{"id":2893,"date":"2014-01-17T13:05:11","date_gmt":"2014-01-17T12:05:11","guid":{"rendered":"http:\/\/dhd-blog.org\/?p=2893"},"modified":"2014-01-17T13:05:11","modified_gmt":"2014-01-17T12:05:11","slug":"nachlese-zur-konferenz-digital-humanities-revisited-in-hannover","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=2893","title":{"rendered":"Nachlese zur Konferenz Digital Humanities revisited in Hannover"},"content":{"rendered":"<p><em>von <a href=\"mailto:martin.hinze@mkw.uni-freiburg.de\" target=\"_blank\">Martin Hinze, Universit\u00e4t Freiburg<\/a><\/em><\/p>\n<p>Vom 5.-7. Dezember fand in Hannover die Konferenz <strong><i>(Digital) Humanities revisited &#8211; challenges and opportunities in the digital age<\/i><\/strong> statt (<a href=\"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=1806\" target=\"_blank\">wir berichteten<\/a> Anm. d. Red.), veranstaltet von der VolkswagenStiftung. Es war die dritte in der neuen Reihe der Herrenh\u00e4user Konferenzen im neu errichteten Schloss Herrenhausen. Die Konferenz brachte Protagonisten der Digital Humanities aus der ganzen Welt zusammen. Auch Skeptiker der Digitalisierung und sie eher von au\u00dfen betrachtende Wissenschaftler waren eingeladen. Die Konzeption der Konferenz war mutig, denn es sollten, wie schon in der Ank\u00fcndigung zu lesen war, nicht nur beispielhafte Projekte der Digital Humanities vorgestellt und diskutiert werden. Es sollte auch nach den Verlusten gefragt werden, die die Digitalisierung mit sich bringt.<\/p>\n<p>Kurz nach der Konferenz wurde bereits eine Reihe von Berichten ver\u00f6ffentlicht. Sascha Foerster hat f\u00fcr die Max Weber Stiftung einen \u00dcberblick zusammengestellt.<em>[1]<\/em> Dieser Liste w\u00e4ren noch die Mitschriften und Kommentare zur Konferenz James Bakers von der British Library hinzuzuf\u00fcgen. Sein Ver\u00f6ffentlichen der pers\u00f6nlichen Notizen zeigt den Geist des Teilens, der zum Reiz dieses Feldes beitr\u00e4gt.<em>[2]<\/em> In Erwartung des offiziellen Berichts der VolkswagenStiftung, der f\u00fcr den 17. Januar angek\u00fcndigt ist, m\u00f6chte ich in einer sp\u00e4ten Nachlese einige Bemerkungen nachtragen. Diese beziehen sich auf drei Punkte.<\/p>\n<ol>\n<li>Die Schwierigkeit, Digital Humanities zu definieren<\/li>\n<li>Den Zusammenhang von Gewinn und Verlust durch Digitalisierung<\/li>\n<li>Audiomaterial als Gegenstand der Digital Humanities<\/li>\n<\/ol>\n<p><!--more--><b>Zu 1.<\/b><\/p>\n<p><i>digital Humanities statt Digital Humanities?<\/i><\/p>\n<p>Auf der Konferenz wurde intensiv und zum wiederholten Mal dar\u00fcber nachgedacht, wie sich die Digital Humanities definieren lie\u00dfen. Diese Frage h\u00e4ngt damit zusammen, ob die Digital Humanities eine eigene Disziplin sind und ist f\u00fcr viele Teilnehmer deshalb relevant, weil von ihrer Beantwortung die institutionelle Unterbringung und Finanzierung von Projekten und Stellen abh\u00e4ngt. Die Digital Humanities als neuer Studiengang w\u00fcrden auch einen neue Nachfrage nach Lehrkr\u00e4ften und Lehrst\u00fchlen mit sich bringen. Die Frage wurde nach der Konferenz auf verschiedene Weise beantwortet. Michael Schmalenstroer schl\u00e4gt vor, eine engere und operationalisierbare Definition durch eine Umbenennung der Digital Humanities in Computational oder Algorithmic Humanities zu erreichen.<em>[3]<\/em> Eine gegens\u00e4tzliche Position nimmt Philipp Nordmeyer in seinem Beitrag <i>Destroy the Digital Humanities!<\/i> ein.<em>[4]<\/em> Die Einleitung provoziert zun\u00e4chst mit dem Wunsch, die Digital Humanities sollten zerst\u00f6rt und aufgel\u00f6st werden und verschwinden. Es folgt allerdings ein konstruktives Pl\u00e4doyer, die Digital Humanities in den bestehenden Geisteswissenschaften unterzubringen und die Digital Humanities so in digital Humanities umzuwandeln. Dahinter steht die paradoxe, durch Marx gepr\u00e4gte Denkformel, Realisierung und Aufhebung einer Idee fielen zusammen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Schmalenstroer bedauert, z.\u00a0B. die geschichtswissenschaftlichen Studieng\u00e4nge w\u00fcrden keine oder nicht genug Programmierkenntnisse vermitteln, argumentiert Nordmeyer, es sei eine nicht einzul\u00f6sende Forderung, einen jungen Forscher zugleich zu einem produktiven Geisteswissenschaftler und zum Meisterprogrammierer zu machen. Er schl\u00e4gt pragmatisch vor, jeder solle sich f\u00fcr seine Arbeitsumgebung die n\u00f6tigen Kenntnisse aneignen, um sich mit Fachleuten aus anderen Gebieten verst\u00e4ndigen zu k\u00f6nnen. Diese verschiedenen Positionen sind an dieser Stelle auch deshalb erw\u00e4hnenswert, weil schon w\u00e4hrend der Konferenz kontrovers diskutiert wurde, wieviel IT-Kenntnisse im Rahmen geisteswissenschaftlicher Studieng\u00e4nge vermittelt werden und welche anderen Inhalte daf\u00fcr gestrichen werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Bemerkenswert scheint mir, dass sowohl Schmalenstroer als auch Nordmeyer den Begriff der Schwammigkeit verwenden, um die unscharfe Definition der Digital Humanities zu bedauern oder zu loben. Zu dieser Metapher passt der Wunsch nach mehr Porosit\u00e4t, also nach mehr Offenheit und Durchl\u00e4ssigkeit im intellektuellen Leben, den Baker in seinen Notizen zum dritten Tag der Konferenz \u00e4u\u00dfert (Vgl. Anm. 2).<\/p>\n<p>In vielen Beitr\u00e4gen w\u00e4hrend und nach der Konferenz erscheint es als ein besonderes Dilemma der Digital Humanities, dass es ihnen an einer b\u00fcndigen Definition mangelt. Blickt man zur\u00fcck in die Geschichte akademischer Disziplinen scheint eine solche Unsch\u00e4rfe allerdings nicht selten zu sein. Ein gutes Modell ist die Geschichte des Aufsatzes <i>The Resistance to Theory<\/i> von Paul de Man (1982). De Man sollte f\u00fcr die MLA im Sammelband <i>Introduction to Scholarship in Modern Languages and Literatures <\/i>den Bereich der Literaturtheorie behandeln und darin pr\u00e4zise beschreiben, was Literaturtheorie eigentlich sei, wie sie angewendet werde und welche Ergebnisse von ihr in absehbarer Zukunft zu erwarten seien. Stattdessen schrieb de Man dar\u00fcber, warum er diese Fragen nicht beantworten k\u00f6nne: Das theoretisches Interesse der Literaturwissenschaft h\u00e4nge eng mit ihrer Eigenschaft zusammen, sich einer solchen Definition zu entziehen. Der Beitrag wurde von den Herausgebern abgelehnt, wurde aber auch rasch zu einem modernen Klassiker der Literaturtheorie. \u00c4hnlich lie\u00dfe sich f\u00fcr Kulturwissenschaft als Disziplin sagen, dass ihre Hybridit\u00e4t und ihre Grenz\u00fcberschreitungen das Erstellen von Lehrpl\u00e4nen f\u00fcr das Fach schwierig machen, aber auch ihre Produktivit\u00e4t begr\u00fcnden. Gilt dies nicht auch f\u00fcr die Digital Humanities? Die 37 aktuellen Forschungsprojekte, die junge Wissenschaftler in Kurzvortr\u00e4gen vorstellten, lie\u00dfen sich nur schwer auf einen Nenner bringen und belegten die interdisziplin\u00e4re Vielfalt der im Rahmen der Digital Humanities verfolgten Ziele.<\/p>\n<p><b>Zu 2.<\/b><\/p>\n<p>In der die Konferenz er\u00f6ffnenden <i>keynote<\/i> von Jeffrey Schnapp, der in Harvard sowohl f\u00fcr Studien \u00fcber Romanistik als auch \u00fcber Internet und Gesellschaft verantwortlich ist, kam das doppelk\u00f6pfige Thema von Gewinn und Verlust durch die Digitalisierung pr\u00e4gnant zum Ausdruck. Schnapp gab einen weiten \u00dcberblick \u00fcber neue Arbeitsm\u00f6glichkeiten in den Geisteswissenschaften im Zeitalter der Digitalisierung. Durch das crowdsourcing-Projekt <i>Homeless Paintings. The Diaspora of Italian Renaissance Art <\/i><em>[5]<\/em> war es etwa m\u00f6glich, die heutigen Standorte zahlreicher Gem\u00e4lde aus der Zeit der italienischen Renaissance wieder ausfindig zu machen. Die Kunstgeschichte wusste von der Existenz dieser Bilder bis dahin nur durch eine Sammlung von 17.000 schwer zug\u00e4nglichen Fotografien. Durch die Verf\u00fcgbarmachung dieser Fotografien im Internet konnten Kunstwissenschaftlern zahlreiche Originale wieder zug\u00e4nglich gemacht werden. Den Digital Humanities wird nicht selten vorgeworfen, die Tradition der Geisteswissenschaften zu bedrohen. Dieses Projekt ist von daher interessant, weil es eine unterbrochene Tradition wiederherstellt.<\/p>\n<p><i>Hot spots and cold spots<\/i><\/p>\n<p>Schnapp, der in Harvard auch knowledge design unterrichtet, warnte gleichzeitig vor einem Zuviel an Vernetzung und Nachrichten, die das Denken zu oft unterbr\u00e4chen. Er ermutigte dazu, Bibliotheken nicht zu durchg\u00e4ngig vernetzten hot spots zu machen, sondern bewusst Platz f\u00fcr abgeschirmte &#8218;cold spots&#8216; zu lassen. Gerade Bibliotheken als eine Architektur der Erkennenden ben\u00f6tigen immer noch stille und weitgedehnte Orte zum Nachdenken, wohin kein Netzwerkrauschen dringt.<\/p>\n<p>Im ersten Panel wurden ausf\u00fchrlicher konkrete Beispiele\u00a0der Anwendung digitaler Methoden in den Geisteswissenschaften vorgestellt. An dieser Stelle beschr\u00e4nke ich mich mit einem Hinweis auf den Vortrag Detmar Meurers (Universit\u00e4t T\u00fcbingen), der u.\u00a0a. \u00fcber das maschinelle \u00dcbersetzen vortrug. Er hob dabei ein Training f\u00fcr ein \u00dcbersetzungsprogramm hervor, das sich als besonders effektiv erwiesen hatte. Aus einem Korpus von Beispiels\u00e4tzen wurde jedes Wort gestrichen, das nur einmal vorkam. Auf diesem Weg war es m\u00f6glich, Erkenntnisse \u00fcber den Gebrauch von Sprache mit weniger \u201anoise\u2018 zu verallgemeinern. Dieses Verfahrensbeispiel provozierte sp\u00e4ter, an einem anderen Punkt der Diskussion, eine Replik, die den Unterschied zwischen hermeneutischen und algorithmischen Verfahren auf den Punkt brachte und zu dem am h\u00e4ufigsten zitierten Gedanken der Konferenz wurde.<\/p>\n<p><i>\u201eYou erased all words that occurred only once.\u201d<\/i><\/p>\n<p>Die Replik erinnerte an einen Roman aus dem 16. Jahrhundert von Fran\u00e7ois Rabelais\u2018, dessen Bedeutung in dem Wort \u201atrink\u2018 verschl\u00fcsselt sei und das in dem ganzen Roman nur einmal vorkomme. Da nun aber in Meurers Verfahren jedes Wort eines Korpus gestrichen wird, das nur einmal vorkommt, w\u00e4re mit einem solchen quantitativen Vorgehen das literarische Verst\u00e4ndnis des Textes bedroht \u2013 ein Pr\u00e4zedenzfall f\u00fcr die Differenz hermeneutischer und algorithmischer Verfahren. Es w\u00e4re allerdings nicht fair, Meurers beeindruckend effektives Verfahren nach einem Ma\u00dfstab zu bewerten, der mit dem von ihm angestrebten Ziel nichts zu tun hat.<\/p>\n<p>An die Vortr\u00e4ge dieses Panels schlossen Kommentare von Thomas Anz (Universit\u00e4t Marburg) und Horst Bredekamp (HU Berlin) an. Einleitend erinnerte Anz daran, dass bereits die Sozialwissenschaften die Literaturwissenschaft mit quantitativen Methoden konfrontiert haben und dass daher die Herausforderungen durch das Digitale nicht v\u00f6llig neu sind. Der Vorbehalt gegen\u00fcber quantitativen Methoden stamme aus der \u201eUrszene\u201c der Literaturwissenschaft, der Erschlie\u00dfung potentiell unverst\u00e4ndlicher Texte. Anz zeigte anhand des Gedichts <i>Weltende<\/i> von Jakob von Hoddis die Bedeutung von Abweichung und Differenz in der Analyse von Lyrik. Computergest\u00fctzte Methoden sind bekanntlich gut dazu geeignet, Standardsprachen zu beschreiben, z.\u00a0B. was die am h\u00e4ufigsten gebrauchten Worte und Redewendungen in einem bestimmten Textkorpus sind und welche grammatikalischen Konstruktionen wie verbreitet sind. Anz zeigte nun an dem Gedicht <i>Weltende<\/i>, wie Lyrik die Regeln der Standardsprache brechen und auf eine bestimmte Art von ihr abweichen kann. W\u00e4hrend statistische Methoden allgemeine Gesetze erkennbar machen k\u00f6nnen, geht es im Lesen von Literatur um das Verstehen von besonderen Einzelf\u00e4llen. Anz f\u00fcgte hinzu, dass digitale Methoden in der Literaturgeschichte durchaus bereits ein Gewinn sind, da empirische Methoden z.\u00a0B. R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Relevanz und Verbreitung von Texten zu bestimmten Zeiten erlauben.<\/p>\n<p><i>Digital Dark Age?<\/i><\/p>\n<p>Bredekamp formulierte an dieser Stelle und im Laufe der Konferenz aus bildwissenschaftlicher Perspektive eine umfassendere Kritik an der Digitalisierung in ihrer bestehenden Form, die er auf den Begriff <i>Pr\u00e4sentismus<\/i> brachte. Als ein begeisterter Teilnehmer der digitalen Aufbruchs- und \u201ePionierzeit\u201c in den 1980er Jahren diagnostizierte er f\u00fcr die Gegenwart eine Erm\u00fcdung am Digitalen. Mit <i>Pr\u00e4sentismus<\/i> bezeichnet Bredekamp eine Geschichtsvergessenheit, die in den gegenw\u00e4rtigen digitalen Praktiken \u00fcberhand genommen habe. Das Digitale sei vor 20 Jahren wesentlich reflektierter gewesen, Bredekamp erinnerte an dieser Stelle an fr\u00fche Festivals der Serie <i>Ars Electronica<\/i> in Linz. Er konstatierte f\u00fcr die Gegenwart durch die Kurzlebigkeit des Digitalen ein permanentes Ausl\u00f6schen der Erinnerung. Auch wenn ein neues Dunkles Zeitalter digitaler Art vielleicht noch nicht gerade vor der T\u00fcr steht, ist diese Bemerkung Bredekamps ein spannendes Paradoxon. Denn die Mittel von Big Data zielen ja eigentlich auf die Archivierung, Speicherung und Verf\u00fcgbarmachung von allen m\u00f6glichen Informationen.<\/p>\n<p><b>Zu 3.<\/b><\/p>\n<p>Es war ein Verdienst der Konferenz, im vornehmlich visuell arbeitenden Feld der Digital Humanities auch Wissenschaftlerinnen zu Wort kommen zu lassen, deren prim\u00e4rer Forschungsgegenstand auditives Material ist. Eleanor Selfridge-Field (Stanford University) trug \u00fcber digitale Musikstudien vor und Tanya Clement (University of Texas at Austin) hielt einen Kurzvortrag \u00fcber das Projekt <i>high performance sound technologies for access and scholarship (HiPSTAS)<\/i>.<em>[6]<\/em><\/p>\n<p><i>Materials situated in time vs. materials situated in space<\/i><\/p>\n<p>Selfridge-Field nahm den Reichtum an Notenmanuskripten, die in den letzten Jahren digitalisiert wurden, als Ausgangspunkt und stellte einige digitale Archive insbesondere von Manuskripten aus der Zeit des Barock vor. Besonders wichtig erscheint mir eine prinzipielle Unterscheidung, die sie vornahm: Musik lasse sich zwar visuell analysieren, aber nur auditiv erfahren. Das Visuelle wirke im Raum, Musik aber in der Zeit. F\u00fcr viele Teilnehmer der Konferenz, die den Umgang mit Visualisierungen gewohnt sind, d\u00fcrfte der wissenschaftliche Umgang mit dem \u201ain der Zeit\u2018 wirkenden Medium Musik eine ungewohnte Herausforderung gewesen sein.<\/p>\n<p><i>\u201eNow is the time for humanists to design tools for sound study.\u201d[7]<\/i><\/p>\n<p>Die Arbeit mit klanglichen Quellen ist in Digital Humanities \u00fcberhaupt ein noch zu wenig beachtetes Arbeitsfeld. Clement warnte in ihrem Beitrag eindringlich vor dem Verfall bestehender klanglicher Archive, die nicht ausreichend genutzt und nachgefragt w\u00fcrden, \u201ehowever there are few means to use or to understand how to use tools for accessing and analyzing digital sound collections.\u201c Bemerkenswert ist eine interdisziplin\u00e4re Transferleistung von Clements HiPSTAS-Projekt. Um Aufnahmen menschlicher Sprache zu analysieren wurde auf die Software ARLO zur\u00fcckgegriffen, die urspr\u00fcnglich f\u00fcr die Klassifikation von Vogelstimmen nach H\u00f6he, Rhythmus und Timbre entwickelt wurde.<\/p>\n<p><i>Mein Fazit<\/i><\/p>\n<p>Im R\u00fcckblick auf die Konferenz <i>(Digital) Humanities revisited<\/i> f\u00e4llt mir die gelungene Komposition der Veranstaltung als ganze auf. Einerseits wurden herausragende Projekte und offene Arbeitsfelder in den Digital Humanities pr\u00e4sentiert. Gleichzeitig ist es gelungen, ein Moment der Kritik und des Negativen an der Digitalisierung, das als Korrektiv und Denkansto\u00df wirken mag, in die Veranstaltung zu integrieren und zur Sprache zu bringen. Besonders hilfreich waren f\u00fcr mich und viele andere Teilnehmer die workshops, die phasenweise soweit in Kleingruppen geteilt wurden, dass tats\u00e4chlich jeder die Gelegenheit bekam, sich selbst zu \u00e4u\u00dfern und mit den \u00fcbrigen Teilnehmern ins Gespr\u00e4ch zu kommen. Die Einladung der Veranstalter an die Teilnehmer, sich selbst in kleineren Gruppen zu grundlegenden Fragen zu \u00e4u\u00dfern, sch\u00e4rfte das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die auf der Konferenz verhandelten Probleme. Gl\u00fccklich war anschlie\u00dfend, wie die Resultate der workshops ins Plenum zur\u00fcckgetragen und dort zugespitzt wurden, etwa die Frage nach dem Unterschied von humanities und Geisteswissenschaften.<\/p>\n<div><br clear=\"all\" \/><\/p>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> <a href=\"http:\/\/mws.hypotheses.org\/8227\" target=\"_blank\">http:\/\/mws.hypotheses.org\/8227<\/a>.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> <a href=\"https:\/\/gist.github.com\/drjwbaker\/7810860\/raw\/7232b0850875f859ed306a7f9133d47e2ac080ad\/%28Digital%29+Humanities+revisited%2C+day+one\" target=\"_blank\">https:\/\/gist.github.com\/drjwbaker\/7810860\/raw\/7232b0850875f859ed306a7f9133d47e2ac080ad\/%28Digital%29+Humanities+revisited%2C+day+one<\/a>, <a href=\"https:\/\/gist.github.com\/drjwbaker\/7828023\/raw\/151eb290ac00ee0f21ac74ad1baa9efadcf22462\/%28Digital%29+Humanities+revisited%2C+day+two\">https:\/\/gist.github.com\/drjwbaker\/7828023\/raw\/151eb290ac00ee0f21ac74ad1baa9efadcf22462\/%28Digital%29+Humanities+revisited%2C+day+two<\/a>, <a href=\"https:\/\/gist.github.com\/drjwbaker\/7840420\/raw\/859b8c0a802446a1c2652f20aaba14ed95de77cb\/%28Digital%29+Humanities+revisited%2C+day+three\">https:\/\/gist.github.com\/drjwbaker\/7840420\/raw\/859b8c0a802446a1c2652f20aaba14ed95de77cb\/%28Digital%29+Humanities+revisited%2C+day+three<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a> <a href=\"http:\/\/schmalenstroer.net\/blog\/2013\/12\/dighum1213-oder-die-mathematisierung-der-geisteswissenschaften\/comment-page-1\/\" target=\"_blank\">http:\/\/schmalenstroer.net\/blog\/2013\/12\/dighum1213-oder-die-mathematisierung-der-geisteswissenschaften\/comment-page-1\/<\/a>.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref4\">[4]<\/a> <a href=\"http:\/\/www.criticalbits.org\/2013\/12\/09\/destroy-the-digital-humanities-dighum1213\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.criticalbits.org\/2013\/12\/09\/destroy-the-digital-humanities-dighum1213\/<\/a>.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref5\">[5]<\/a> <a href=\"http:\/\/metalab.harvard.edu\/2013\/06\/homeless-paintings-crowdsourcing-the-diaspora-of-italian-renaissance-art\/\" target=\"_blank\">http:\/\/metalab.harvard.edu\/2013\/06\/homeless-paintings-crowdsourcing-the-diaspora-of-italian-renaissance-art\/<\/a>.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref6\">[6]<\/a> <a href=\"http:\/\/blogs.ischool.utexas.edu\/hipstas\/about\/\" target=\"_blank\">http:\/\/blogs.ischool.utexas.edu\/hipstas\/about\/<\/a>.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref7\">[7]<\/a> Zitat aus dem genannten Kurzvortrag von Tanya Clement.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Martin Hinze, Universit\u00e4t Freiburg Vom 5.-7. 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