{"id":2626,"date":"2013-11-27T13:56:37","date_gmt":"2013-11-27T12:56:37","guid":{"rendered":"http:\/\/dhd-blog.org\/?p=2626"},"modified":"2013-11-27T13:56:37","modified_gmt":"2013-11-27T12:56:37","slug":"methodenworkshop-techniken-der-digitalen-edition-fuer-die-historisch-arbeitenden-textwissenschaften","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=2626","title":{"rendered":"Methodenworkshop \u00bbTechniken der digitalen Edition f\u00fcr die historisch arbeitenden Textwissenschaften\u00ab"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li>Veranstalter:\u00a0Leibniz-Institut f\u00fcr Europ\u00e4ische Geschichte (IEG,\u00a0<a href=\"http:\/\/www.ieg-mainz.de\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.ieg-mainz.de\/<\/a>) und DARIAH-DE (<a href=\"http:\/\/de.dariah.de\/\" target=\"_blank\">http:\/\/de.dariah.eu<\/a>)<\/li>\n<li>Ort:\u00a0Leibniz-Institut f\u00fcr Europ\u00e4ische Geschichte, Alte Universit\u00e4tsstra\u00dfe 19, 55116 Mainz<\/li>\n<li>Beginn:\u00a029. Januar 2014, 14.00 Uhr<\/li>\n<li>Ende:\u00a030. Januar, 13.00 Uhr<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Vorrangstellung der Informationsstrukturierung und -vermittlung in Form gedruckter B\u00fccher hat durch den \u00dcbergang von traditionellen hin zu neuen, digitalen Formen der Erschlie\u00dfung und Repr\u00e4sentation von Texten an Bedeutung verloren. Zunehmend l\u00f6sen digitale Texte die \u00bbklassischen\u00ab Medien ab. Infolge dieser Entwicklung wird vom Wissenschaftsrat in seinen publizierten Empfehlungen zu \u00bbForschungsinfrastrukturen in den Geistes- und Sozialwissenschaften\u00ab empfohlen, \u00bbsich nachhaltig f\u00fcr einen Ausbau forschungstauglicher Digitalisierungen\u00ab einzusetzen; auch auf wissenschaftspolitischer Ebene k\u00f6nnen die Vorteile der digitalen Erschlie\u00dfung und Aufbereitung als unbestritten gelten.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund und den daraus resultierenden vielf\u00e4ltigen M\u00f6glichkeiten der Digital Humanities m\u00f6chte der vom IEG im Rahmen von DARIAH-DE (gef\u00f6rdert vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung) organisierte Workshop Grundlagen, Methoden und Techniken von Digitalen Editionen f\u00fcr die historisch arbeitenden Textwissenschaften vermitteln und bereits vorhandene L\u00f6sungsans\u00e4tze und -szenarien mit den Teilnehmern diskutieren. Der Methodenworkshop ist Teil einer Veranstaltungsreihe von DARIAH-DE, die in Kooperation mit Partnerinstitutionen mit unterschiedlichen geisteswissenschaftlichen Schwerpunkten durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Der Methodenworkshop nimmt thematisch die Forderung nach dem Ausbau forschungstauglicher Digitalisierungen in Form von \u00bbdigitalen Editionen\u00ab auf. Digitale Editionen sollen dabei das klassische Editionskonzept nicht verwerfen, sondern erg\u00e4nzen, weil\u00a0auch dort das Ergebnis der Arbeit darin bestand, mehrere Schichten von Informationen (z.B. in Form von Erl\u00e4uterungen, inhaltlichen Anmerkungen, Angaben von Textvarianten, bibliographischen Angaben usw.) zu einem Text zu sammeln, zu systematisieren und dem Nutzer in Form eines abgeschlossenen Werks zur Verf\u00fcgung zu stellen. Mit anderen Worten, beim klassischen Editionsmodell handelt es sich bereits um einen Hypertext. Die Schichtenstruktur klassischer Editionen l\u00e4sst sich digital leichter \u2013 und konsequenter \u2013 abbilden. Dabei k\u00f6nnen viele Beschr\u00e4nkungen des konventionellen Buchdrucks \u00fcberwunden werden, insbesondere diejenigen, die die materielle \u00dcberlieferung betreffen (visuelle Wiedergabe des Textes, Informationsumfang). Gleichzeitig kommen ganz neue M\u00f6glichkeiten hinzu wie Mehrdimensionalit\u00e4t und Modifizierbarkeit.<\/p>\n<p>Der Methodenworkshop widmet sich konkret der Frage: Was bedeutet Digitalisierung im Kontext historischer Editionen? Wo m\u00fcssen Schwerpunkte gesetzt werden, um aus komplexen Textstrukturen digitale Objekte zu erzeugen? Und vor allem: Wie m\u00fcssen diese Textstrukturen aufbereitet werden, um aus ihnen eine digitale Edition zu formen?<\/p>\n<p>Eine grundlegende Technik zur Erstellung von Digitalen Editionen bilden die Auszeichnungsstandards der Text Encoding Initiative (TEI). TEI wurde als XML-basierte Auszeichnungssprache speziell f\u00fcr die Zwecke der Geisteswissenschaften konzipiert und stellt mittlerweile einen De-facto-Standard f\u00fcr die wissenschaftliche Textkodierung dar, die wiederum als Grundlage f\u00fcr die Aufarbeitung von Texten zu betrachten ist.<\/p>\n<p>Im Rahmen des Workshops werden Grundkenntnisse im Bereich der Textkodierung mit XML\/TEI, der Weiterverarbeitung XML-kodierter Daten sowie ihrer Aufbereitung vermittelt, die \u00a0als Grundlage f\u00fcr die Erstellung von digitalen Editionen dienen.<\/p>\n<p>Am ersten Tag werden zun\u00e4chst die Grundlagen von Konzeption und Planung digitaler Ausgaben an zwei konkreten Editionsprojekten (<a href=\"http:\/\/www.briefedition.alfred-escher.ch\/\">Briefedition Alfred Escher<\/a>\u00a0&amp;\u00a0<a href=\"http:\/\/www.pacelli-edition.de\/quellen_dokumente.html\">Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte von Eugenio Pacelli 1917\u20131929<\/a>) erl\u00e4utert. Ausgehend davon k\u00f6nnen unterschiedliche Konzepte digitaler Editionen diskutiert sowie der jeweils damit verbundene Aufwand und die Anwendbarkeit f\u00fcr verschiedene editorische Fragestellungen\/Bed\u00fcrfnisse thematisiert werden.<\/p>\n<p>Am zweiten Tag sollen sich die Teilnehmer, nach einer knappen allgemeinen Einf\u00fchrung in XML, anhand von kleinen \u00dcbungen in die Praxis der Textauszeichnung mit TEI einarbeiten und einen \u00dcberblick \u00fcber die Bedeutung und die verschiedenen Module dieser Sprache erhalten. Vordergr\u00fcndiges Ziel dieser \u00bbhands-on session\u00ab ist es, die Teilnehmer zum selbstst\u00e4ndigen Umgang mit den TEI-Guidelines anzuleiten, um ihnen so ein Werkzeug in die Hand zu geben, mit dem sie sp\u00e4ter im Rahmen ihrer Projekte selbst arbeiten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der Methodenworkshop \u2018Techniken der digitalen Edition f\u00fcr die historisch arbeitenden Textwissenschaften\u2019 richtet sich an alle historisch arbeitenden Textwissenschaftler und m\u00f6chte insbesondere Nachwuchswissenschaftler (Doktoranden und Post-Doktoranden), aber auch Forscher ansprechen, die sich in ihrem Forschungsalltag und in aktuellen Projekten mit Themen der Planung und Erstellung von Digitalen Editionen besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p>Um einen reibungslosen Ablauf zu gew\u00e4hrleisten, werden die Teilnehmer gebeten, ihre eigenen Notebooks mitzubringen, so dass gemeinsam anhand von Beispieldaten einige Tools und Anwendungsszenarien getestet werden k\u00f6nnen. Es besteht ferner die M\u00f6glichkeit, dass die Teilnehmer vor Workshopbeginn Daten aus ihren eigenen Forschungsprojekten einreichen, um mithilfe dieser Daten exemplarische Erfassungsprobleme thematisieren und Anwendungsoptionen diskutieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das ausf\u00fchrliche Programm des Workshops, weiterf\u00fchrende Informationen und ggf. weitere Aktualisierungen werden auf\u00a0<a href=\"http:\/\/www.staff.uni-mainz.de\/marcuhel\/methods2014\">www.staff.uni-mainz.de\/marcuhel\/methods2014<\/a>\u00a0ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt.<\/p>\n<p>Bewerbungen zur Teilnahme am Workshop sind ab sofort bis zum 18. Dezember 2013 m\u00f6glich. Eine verbindliche Einladung erfolgt am 20. Dezember 2013.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Bewerbung senden Sie bitte\u00a0eine\u00a0E-Mail mit einem kurzen Lebenslauf und einem kurzen Motivationsschreiben (jeweils max. eine Seite) an:\u00a0<a href=\"mailto:aurast@ieg-mainz.de\">aurast@ieg-mainz.de<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"mailto:held@ieg-mainz.de\">held@ieg-mainz.de<\/a>.<\/p>\n<p>Bei inhaltlichen oder organisatorischen R\u00fcckfragen wenden Sie sich bitte an:<\/p>\n<ul>\n<li>Anna Aurast \u2013 IEG Mainz \u2013\u00a0<a href=\"mailto:aurast@ieg-mainz.de\">aurast@ieg-mainz.de<\/a><\/li>\n<li>Marcus Held \u2013 IEG Mainz und Johannes-Gutenberg-Universit\u00e4t Mainz \u2013\u00a0<a href=\"mailto:held@ieg-mainz.de\">held@ieg-mainz.de<\/a>.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Veranstalter:\u00a0Leibniz-Institut f\u00fcr Europ\u00e4ische Geschichte (IEG,\u00a0http:\/\/www.ieg-mainz.de\/) und DARIAH-DE (http:\/\/de.dariah.eu) Ort:\u00a0Leibniz-Institut f\u00fcr Europ\u00e4ische Geschichte, Alte Universit\u00e4tsstra\u00dfe 19, 55116 Mainz Beginn:\u00a029. 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