{"id":20415,"date":"2023-12-20T14:47:13","date_gmt":"2023-12-20T13:47:13","guid":{"rendered":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=20415"},"modified":"2023-12-20T14:47:13","modified_gmt":"2023-12-20T13:47:13","slug":"ein-bericht-ueber-das-4culturebarcamp2023-am-mittwoch-den-05-juli-10-16-uhr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=20415","title":{"rendered":"Ein Bericht \u00fcber das 4CultureBarcamp2023 am Mittwoch, den 05. Juli (10-16 Uhr)"},"content":{"rendered":"\n<p>Das NFDI4Culture &#8211; Konsortium f\u00fcr Forschungsdaten zu materiellen und immateriellen Kulturg\u00fctern koordinierte einen Online-Workshop zum Thema 3D Forschungsdaten f\u00fcr das materielle Kulturerbe.<\/p>\n<p>Nach einem intensiven und spannenden Tag beim 4CultureBarcamp2023 zum Thema &#8222;3D-Forschungsdaten f\u00fcr das materielle Kulturerbe&#8220; wird deutlich, dass die Bedeutung von 3D-Daten in Museen und Sammlungen immer weiter zunimmt. W\u00e4hrend digitale 3D-Objekte bereits erfolgreich in der Vermittlung eingesetzt werden, gibt es aber auch noch viel ungenutztes Potential im Bereich der 3D-Forschungsdaten.<\/p>\n<p>Der Tag begann mit einer Einf\u00fchrung durch Kristin Narr (https:\/\/kristin-narr.de\/ Bildungspraktikerin) und der Vorstellung des NFDI4Culture Teams. Anschlie\u00dfend wurden Kernfragen rund um die Erfassung, Verarbeitung und Bereitstellung von 3D-Daten pr\u00e4sentiert.<br \/>\u00a0Experten wie <a href=\"https:\/\/staatsbibliothek-berlin.de\/die-staatsbibliothek\/abteilungen\/generaldirektion\/info-sv\">Reinhard Altenh\u00f6ner<\/a> (Staatsbibliothek-Berlin) und Till Sonemann (Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Centers f\u00fcr digitale Geisteswissenschaften in Bonn) diskutierten mit knapp 100 weiteren Teilnehmern \u00fcber die verschiedenen Aspekte und Herausforderungen.<\/p>\n<p><strong>Impulsvortrag<\/strong><\/p>\n<p><strong>Der einleitende Impulsvortrag von <\/strong><a href=\"https:\/\/i3mainz.hs-mainz.de\/team\/kaichristianbruhn\/\"><strong>Prof. Dr. Kai-Christian Bruhn<\/strong><\/a> thematisierte das Forschungsdatenmanagement und die Erfassung kulturellen Erbes in digitalen 3D-Daten. <em>\u201eJedes Objekt des Kulturerbes ist dreidimensional, es kann sonst nicht existieren.\u201c<\/em> Alle Objekte haben eine materielle Struktur und k\u00f6nnen somit digital als 3D-Abbild erfasst werden.<\/p>\n<p>Doch wie werden 3D-Daten qualitativ und quantitativ in entsprechenden Infrastrukturen und dar\u00fcber hinaus klassifiziert und strukturiert? <em>\u201eWelches Potential m\u00fcssen die Daten haben?\u201c<\/em><\/p>\n<p>Das National (3D) Data Repository ist ein sicherer Ort, um die erfassten digitalen Daten des Objektes, die in einem Geistes- und Sozialwissenschaften Rahmen \u00f6ffentlich finanziertem Projekt erstellt wurden, zu speichern, offenzulegen und zu ver\u00f6ffentlichen. Jedes 3D-Modell wird dort durch einen <em>DIGITAL OBJECT IDENTIFIER (DOI)<\/em> referenziert:<a href=\"https:\/\/www.re3data.org\/repository\/r3d100014088\"> https:\/\/www.re3data.org\/repository\/r3d100014088<\/a>.<\/p>\n<p>Das Buch: \u201eLeitfaden zur optischen Messtechnik\u201c beschreibt den Workflow, wie 3D Daten erfasst werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die CS3DP Community Standard for 3D Preservation<a href=\"https:\/\/cs3dp.org\/\"> https:\/\/cs3dp.org\/<\/a> ist der Versuch einer globalen Zusammenarbeit und Standardisierung f\u00fcr die Analyse von 3D-Daten.<\/p>\n<p>Bruhn pr\u00e4sentierte verschiedene Techniken der 3D-Erfassung und Verarbeitung und stellte sie qualitativ gegen\u00fcber. Er zeigte Versuche, die Scherben einer kaputten Gl\u00fchbirne per 3D-Scan zu erfassen und verdeutlichte so die Problematik und Schwierigkeiten beim 3-dimensionalen Erfassen, aber auch beim Rekonstruieren von zerst\u00f6rten Objekten.<\/p>\n<p>Zum Workflow zur Erfassung von 3D-Daten geh\u00f6ren nicht nur spezielle Anspr\u00fcche an die Technik, sondern auch die Nutzer (das Personal) m\u00fcssen die Technik verstehen und anwenden k\u00f6nnen. Daher muss schon von Beginn an eine detaillierte Beschreibung der Objekte erstellt werden. Dar\u00fcber hinaus ist es auch wichtig, die Zielgruppe (k\u00f6nnen auch alle sein) und die Infrastruktur vom Erfassen der Daten bis hin zum Bereitstellen der Daten zu kennen. Messger\u00e4te m\u00fcssen immer wieder neu kalibriert werden und Daten wie Geometry, Struktur, Muster und vieles mehr verglichen, korrigiert und erg\u00e4nzt werden.<\/p>\n<p><strong>Breakouts\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die knapp 100 Teilnehmer verteilten sich anschlie\u00dfend auf Breakout-Sessions zu verschiedenen Themen \u00fcber<strong> 3D-Forschungsdaten f\u00fcr das materielle Kulturerbe<\/strong>, wie die 3D-Rekonstruktion von nicht mehr existierenden Objekten, die Verwendung von 3D-Daten in der Wissensvermittlung, die Standardisierung von Daten, das Datenbankmanagement von 3D-Objekten und vieles mehr. Die Sessions wurden in drei Bl\u00f6cke von jeweils 45 Minuten eingeteilt. Es wurde deutlich, dass es an Standardisierung und klaren Leitf\u00e4den fehlt, um eine einheitliche Erfassung und Aufbereitung von 3D-Daten zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Die Diskussionen drehten sich auch um die Herausforderungen bei der Wahl der richtigen Software und den Umgang mit gro\u00dfen Datenmengen. Es wurde betont, dass eine gro\u00dfe Community und eine langfristige Nutzungsm\u00f6glichkeit wichtige Faktoren bei der Auswahl von Software sind. Metadaten spielen ebenfalls eine wichtige Rolle, da sie die Informationen \u00fcber die 3D-Objekte strukturieren und bereitstellen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Vorgeschlagen wurden die Themen (https:\/\/padlet.com\/KristinNarr\/4culture-barcamp-2023-yve15rpq5gfyt0x3):<\/p>\n<ul>\n<li>Wie k\u00f6nnen 3D Daten in der Wissensvermittlung eingesetzt werden<\/li>\n<li>\u00a0Wie gehe ich mit extrem gro\u00dfen Daten um?<\/li>\n<li>Wie bekomme ich 3D-Daten in einen Zustand, dass ich sie weiterverwenden kann?<\/li>\n<li>3D-Rekonstruktion von nicht mehr existierenden Objekten?<\/li>\n<li>Algorithmische Analyse von 3D-Daten<\/li>\n<li>3D-Daten anderer Spektren: wie archivieren, standardisieren, visualisieren?<\/li>\n<li>Datenbank-Management f\u00fcr 3D-Scanner\/Dateien<\/li>\n<li>Wie kann ich RTI-Daten persistent publizieren<\/li>\n<li>Offene Dateiformate bei 3D &#8211;\u00a0 Wie ist der Stand?<\/li>\n<li>Open Source 3D-Viewer<\/li>\n<li>-Interdisziplin\u00e4res Annotieren in 3D<\/li>\n<\/ul>\n<p><br \/>In der \u00dcbersicht wird deutlich, dass unter den Teilnehmern besondere Interesse an der Wissensvermittlung mit 3D Techniken und in Quelloffene, Open Source L\u00f6sungen besteht.<br \/>Meine Interesse lag bei den 3 Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>3D-Rekonstruktion von nicht mehr existierenden<\/li>\n<li>Open source 3d Viewer<\/li>\n<li>Wie bekomme ich 3D Daten in einen Zustand, dass ich sie weiter verwenden kann?<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<ol>\n<li>\u00a0<\/li>\n<\/ol>\n<p>Das Thema <strong><u>3D-Rekonstruktion von nicht mehr existierenden<\/u><\/strong> Objekten wurde von <a href=\"https:\/\/www.phil.uni-wuerzburg.de\/kunstgeschichte\/personen\/mitarbeiterinnen-und-mitarbeiter-der-drittmittelprojekte\/dr-heike-messemer\/publikationen\/\">Dr. Heike Messemer<\/a>, die sich an der Universit\u00e4t W\u00fcrzburg mit dem Thema 3D-Rekonstruktion besch\u00e4ftigt, vorgeschlagen.<\/p>\n<p>Die Baukoodinatorin Elke Drzymalla (https:\/\/museumsdorf.de\/ueber-uns\/ansprechpartner\/) (https:\/\/www.om-online.de\/om\/das-museumsdorf-geht-mit-neuem-personal-ins-neue-jahr-148214) koordiniert die Bauerhaltung im Museumsdorf Cloppenburg und beschrieb die Schwierigkeit alte (digitale) Daten wieder zu sichten und aufzubereiten. In einem Studentenprojekt wurden im Dorf schon vor zehn Jahren H\u00e4user 3D gescannt. Die Schwierigkeit besteht darin, die Daten und ihre Entstehungsgeschichte wieder aufzubereiten und weiter zu verwenden. Es stellt sich nun die Frage, wie solche Daten behandelt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Es wird deutlich, dass es zur Orientierung an Standardisierung fehlt. Dieses Thema pr\u00e4gte auch den Rest des Tages immer wieder die Diskussionsrunden. Momentan ist es meistens schwierig, sich durch Datens\u00e4tze, die andere erstellt, haben wiederzufinden.<\/p>\n<p>Einige Teilnehmer erw\u00e4hnten Beispiele und Versuche f\u00fcr Leitf\u00e4den und Workflows zur Erfassung, Verarbeitung und Bereitstellung von wissenschaftlichen 3D-Daten.<\/p>\n<p>Das \u201eianus-Projekt\u201c gibt hierzu Empfehlungen, Hintergrundinformationen und Praxistipps, die vor allem den Austausch, die Langzeitarchivierung und die Nachnutzbarkeit von digitalen Forschungsdaten adressieren.<a href=\"https:\/\/ianus-fdz.de\/it-empfehlungen\/\"> https:\/\/ianus-fdz.de\/it-empfehlungen\/<\/a><\/p>\n<p>Die Londoner Charta strebt danach, Grunds\u00e4tze f\u00fcr den Gebrauch von computergest\u00fctzten Visualisierungsmethoden und -ergebnissen in der Erforschung und Vermittlung von Kulturgut zu etablieren. (<a href=\"https:\/\/londoncharter.org\/fileadmin\/templates\/main\/docs\/london_charter_2_1_de.pdf\">https:\/\/londoncharter.org\/fileadmin\/templates\/main\/docs\/london_charter_2_1_de.pdf<br \/><\/a>\u00a0Heike Messemer stellte jedoch immer wieder bei Umfragen fest, dass Standards wie die London Carta nicht sehr bekannt sind und daher auch keine regelm\u00e4\u00dfige Anwendung finden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/greifswald.academia.edu\/ThomasWilke\">Thomas Wilke<\/a> erforscht Herrenh\u00e4user im Ostseeraum. Diese werden unter anderem digital rekonstruiert, um als wissenschaftliche Ressource bereit gestellt zu werden. Er sichtet die Daten und erw\u00e4gt, wie diese rekonstruiert und auf einer interaktiven Webplattform zur Verf\u00fcgung gestellt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Beim Projekt der Erforschung der Herrenh\u00e4user im Ostseeraum liegen zus\u00e4tzliche Metadatens\u00e4tze vor, wobei aber die Basis Informationen direkt am 3D Objekt annotiert werden.<\/p>\n<p>Die Frage, wie Informationen in oder an der 3D Konstruktion annotiert oder als Metadatensatz zur Verf\u00fcgung gestellt werden k\u00f6nnen, r\u00fcckt immer wieder in den Mittelpunkt der Gespr\u00e4chsrunden.<\/p>\n<p>Bei der Technik zur Erfassung der Metadaten rund um ein 3D Objekt geht es nicht nur um Informationen \u00fcber das Objekt, sondern auch um die Techniken und Werkzeuge der Erfassung der digitalen Daten des Objektes.<\/p>\n<p>Zuletzt wurde noch \u00fcber die \u201eGraustufen der Information\u201c gesprochen. F\u00fcr Thomas Wilke und vermutlich auch allen anderen Teilnehmern stellte sich immer wieder die wichtige Frage: \u201eWie gehe ich damit um, wenn nur ein bestimmter Bereich des Objektes mit Hilfe eines 3D Scans erfasst wurde und wie genau entsprechen diese Daten dem Original?\u201c Er erw\u00e4hnte, dass Bilder ein \u201eunheimlich\u201c wirkm\u00e4chtiges Mittel zur Informations\u00fcbermittlung sind und daher eindeutig markiert werden muss, wie die Daten digitalisiert wurden und werden m\u00fcssen, um keine Falschinformationen zu verbreiten. Es sollte also unbedingt deutlich werden, welcher Bereich noch wirklich existieren und welcher Bereich rekonstruiert wurde. Auch der Unterschied zwischen original 3D-Scan und Rekonstruktion muss belegt sein, um wissenschaftlich genau betrachtet werden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Auch Informationen z.B. \u00fcber umliegende Vegetationen sollten erfasst werden. Die Eigenschaften des Objektes k\u00f6nnen sich im Laufe der Zeit durch \u00e4u\u00dfere Einfl\u00fcsse ver\u00e4ndern oder bestimmte Teile eines Objektes d\u00fcrfen aus datenschutztechnischen Gr\u00fcnden nicht gezeigt werden, was unbedingt mit im Datensatz markiert werden muss, um weiterhin als wissenschaftliches Mittel eingesetzt werden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>\u00a0<\/li>\n<\/ol>\n<p>In der n\u00e4chsten Session ging es um <strong><u>Open source 3d Viewer<\/u><\/strong><\/p>\n<p>Dennis Hoffmann, ein Mitarbeiter des Deutschen Schifffahrtsmuseums, er\u00f6ffnete das Thema und pr\u00e4sentierte die \u00dcberlegungen zur Digitalisierung im Museum. Sich selbst als Pioniere in Sachen Digitalisierung im Museum pr\u00e4sentiert (https:\/\/www.dsm.museum\/pressebereich\/pioniere-in-sachen-digitalisierung-im-museum), wird auch hier immer wieder nach geeigneter Software gesucht, die allen Anspr\u00fcchen entgegen kommt. Durch eine sehr gro\u00dfe Datenvielfalt ist es oft zweckm\u00e4\u00dfig eine Software zu finden, die mit jeglicher Art an Dateien umgehen kann. Dabei geht es nicht nur um das blo\u00dfe Darstellen der Daten, sondern auch um das Einlesen, Verarbeiten und Auswerten der Daten aus allen Perspektiven. Doch auch eine Garantie, die Software mindestens f\u00fcr die n\u00e4chsten zehn Jahre nutzen zu k\u00f6nnen, sollte vorhanden sein.<\/p>\n<p>Zoe Schubert (NFDI4Culture) geh\u00f6rt zum Team von Kompakt.de. Die Software, die dort entwickelt wird, ist f\u00fcr den Endnutzer webbasiert und legt besonders auch den Fokus auf Annotation am 3D-Objekt. Nicht nur Textfenster, sondern auch Animation lassen sich direkt an gew\u00fcnschten Stellen des 3D-Objekts darstellen.<\/p>\n<p>Auch die Kosten und der Arbeitsaufwand sind Anspr\u00fcche an das Werkzeug (Software) zur Visualisierung der Daten. Eine gro\u00dfe Datenvielfalt erschwert es dem gerecht zu werden.<\/p>\n<p>Propriet\u00e4re Software bietet meistens einen guten Support, der aber auch mit h\u00f6heren Kosten verbunden ist. Freie Software kann individueller als lizenzbasierte Software vom Benutzer angepasst werden. Jedoch liegt das Beheben von Fehlern auch in der Eigenverantwortung der Nutzer.<\/p>\n<p>Um eine m\u00f6glichst gro\u00dfe Langlebigkeit der Softwarenutzung zu garantieren, ist es von gro\u00dfem Vorteil, eine gro\u00dfe Community rund um das Softwareprojekt zu haben. Eine eindeutige Garantie, ein Programm auch noch in zehn Jahren nutzen zu k\u00f6nnen, gibt es aber vermutlich nicht.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>\u00a0<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong><u>Wie bekomme ich 3D Daten in einen Zustand, dass ich sie weiterverwenden kann?<\/u><\/strong><\/p>\n<p>Karolin Randhahn, Expertin f\u00fcr Ostasiatische Kunstgeschichte (https:\/\/forschung.skd.museum\/wissenschaftler\/detail\/karolin-randhahn) und Anna Greger, Digitalisierungstechnikerin und Archivangestellte, pr\u00e4sentierten interne Checklisten f\u00fcr die Metadaten Erfassung der 3D-Daten. Doch der Versuch, Daten f\u00fcr den wissenschaftlichen Gebrauch aufzubereiten, stellt sich bei den Teilnehmern der Session als unbefriedigend heraus.<\/p>\n<p>Weitere Versuche Checklisten oder Leitf\u00e4den zu erstellen, wie es die Fraunhofer-Gesellschaft versucht (https:\/\/www.fraunhofer.de\/de\/forschung\/leistungsangebot\/forschung-entwicklung\/digitalisierung.html), sind kaum bekannt und durch die schnelle Entwicklung der Systeme auch morgen schon wieder obsolet.<\/p>\n<p>Matthias Lang, Leiter des Centers f\u00fcr digitale Geisteswissenschaften an der Universit\u00e4t Bonn und Mitglied des NF4DCulture Teams, bem\u00e4ngelt, dass die wichtigsten Informationen in vielen Checklisten fehlen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Wirft man einen Blick auf die beta-Version des 3D Repository (<a href=\"https:\/\/3d-repository.hs-mainz.de\/\">https:\/\/3d-repository.hs-mainz.de\/<\/a>) findet man den Versuch ein Webbasiertes Werkzeug, erfasste und rekonstruierte 3D-Daten mit allen Metainformationen verlustfrei f\u00fcr die Forschung zur verf\u00fcgung zu stellen. Die Daten sind referenzierbar und sollen langfristig bereitstehen. Gef\u00f6rdert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, arbeiten die Hochschule Mainz, die Friedrich-Schiller-Universit\u00e4t Jena und die S\u00e4chsische Landesbibliothek-Staats- und Universit\u00e4tsbibliothek Dresden an dem browserbasierten Viewer. Der Fokus liegt auch auf einer einfachen Verwaltung sowie einer interdisziplin\u00e4ren Nutzung, die national anerkannt werden soll. 120 Modelle stehen bereits zur Verf\u00fcgung. Betrachten wir als Beispiel die Synagoge in Volpa(<a href=\"https:\/\/3d-repository.hs-mainz.de\/wisski\/navigate\/4091\/view\">https:\/\/3d-repository.hs-mainz.de\/wisski\/navigate\/4091\/view<\/a>). Hier sehen wir nicht nur direkt einen 3D-Querschnitt des Geb\u00e4udes sondern auch viele wichtige und n\u00fctzliche Metadaten, wie Dateitypen, Aufl\u00f6sung Qualit\u00e4t (Vertices und Faces), Autoren, Bearbeiter, Historischer Kontext, Datum des Erfassens und Entstehung des Geb\u00e4udes.\u00a0 F\u00fcr Forschende ergibt sich hier also die M\u00f6glichkeit, mit den Daten zu arbeiten und die Informationen in eigene Projekte einflie\u00dfen zu lassen.\u00a0<\/p>\n<p>Setzt sich der 3D Viewer also \u00fcber seine Beta-Phase hinaus, haben wir es hier mit einem Werkzeug f\u00fcr die Forschung zu tun, mit der anerkannt, ational und allgemeing\u00fcltig gearbeitet werden kann.<\/p>\n<p><strong>Abschluss\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Am Ende des Barcamps hatten die Teilnehmer die M\u00f6glichkeit, an einer Umfrage teilzunehmen und drei W\u00f6rter zu notieren, die sie von diesem Tag mitgenommen haben. Begriffe wie Digitalisierung, Erfassung, Konstruktion, Rekonstruktion, Metadaten, Annotation, Standardisierung, Software, Datenvielfalt, Langlebigkeit, Forschungsdatensatz, Community, Workflow, Checkliste, Leitfaden, Speicherplatz Budget, Datenschutz wurden dabei oft genannt.<\/p>\n<p>Insgesamt war das 4CultureBarcamp2023 eine inspirierende und informative Veranstaltung, die gezeigt hat, dass die Erfassung und Verarbeitung von 3D-Forschungsdaten f\u00fcr das materielle Kulturerbe noch viele offene Fragen und Herausforderungen mit sich bringen. Es besteht ein Bedarf an Standardisierung, klaren Leitf\u00e4den und einer starken Community, um die Potentiale der 3D-Daten voll auszusch\u00f6pfen und einen nachhaltigen Umgang mit ihnen zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das NFDI4Culture &#8211; Konsortium f\u00fcr Forschungsdaten zu materiellen und immateriellen Kulturg\u00fctern koordinierte einen Online-Workshop zum Thema 3D Forschungsdaten f\u00fcr das materielle Kulturerbe. Nach einem intensiven und spannenden Tag beim 4CultureBarcamp2023 zum Thema &#8222;3D-Forschungsdaten f\u00fcr das materielle Kulturerbe&#8220; wird deutlich, dass die Bedeutung von 3D-Daten in Museen und Sammlungen immer weiter zunimmt. 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