{"id":23370,"date":"2026-03-03T15:07:02","date_gmt":"2026-03-03T14:07:02","guid":{"rendered":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=23370"},"modified":"2026-03-03T15:07:02","modified_gmt":"2026-03-03T14:07:02","slug":"studiolo-digital-humanities-lab-winter-school-2026-in-centre-for-the-study-of-medicine-and-the-body-in-the-renaissance","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=23370","title":{"rendered":"Studiolo Digital Humanities Lab Winter school 2026 in Centre for the Study of Medicine and the Body in the Renaissance"},"content":{"rendered":"<p><strong>Vom 25. bis 27. Februar 2026 wurde eine online Winter School zu Digital Humanities im Centre for the Study of Medicine and the Body in the Renaissance (CSMBR) in Pisa unter dem Namen <em>Studiolo Digital Humanities<\/em> veranstaltet. <\/strong><strong>Vormittags widmeten wir uns einem praktischen Kurs zur Programmierung in Python f\u00fcr die Geisteswissenschaften; nachmittags fanden Workshops und Fachvortr\u00e4ge statt, die die praktische Anwendung der Digital Humanities in aktuellen Forschungsprojekten vorstellten.<\/strong><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2026\/03\/WhatsApp-Image-2025-10-23-at-17.44.05_caf6c2c9.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2026\/03\/WhatsApp-Image-2025-10-23-at-17.44.05_caf6c2c9-1024x768.jpg\" alt=\"The Centre for the Study of Medicine and the Body in the Renaissance\" class=\"wp-image-23375\" srcset=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2026\/03\/WhatsApp-Image-2025-10-23-at-17.44.05_caf6c2c9-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2026\/03\/WhatsApp-Image-2025-10-23-at-17.44.05_caf6c2c9-300x225.jpg 300w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2026\/03\/WhatsApp-Image-2025-10-23-at-17.44.05_caf6c2c9-768x576.jpg 768w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2026\/03\/WhatsApp-Image-2025-10-23-at-17.44.05_caf6c2c9-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2026\/03\/WhatsApp-Image-2025-10-23-at-17.44.05_caf6c2c9-243x181.jpg 243w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2026\/03\/WhatsApp-Image-2025-10-23-at-17.44.05_caf6c2c9.jpg 2016w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">The Centre for the Study of Medicine and the Body in the Renaissance (Bild: Fabrizio Bigotti)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Studiolo Digital Humanities Lab geh\u00f6rt zur Reihe <em>Winter Schools: Humanities for the Future <\/em>des CSMBR, die alle zwei Jahre vom Zentrum veranstaltet wird. Dieses Jahr fand der zweite Kurs seit der Gr\u00fcndung des Zentrums im Jahr 2018 statt. Die Schulung bot mir eine einzigartige Gelegenheit, mehr \u00fcber die Verwendung der Digital Humanities im medizinhistorischen Kontext zu erfahren und meine bisherigen Kenntnisse zu vertiefen. Dank des Stipendiums des Verbands Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd e.V.) wurde es mir erm\u00f6glicht, an dieser Winter School teilzunehmen, wof\u00fcr ich mich herzlich bedanken m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Die drei intensiven Tage waren vollst\u00e4ndig durch die Veranstaltungen ausgef\u00fcllt. Vormittags hatten wir die Gelegenheit, uns in die Programmierung mit Python und ihre Anwendungen in den Geisteswissenschaften einzuarbeiten. Bei der Einf\u00fchrung in die Programmierung erwarben wir praktische Kenntnisse \u00fcber Funktionen, Dateiverwaltung und Daten sowie \u00fcber Module \u2013 vor allem \u00fcber die Bibliothek Pandas. Damit konnten wir Datens\u00e4tze genauer mittels Statistik und Grafiken untersuchen. W\u00e4hrend jeder Sitzung hatten wir gen\u00fcgend Gelegenheit, gezielte Fragen zu stellen, die unsere eigene Forschung und unsere Forschungsperspektiven betrafen.<\/p>\n<p>Jeder Nachmittag war wissenschaftlichen Anwendungsszenarien der DH in aktuellen Forschungsprojekten oder Workshops zum Thema <em>Entwicklung interaktiver Forschungsergebnisse in der Wissenschaftsgeschichte<\/em> gewidmet, mit aktiver Diskussion offener Fragen, wie zum Beispiel: Was ist eine interaktive wissenschaftliche Ver\u00f6ffentlichung? Dieser Workshop ver\u00e4nderte meine Sicht auf wissenschaftliches Arbeiten und auf Ver\u00f6ffentlichungsmethoden, da interaktive Publikationen die M\u00f6glichkeit bieten, komplexe Inhalte klarer und differenzierter darzustellen. Die Fragenstellungen f\u00fchrten unsere Forschungsideen an eigenen Feldern durch DH-Anwendungsszenarien zur Unterst\u00fctzung. Bei mir handelt es sich vor allem um lateinische mittelalterliche medizinische Handschriften. Mit Hilfe der Bibliothek Pandas k\u00f6nnen Statistiken und Diagramme erstellt werden, was meiner Forschungsrichtung sehr n\u00fctzlich sein kann. Ich habe vor, die lateinischen medizinischen Handschriften einer Gattung und deren Entwicklung im Laufe der Jahrhunderte genauer zu untersuchen, wozu mir das neu erlernte Modul unbedingt behilflich sein wird. Dadurch l\u00e4sst sich die Entwicklung der Gattung \u201eregimen sanitatis\u201c anhand der DH-Daten vergleichen. Die allgemeine Vertiefung der vorher erworbenen Kenntnisse inspirierte mich auch, mich mehr mit den digitalen Editionen der ver\u00f6ffentlichten Texte zu besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p>Mein zweites Forschungsfeld, das durch die Winter School sehr profitierte, ist meine Arbeit zu den mittelalterlichen Schreibern. Ich sammelte mittlerweile mehrere Dateneintr\u00e4ge zu einigen Schreibern der Handschriften, aber dank dieses Kurses bekam ich breiteren \u00dcberblick dar\u00fcber, was und vor allem wie man mittels DH-Methoden erreichen kann. Sei es die Statistik der \u00dcberlieferung, die Ausbreitung der Handschriften oder Diagramme, mit denen man anschlie\u00dfend Vergleiche zu bereits existierenden Daten ziehen kann.<\/p>\n<p>Die Vortr\u00e4ge der gegenw\u00e4rtigen Forschungsprojekte waren vielf\u00e4ltig: Sie reichten von 3D-Modellierungen \u00fcber Python-Datenbanken bis zur Gamification, von arch\u00e4ologischen Ans\u00e4tzen (Digitalisierung der Handschriften) bis zur Medizin und zur Geschichte der Entwicklung von Vorstellungen \u00fcber Organe. All diese Felder galten als nahezu unersch\u00f6pfliche Quellen f\u00fcr Anwendungsszenarien und Ideen f\u00fcr die zuk\u00fcnftigen Forschungsrichtungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Nach jedem Vortrag gab es gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr einen bereichernden Austausch. Nat\u00fcrlich kann man w\u00e4hrend eines Kurses nur eine gewisse Menge an Kenntnissen erwerben, aber auch darauf war der Veranstalter vorbereitet. F\u00fcr viele Themen gab es Literaturvorschl\u00e4ge und Hinweise zum Weiterlesen, um sich weiterzuentwickeln.<\/p>\n<p>Das gesamte Programm kann man auf der Website des CSMBR unter folgendem <a href=\"https:\/\/csmbr.fondazionecomel.org\/events\/studiolo-2026\/\">Link<\/a> genauer einsehen; dort findet man auch aktuelle Veranstaltungen, Schulungen und Konferenzen, die nicht nur mit Medizingeschichte zusammenh\u00e4ngen. Hiermit m\u00f6chte ich mich beim Verband Digital Humanities im deutschsprachigen Raum nochmals f\u00fcr die Unterst\u00fctzung bedanken und meine \u00dcberzeugung \u00e4u\u00dfern, dass mir die Teilnahme an der Winter School nicht nur neue Kenntnisse in DH, sondern auch wissenschaftliche Kontakte in meinem Bereich der Medizingeschichte brachte, von denen sowohl mein Studium als auch meine Forschung profitieren werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom 25. bis 27. Februar 2026 wurde eine online Winter School zu Digital Humanities im Centre for the Study of Medicine and the Body in the Renaissance (CSMBR) in Pisa unter dem Namen Studiolo Digital Humanities veranstaltet. 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