum Anlass nehmen, die Debatte auf breiterer Front wieder zu etablieren.<\/p>\n<p>Das umrissene Desiderat betrifft auch die interdisziplin\u00e4ren Fachbereiche der Germanischen Altertumskunde und Medi\u00e4vistik, denen die Geschichte des 20. Jahrhunderts eine besondere Aufgabe gestellt hat.<a title=\"\" href=\"#_ftn3\">[3]<\/a> Das Erfordernis einer wissenschaftsgeschichtlichen Reflexion pr\u00e4sentiert sich weiterhin als Herausforderung, zumal mit Fokus auf Entwicklungen der Nachkriegsjahrzehnte;<a title=\"\" href=\"#_ftn4\">[4]<\/a> gerade die 1980er Jahre kristallisieren sich als Zeitraum eines beschleunigten Orientierungswandels heraus.<a title=\"\" href=\"#_ftn5\">[5]<\/a> So sollte man auch in altertumskundlich-medi\u00e4vistischen Disziplinen (ich ziehe hier bewusst keine scharfen Grenzen) den Versuch wagen, Wissenschaftsgeschichte nicht allein als Geschichte der Wissenschaften im Mittelalter zu verfolgen, sondern sie als j\u00fcngere und\u00a0\u2013 Stichwort: digital\u00a0\u2013 j\u00fcngste Geschichte einzelner Disziplinen fruchtbar zu machen, zwischen Positionen zu vermitteln.<\/p>\n<p>Damit ist die Frage der Perspektive gestellt, gibt &#8218;Wissenschaftsgeschichte&#8216; doch kein verbindliches, gleichsam abzuarbeitendes Methodenspektrum an die Hand. Hier ist eine intensivierte Diskussion gefordert. So hat, um einen Ansatzpunkt zu nennen, Otto Gerhard Oexle in den letzten zwei Jahrzehnten das Konzept der &#8218;Problemgeschichte(n)&#8216; in der Medi\u00e4vistik bef\u00f6rdert, im Sinne einer Orientierung an transdisziplin\u00e4r zu bearbeitenden Fragestellungen.<a title=\"\" href=\"#_ftn6\">[6]<\/a> \u00dcber Disziplingrenzen hinaus sind seine Vorschl\u00e4ge bisher aber\u00a0\u2013 soweit ich sehe\u00a0\u2013 allenfalls punktuell rezipiert worden. Zugleich wird daran beispielhaft deutlich, dass die historisch-systematische Hinterfragung disziplin\u00e4rer Potenziale f\u00fcr ein Bew\u00e4hren dieses zunehmend verk\u00fcndeten, aber immer noch vagen Forschungsprinzips &#8218;Transdisziplinarit\u00e4t&#8216;\u00a0\u2013 in dem an erster Stelle zu l\u00f6sende Probleme das Verbindende sein sollen\u00a0\u2013 unerl\u00e4sslich ist. Doch m\u00fcssen solche &#8218;Probleme&#8216; als wissenschaftliche (Re-)Konstruktionen in ihrer Geltung begr\u00fcndet sein.<\/p>\n<p>Es kann der Wissenschaftshistoriographie ja nicht einfach um den Nachvollzug einer linear abstrahierten Genese von Wissen und Wissenschaft, eine &#8222;Autobiographie der eigenen Vernunft&#8220; (J. Mittelstra\u00df) gehen, die dogmatisch am Status quo einer Disziplin orientiert w\u00e4re. Es geht um den Nachvollzug von Argumentationen, die darauf gr\u00fcnden, zweckm\u00e4\u00dfig und zielorientiert zu sein. Erst in der aktualisierenden Verhandlung solcher Argumentationsstrukturen kann Wissen konstituiert und somit relevant werden. Aber wo beginnt und wo endet Argumentation? Es sind ja dynamische Prozesse angesprochen, bei deren Erfassung vielfach mit den Begriffen &#8218;Innovation&#8216; und &#8218;Tradition&#8216; operiert wird, einerseits also Potenziale zur Diskussion stehen, andererseits die Unhintergehbarkeit von Wirkungsgeschichten mitgedacht ist. Der Hermeneutik sind beide Begriffe inh\u00e4rent. Doch ist die Forderung nach hermeneutischer Reflexion vielfach Gemeinplatz geworden: Hermeneutik muss als reproblematisierendes Diskussionsfeld einzelner Disziplinen wieder kultiviert werden!<a title=\"\" href=\"#_ftn7\">[7]<\/a><\/p>\n<p>Die Digital Humanities versprechen einen Ausweg aus dem skizzierten Dilemma, erheben sie doch selbstbewusst den Anspruch, eine zukunftstr\u00e4chtige Form der Geisteswissenschaften zu etablieren.<a title=\"\" href=\"#_ftn8\">[8]<\/a> Aber was ist damit gemeint? Wenn regelhaft &#8218;\u00fcberpr\u00fcfbare Antworten&#8216; zum Ziel erkl\u00e4rt werden, so r\u00fcckt die bekannte Frage der praktischen Relevanz der Geisteswissenschaften in den Fokus, in Orientierung an den so genannten exakten Wissenschaften. Wie verh\u00e4lt sich dieser Anspruch der &#8218;Exaktheit&#8216; zur angedeuteten philosophischen Dimension der Aufgabe? Ein &#8218;Antwortenk\u00f6nnen&#8216; funktioniert in den Geisteswissenschaften ja allein im kulturellen Kontext, setzt dort also weiterhin eine hermeneutische Kompetenz voraus, die sich nicht in Ja\/Nein-Entscheidungen ersch\u00f6pft \u00a0\u2013 &#8218;Wissen&#8216; ist dort eben doch noch etwas anderes als in den Naturwissenschaften.<a title=\"\" href=\"#_ftn9\">[9]<\/a> Die Leistungsf\u00e4higkeit digitaler Werkzeuge liegt aber in Prozessen, die nach eben diesem bin\u00e4ren Prinzip automatisiert sind. Einen praktischen Nutzen von Suchfunktionen und Datenbanken wird andererseits niemand in Frage stellen wollen, der diese Leistungsf\u00e4higkeit erfahren hat. Doch ist mit der Selektion und Strukturierung abstrakter Daten zu Informationen nicht automatisch ein &#8218;Wissen&#8216; generiert, um dessen zukunftstr\u00e4chtige Bewahrung und Aktualisierung es in der Wissenschaft doch gehen soll. Es wird deutlich, dass k\u00fcnftig st\u00e4rker der Dialog aller Beteiligten zu suchen ist, um etablierte Fronten zu entspannen. Es steht zu hoffen, dass zunehmende\u00a0\u2013 und zunehmend ernst genommene\u00a0\u2013 Blog-Diskussionen dazu ihren Beitrag leisten werden.<\/p>\n<p>In der vorgestellten Publikation konkretisiere ich die vorausgehenden \u00dcberlegungen am Beispiel des &#8222;Reallexikons der Germanischen Altertumskunde&#8220; sowie der vor einigen Jahren daraus hervorgegangenen &#8222;Germanischen Altertumskunde Online&#8220;.<a title=\"\" href=\"#_ftn10\">[10]<\/a> In diesem rund 50.000 Druckseiten umfassenden Gro\u00dfprojekt finden Arch\u00e4ologie, Geschichtswissenschaft, Philologie und Religionswissenschaft zusammen; die Frage der kulturwissenschaftlichen Inter- und Transdisziplinarit\u00e4t ist umso dringlicher gestellt. Waren unl\u00e4ngst aber noch volumin\u00f6se Registerb\u00e4nde vonn\u00f6ten, um Fragestellungen auf einer Metaebene zu verkn\u00fcpfen, so erscheint die Kombination leistungsf\u00e4higer Datenbanken und Suchfunktionen mit digitalen Darstellungsm\u00f6glichkeiten (die \u00fcber blo\u00dfe Listen ja l\u00e4ngst hinausf\u00fchren) als k\u00fcnftige Option, Problemstellungen der Wissensgenerierung und \u2011tradierung visuell zu &#8218;materialisieren&#8216;\u00a0\u2013 und an einer solchen Darstellung neue Fragen zu entwickeln.<\/p>\n<p>Wo ansetzen? Im Nachvollzug disziplin\u00e4rer und \u00fcberdisziplin\u00e4rer Entwicklungsprozesse treten als Kristallisationspunkte von Diskursen Begriffe hervor, die weiterhin zum konstruktiven Ausgangspunkt einer Untersuchung von &#8218;Problemen&#8216; gereichen k\u00f6nnten. Es ginge aber nicht darum, weiterhin in enzyklop\u00e4discher Weise unter ausgew\u00e4hlten Lemmata disziplin\u00e4re Positionen zu versammeln. Es ginge darum, \u00fcber die Leistungsf\u00e4higkeit digitaler Werkzeuge semantische Netze zu generieren, deren Strukturen nach Wirkungszusammenh\u00e4ngen fragen lassen. Die Plausibilit\u00e4t gesetzter &#8218;Probleme&#8216; w\u00e4re dann nicht zuletzt zu bemessen an deren Potenzial, neue &#8218;Probleme&#8216; zu erschlie\u00dfen; Wissenschaft verwirklicht sich im fortdauernden Prozess. Einer strikten Hierarchie von Fragestellungen und Thesen (und damit schlie\u00dflich von Disziplinen) w\u00e4ren Netze potenzieller Problemrelationen entgegengestellt, die schlie\u00dflich auch &#8218;Unerwartetes&#8216;<a title=\"\" href=\"#_ftn11\">[11]<\/a> hervorbringen k\u00f6nnten\u00a0\u2013 und damit nicht nur jene <i>curiositas<\/i> stimulieren, sondern auch der Forderung nach Transdisziplinarit\u00e4t Rechnung tragen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Die M\u00f6glichkeiten des digitalen Mediums stehen zu &#8218;traditioneller&#8216; Wissenschaft somit keinesfalls kontr\u00e4r. Es ist aber an der Zeit, &#8222;da\u00df die Theoretiker ihre \u00dcberheblichkeit und die Praktiker ihre Ignoranz ablegen&#8220;,<a title=\"\" href=\"#_ftn12\">[12]<\/a> um programmatischen Bekenntnissen aktive Zusammenarbeit folgen zu lassen. &#8222;Das freundliche Ende der Geisteswissenschaften&#8220;, das Hans Ulrich Gumbrecht unl\u00e4ngst in der F.A.Z. proklamierte\u00a0\u2013 Geisteswissenschaften als sch\u00f6ne Nebenbesch\u00e4ftigung (<i>amenity<\/i>) \u2013,<a title=\"\" href=\"#_ftn13\">[13]<\/a> sehe ich noch nicht eingel\u00e4utet. Solange indes Bescheidenheit<a title=\"\" href=\"#_ftn14\">[14]<\/a> den (&#8218;traditionellen&#8216;) geisteswissenschaftlichen Betrieb bestimmt, wird man Gumbrechts Formulierung von einem &#8222;\u00dcber-Leben auf Gnade und an der intellektuellen Peripherie&#8220; zustimmen m\u00fcssen. Gefordert ist keine neue Form der Geisteswissenschaften. Gefordert ist ein neues Selbstbewusstsein ihrer Vertreterinnen und Vertreter, die sich der Reflexionsform und der Orientierungsfunktion ihrer T\u00e4tigkeit\u00a0\u2013 \u00fcber Fachgrenzen hinaus\u00a0\u2013 wieder bewusst werden und unter den Bedingungen und M\u00f6glichkeiten des fr\u00fchen 21. Jahrhunderts stellen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/verlag-ripperger-kremers.de\/fluechtigkeit-der-information\" target=\"_blank\"><i>Jan Alexander van Nahl 2014: Die Fl\u00fcchtigkeit der Information. Wissenschaftsgeschichte im digitalen Zeitalter. (Transformationen von Wissen und Wissenschaft im digitalen Zeitalter 3.) Ripperger &amp; Kremers, Berlin.<\/i><\/a><\/p>\n<div><br clear=\"all\" \/><\/p>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> Vgl. van Nahl, Jan Alexander 2014: Odyssee 2.0? Wege und Irrwege digitaler Publikationen in den Geisteswissenschaften. In: Ulrich Seelbach (Hg.), Zwischen Skylla und Charybdis? Forschung, Wissenschaftsverlage und Web 2.0, S. 129\u2013136. Bern.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> Vgl. Eggers, Michael\/Matthias Rothe (Hg.) 2009: Wissenschaftsgeschichte als Begriffsgeschichte. Terminologische Umbr\u00fcche im Entstehungsprozess der modernen Wissenschaften. Wetzlar.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a> Vgl. Zernack, Julia 2005: Kontinuit\u00e4t als Problem der Wissenschaftsgeschichte. Otto H\u00f6fler und das M\u00fcnchner Institut f\u00fcr Nordische Philologie und Germanische Altertumskunde. In: Klaus B\u00f6ldl\/Miriam Kauko (Hg.), Kontinuit\u00e4t in der Kritik. Zum 50j\u00e4hrigen Bestehen des M\u00fcnchener Nordistikinstituts. Historische und aktuelle Perspektiven der Skandinavistik, S. 47\u201372. Freiburg.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref4\">[4]<\/a> Vgl. meine exemplarischen Bemerkungen zu &#8222;Walter Baetke&#8220; in: Germanischen Altertumskunde Online 01\/2014 (s.u.). Abrufbar unter: http:\/\/www.degruyter.com\/view\/GAO\/GAO_32 [20.10.2014].<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref5\">[5]<\/a> Vgl. van Nahl, Jan Alexander 2013: Verwehter Traum? \u00c4ltere Skandinavistik zu Beginn des 21. Jahrhunderts. In: Hartmut Bleumer et al. (Hg.), Turn, Turn, Turn?\u00a0\u2013 Oder: Braucht die Germanistik eine germanistische Wende?, S. 139\u2013142. Siegen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref6\">[6]<\/a> Vgl. u.a. Oexle, Otto Gerhard 2007: Krise des Historismus\u00a0\u2013 Krise der Wirklichkeit. Eine Problemgeschichte der Moderne. In: Otto Gerhard Oexle (Hg.), Krise des Historismus\u00a0\u2013 Krise der Wirklichkeit. Wissenschaft, Kunst und Literatur 1880\u20131932, S. 11\u2013116. G\u00f6ttingen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref7\">[7]<\/a> Vgl. auch meine Diskussion zu &#8222;Ver\u00f6ffentlichungsformen der Zukunft&#8220; mit Christian Schwaderer und Jan Keupp unter http:\/\/mittelalter.hypotheses.org\/3893 [20.10.2014].<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref8\">[8]<\/a> Vgl. Thaller, Manfred 2011: Digitale Geisteswissenschaften. Abrufbar unter: http:\/\/www.cceh.uni-koeln.de\/Dokumente\/BroschuereWeb.pdf [20.10.2014]. Es seien an dieser Stelle die Vertreterinnen und Vertreter der Medi\u00e4vistik daran erinnert, dass Manfred Thaller bereits seit den sp\u00e4ten 1970er Jahren (!) zu grundlegenden Fragen einer digitalen Geschichtswissenschaft arbeitet.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref9\">[9]<\/a> Vgl. Rheinberger, Hans-J\u00f6rg 2004: Wozu Wissenschaftsgeschichte? In: Rudolf Seising\/Menso Folkerts\/Ulf Hashagen (Hg.), Form, Zahl, Ordnung. Studien zur Wissenschafts- und Technikgeschichte, S. 51\u201362. Stuttgart.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref10\">[10]<\/a> http:\/\/www.degruyter.com\/view\/db\/gao [20.10.2014].<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref11\">[11]<\/a> Rheinberger, Hans-J\u00f6rg 2007: Man wei\u00df nicht genau, was man nicht wei\u00df. \u00dcber die Kunst, das Unbekannte zu erforschen. In: Neuer Z\u00fcrcher Zeitung 05.05.2007. Abrufbar unter: http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/startseite\/articleELG88-1.354487 [20.10.2014].<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref12\">[12]<\/a> Peckhaus, Volker 1999: Chancen kontextueller Disziplingeschichtsschreibung in der Mathematik. In: Volker Peckhaus\/Christian Thiel (Hg.), Disziplinen im Kontext. Perspektiven der Disziplingeschichtsschreibung, S. 77\u201395. (Erlanger Beitr\u00e4ge zur Wissenschaftsforschung.) M\u00fcnchen, hier: S. 92.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref13\">[13]<\/a> Gumbrecht, Hans Ulrich 2013: Ein freundliches Ende der Geisteswissenschaften? In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Digital\/Pausen 04.10.2013 Abrufbar unter: http:\/\/blogs.faz.net\/digital\/2013\/10\/04\/freundliches-ende-geisteswissenschaften-379 [20.10.2014].<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref14\">[14]<\/a> Vgl. Heidbrink, Ludger\/Harald Welzer (Hg.) 2007: Das Ende der Bescheidenheit. Zur Verbesserung der Geistes- und Kulturwissenschaften. M\u00fcnchen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der k\u00fcrzlichen Ver\u00f6ffentlichung eines kleinen E-Books zur &#8222;Wissenschaftsgeschichte im digitalen Zeitalter&#8220; (https:\/\/verlag-ripperger-kremers.de\/fluechtigkeit-der-information) m\u00f6chte ich\u00a0\u2013 aus meiner Perspektive als literaturwissenschaftlicher Medi\u00e4vist\u00a0\u2013 an dieser Stelle einige Aspekte der Publikation perspektivieren und damit zur weiterf\u00fchrenden Diskussion einladen. Meine \u00dcberlegungen verstehe ich als Positionsbestimmung in einer disziplin\u00fcbergreifenden Wissenschaftslandschaft und als Versuch einer konstruktiven Zusammenf\u00fchrung aktueller Diskussionspotenziale zwischen historisch [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":104,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11,23,10,268],"tags":[33,460,476,129,472,470,474,473,477,471,475],"class_list":["post-4170","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-forschung","category-forschung-methode","category-reflektion","category-theorie","tag-digital-humanities","tag-digitale-geisteswissenschaften","tag-germanische-altertumskunde","tag-geschichtswissenschaft","tag-hermeneutik","tag-mediaevistik","tag-problemgeschichte","tag-semantisches-netz","tag-transdisziplinaritaet","tag-wissenschaftsgeschichte","tag-wissensmanagement"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4170","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/104"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4170"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4170\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4176,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4170\/revisions\/4176"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4170"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4170"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4170"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}