{"id":22725,"date":"2025-08-15T17:22:23","date_gmt":"2025-08-15T15:22:23","guid":{"rendered":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=22725"},"modified":"2025-08-15T17:24:32","modified_gmt":"2025-08-15T15:24:32","slug":"dh2025-building-access-and-accessibility-open-science-to-all-citizens-meine-ersten-schritte-in-die-forschungswelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=22725","title":{"rendered":"DH2025: Building Access and Accessibility, open science to all citizens &#8211; Meine ersten Schritte in die Forschungswelt"},"content":{"rendered":"\n<pre class=\"wp-block-preformatted\"><em><span style=\"font-weight: 400\">Vom 14. bis 18. Juli 2025 fand in Lissabon die Digital Humanities Konferenz unter dem Motto \u201eBuilding access and accessibility, open science to all citizens\u201c statt. Gemeinsam mit meiner Kommilitonin und Dozentin durfte ich unser Projekt als \u201eLong Presentation\u201c vorstellen. Was als Kursprojekt begann, wurde zu meiner ersten internationalen Konferenzteilnahme und einer wichtigen Erfahrung f\u00fcr meine berufliche Zukunft. Besonders dankbar bin ich dem Verband <\/span><span style=\"font-weight: 400\">\u201eDigital Humanities im deutschsprachigen Raum e.V.\u201c<\/span><span style=\"font-weight: 400\">, der mir \u00fcber das DHd-Reisestipendium die Teilnahme erm\u00f6glicht hat. Ohne diese gro\u00dfz\u00fcgige Unterst\u00fctzung w\u00e4re es mir nicht m\u00f6glich gewesen, diese wertvolle Erfahrung zu sammeln.<\/span><\/em><\/pre>\n\n\n\n<h2>&nbsp;<\/h2>\n<h2><a href=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2025\/08\/DH2025-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-22732\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2025\/08\/DH2025-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"1920\" height=\"2560\" srcset=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2025\/08\/DH2025-scaled.jpg 1920w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2025\/08\/DH2025-225x300.jpg 225w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2025\/08\/DH2025-768x1024.jpg 768w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2025\/08\/DH2025-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2025\/08\/DH2025-1536x2048.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><\/a><\/h2>\n<h2><b>Von der Studienarbeit zur internationalen Konferenz<\/b><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Ich befinde mich gerade in der finalen Phase meines Masterstudiums und arbeite parallel am Institut f\u00fcr Digital Humanities der Universit\u00e4t zu K\u00f6ln. Dort bekomme ich viel von den Abl\u00e4ufen hinter den Kulissen mit, besonders wie Promotionen und Forschungsprojekte vonstattengehen. Urspr\u00fcnglich hatte ich nie vor, zu promovieren. Der Master sollte mein letzter Meilenstein sein, danach wollte ich direkt ins Berufsleben einsteigen. Die Pandemie und einige Umwege verl\u00e4ngerten mein Studium, wodurch ich mich unter Zeitdruck f\u00fchlte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Doch wie so vieles in meinem Studium entwickelte sich auch diese Perspektive ganz nat\u00fcrlich. Dass ich \u00fcberhaupt im Bereich Digital Humanities studieren w\u00fcrde, h\u00e4tte ich mir fr\u00fcher nie vorstellen k\u00f6nnen. Inzwischen bin ich f\u00fcr neue M\u00f6glichkeiten offen. Die Konferenzerfahrung hat mein Interesse an einer Promotion geweckt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Den Grundstein legte ein Kurs namens \u201eDigital Humanities \u2013 Theorie und Praxis\u201c, in dem wir als Gruppe ein Virtual-Reality-Projekt in der Spiel-Engine Unreal Engine 5 entwickelten. Mit Unterst\u00fctzung unserer Dozentin w\u00e4hlten wir das Thema und erstellten eine Anwendung \u00fcber mittelalterliche Losb\u00fccher, speziell das \u201ePrenostica Socratis Basilei\u201d in seinen mittelalterlichen deutschen Versionen. Diese historischen Wahrsagetexte haben ihre Wurzeln in der Sp\u00e4tantike und wurden vor allem vom 14. bis 16. Jahrhundert zur Zukunftsvorhersage verwendet. Typisch war dabei der Einsatz von interaktiven Ritualen wie W\u00fcrfeln, um durch den nicht linearen Text zu navigieren. Als konkrete Grundlage diente uns das Losbuch Konrad Bollstatters, eine Handschrift aus dem 15. Jahrhundert, die charakteristische Merkmale dieser Textgattung zeigt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Wir platzierten dieses Losbuch in drei virtuellen Umgebungen: einer Klosterbibliothek, einem Astrologenlabor und einer Taverne. Damit wollten wir die unterschiedlichen Nutzungskontexte der Zeit nachbilden, von spirituellen \u00fcber wissenschaftliche bis hin zu unterhaltenden Zwecken.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Die von uns entwickelte VR Anwendung erm\u00f6glicht es Nutzern, das Losbuch in seinen historischen Zusammenh\u00e4ngen zu erleben. Dabei k\u00f6nnen sie die typischen multisensorischen Interaktionen nachempfinden, etwa das Bl\u00e4ttern in den Pergamentseiten oder das ritualisierte W\u00fcrfeln, die f\u00fcr die mittelalterliche Nutzung dieser Texte entscheidend waren. Schon w\u00e4hrend der Entwicklung war klar, dass wir das Projekt weiterf\u00fchren und einem gr\u00f6\u00dferen Publikum zeigen wollten. Wir schrieben ein Paper dar\u00fcber, das tats\u00e4chlich f\u00fcr die DH Conference akzeptiert wurde!<\/span><\/p>\n\n\n\n<h2><b>Die Reise nach Lissabon<\/b><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Da alles sehr schnell ging, konnte nicht das gesamte Team teilnehmen. Als Studierende fehlten uns schlichtweg die finanziellen Mittel, und die Fl\u00fcge und Unterk\u00fcnfte waren w\u00e4hrend der Sommerzeit besonders teuer. Auch zeitliche Konflikte verhinderten, dass wir von Anfang an dabei sein konnten. Unsere Teammitglieder waren in unseren Gedanken dabei. Wir stellten sicher, dass ihre Arbeit gew\u00fcrdigt wurde. <\/span><span style=\"font-weight: 400\">Am Abend des 17. Juli landeten wir in Lissabon. Nach der Ankunft freuten wir uns sehr \u00fcber das tolle Wetter. Wir nahmen die Bahn zu unserem Airbnb, das gl\u00fccklicherweise nicht weit vom Flughafen entfernt lag. Unser Host war eine nette portugiesische Familie, die uns Zugang zu den meisten R\u00e4umlichkeiten gew\u00e4hrte.<\/span><\/p>\n\n\n\n<h2><b>Erste Eindr\u00fccke auf der Konferenz<\/b><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Bei der Ankunft zur Konferenz war ich \u00fcberw\u00e4ltigt von der Menschenvielfalt aus aller Welt. Nach der Anmeldung erhielten wir unsere Namensschilder mit Affiliationen. Unsere Pr\u00e4sentation war f\u00fcr Donnerstag um 14 Uhr geplant, die Slots dauerten jeweils 1,5 Stunden und begannen um 10 Uhr. \u00dcber die Whova-App konnte man sich vernetzen und f\u00fcr interessante Sessions eintragen. Zus\u00e4tzlich gab es eine komplette Teilnehmer:innenliste und eine Messaging-Funktion f\u00fcr die Vernetzung. <a href=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2025\/08\/IMG_1051-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-22733\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2025\/08\/IMG_1051-scaled.jpg\" alt=\"Zwei Personen mit DH2025 Konferenz-Namensschildern (Pascale Boisvert und Nadjim Noori, University of Cologne) unter einem Baum\" width=\"1920\" height=\"2560\" srcset=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2025\/08\/IMG_1051-scaled.jpg 1920w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2025\/08\/IMG_1051-225x300.jpg 225w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2025\/08\/IMG_1051-768x1024.jpg 768w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2025\/08\/IMG_1051-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2025\/08\/IMG_1051-1536x2048.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Wir waren sehr aufgeregt, da wir uns noch nicht vollst\u00e4ndig vorbereitet f\u00fchlten. Neue \u00c4ngste kamen auf: Was, wenn niemand oder zu wenige zu unserem Panel kommen? Was, wenn Fragen gestellt werden, die wir nicht beantworten k\u00f6nnen? Wir hatten uns zwar auf spezifische Fragen vorbereitet, aber unser Projekt w\u00fcrde sicherlich komplexe Fragen aufwerfen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Ich f\u00fchlte mich etwas eingesch\u00fcchtert, denn die meisten Teilnehmenden waren Postdocs oder Promovierende. Genau deshalb wollte ich herausfinden, ob ich mir eine Karriere in diesem Bereich vorstellen kann, und suchte aktiv Gespr\u00e4che in den Pausen.<\/span><\/p>\n\n\n\n<h2><b>Die Pr\u00e4sentation<\/b><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Am Abend zuvor \u00fcbten wir unsere Passagen und nahmen das VR-Headset f\u00fcr eine m\u00f6gliche Live-Demo mit. Letztlich zeigten wir jedoch nur ein Video, um das Risiko technischer Probleme oder von Zeitverz\u00f6gerungen zu vermeiden. Unsere Pr\u00e4sentationszeit war auf 20 Minuten begrenzt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">W\u00e4hrend der Pr\u00e4sentation betonte unsere Dozentin, dass wir Masterstudierende seien, die zum ersten Mal in dieser Form pr\u00e4sentieren. Die Pr\u00e4sentation verlief sehr gut. Wir hielten die Zeit ein, stotterten kaum, das Englisch funktionierte, und die Diskussionsrunde war lebendig. Es gab viele Fragen, was uns freute. Kritische Stimmen gab es auch: Jemand hinterfragte unsere Methodik, doch eine andere Person wies die Kritik zur\u00fcck und bezeichnete unseren Ansatz als intuitiv.<\/span><\/p>\n\n\n\n<h2><b>Die Konferenztage<\/b><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Wir gingen relativ sp\u00e4t schlafen und mussten fr\u00fch aufstehen. Am ersten Tag ging ich in den Pausen zu unserer Dozentin, die unsere Pr\u00e4sentation unterst\u00fctzte und die Session moderierte. Unser Institut war sch\u00f6n auf der DH-Konferenz vertreten. Ich sah viele Dozent:innen und Kommiliton:innen, die ebenfalls pr\u00e4sentierten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Die Mittagspause am Donnerstag war hektisch, doch ich nutzte die kurze Zeit, um etwas von Lissabon zu sehen und zu essen. Nach der Pr\u00e4sentation besuchten wir bis tief in den Abend weitere Sessions.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Der Freitag war viel entspannter, da der Druck weg war. Wir suchten in Ruhe interessante Sessions aus und a\u00dfen entspannt zu Mittag. Ich erlebte viele spannende Pr\u00e4sentationen, besonders gefielen mir die mit viel Programmierung.<\/span><\/p>\n\n\n\n<h2><b>Die abschlie\u00dfende Keynote<\/b><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Am Ende des Freitags gab es die Final Keynote, bei der wir unbedingt dabei sein wollten. Roopika Risam vom Dartmouth College hielt einen Vortrag \u00fcber \u201eDigital Humanities for a World Unmade\u201c. Sie forderte die DH-Community heraus, nicht nur technische Expert:innen, sondern auch politische Akteur:innen zu sein. Besonders h\u00e4ngen geblieben ist mir ihr Aufruf, digitale Forschung als Mittel f\u00fcr soziale Gerechtigkeit zu nutzen und marginalisierte Stimmen sichtbar zu machen.<\/span><\/p>\n\n\n\n<h2><b>Fachliche Einblicke und neue Horizonte<\/b><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Die Sessions, die ich besuchte, zeigten die Vielfalt der Digital Humanities: von Machine-Learning-Ans\u00e4tzen f\u00fcr Gothic Novels \u00fcber Netzwerkanalysen antiker griechischer Texte bis hin zu automatisierten Text-Processing-Tools. Besonders beeindruckt hat mich der Session-Slot \u201eAutomating Text Processing with LLMs &amp; Data Visualization Tools\u201c. Die Pr\u00e4sentation zu <\/span><b>\u201e<\/b><span style=\"font-weight: 400\">CodeFlow\u201d zeigte mir, wie weit wir bereits in der Automatisierung gekommen sind. Tools wie diese k\u00f6nnen digitale Geisteswissenschaften zug\u00e4nglicher machen, indem sie auch weniger technisch versierten Forschenden den Zugang zu komplexen Analysemethoden erleichtern. <a href=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2025\/08\/IMG_1011-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-22735\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2025\/08\/IMG_1011-scaled.jpg\" alt=\"Konferenzraum mit Teilnehmern w\u00e4hrend eines Vortrags, Blick von hinten auf das Publikum und die Pr\u00e4sentation vorne\" width=\"2560\" height=\"1920\" srcset=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2025\/08\/IMG_1011-scaled.jpg 2560w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2025\/08\/IMG_1011-300x225.jpg 300w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2025\/08\/IMG_1011-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2025\/08\/IMG_1011-768x576.jpg 768w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2025\/08\/IMG_1011-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2025\/08\/IMG_1011-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2025\/08\/IMG_1011-243x181.jpg 243w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Eine andere Pr\u00e4sentation, die mich besonders fesselte, war \u201eComparing Human and AI Performance in Visual Storytelling through Creation of Comic Strips\u201c. Der Pr\u00e4sentierende war trotz seiner Online-Teilnahme so unterhaltsam, und die Erkenntnisse reflektierten die Vielseitigkeit und Kreativit\u00e4t der DH-Forschung. In der Pr\u00e4sentation wurde eine Studie vorgestellt, in der Menschen und KI darin verglichen wurden, einen dreiteiligen Nancy-Comic nachzustellen. Menschen mit grundlegender k\u00fcnstlerischer Ausbildung \u00fcberzeugten durch zusammenh\u00e4ngende visuelle Erz\u00e4hlungen, w\u00e4hrend die KI trotz beeindruckender k\u00fcnstlerischer Replikation Schwierigkeiten hatte, eine stimmige Geschichte zu erzeugen. Die Ergebnisse zeigen, dass Menschen nach wie vor \u00fcberlegen sind, Anweisungen in sinnvolle Geschichten umzusetzen.<\/span><\/p>\n\n\n\n<h2><b>\u00dcberraschende Erkenntnisse und Vernetzung<\/b><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Was mich am meisten \u00fcberrascht hat, war die Selbstverst\u00e4ndlichkeit, mit der hier Geisteswissenschaftler:innen, Informatiker:innen, Bibliothekar:innen und K\u00fcnstler:innen zusammenarbeiten. Die Bandbreite reichte von technischen Ans\u00e4tzen bis zu konzeptuellen Reflexionen \u00fcber digitale Kultur. Es war faszinierend zu beobachten, wie schnell sich Trends und Technologien im Feld entwickeln.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Die Vernetzung war ein H\u00f6hepunkt der Konferenz. Ich konnte mich mit Forschenden aus Polen, den Niederlanden und den USA austauschen. Eine US-amerikanische Professorin zeigte gro\u00dfes Interesse an unserer Pr\u00e4sentation und wollte Einblicke f\u00fcr ihre Kurse, um \u00e4hnliche Projekte mit ihren Studierenden zu realisieren. Solche direkten Angebote f\u00fcr Kollaborationen h\u00e4tte ich nicht erwartet.<\/span><\/p>\n\n\n\n<h2><b>Ein neuer Blick auf die Promotion<\/b><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Eine meiner Hauptemotionen w\u00e4hrend der Konferenz war die Angst vor dem Ungewissen, vielleicht auch ein bisschen Imposter-Syndrom. Noch vor einem Jahr h\u00e4tte ich gesagt, dass ein PhD f\u00fcr mich keine Option ist. Mir fehlte einfach der Ankn\u00fcpfungspunkt. In meinem Umfeld kannte ich kaum jemanden, der eine Promotion anstrebte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Die Konferenz erm\u00f6glichte mir einen Einblick in die weltweite DH-Forschung. Es gab sogar ein Online-Board mit Job- und PhD-Angeboten, und ich sprach mit vielen Gleichaltrigen \u00fcber ihre Erfahrungen und ob sie eine Promotion empfehlen w\u00fcrden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Die positive Resonanz auf unser Projekt gibt mir Mut, tiefer in dieses Forschungsfeld einzutauchen, und ich werde mich demn\u00e4chst von meiner Dozentin beraten lassen.<\/span><\/p>\n\n\n\n<h2><b>Ausblick und Ratschl\u00e4ge<\/b><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Nach der Masterarbeit stehen die PhD-Pl\u00e4ne im Raum. Vielleicht f\u00fchrt mich das sogar ins Ausland. F\u00fcr unser VR-Projekt hoffen wir auf Funding. Diese Antwort musste ich w\u00e4hrend der Diskussionsrunde nach unserer Pr\u00e4sentation h\u00e4ufig geben, wenn gefragt wurde, warum wir bestimmte Aspekte nicht anders umgesetzt haben. Mit zus\u00e4tzlichen Ressourcen k\u00f6nnten wir das Projekt f\u00fcr noch mehr Menschen zug\u00e4nglich machen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Anderen Masterstudierenden, die ihre erste Konferenz besuchen, w\u00fcrde ich raten: Lasst euch von eurer Unsicherheit nicht blockieren. Viele Menschen auf der Konferenz durchlaufen genau dasselbe wie ihr. Und nach der ersten Konferenz werden die n\u00e4chsten viel leichter. F\u00fcr zuk\u00fcnftige Pr\u00e4sentationen w\u00fcrde ich mein Zeitmanagement verbessern, um alles noch einmal in Ruhe durchzugehen, auch wenn mir bewusst ist, dass diese Konferenz f\u00fcr mich sehr pl\u00f6tzlich kam.<\/span><\/p>\n\n\n\n<h2><b>Fazit<\/b><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Diese erste Konferenzerfahrung hat nicht nur meinen Blick auf eine m\u00f6gliche Promotion ver\u00e4ndert, sondern mir auch gezeigt, wie lebendig, vielf\u00e4ltig und zukunftsweisend die Digital Humanities sind. Die Begegnungen mit internationalen Forschenden und der Austausch \u00fcber innovative Projekte haben mich best\u00e4rkt, meinen Weg in diesem Feld weiterzugehen.<\/span><\/p>\n<p><br style=\"font-weight: 400\" \/><br style=\"font-weight: 400\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom 14. bis 18. Juli 2025 fand in Lissabon die Digital Humanities Konferenz unter dem Motto \u201eBuilding access and accessibility, open science to all citizens\u201c statt. Gemeinsam mit meiner Kommilitonin und Dozentin durfte ich unser Projekt als \u201eLong Presentation\u201c vorstellen. Was als Kursprojekt begann, wurde zu meiner ersten internationalen Konferenzteilnahme und einer wichtigen Erfahrung f\u00fcr meine berufliche Zukunft. Besonders dankbar bin ich dem Verband \u201eDigital Humanities im deutschsprachigen Raum e.V.\u201c, der mir \u00fcber das DHd-Reisestipendium die Teilnahme erm\u00f6glicht hat. 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