{"id":23245,"date":"2026-02-12T10:04:15","date_gmt":"2026-02-12T09:04:15","guid":{"rendered":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=23245"},"modified":"2026-02-12T10:04:15","modified_gmt":"2026-02-12T09:04:15","slug":"virtuelles-dh-kolloquium-an-der-bbaw-16-02-2026-die-ki-beschreibt-mein-objekt-anwendungsszenarien-und-ausblicke-fuer-die-museumsdokumentation-in-zeiten-von-ki","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=23245","title":{"rendered":"Virtuelles DH-Kolloquium an der BBAW, 16.02.2026: Die KI beschreibt mein Objekt? &#8211; Anwendungsszenarien und Ausblicke f\u00fcr die Museumsdokumentation in Zeiten von KI"},"content":{"rendered":"\n<p>Im Rahmen des DH-Kolloquiums an der BBAW laden wir Sie herzlich zum n\u00e4chsten Termin am Montag, den 16. Februar 2026, 16 Uhr c.t., ein (virtueller Raum: <a href=\"https:\/\/meet.gwdg.de\/b\/lou-eyn-nm6-t6b\">https:\/\/meet.gwdg.de\/b\/lou-eyn-nm6-t6b<\/a>):<\/p>\n<p><strong>Joshua Ramon Enslin (Freies Deutsches Hochstift | museum-digital)<\/strong><\/p>\n<p>Sp\u00e4testens mit dem Aufkommen und der Popularisierung von KI-Chatbots wie ChatGPT hat die Diskussion um die M\u00f6glichkeiten des Einsatzes von K\u00fcnstlicher Intelligenz auch die Museumsdokumentation erreicht. <br \/><br \/>In diesem Vortrag wird auf Basis eines generalisierten Lifecycles von Erschlie\u00dfungsdaten zu Museumsobjekten erst ein kurzer \u00dcberblick \u00fcber bisherige Einsatzszenarien von KI mit dem Versuch einer Klassifikation pr\u00e4sentiert. Im Folgenden werden zwei im Rahmen der Initiative <br \/>museum-digital entwickelte Einsatzszenarien im Detail beleuchtet. <br \/><br \/>museum-digital (<a class=\"moz-txt-link-freetext\" href=\"https:\/\/www.museum-digital.org\/\">https:\/\/www.museum-digital.org\/<\/a>) wurde 2009 in Bitterfeld von Museen gegr\u00fcndet, um gemeinsam die Best\u00e4nde der Museen im Netz zu pr\u00e4sentieren. Ausgehend von der Publikation erweiterten sich die Aktivit\u00e4ten und Softwarel\u00f6sungen bald in andere, verwandte digitale Arbeitsfelder von Museen, besonders das Sammlungsmanagement und die Erstellung digitaler Ausstellungen. Heute arbeiten ca. 1700 Museen prim\u00e4r aus Deutschland, Ungarn und der Ukraine mit museum-digital, von denen bisher 1231 Objekte \u00fcber die Plattformen ver\u00f6ffentlicht haben. <br \/><br \/>Die beiden Werkzeuge im Fokus des Vortrages sind Versuche, die\u00a0 Erschlie\u00dfungsarbeit der Museen weiter zu vereinfachen. Einerseits werden hierzu etwa bei Gem\u00e4lden, Graphiken und Fotographien abgebildete Elemente automatisch erkannt und zur Verschlagwortung auf Basis des entsprechenden kontrollierten Vokabulars von museum-digital vorgeschlagen. Zentrale Fragen waren bei der Implementation einerseits die Anbindung bisher nicht auf die Arbeit mit Normdaten und kontrollierten Vokabularen ausgericheter Modelle an ein kontrolliertes Vokabular und die Frage, wie eine Klassifikation im Rahmen einer finanziell und in Bezug auf die zur Verf\u00fcgung stehenden (Server-)Hardware stark eingeschr\u00e4nkten Community-Initiative umgesetzt werden k\u00f6nnen. <br \/><br \/>Das zweite hervorgehobene Werkzeug synthetisiert auf Basis bestehender, strukturierter Objektmetadaten Prosa-Objektbeschreibungen, die sowohl im Sinne der Barrierefreiheit als auch f\u00fcr die Auffindbarkeit der Objekte (besonders durch Suchmaschinen) bei museum-digital f\u00fcr die Publikation von Objekten verpflichtend vorausgesetzt werden. Hierzu werden die strukturierten Objektdaten auf Anfrage der Nutzenden in eine Prompt-Vorlage eingef\u00fcgt. Auf Basis der Objektart werden ausgew\u00e4hlte, vorher als gut bewertete Beispielobjektbeschreibungen m\u00f6glichst \u00e4hnlicher Objekte mitgegeben (Few-Shotting). Um Nutzende zu einer tats\u00e4chlichen kritischen Auseinandersetzung der generierten Texte zu bewegen, werden je drei, von verschiedenen Large Language Models generierte, Vorschl\u00e4ge generiert und angezeigt. Ist einer ausgew\u00e4hlt, werden Nutzende aufgefordert, den Text zu redigieren. Das Tool entstand experimentell im Rahmen einer Kooperation des Freien Hochstifts, des Zuse-Instituts Berlin, digiS&#8216; und von museum-digital. In diesem Kontext wurde f\u00fcr das Werkzeug ein engmaschiges Logging der generierten Daten und der Nutzerinteraktion implementiert, das tiefere Auswertungen zul\u00e4sst &#8211; etwa, inwiefern die Texte tats\u00e4chlich redigiert wurden, und ob bestimmte Modelle, Textl\u00e4ngen, etc. von den Nutzenden pr\u00e4feriert wurden. <br \/><br \/>Der Vortrag schlie\u00dft mit einem Ausblick auf die weiteren Potentiale und die durch die durch dank KI ver\u00e4nderte Umgebung aufgekommenen neuen Herausforderungen in der (digitalen) Erschlie\u00dfung und Publikation von Museumsbest\u00e4nden.<\/p>\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>***<\/strong><\/p>\n<p>Die Veranstaltung findet virtuell statt; eine Anmeldung ist nicht notwendig. Zum Termin ist der virtuelle Konferenzrraum \u00fcber den Link <strong><a href=\"https:\/\/meet.gwdg.de\/b\/lou-eyn-nm6-t6b\">https:\/\/meet.gwdg.de\/b\/lou-eyn-nm6-t6b<\/a><\/strong>\u00a0erreichbar. Wir m\u00f6chten Sie bitten, bei Eintritt in den Raum Mikrofon und Kamera zu deaktivieren. Nach Beginn der Diskussion k\u00f6nnen Wortmeldungen durch das Aktivieren der Kamera signalisiert werden.<\/p>\n<p>Der Fokus der Veranstaltung liegt sowohl auf praxisnahen Themen und konkreten Anwendungsbeispielen als auch auf der kritischen Reflexion digitaler geisteswissenschaftlicher Forschung. Weitere Informationen finden Sie auf der <a href=\"https:\/\/www.bbaw.de\/bbaw-digital\/dh-kolloquium\">Website der BBAW<\/a>.<\/p>\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen des DH-Kolloquiums an der BBAW laden wir Sie herzlich zum n\u00e4chsten Termin am Montag, den 16. 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