{"id":19268,"date":"2023-04-11T10:45:48","date_gmt":"2023-04-11T08:45:48","guid":{"rendered":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=19268"},"modified":"2023-04-24T16:08:42","modified_gmt":"2023-04-24T14:08:42","slug":"virtuelles-dh-kolloquium-an-der-bbaw-24-04-2023-digitale-editionen-inklusiv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=19268","title":{"rendered":"Virtuelles DH-Kolloquium an der BBAW, 24.04.2023: \u201eDigitale Editionen inklusiv\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>Im Rahmen des DH-Kolloquiums an der BBAW laden wir Sie herzlich zum n\u00e4chsten Termin am Montag, den 24. April 2023, 16 Uhr c.t., ein (virtueller Raum: https:\/\/meet.gwdg.de\/b\/lou-eyn-nm6-t6b):<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dr. Katrin Henzel (Universit\u00e4t Kiel)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Digitale Editionen inklusiv<\/strong><\/p>\n\n\n\n\n\n<p>Barrierefreiheit in Editionen ist aktuell durch wissenschaftliche Veranstaltungsreihen (wie des von Text+ durchgef\u00fchrten <em>FAIR February 2023<\/em>)<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> verst\u00e4rkt in den Fokus ger\u00fcckt. Konsens besteht darin, dass ein freier Zugang zu Editionen gem\u00e4\u00df den FAIR-Prinzipien auch Inklusion beinhaltet. Wie sich digitale Barrierefreiheit umsetzen l\u00e4sst, bedarf einer komplexen Antwort. Dies erkl\u00e4rt sich daraus, dass Behinderungen \u2013 legt man Art. 1, Satz 2 der UN-Behindertenrechtskonvention zugrunde \u2013 \u201ein Wechselwirkung mit verschiedenen Barrieren an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft hindern k\u00f6nnen.\u201c<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Inklusion als aktive und partizipative gleichberechtigte Einbindung von Menschen mit Behinderungen verstanden, ist demzufolge prozessbezogen und situativ abh\u00e4ngig.<\/p>\n<p>Welche Konsequenzen sich daraus f\u00fcr die barrierearme Gestaltung von Editionen ergeben (k\u00f6nnen), soll im Vortrag aufgezeigt und anschlie\u00dfend diskutiert werden. Zwei Schwerpunkte werden gesetzt:<\/p>\n<p>1. Geltungsbereiche<\/p>\n<p>Digitale Editionen stellen Daten \u00f6ffentlich auf einer graphischen Benutzeroberfl\u00e4che bereit, f\u00fcr die es insbesondere mit den <em>Web Content Accessibility Guidelines<\/em> (WCAG) 2.1 (2018) konkrete Empfehlungen f\u00fcr die barrierefreie Gestaltung gibt. Allerdings fehlt es an vergleichbaren Richtlinien f\u00fcr die Datengenerierung, deren Auffindbarkeit und Nachnutzung jenseits der Benutzeroberfl\u00e4che (Henzel 2022). Im Forschungsdatenmanagement, insbesondere in \u00d6sterreich, gibt es hierzu erste Ans\u00e4tze (etwa Blumenberger 2019) und Initiativen, die im Vortrag vorgestellt werden.<\/p>\n<p>Gleicherma\u00dfen gilt es bei digitalen Editionen die Rahmenbedingungen, konkret die Arbeitsbedingungen in den Editionsprojekten, auf Inklusion zu pr\u00fcfen. Damit werden auch ethische Aspekte von Editionen thematisiert.<\/p>\n<p>2. Methoden der Evaluierung von Barrierefreiheit<\/p>\n<p>F\u00fcr die Pr\u00fcfung digitaler Barrierefreiheit gibt es Software, die die rechtlichen Vorgaben und daraus abgeleitete Richtlinien zur Barrierefreiheit von Weboberfl\u00e4chen standardisiert pr\u00fcfen kann. Doch sollten neben der Erhebung quantitativer Daten mithilfe standardisierter Verfahren (vgl. bereits Hegner 2003, S. 16\u201318) auch qualitative Methoden zur Feststellung subjektiv wahrgenommener digitaler Barrieren zum Einsatz kommen, um dem partizipativen Anspruch von Open Science gerecht zu werden. Wie dies geschehen k\u00f6nnte, wird ebenfalls im Vortrag skizziert.<\/p>\n<p>Referenzen:<\/p>\n<p>Blumesberger, Susanne: Barrierefreiheit und Repositorien \u2013 Nachdenken \u00fcber Open Science f\u00fcr alle. In: b.i.t. online 22\/4 (2019), S. 297\u2013302.<\/p>\n<p>Hegner, Marcus: Methoden zur Evaluation von Software. Hg. v. Informationszentrum Sozialwissenschaften der Arbeitsgemeinschaft Sozialwissenschaftlicher Institute e.V. (ASI). Bonn 2003 (IZ-Arbeitsbericht Nr. 29).<\/p>\n<p>Henzel, Katrin: Vermittlung auf Augenh\u00f6he \u2013 digitale Editionen inklusiv gestaltet. In: editio 36 (2022), S. 72\u201388, doi: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1515\/editio-2022-0003\">https:\/\/doi.org\/10.1515\/editio-2022-0003<\/a>.<\/p>\n<p>W3C: Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.1. Ver\u00f6ffentlicht am 5.6.2018, <a href=\"https:\/\/www.w3.org\/TR\/WCAG21\/\">https:\/\/www.w3.org\/TR\/WCAG21\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> <a href=\"https:\/\/events.gwdg.de\/event\/413\/\">https:\/\/events.gwdg.de\/event\/413\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Teilhabe\/uebereinkommen-ueber-die-rechte-behinderter-menschen.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2\">https:\/\/www.bmas.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Teilhabe\/uebereinkommen-ueber-die-rechte-behinderter-menschen.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2<\/a><\/p>\n\n\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>***<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Veranstaltung findet virtuell statt; eine Anmeldung ist nicht notwendig. Zum Termin ist der virtuelle Konferenzrraum \u00fcber den Link <strong><a href=\"https:\/\/meet.gwdg.de\/b\/lou-eyn-nm6-t6b\">https:\/\/meet.gwdg.de\/b\/lou-eyn-nm6-t6b<\/a><\/strong>\u00a0erreichbar. Wir m\u00f6chten Sie bitten, bei Eintritt in den Raum Mikrofon und Kamera zu deaktivieren. Nach Beginn der Diskussion k\u00f6nnen Wortmeldungen durch das Aktivieren der Kamera signalisiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Fokus der Veranstaltung liegt sowohl auf praxisnahen Themen und konkreten Anwendungsbeispielen als auch auf der kritischen Reflexion digitaler geisteswissenschaftlicher Forschung. Weitere Informationen finden Sie auf der <a href=\"https:\/\/www.bbaw.de\/bbaw-digital\/dh-kolloquium\">Website der BBAW<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen des DH-Kolloquiums an der BBAW laden wir Sie herzlich zum n\u00e4chsten Termin am Montag, den 24. 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