{"id":1814,"date":"2013-06-10T19:25:34","date_gmt":"2013-06-10T17:25:34","guid":{"rendered":"http:\/\/dhd-blog.org\/?p=1814"},"modified":"2013-06-10T19:25:34","modified_gmt":"2013-06-10T17:25:34","slug":"document-engineering-und-digital-humanities","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=1814","title":{"rendered":"Document Engineering und Digital Humanities"},"content":{"rendered":"<p>Dokumente aller Art spielen seit jeher in den Geisteswissenschaften eine zentrale Rolle, sowohl als Untersuchungsgegenstand als auch zur Dokumentation von Forschungsergebnissen. Entsprechend besch\u00e4ftigen sich auch die Digital Humanities mit Dokumenten, insbesondere digitalen Dokumenten. Neben den \u00bbtraditionellen\u00ab geisteswissenschaftlichen Fragen stellen sich dabei auch neue Fragen, z. B. zur Codierung, Auszeichnung und Verarbeitung von Texten, bei denen technische und geisteswissenschaftliche Aspekte interagieren. Anne Baillot hat in einem Blogbeitrag mit dem Titel \u00bb<a href=\"http:\/\/digitalintellectuals.hypotheses.org\/1101\" target=\"_blank\">Encoding IS conceptualizing<\/a>\u00ab einige sch\u00f6ne Beispiele daf\u00fcr genannt; die Diskussionen auf <a href=\"http:\/\/listserv.brown.edu\/archives\/cgi-bin\/wa?A0=TEI-L\" target=\"_blank\">TEI-L<\/a> sind eine unersch\u00f6pfliche Quelle weiterer Beispiele.<\/p>\n<p>In der Informatik ist <em><a href=\"http:\/\/www.documentengineering.org\/\" target=\"_blank\">Document Engineering<\/a><\/em>\u00a0das Gebiet, in dem man sich mit Systemen zur Repr\u00e4sentation und Verarbeitung von Dokumenten in allen Formen und Medien besch\u00e4ftigt. Leider gibt es bislang nur wenige Ber\u00fchrungspunkte zwischen Document Engineering und Digital Humanities \u2013 eigentlich seltsam, denn wir h\u00e4tten hier einerseits Leute, die sehr hohe Anspr\u00fcche an die Erstellung, Verarbeitung und Darstellung digitaler Dokumente stellen (man denke hier nur etwa an verschiedene, sich \u00fcberlappende Auszeichnungsebenen) und andererseits Leute, die daran arbeiten, den Stand der Technik in eben diesem Bereich voranzubringen.<\/p>\n<p>Daher m\u00f6chte ich an dieser Stelle auf eine Konferenz hinweisen, die im DH-Umfeld erst wenigen bekannt ist, aber f\u00fcr Leute, die sich mit Dokumenten, XML, TEI usw. besch\u00e4ftigen, sehr interessant ist, und die auch eine sehr gute M\u00f6glichkeit darstellt, mit den Informatikern, die in diesem Bereich arbeiten, ins Gespr\u00e4ch zu kommen: das\u00a0<em>ACM Symposium on Document Engineering<\/em>, kurz <em>DocEng<\/em>.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/doceng2012.wp.mines-telecom.fr\/ target=\">DocEng 2012<\/a> hatte tats\u00e4chlich schon eine kleine Session speziell zu Digital Humanities (siehe die <a title=\"Proceedings of DocEng 2012\" href=\"http:\/\/dl.acm.org\/citation.cfm?id=2361354\" target=\"_blank\">Proceedings<\/a>), aber auch andere Beitr\u00e4ge \u2014 z. B. zu XML, OCR, Suchverfahren \u2014 waren f\u00fcr Forscher in den DH relevant.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1822\" title=\"DocEng2013\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/doceng2013.jpg\" alt=\"\" width=\"730\" height=\"162\" \/><\/p>\n<p>Ich bin sicher, dass es auch bei <a href=\"http:\/\/www.doceng2013.org\/\">DocEng 2013<\/a> wieder einiges f\u00fcr DH-Forscher zu entdecken geben wird. DocEng 2013 findet vom 10. bis zum 13. September in Florenz statt; am 10. finden die <a href=\"http:\/\/www.doceng2013.org\/workshops\" target=\"_blank\">Workshops<\/a> <em>DChanges 2013: First International Workshop on (Document) Changes: Modelling Detection, Storage and Visualization<\/em>, <em>DH-CASE 2013: Collaborative Annotations in Shared Environments: Metadata, Vocabularies and Techniques in the Digital Humanities<\/em> (explizit DH!) und <em>Reimagining Digital Publishing for Technical Documents<\/em> statt. Ich pers\u00f6nlich bin davon \u00fcberzeugt, dass sowohl DH als auch Document Engineering von einem verst\u00e4rkten Austausch nur profitieren k\u00f6nnen. Und vielleicht es auch mal eine erfrischende Abwechslung zur \u00bbWas-sind-eigentlich-die-Digital-Humanities-Nabelschau\u00ab &#8230;<\/p>\n<p><strong>Ganz besonders m\u00f6chte ich aber noch Doktoranden auf <a href=\"http:\/\/www.doceng2013.org\/doctoral-consortium\">ProDoc@DocEng<\/a> hinweisen, das erste <em>doctoral consortium<\/em> bei DocEng.<\/strong> Dabei k\u00f6nnen Doktoranden ihr Dissertationsprojekt (das nat\u00fcrlich einen Bezug zu Document Engineering haben muss) vorstellen und bekommen Feedback von einem Panel erfahrener Forscher und vom Publikum. Das Ziel von ProDoc@DocEng ist es, Doktoranden dabei zu helfen, ihre Forschungsfrage zu formulieren, die richtigen Ans\u00e4tze und Methoden zu w\u00e4hlen und ganz allgemein auf neue Ideen zu kommen.<\/p>\n<p>Ein doctoral consortium ist eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Gelegenheit, um R\u00fcckmeldungen von den f\u00fchrenden Forschern zu seinem Dissertationsprojekt zu bekommen und gleichzeitig an der Konferenz zu lernen, wie der aktuelle Forschungsstand im Bereich Document Engineering ist und wertvolle Kontakte zu kn\u00fcpfen \u2014 eine sehr gute Voraussetzung, um dann bei einem der n\u00e4chsten Symposia selbst ein Paper bei der Hauptkonferenz vorstellen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Frist f\u00fcr Einreichungen zu ProDoc@DocEng l\u00e4uft noch bis zum <strong>28. Juni<\/strong>. Die Details finden sich im <a href=\"http:\/\/www.doceng2013.org\/doctoral-consortium\/call-for-submissions\" target=\"_blank\">Call for Submissions<\/a>. Doktoranden, die f\u00fcr ProDoc@DocEng angenommen wurden, k\u00f6nnen sich auch um Student Travel Awards bewerben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dokumente aller Art spielen seit jeher in den Geisteswissenschaften eine zentrale Rolle, sowohl als Untersuchungsgegenstand als auch zur Dokumentation von Forschungsergebnissen. Entsprechend besch\u00e4ftigen sich auch die Digital Humanities mit Dokumenten, insbesondere digitalen Dokumenten. Neben den \u00bbtraditionellen\u00ab geisteswissenschaftlichen Fragen stellen sich dabei auch neue Fragen, z. B. zur Codierung, Auszeichnung und Verarbeitung von Texten, bei denen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":60,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,11,37,4],"tags":[227,229],"class_list":["post-1814","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-forschung","category-markup-languages","category-veranstaltungen","tag-doceng","tag-doctoral-consortium"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1814","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/60"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1814"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1814\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1830,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1814\/revisions\/1830"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1814"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1814"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1814"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}