{"id":20822,"date":"2024-04-03T10:55:50","date_gmt":"2024-04-03T08:55:50","guid":{"rendered":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=20822"},"modified":"2024-04-03T10:55:50","modified_gmt":"2024-04-03T08:55:50","slug":"rueckblick-auf-die-dhd-2024-aus-studi-sicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=20822","title":{"rendered":"R\u00fcckblick auf die DHd 2024 aus Studi-Sicht"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em>Dieser Beitrag ist im Rahmen eines Reisekostenstipendiums f\u00fcr die DHd2024 entstanden. Ich m\u00f6chte mich bei <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/nfdi4culture.de\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/nfdi4culture.de\" target=\"_blank\">NFDI4Culture<\/a><\/em> <em>an dieser Stelle herzlich daf\u00fcr bedanken, mir die Teilnahme an der Konferenz zu erm\u00f6glichen. Auch m\u00f6chte ich die tolle Arbeit der Organisator*innen hervorheben und mich daf\u00fcr bedanken, dass meine Konferenzerfahrung so positiv war und mir wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Den digitalen Geisteswissenschaften bin ich w\u00e4hrend der Coronazeit n\u00e4hergekommen. Nicht dass ich vorher uninteressiert war, aber Studium und Arbeit erst in der Architektur, dann in der Denkmalpflege, haben nur bedingt Zeit zum Ausprobieren gelassen. Da war die forcierte Digitalisierung der Pandemie f\u00fcr mich nicht g\u00e4nzlich unwillkommen und hat mich schlie\u00dflich sogar zum zweiten Masterstudium Computing in the Humanities gebracht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein entscheidender Nachteil war dagegen der Wegfall an Austauschm\u00f6glichkeiten, die nicht auf die Stabilit\u00e4t meines Internetanschlusses angewiesen waren. Das schlie\u00dft Konferenzen sowie den zuvor selbstverst\u00e4ndlichen Kontakt mit Kommiliton*innen ein. Was es sehr schwer macht, einzusch\u00e4tzen wie realistisch die eigenen Projektideen (die Masterarbeit steht noch aus) sind. Hier ist das Ziel automatisch Methodiken beider Disziplinen zu vernetzen &#8212; statt eine Fragestellung f\u00fcr das eine Fachgebiet zu erarbeiten und dann zu schauen, welche Werkzeuge sich aus der anderen Disziplin daf\u00fcr verwenden lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dieser Ausgangslage auf einmal mit 500 Leuten, die in der gleichen Doppeldisziplin unterwegs sind, in einer Keynote-Vorlesung zu sitzen, bildete f\u00fcr mich entsprechend ein Kontrastprogramm zu meinen bisherigen Digital Humanities Erfahrungen. Zusammen einem Soziologen zuzuh\u00f6ren, der aufzeigt wie m\u00fchsam es ist Datenpunkte so aufzubereiten, dass ihre komplexen Zusammenh\u00e4nge realistisch untersucht werden k\u00f6nnen, aber auch, dass es m\u00f6glich und lohnenswert ist, bildete einen erfreulichen Kontrapunkt zu den allt\u00e4glichen Detaildiskussionen um die Datenaufbereitung.<\/p>\n\n\n\n<p>Entsprechend war ich aber auch froh, nicht direkt in diesen Kontrast geworfen worden zu sein, sondern am Dienstag sanft in den kleinen Workshopgruppen anzufangen. Hier hatte ich mit <a href=\"https:\/\/impresso-project.ch\/app\/?sq=\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Impresso<\/a> einen Einblick in den aktuellen Stand der digitalen Gazetteer Plattformen und mit <a href=\"https:\/\/www.geovistory.org\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Geovistory<\/a> in eine Oberfl\u00e4che, die das Erstellen von Graphdatenbanken zug\u00e4nglicher macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Vortragssessions starteten f\u00fcr mich direkt mit dem Fokus Highlight zu Kulturg\u00fctern, in dem Franziska Klemsteins Projekt zur vereinheitlichten <a href=\"https:\/\/zenodo.org\/records\/10698202\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Sammlung von Denkmallistendaten<\/a> f\u00fcr mich besonders interessant war. In den \u00fcbrigen Sessions konnte ich ein wenig freier w\u00e4hlen, da ich hier meist in f\u00fcr mich unbekannte Forschungsfelder schnuppern \u201emusste\u201c. Nat\u00fcrlich ist das eine wunderbare Gelegenheit, wenn man den Karriereweg noch nicht durch l\u00e4ngere Forschungsarbeiten abgegrenzt hat, sondern umgekehrt noch auf der Suche nach kombinierbaren M\u00f6glichkeiten ist. Neben verschiedenen Anwendungsbeispielen zu Graphdatenbanken, dem Feld mit dem ich mich schon besch\u00e4ftigt habe, \u00fcberraschte mich die umfassende Anwendung von ML bis hin zu der <a href=\"https:\/\/zenodo.org\/records\/10698490\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Pose-Analyse<\/a> von Stefanie Schneider. Au\u00dferdem war ich sehr erfreut \u00fcber die <a href=\"https:\/\/zenodo.org\/records\/10698402\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Beitr\u00e4ge aus den Gamestudies<\/a> und wie umfassend hier auch zur Art, wie Spiele konsumiert werden, z.B. \u00fcber Backseat Gaming, geforscht wird. Dazu passend auch die Abschluss Keynote \u00fcber Narrative.<\/p>\n\n\n\n<p>Spannend war auch die Fishbowl Diskussion zum Stand der DH und ob sie nun dran arbeiten sich selbst abzuschaffen oder nicht. Mit dem Vorteil des zeitlichen Abstands dazu mein Senf: Einerseits werden immer mehr Geisteswissenschaftler*innen auch mit digitalen Methoden arbeiten, aber das kann man auch ohne die informatischen Hintergr\u00fcnde tiefer zu verstehen. Ich glaube es braucht weiter die Leute, die sich in beiden Fachrichtungen auskennen, um die Br\u00fccke zu bilden. Sonst reden die Vertreter*innen beider Disziplinen zwar miteinander, aber Missverstehen sich, weil sie die &#8211; nach meiner Erfahrung &#8211; doch recht unterschiedlichen, Denkstrategien der anderen Fachrichtung gar nicht kennen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr mich ein wenig schade war die wenigen Raumgezogenen Projekte. Dazu sehr interessant Cindy Kr\u00f6bers Vortrag zu <a href=\"https:\/\/zenodo.org\/records\/10698315\"><em>Verkn\u00fcpfungen und Kontextualisierung durch Annotationen<\/em><\/a><em>. <\/em>Das motiviert andererseits auch, mehr mit Karten und r\u00e4umlich bezogenen Daten zu machen und beim n\u00e4chsten mal ein entsprechendes Beispielprojekt einzureichen.<\/p>\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Beitrag ist im Rahmen eines Reisekostenstipendiums f\u00fcr die DHd2024 entstanden. Ich m\u00f6chte mich bei NFDI4Culture an dieser Stelle herzlich daf\u00fcr bedanken, mir die Teilnahme an der Konferenz zu erm\u00f6glichen. Auch m\u00f6chte ich die tolle Arbeit der Organisator*innen hervorheben und mich daf\u00fcr bedanken, dass meine Konferenzerfahrung so positiv war und mir wohl noch lange in [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":398,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-20822","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20822","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/398"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=20822"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20822\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20826,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20822\/revisions\/20826"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=20822"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=20822"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=20822"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}