{"id":18304,"date":"2022-08-22T15:28:25","date_gmt":"2022-08-22T13:28:25","guid":{"rendered":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=18304"},"modified":"2022-08-22T15:28:25","modified_gmt":"2022-08-22T13:28:25","slug":"von-daten-zu-wissen-workshop-zu-ausgewaehlten-dh-tools-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=18304","title":{"rendered":"Von Daten zu Wissen: Workshop zu ausgew\u00e4hlten DH-Tools"},"content":{"rendered":"\n<p>veranstaltet durch das DFG-Langfristvorhaben <a href=\"http:\/\/hainhofer.hab.de\">\u201eKommentierte digitale Edition der Reise- und Sammlungsbeschreibungen Philipp Hainhofers (1578\u20131647)\u201c<\/a> an der Herzog August Bibliothek<\/p>\n\n\n\n<p>Wolfenb\u00fcttel, Herzog August Bibliothek, 29.\u201330. September 2022<\/p>\n\n\n\n<p>Ort: Seminarraum im Mei\u00dfnerhaus<\/p>\n\n\n\n<p>Organisation: Martin de la Iglesia (HAB), Timo Steyer (TU Braunschweig) und Michael Wenzel (HAB)<\/p>\n\n\n\n<p>Der eineinhalbt\u00e4gige Workshop soll eine Einf\u00fchrung in das Arbeiten mit ausgew\u00e4hlten Technologien bieten, die hochrelevant f\u00fcr eine Vielzahl verschiedener geisteswissenschaftlicher Forschungsfelder sind. In praxisorientierten Sessions erlernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Anwendung einiger Tools und wie diese in ihrem wissenschaftlichen Arbeitsalltag eingesetzt werden k\u00f6nnen. Zugleich soll die kritische Reflexion und Evaluierung dieser Arbeitsmittel angeregt werden. Verbindendes Element dieser Software-L\u00f6sungen ist ihre Unterst\u00fctzung der geisteswissenschaftlich Forschenden in der Kette der Aktivit\u00e4ten aus Datenerhebung, Datenverarbeitung und Datenauswertung, an deren Ende schlie\u00dflich die Gewinnung neuen Wissens steht.<\/p>\n\n\n\n<p>Urspr\u00fcnglich f\u00fcr 2020 vorgesehen, musste die Veranstaltung damals aufgrund der Pandemie ausfallen und kann nun mit leicht ver\u00e4ndertem Programm nachgeholt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos; um Anmeldung per Mail an <a href=\"mailto:iglesia@hab.de\">iglesia@hab.de<\/a> oder <a href=\"mailto:t.steyer@tu-braunschweig.de\">t.steyer@tu-braunschweig.de<\/a> wird gebeten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Programm<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Donnerstag, 29.9.2022<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>17.00 Uhr<\/p>\n\n\n\n<p>Begr\u00fc\u00dfung<br>Prof. Dr. Peter Burschel (Direktor der Herzog August Bibliothek)<\/p>\n\n\n\n<p>17.15 Uhr<\/p>\n\n\n\n<p>Keynote: Digitale Tools in geisteswissenschaftlicher Forschung \u2013 Textanalyse, Interpretation und Visualisierung<br>Jan Horstmann (M\u00fcnster)<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Tools in den Digital Humanities setzen entweder eine umfangreiche Einarbeitung in technische Abl\u00e4ufe und Befehle voraus, sodass sie nur von Personen mit entsprechender IT-Expertise bedient werden k\u00f6nnen, oder sie bieten eine Bedienoberfl\u00e4che an, welche einen tieferen Einblick in die zugrunde liegenden Prozesse und Datenstrukturen \u2013 und damit eine Kritik derselben \u2013 nicht erm\u00f6glicht. Zudem orientieren sich Tools h\u00e4ufig nicht an genuin geisteswissenschaftlichen Arbeits- und Erkenntnisprozessen und werfen somit in der Regel neue Fragestellungen auf \u2013 und f\u00fchren damit zu durchaus interessanten, in der Regel methodologisch oder technologisch ausgerichteten Diskussionen \u2013, statt die urspr\u00fcnglichen (geisteswissenschaftlichen) Fragestellungen zu beantworten. Im Vortrag soll beispielhaft demonstriert werden, wie bereits die Konzeption von DH-Tools vor dem Horizont einer geisteswissenschaftlichen Nutzung und unter R\u00fcckbezug auf theoretische Grundlagen geisteswissenschaftlicher Erkenntnisprozesse ablaufen kann, sodass Nutzende in die Lage versetzt werden, sowohl ihre urspr\u00fcngliche Fragestellung mithilfe digitaler Verfahren zu bearbeiten, als auch einen tiefergehenden digital-methodologischen Diskurs zu f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>18.00 Uhr<\/p>\n\n\n\n<p>Keynote: Toolkritik und Rezensionen geisteswissenschaftlicher Forschungssoftware am Beispiel NTEE<br>Ulrike Henny-Krahmer (Rostock)<\/p>\n\n\n\n<p>DH-Tools erm\u00f6glichen, erleichtern und beschleunigen den Umgang mit digitalen Forschungsdaten und k\u00f6nnen ein wesentliches methodologisches Element im Forschungsprozess sein. Die durch sie ausgel\u00f6ste zunehmende Formalisierung, Automatisierung und auch Effektivit\u00e4t geisteswissenschaftlicher Forschungsaktivit\u00e4ten erfordert auf der anderen Seite aber auch eine kritische Einordnung und Auseinandersetzung mit den Werkzeugen, damit die Forschung transparent und nachvollziehbar bleibt und ihre Wissenschaftlichkeit gesichert werden kann. Erfolgt eine solche Kritik digitaler Tools in einem wissenschaftlichen Rahmen, tr\u00e4gt sie au\u00dferdem dazu bei, Tool-Entwicklung als Teil des wissenschaftlichen Arbeitens zu verstehen, zu w\u00fcrdigen und in den wissenschaftlichen Diskurs einzubinden. Der Vortrag greift Rezensionen von geisteswissenschaftlicher Forschungssoftware, wie sie z.B. in der Zeitschrift RIDE und k\u00fcnftig in dem Journal CKIT publiziert werden, als eine solche m\u00f6gliche Form der Toolkritik auf. Am Beispiel des Tools <em>NEISS TEI Entity Enricher (NTEE)<\/em>, einem Werkzeug zur automatischen Erkennung von Entit\u00e4ten in TEI-Dokumenten mithilfe von Machine Learning-Verfahren, wird illustriert, in welcher Weise Software-Rezensionen zum wissenschaftlichen Einsatz von DH-Tools beitragen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Freitag, 30.9.2022<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>9.30\u201311.00 Uhr<\/p>\n\n\n\n<p>Einf\u00fchrung in OpenRefine mit praktischer \u00dcbung<br>Hanna Varachkina (G\u00f6ttingen)<\/p>\n\n\n\n<p>Teilnehmende bekommen einen Einblick in OpenRefine, ein leistungsstarkes Werkzeug f\u00fcr die Arbeit mit unordentlichen Daten. Sie lernen einige Funktionen von OpenRefine kennen, die sie zur Bearbeitung eines Datensatzes verwenden werden. Die Lektion basiert auf dem Lehrmaterial von <em>Library Carpentry<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>11.00\u201311.30 Uhr: Kaffeepause<\/p>\n\n\n\n<p>11.30\u201313.00 Uhr<\/p>\n\n\n\n<p>ResearchSpace und CIDOC-CRM: Knowledge Graph als Datenbank<br>Robert Casties (Berlin)<\/p>\n\n\n\n<p>ResearchSpace ist ein Baukasten mit dem sich flexible Oberfl\u00e4chen f\u00fcr die Bearbeitung von semantisch strukturierten Daten schaffen lassen. In der Pr\u00e4sentation wird eine sehr kurze Einf\u00fchrung in RDF und CIDOC-CRM als Basistechnologien von Knowledge-Graphs und Linked-Data im Geisteswissenschaftlichen Bereich gegeben und dann anhand des Beispiels der ISMI Manuskript-Datenbank einen \u00dcberblick \u00fcber die Vorteile und Herausforderungen dieser Technik. F\u00fcr die Teilnehmer*innen wird ein online-Zugang zu einer Test-Datenbank zum Ausprobieren bereitgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>13.00\u201314.00 Uhr: Mittagspause<\/p>\n\n\n\n<p>14.00\u201315.30 Uhr<\/p>\n\n\n\n<p>Einf\u00fchrung in Structure from Motion<br>Astrid Schm\u00f6lzer (Bamberg)<\/p>\n\n\n\n<p>Structure from Motion (SfM) ist eine Technik der photogrammetrischen Entfernungsbildgebung. Aus zweidimensionalen Bildsequenzen werden dreidimensionale Modelle erstellt. Diese 3D-Modelle erlauben besonders in der Epigraphik das genaue Studieren eines Objektes, dessen Verf\u00fcgbarkeit stark eingeschr\u00e4nkt ist. Als virtuelles Modell kann es verschiedenen Personen zug\u00e4nglich gemacht werden und erlaubt anhand der existierenden M\u00f6glichkeiten eine eingehende Analyse der Inschrift aber auch der \u00fcbrigen Oberfl\u00e4che. So k\u00f6nnen z.B. Neulesungen und -interpretationen von Inschriften festgestellt werden. In der kurzen Einf\u00fchrung soll ein einfacher Arbeitsablauf unter der Verwendung des Programmes Agisoft Photoscan\/Metashape vorgestellt werden. Diese Software ist kostenpflichtig; eine kostenlose 30-Tage-Testversion ist unter https:\/\/www.agisoft.com\/downloads\/request-trial\/ erh\u00e4ltlich. Diese sollte vor Beginn des Workshops bereits installiert werden. Testdaten werden zum Download bereitgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>15.30\u201316.00 Uhr: Kaffeepause<\/p>\n\n\n\n<p>16.00\u201317.30 Uhr<\/p>\n\n\n\n<p>Klassifikationsschema vom Entwurf bis zum Einsatz<br>Andreas Wagner (Frankfurt)<\/p>\n\n\n\n<p>Die Session thematisiert, wie Klassifikationsschemata als Linked Data im Projektkontext entwickelt und eingesetzt werden k\u00f6nnen. Um beim Data Cleaning und in Annotationsprozessen ein dem Projektbedarf entsprechendes kontrolliertes Vokabular verwenden zu k\u00f6nnen, muss dieses nicht nur konzeptuell entwickelt werden, sondern es muss auch formal kodiert, in einer technischen Infrastruktur vorgehalten und in Arbeitswerkzeuge integriert werden. Mit SKOS, der Reconciliation API, GitHub, SkoHub, TEI Publisher und OpenRefine werden Standards, Plattformen, Tools und ein Workflow vorgestellt, in denen diese Anforderungen umgesetzt und das Vokabular zugleich als Ressource eigenen Rechts publizert und nutzbar gemacht werden kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>veranstaltet durch das DFG-Langfristvorhaben \u201eKommentierte digitale Edition der Reise- und Sammlungsbeschreibungen Philipp Hainhofers (1578\u20131647)\u201c an der Herzog August Bibliothek Wolfenb\u00fcttel, Herzog August Bibliothek, 29.\u201330. 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