{"id":18377,"date":"2022-09-05T16:22:19","date_gmt":"2022-09-05T14:22:19","guid":{"rendered":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=18377"},"modified":"2022-09-05T16:22:19","modified_gmt":"2022-09-05T14:22:19","slug":"call-fuer-den-sammelband-zusammenarbeit-klug-gestalten-projektmanagement-und-digital-humanities","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=18377","title":{"rendered":"Call f\u00fcr den Sammelband \u201eZusammenarbeit klug gestalten: Projektmanagement und Digital Humanities\u201c"},"content":{"rendered":"\n<h3 id=\"thema-und-hintergrund\">Thema und Hintergrund<\/h3>\n<p>In den f\u00e4cher- und institutions\u00fcbergreifenden Forschungsvorhaben der Digital Humanities (DH) zeigt sich immer wieder eine sehr hohe Komplexit\u00e4t und ein erh\u00f6hter Kommunikationsbedarf, um \u00fcber unterschiedliche Grenzen hinweg Projekte zu realisieren. Ein zentrales Instrument zur Bew\u00e4ltigung dieser verschiedenen Herausforderungen, das <em>Projektmanagement<\/em>, spielt daher eine zunehmend wichtige Rolle in der Forschungs- und Lehrpraxis der DH. Je gr\u00f6\u00dfer und breiter DH-Vorhaben angelegt sind, desto h\u00f6her wird der Bedarf und Aufwand die Projekte zu gestalten, da neben unterschiedlichen Disziplinen und Institutionen auch die damit verbundenen theoretischen Fundamente, Methoden, Praktiken und Fachkulturen koordiniert werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Aus diesen Abstimmungs- und Aushandlungsprozessen in der Zusammenarbeit und in der Konfrontation mit technologischen Zw\u00e4ngen und Vorgaben entstehen Reibungsverluste und Konfliktpotential. Die blo\u00dfe \u00dcbertragung eines Konzepts von Projektmanagement auf DH-Vorhaben reicht daher nicht aus, denn erfolgreiche interdisziplin\u00e4re Projekte basieren in der Regel auf einem gemeinsam entwickelten Modell der wissenschaftlichen Zusammenarbeit. Dieses sollte bestenfalls nicht nur Theorien, sondern auch die Arbeitspraktiken der Beteiligten integrieren.<\/p>\n<p>Unklar ist auch, welche F\u00e4higkeiten und Kompetenzen n\u00f6tig sind, und wo diese erlernt oder erfahren werden, um die Herausforderungen des Projektmanagement zu meistern. Diese Fragen weisen auch darauf hin, dass ein Konzept eines fachspezifischen Projektmanagements in den DH nicht etabliert ist. Fachkenntnisse aus den Geisteswissenschaften und der Informatik zu kombinieren, reichen nicht aus, um Projekte in den DH moderieren zu k\u00f6nnen. Bisher wird der Kompetenzerwerb scheinbar in die Studienphase verortet, aber ist das \u00fcberhaupt leistbar und erwartbar oder entziehen sich hier Forschungsorganisationen und Verbundvorhaben der Verantwortung, eigenes Personal auch zu entwickeln?<\/p>\n<p>Mit Blick auf die Auseinandersetzung in wissenschaftlichen Beitr\u00e4gen wird deutlich, dass sich bisher vorrangig Artikel und Sammelb\u00e4nde aus dem anglo-amerikanischen Raum der Digital Humanities dem Themenkomplex widmen. Mit diesem Sammelband zum Projektmanagement in den Digital Humanities soll diese L\u00fccke in der deutschsprachigen Community geschlossen werden und eine breite Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex erfolgen. Begr\u00fc\u00dft werden Beitr\u00e4ge zu folgenden Fragen und dar\u00fcber hinaus:<\/p>\n<ul>\n<li>Welche F\u00e4higkeiten und Kompetenzen sind f\u00fcr das Projektmanagement in den DH entscheidend? Welche theoretischen und praktischen Auseinandersetzungen m\u00fcssen dem zu Grunde gelegt werden?<\/li>\n<li>Wie gelingt ein Projektmanagement, das die Selbstorganisation und Selbstbestimmung der Wissenschaft produktiv aufnimmt und nicht der Projektsteuerung unterwirft?<\/li>\n<li>Welche Rollen und Rollenverst\u00e4ndnisse bilden die Grundlage f\u00fcr erfolgreiches Projektmanagement?<\/li>\n<li>Wie schafft man Anerkennung und Reputation im bestehenden Wissenschaftssystem f\u00fcr (unsichtbare) Aufgaben des Projektmanagements?<\/li>\n<li>Wie werden Kompetenzen und F\u00e4higkeiten f\u00fcr das Management von DH-Projekten erlernt und erfahren?<\/li>\n<li>Welche Berechtigung erhalten spezifische Lehrinhalte zu Projektmanagement angesichts steigender Anforderungen aus anderen grundlegenden Bereichen wie die Data Literacy?<\/li>\n<li>Welche Software-L\u00f6sungen k\u00f6nnen bei der Realisierung eines professionellen Projektmanagements eingesetzt werden?<\/li>\n<li>Wie entsteht eine gemeinsame Wissensbasis zur Durchf\u00fchrung von DH-Projekten und wie kann die Community voneinander profitieren?<\/li>\n<\/ul>\n<h3 id=\"beitr\u00e4ge\">Beitr\u00e4ge<\/h3>\n<p>Das Publikationskonzept dieses Sammelbandes geht auf verschiedene Erfahrungen zur\u00fcck und will versuchen, die bestehenden L\u00fccken beginnen zu f\u00fcllen. Die Herausgeber*innen begr\u00fc\u00dfen Einreichungen, die sich dem Thema \u201eProjektmanagement in den Digital Humanities\u201c in Form von Artikeln, Fallstudien, Konzepten, Berichten oder Beobachtungen n\u00e4hern.<\/p>\n<p>Vorstellbar sind l\u00e4ngere Beitr\u00e4ge, die Vergleiche und Analysen der theoretischen Konzeption und der praktischen Umsetzung des Projektmanagements wagen. Auch die \u00dcbertragung methodischer Impulse au\u00dferhalb der Disziplinen und der Wissenschaft kann die theoretische Reflexion bef\u00f6rdern und Erkenntnisse f\u00fcr die Praxis liefern. \u00dcbersichtsartikel k\u00f6nnen einzelne Themenkomplexe aus einer \u00fcbergeordneten Perspektive diskutieren, w\u00e4hrend in Fallstudien die Erkenntnisse aus den spezifischen Rahmenbedingungen gewonnen werden k\u00f6nnen. Beitr\u00e4ge, die mit einem vergleichenden Ansatz mehrere Perspektiven verbinden, werden besonders begr\u00fc\u00dft.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem werden Vorschl\u00e4ge f\u00fcr k\u00fcrzere Beitr\u00e4ge gerne aufgenommen, die den fachlichen Austausch anregen, den Diskurs mit individuellen Perspektiven und durch praxisbezogene Erfahrungen bereichern und die Vernetzung der Akteur*innen dieses Gebiets st\u00e4rken. Beitr\u00e4ge zur Lehre und Weiterbildung, wie Veranstaltungskonzepte oder Open Educational Resources, sind ebenso willkommen wie Einblicke in institutionelle Arbeitsfelder und das Management in Forschungsvorhaben oder die Besprechung thematischer Ressourcen zu Projektmanagement.<\/p>\n<h3 id=\"formalia\">Formalia<\/h3>\n<p>Der Sammelband erscheint Open Access in der Reihe <a href=\"https:\/\/www.bielefeld-university-press.de\/reihen\/digital-humanities-research\/\">\u201eDigital Humanities Research\u201c bei Bielefeld University Press (BiUP)<\/a> und wird herausgegeben von Fabian Cremer, Swantje Dogunke, Anna Maria Neubert und Thorsten W\u00fcbbena. Herausgeber der Reihe sind Silke Schwandt, Anne Baillot, Andreas Fickers, Tobias Hodel und Peter Stadler.<\/p>\n<p>Interessierte Autor*innen, die einen Beitrag einreichen m\u00f6chten, werden bis zum <strong>09.11.2022<\/strong> um ein Abstract (max. 3.000 Zeichen inkl. Leerzeichen, zzgl. einer ersten Bibliografie und wissenschaftlichen Kurzvita der Autor*innen) gebeten. \u00dcber die Annahme der Beitragsvorschl\u00e4ge wird im Dezember informiert und die weitere inhaltliche und formale Gestaltung der Beitr\u00e4ge wird gemeinsam besprochen. Das Abstract und weitere erforderliche Angaben senden Sie bitte als ein PDF an <a href=\"mailto:mail@pm4dh.net\">mail@pm4dh.net<\/a>. Alle R\u00fcckfragen beantworten die Herausgeber*innen sehr gerne ebenfalls unter dieser Adresse.<\/p>\n<p>Die ausgearbeiteten Beitr\u00e4ge werden im Rahmen eines Double-blind-Review-Verfahrens begutachtet und werden schnellstm\u00f6glich nach der Fertigstellung publiziert. Hierf\u00fcr erarbeiten wir gemeinsam mit BiUP und dem transcript Verlag einen kontinuierlichen Ver\u00f6ffentlichungsprozess. Die vorgesehene Lizenz f\u00fcr die Beitr\u00e4ge und den Band ist CC-BY (Creative Commons Attribution 4.0 International). Es wird keine Ver\u00f6ffentlichungsgeb\u00fchr von den Autor*innen erhoben. Den Call und aktuell gehaltene Informationen sind jederzeit unter <a href=\"https:\/\/pm4dh.net\/projects\/sammelband\/call\">https:\/\/pm4dh.net\/<\/a> zu finden.<\/p>\n<p>Die Herausgeber*innen <br>Fabian Cremer, Swantje Dogunke, Anna Maria Neubert und Thorsten W\u00fcbbena<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Thema und Hintergrund In den f\u00e4cher- und institutions\u00fcbergreifenden Forschungsvorhaben der Digital Humanities (DH) zeigt sich immer wieder eine sehr hohe Komplexit\u00e4t und ein erh\u00f6hter Kommunikationsbedarf, um \u00fcber unterschiedliche Grenzen hinweg Projekte zu realisieren. 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