{"id":18289,"date":"2022-08-19T15:57:15","date_gmt":"2022-08-19T13:57:15","guid":{"rendered":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=18289"},"modified":"2022-08-19T15:57:15","modified_gmt":"2022-08-19T13:57:15","slug":"cfp-digital-ist-besser-sammlungsforschung-im-digitalen-zeitalter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=18289","title":{"rendered":"CfP: Digital ist besser? Sammlungsforschung im digitalen Zeitalter"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Endterm-Tagung<br>16. u. 17. Februar 2023<br>Klassik Stiftung Weimar<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Deutschen Literaturarchiv Marbach, der Klassik Stiftung Weimar und der Herzog August Bibliothek Wolfenb\u00fcttel befindet sich mehr als ein halbes Jahrtausend deutscher und europ\u00e4ischer Kulturgeschichte. 2013 haben sich die Einrichtungen in einem vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung gef\u00f6rderten Forschungsverbund (MWW) zusammengeschlossen. Von Beginn an besch\u00e4ftigt den MWW die digitale Sammlungsforschung, die seit 2019 mit der gezielten Entwicklung bedarfsgerechter digitaler Angebote und Modelll\u00f6sungen im Mittelpunkt steht. Nach zehn Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit schlie\u00dft der Verbund im Februar 2024 seine zweite F\u00f6rderphase ab. Diese Z\u00e4sur soll genutzt werden, um \u00fcber die Bedeutung des Digitalen f\u00fcr die Erschlie\u00dfung, Erforschung und Vermittlung kulturhistorischer Objekte und deren Kontextualisierung durch Sammlungszusammenh\u00e4nge zu reflektieren und gemeinsam den Blick in die Zukunft zu richten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Aufgabe von Kulturinstitutionen, Museen, Bibliotheken und Archiven ist es, ihre Best\u00e4nde dauerhaft zu bewahren und nach zeitgem\u00e4\u00dfen Standards zu erfassen, das Wissen \u00fcber ihre historisch gewachsenen, analogen und digitalen Sammlungen zu erweitern und zu vertiefen sowie diese Sammlungen und die dar\u00fcber gewonnenen Erkenntnisse an ein vielf\u00e4ltiges Publikum zu vermitteln. Dabei spielen digitale Methoden, Werkzeuge und Anwendungen eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle, zumal sich die Kulturinstitutionen gegenw\u00e4rtig in einem rasanten Prozess der digitalen Transformation befinden, der durch die Corona-Pandemie unl\u00e4ngst noch beschleunigt wurde. Vor diesem Hintergrund m\u00f6chte die Tagung \u00bbDigital ist besser? Sammlungsforschung im digitalen Zeitalter\u00ab einen interdisziplin\u00e4ren Dialog \u00fcber Ziele, Wirkungsweisen, Potentiale und Grenzen der digitalen Sammlungsforschung und -pr\u00e4sentation ansto\u00dfen. Die Beitr\u00e4ge sollen in einem oder in beiden der folgenden Themenfelder angesiedelt sein:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Reflexion<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Wie hat sich die digitale Sammlungsforschung in den letzten zehn Jahren entwickelt? Was waren Ver\u00e4nderungen, die das Feld grundlegend umgestaltet haben? Welche Auswirkungen haben beispielsweise die Empfehlungen des Rats f\u00fcr Informationsinfrastrukturen auf nationaler Ebene und die Arbeit des Standard Resource Description and Access Steering Committee auf internationalem Terrain? Welche Trends haben sich nicht durchgesetzt und warum?<\/li><li>Wo kann das Digitale das Erkenntnisstreben unterst\u00fctzen, erweitern oder gar \u00fcber die Kapazit\u00e4ten eines analogen Ansatzes hinaus Denkanst\u00f6\u00dfe liefern und Ergebnisse produzieren, beispielsweise durch die Visualisierung verschiedener Zeitschichten, die Analyse gro\u00dfer Datenmengen oder die digitale Zusammenf\u00fchrung geografisch getrennter Best\u00e4nde, die nicht mehr, oder nur eingeschr\u00e4nkt zug\u00e4nglich sind?<\/li><li>Die Nachl\u00e4sse von born digitals sind l\u00e4ngst in den Archiven angekommen und das Sammeln von rein digitalen Daten geh\u00f6rt heute zur Realit\u00e4t von Kulturinstitutionen. Welche praktischen Fragen beispielweise nach Speicherplatz, Langzeitarchivierung oder im Umgang mit born digital-Nachl\u00e4ssen stellen sich hier?<\/li><li>Was sind die Wirkungsweisen digitaler Tools und Anwendungen? Wie wirken virtuelle Ausstellungen bzw. Virtual- und Augmented-Reality-Angebote auf die Wissenschaft und das breite Publikum?<\/li><li>Was sind die Grenzen digitaler Methoden und Herangehensweisen, wo k\u00f6nnen sie klassische hermeneutische Verfahren der analogen Welt nicht ersetzen? Wie ist grunds\u00e4tzlich das Mit- und Nebeneinander tradierter und digitaler Methoden zu denken?<\/li><li>Wo liegen die Potenziale und Grenzen der Nutzung kommerzieller digitaler Programme und Infrastrukturen f\u00fcr die Erforschung und Pr\u00e4sentation institutioneller kulturhistorischer Sammlungen?<\/li><li>Welche Herausforderungen gibt es aktuell in der digitalen Sammlungsforschung? Welche Probleme sind ungel\u00f6st?<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Zukunftsvisionen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Was sind neuartige, experimentelle Ans\u00e4tze und Zukunftsvisionen f\u00fcr die digitale Sammlungsforschung?<\/li><li>Wie k\u00f6nnen Desiderate aufgel\u00f6st werden? Was w\u00fcnscht sich die Forschung als digitale Utopie f\u00fcr das kommende Jahrzehnt?<\/li><li>Wo liegen Potenziale, wo vielleicht auch Gefahren der digitalen Transformation f\u00fcr sammlungsf\u00fchrende Kulturinstitutionen?<\/li><li>Mit welchen theoretischen Fragen, etwa nach Authentizit\u00e4t \u2013 man denke an den zunehmenden Einsatz von KI-Anwendungen und -Rekonstruktionen, Materialit\u00e4t, N\u00e4he und Distanz oder zur digitalen Verdopplung der Welt wird sich die digitale Sammlungsforschung vermehrt auseinandersetzen m\u00fcssen? Wie ver\u00e4ndert umgekehrt die Praxis der digitalen Sammlungsforschung unsere Auffassung dieser Begriffe?<\/li><li>Wie zukunftsf\u00e4hig und nachhaltig sind digitale Datens\u00e4tze, Datentr\u00e4ger und Projekte? Was l\u00e4sst sich tun, um deren Nachhaltigkeit zu verbessern?<\/li><li>Welche Auswirkungen hat die zunehmend normierte semantische Erschlie\u00dfung des Sammlungsguts (Normdaten, Vokabulare, Ontologien)? Wie flexibel sind diese Klassifikationen mit Blick auf \u203aNicht-Wissen\u2039, neues Wissen und die fortlaufende Revision des Kanons?<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Eingeladen sind Vortragende aller geistes- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen, insbesondere auch aus sammlungsf\u00fchrenden Institutionen. Bitte reichen Sie bis zum<strong> 15. September 2022<\/strong> ein Abstract von maximal 300 W\u00f6rtern f\u00fcr einen Beitrag von 20 Minuten ein. Die Konferenz findet vom <strong>16.\u201317. Februar 2023 in Pr\u00e4senz<\/strong> an der Klassik Stiftung Weimar statt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Publikation der Beitr\u00e4ge in einem Tagungsband ist f\u00fcr Ende 2023 im Rahmen einer bestehenden Kooperation mit dem Wallstein Verlag sowie im Open Access auf der MWW-Publikationsplattform PoP geplant. Wir bitten die f\u00fcr einen Vortrag Eingeladenen, uns bis zum Datum der Konferenz einen Entwurf ihres Papers zuzusenden. Deadline f\u00fcr die Abgabe der Endfassung ist der 15. Mai 2023. Die Veranstalter \u00fcbernehmen die Fahrt- und Hotelkosten der Sprecher*innen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kontakt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Katharina G\u00fcnther<br>E-Mail: <a href=\"mailto:katharina.guenther@mww-forschung.de\">katharina.guenther@mww-forschung.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Florian Hellbach<br>E-Mail: <a href=\"mailto:Florian.Hellbach@klassik-stiftung.de\">Florian.Hellbach@klassik-stiftung.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Zum <strong>CfP<\/strong> geht es hier: <strong><a href=\"https:\/\/www.mww-forschung.de\/endterm-tagung\">https:\/\/www.mww-forschung.de\/endterm-tagung<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Endterm-Tagung16. u. 17. 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