{"id":3670,"date":"2014-06-25T10:29:07","date_gmt":"2014-06-25T08:29:07","guid":{"rendered":"http:\/\/dhd-blog.org\/?p=3670"},"modified":"2014-06-25T10:29:07","modified_gmt":"2014-06-25T08:29:07","slug":"dh-2014-workshop-the-representation-of-multiplicity-as-a-means-to-digital-cultural-empowerment","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=3670","title":{"rendered":"DH 2014 Workshop: The Representation of Multiplicity as a Means to Digital Cultural Empowerment"},"content":{"rendered":"<p dir=\"ltr\" id=\"docs-internal-guid-ceb4e359-c81a-d70c-f5fe-d4ef3ebe9141\">Die DH Conference 2014 n\u00e4hert sich und wir m\u00f6chten es nicht vers\u00e4umen, an dieser Stelle auf unseren Pre-Cobference-Workshop <strong>\u201cThe Representation of Multiplicity as a Means to Digital Cultural Empowerment\u201d<\/strong> aufmerksam zu machen. Wir, das sind Valeria Vitale, PhD Studentin vom King\u2019s College Lodon, Stuart Dunn, Lecturer vom King\u2019s College und ich, Mareike H\u00f6ckendorff, Doktorandin an der Uni Hamburg. In dem ganzt\u00e4gigen Workshop geht es uns darum, Strategien zu entwickeln, wie in konkreten Projekten praktischer oder theoretischer Art, Multiplizit\u00e4t ber\u00fccksichtigt und sogar gef\u00f6rdert werden kann. Dazu bringen wir zwei unserer eigenen Projekte als Beispiele mit. Eines besch\u00e4ftigt sich mit der Entwicklung eines 3D Modells f\u00fcr Pompeii, das andere baut unter dem Namen efoto-hamburg eine Bilddatenbank auf, die gleichzeitig Archiv und virtueller Ort kultureller Begegnung werden soll. Der Workshop richtet sich an alle Interessierten aus den Bereichen Cultural Heritage, Narratologie, Kunstgeschichte, Arch\u00e4ologie, Fotografie und &#8211; da praktische L\u00f6sungen uns ebenso sehr am Herzen liegen wie theoretische &#8211; nat\u00fcrlich Informatik.<\/p>\n<p dir=\"ltr\"><strong>Multiplizit\u00e4t und digitale Demokratie<\/strong><\/p>\n<p dir=\"ltr\">Multiplizit\u00e4t kann im Rahmen der Repr\u00e4sentation kulturellen Erbes auf vielfache Weise vertreten sein; durch verschiedene Zeitebenen, verschieden klassifizierte Objekte, unterschiedliche Realit\u00e4tsebenen oder unterschiedliche Sichtweisen, die von Faktoren wie Kontext, Interesse oder Wissen abh\u00e4ngig sind. Nicht selten bedeutet die Besch\u00e4ftigung mit kulturellem Erbe auch, Dinge zu betrachten, die physisch nicht mehr vorhanden sind und darum nur noch in Aufzeichnungen und Erinnerungen existieren.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Digitale Demokratisierung kultureller Prozesse bedeutet f\u00fcr uns, Kultur auf m\u00f6glichst vielen der oben genannten Ebenen zug\u00e4nglich zu machen. Rohdaten wie Bilder, literarische Texte, Filme oder Musik stehen neben \u00a0Interpretationen, Mashups, Kommentaren und Diskussionen. Die digitale Umgebung sollte so gestaltet werden, dass Nutzer sie ebenso passiv erkunden wie das Datenmaterial aktiv f\u00fcr eigene Darstellungen verwenden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p dir=\"ltr\"><strong>Zwei Projekte als Kick-Off<\/strong><\/p>\n<p dir=\"ltr\">Das erste Projekt, das wir vorstellen wollen ist efoto-hamburg. Die Idee daf\u00fcr entstand in der Kulturbeh\u00f6rde der Stadt Hamburg und setzte bei der Zusammenf\u00fchrung unterschiedlicher kultureller Daten zu einem multiplen Gesamtkonvolut an. Ganz praktisch gesprochen, hei\u00dft das, dass s\u00e4mtliches in Archiven ruhendes fotografisches Datenmaterial der Stadt in eine gemeinsame Datenbank \u00fcberf\u00fchrt werden soll. In Zusammenarbeit mit der Universit\u00e4t Hamburg wurde diese Idee so ausgeweitet, dass nicht nur ein weiteres Portal f\u00fcr kulturelle Daten entstehen wird, sondern Nutzer aktiv in die Prozesse der digitalen Kuration, Verschlagwortung und Diskussion der Bilder einbezogen werden. Der Nutzer wird so in einen konstruktivistischen Prozess verwickelt, in dem er, sei es durch passive Erkundung der Daten oder durch aktives Hinzuf\u00fcgen eigener Bilder und Annotationen, Teil eines gestalterischen Prozesses des st\u00e4dtischen Kulturraumes wird.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Das zweite Projekt, das als Kick-Off f\u00fcr die Projektpr\u00e4sentationen vorgestellt wird, besch\u00e4ftigt sich mit der Darstellung arch\u00e4ologischen Erbes am Beispiel des Isis Tempels in Pompeii. In den letzten 250 Jahren hat die Ausgrabungsst\u00e4tte Pompeii vielf\u00e4ltige Interpretationen verbaler und visueller Art hervorgebracht. Verschafft man sich einen \u00dcberblick \u00fcber diesselben, so stellt man schnell fest, dass der dahinter liegende Interpretationsprozess von wechselnden sozialen und kulturellen Variablen beeinflusst wird und so nie als abgeschlossen betrachtet werden kann. Die Darstellung dieser Interpretationen hat zudem viele gemeinsame Funktionalit\u00e4ten mit der Praxis des Storytellings. Ziel des Projektes ist es, ein digitales Tool zu entwickeln, das f\u00fcr ein konretes arch\u00e4ologisches Objekt sowohl die multiplen restaurativen Hypothesen als auch Interpretationen zug\u00e4nglich macht. Auf diese Weise entsteht eine kritische Darstellung dieses Objektes als Teil des kulturellen Erbes, die davon wegf\u00fchren soll, der \u00d6ffentlichkeit einzelne, notwendig vereinfachte und unbefriedigende Teilst\u00fccke arch\u00e4ologischer Forschung als Ergebnisse zu pr\u00e4sentieren. Stattdessen soll ein partizipativer Austausch angeregt werden, bei dem der \u00d6ffentlichkeit die Komplexit\u00e4t der Thematik nicht vorenthalten wird und sie so dazu eingeladen wird, eigene Interpretationen zu finden.<\/p>\n<p dir=\"ltr\"><strong>Was die Teilnehmer noch erwartet<\/strong><\/p>\n<p dir=\"ltr\">Nach der Pr\u00e4sentation dieser beiden Beispielprojekte sind die Workshopteilnehmer dazu aufgefordert, eigene Ans\u00e4tze, Experimente oder Erkenntnisse zum Thema vorzustellen. Das darf gerne anhand von konkreten Projekten oder Forschungsfragen sein, die kurz pr\u00e4sentiert werden. Anschlie\u00dfend werden die einzelnen Aspekte und Thematiken anhand eines Leitfragenkataloges diskutiert und zusammengef\u00fchrt. Ziel des Workshops ist es, Ans\u00e4tze einer Handlungsstrategie f\u00fcr die Darstellung von Multiplizit\u00e4t in digitalen Cultural Heritage Projekten festzuhalten und f\u00fcr alle Teilnehmer aufzubereiten. Au\u00dferdem freuen wir uns \u00fcber regen Austausch mit Projekten, die sich \u00e4hnlichen Herausforderungen stellen wie wir mit efoto-hamburg und der 3D Rekonstruktion des Isis-Tempels in Pompeii.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Mehr Informationen zu efoto unter <a href=\"http:\/\/www.efoto-hamburg.de\">www.efoto-hamburg.de<\/a><\/p>\n<p>Mehr zum Workshop <a href=\"http:\/\/dh2014.files.wordpress.com\/2014\/04\/dh-2014-workshop-004.pdf\" target=\"_blank\">hier<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die DH Conference 2014 n\u00e4hert sich und wir m\u00f6chten es nicht vers\u00e4umen, an dieser Stelle auf unseren Pre-Cobference-Workshop \u201cThe Representation of Multiplicity as a Means to Digital Cultural Empowerment\u201d aufmerksam zu machen. 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