{"id":17563,"date":"2022-03-11T11:55:49","date_gmt":"2022-03-11T10:55:49","guid":{"rendered":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=17563"},"modified":"2022-06-12T11:06:43","modified_gmt":"2022-06-12T09:06:43","slug":"manifest-fuer-digitale-editionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=17563","title":{"rendered":"Manifest f\u00fcr digitale Editionen"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Das <a href=\"https:\/\/www.i-d-e.de\/\">Institut f\u00fcr Dokumentologie und Editorik<\/a> sieht die Notwendigkeit, auf ung\u00fcnstige Faktoren bei der Erstellung und Erhaltung von digitalen Editionen aufmerksam zu machen, um die Situation in Zukunft besser gestalten zu k\u00f6nnen. Bei der <a href=\"https:\/\/www.dhd2022.de\/\">8. Jahrestagung des Verbands \u00bbDigital Humanities im deutschsprachigen Raum\u00ab<\/a><\/em>, der <em>DHd2022, wurde am 7. M\u00e4rz in einem Workshop zum Thema gemeinsam mit den Teilnehmer*innen ein Manifest f\u00fcr Digitale Editionen erarbeitet (siehe das Abstract auf&nbsp;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.6327989\">Zenodo<\/a>). <a href=\"https:\/\/www.i-d-e.de\/publikationen\/weitereschriften\/\">\u00dcbersetzungen<\/a> sind in Vorbereitung und k\u00f6nnen von allen Interessierten bearbeitet werden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vorbemerkungen<\/h2>\n\n\n\n<p>[1] Digitale Editionen machen durch Erschlie\u00dfung und Wiedergabe unser kulturelles und geistiges Erbe sichtbar, zug\u00e4nglich und nutzbar. Editionen sind eine Kernaufgabe der Wissenschaften und bilden die Grundlage f\u00fcr weitere Forschung.<\/p>\n\n\n\n<p>[2] Die zu edierenden Gegenst\u00e4nde bilden zusammen mit den auf sie bezogenen Fragestellungen ein <em>Edendum<\/em>. Die Grenzen der Edition liegen nicht an den Grenzen von Werken (z.B. literarische, musikalische, bildnerische), Texten (auch des weitesten Textbegriffs) oder Dokumenten (z.B. Briefe, Archivalien, Objekte, audiovisuelle Medien, born digital data). Grunds\u00e4tzlich ist jede kulturelle \u00c4u\u00dferung unabh\u00e4ngig von ihrer Herkunft, Modalit\u00e4t, Medialit\u00e4t und Materialit\u00e4t editionsf\u00e4hig: sie kann Edendum werden, das im Prozess des Edierens kritisch untersucht und mit Wissen angereichert wird.<\/p>\n\n\n\n<p>[3] Im Gefolge eines grundlegenden Paradigmenwechsels sind digitale Editionen inzwischen in allen Disziplinen der Normalfall. Das digitale Paradigma hat unmittelbare Folgen f\u00fcr Produktion, Bearbeitung, Reproduktion, Organisation und Zirkulation des im Editionsprozess entstehenden Wissens. Dies bedingt einen Zuwachs an theoretisch-methodischen, technischen sowie organisatorischen Anforderungen, denen Personen und Institutionen kollaborativ und agil begegnen.<\/p>\n\n\n\n<p>[4] Digitale Editionen wenden sich an die wissenschaftliche Gemeinschaft und die allgemeine \u00d6ffentlichkeit. Die Unterzeichner:innen reagieren mit diesem Manifest auf die unter dem digitalen Paradigma ver\u00e4nderten Bedingungen der Edition. Es richtet sich nach innen an diejenigen, die an Editionsunternehmungen beteiligt sind (Wissenschaft, Forschungsinstitutionen, Informationstechnologien) und nach au\u00dfen an F\u00f6rdergeber und Nutzer:innen. Das Manifest dient der Orientierung aller, die das grunds\u00e4tzliche Anliegen der Bewahrung, Erschlie\u00dfung, Wiedergabe und Verbreitung des kulturellen Erbes teilen.<\/p>\n\n\n\n<p>[5] Die Herausforderungen der digitalen Edition werden als Aufgabe und als Chance verstanden. Sie lassen sich unter vier Gesichtspunkten beschreiben: den methodischen Rahmenbedingungen, organisatorischen Fragen, sachlichen Anforderungen und der sozialen Dimension kollaborativ-interdisziplin\u00e4ren Arbeitens.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Methodische Rahmenbedingungen<\/h2>\n\n\n\n<p>[6] Die Vielfalt der Gegenst\u00e4nde und editorischen Ziele erfordert ein weites Spektrum anzuwendender Verfahren und Kompetenzen derer, die an der Erarbeitung von Editionen beteiligt sind. Die wissenschaftlichen Methoden der Editorik stehen in einer langen Tradition von Erschlie\u00dfung, Quellenkritik, Textkritik und Textkonstitution in den jeweiligen F\u00e4chern. Die M\u00f6glichkeiten der Digitalisierung und des Computereinsatzes haben zu einer enormen Weiterentwicklung der Methoden und zu einer Ausweitung der M\u00f6glichkeiten in der Erschlie\u00dfung und Aufbereitung des kulturellen Erbes gef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>[7] Die neuen Editionsformen gehen damit weit \u00fcber die gewohnten gedruckten Ausgaben hinaus. Sie \u00fcbersteigen diese nicht nur in der Breite und Tiefe der Erschlie\u00dfung, sondern machen editorische Entscheidungen transparenter und erm\u00f6glichen \u00fcber die lesende Rezeption hinausgehende Nutzungen. Zus\u00e4tzliche Forschungsmaterialien k\u00f6nnen beigegeben und mehrfache Wiedergabeformen realisiert werden im Gegensatz zur \u00fcberkommenen Praxis, die nur an einer einzigen Pr\u00e4sentationsform ausgerichtet ist. Dem liegt das nunmehr nicht typografisch, sondern in Daten kodierte Wissen zugrunde, das vielf\u00e4ltige M\u00f6glichkeiten er\u00f6ffnet.<\/p>\n\n\n\n<p>[8] Der datenzentrierte Ansatz bedeutet einen grundlegenden Paradigmenwechsel. Er erm\u00f6glicht reichhaltigere Editionen, in denen unterschiedlichste Aspekte und Perspektiven gleichberechtigt behandelt und in multiplen Formen f\u00fcr ein differenziertes Publikum nutzbar gemacht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>[9] Digitale Editionen stehen wegen der vielf\u00e4ltigen Anschluss- und Nutzungsm\u00f6glichkeiten der Daten nicht nur f\u00fcr sich, sondern sind interoperabel und in weitere Nutzungsszenarien eingebunden. Digitale Editionen werden dadurch nicht nur als Publikationen, sondern gerade durch ihre algorithmisch verwendbaren Daten zu Treibern der weiteren Forschung. Das digitale Paradigma hat die Edition von den Limitationen der Druckmedien befreit. Digitale Editionen gehen weit \u00fcber das traditionelle Modell der Textausgabe hinaus und entfalten eine eigene Wirkung. W\u00e4hrend die digitale Edition inzwischen der Normalfall des Edierens ist, erscheint die \u201eklassische\u201c Edition, d.h. die gedruckte Ausgabe als eine unter den verschiedenen m\u00f6glichen Ergebnissen und Pr\u00e4sentationsformen der digitalen Edition.<\/p>\n\n\n\n<p>[10] Digitale Editionen sind aber nicht nur Editionen in einem anderen Medium. Die Digitalisierung f\u00fchrt vielmehr dazu, dass verschiedene Bereiche der komplexer gewordenen Methodik und Praxis getrennt betrachtet und gemeinsam bew\u00e4ltigt werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>[11] Die Edition ist das zusammengetragene und organisierte Wissen um die \u00dcberlieferung in Form der \u201eDaten der Edition\u201c. Zugleich wird die Edition auch publiziert und leistet damit eine mediale Aufbereitung, mit der das Wissen der Edition an ein wissenschaftliches, aber auch ein breiteres \u00f6ffentliches Publikum kommuniziert wird. Zus\u00e4tzlich zu diesen beiden Existenzweisen und in der weiteren Verwendung der Daten nimmt editorisches Wissen auch die Form von Verarbeitungsprozessen, Algorithmen und Software an. Allen diesen Teilen der Edition ist gemeinsam, dass sie auf der expliziten Modellierung unseres Wissens um unser kulturelles und geistiges Erbe beruhen. Diese Modellierungsleistungen sind wichtige editorische Arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Organisatorische Dimension<\/h2>\n\n\n\n<p>[12] Digitale Editionen werden in Form von Projekten organisiert und realisiert. Als solche durchleben digitale Editionen die klassischen Phasen eines Projektes von der Planung zur Durchf\u00fchrung und dem Abschluss. Der auf Abschlie\u00dfung angelegte Projektcharakter steht in Spannung zu den langfristigen Perspektiven, in denen digitale Editionen nicht mit der Publikation beendet sind, sondern als fortlaufender Prozess offener, weiter und umfassender gedacht und geplant werden m\u00fcssen. Dies betrifft die fortschreitende Bearbeitung und Anreicherung im Inneren der Editionen ebenso wie die Anschlussf\u00e4higkeit nach au\u00dfen. Die editorische Verantwortung endet nicht mit der erstmaligen Publikation. Digitale Daten und Arbeitspraktiken bieten die M\u00f6glichkeit allgemeiner Teilhabe am Erkenntnisprozess. Voraussetzung daf\u00fcr ist die Verpflichtung, digitale Editionen dauerhaft zu bewahren und zug\u00e4nglich zu halten.<\/p>\n\n\n\n<p>[13] Die Planung geht den Editionen voraus, ist aber im Verlauf des Projektes wichtiger Bestandteil des Arbeitens in einem agilen Setting. In der Planung werden die Gegenst\u00e4nde und Zielstellungen der Edition gekl\u00e4rt. Daraus ergibt sich, mit welchen Editionstheorien und -methoden das Vorhaben realisiert werden soll. Bei der Planung sind Fachleute aller relevanten Bereiche zu beteiligen, um die verschiedenen Anforderungen und Bedarfe zu identifizieren und zu definieren. Die Planung umfasst auch konkrete Zwischenziele, Abl\u00e4ufe, Aufw\u00e4nde und erlaubt es, in der Abwicklung Projektfortschritte zu beobachten.<\/p>\n\n\n\n<p>[14] Das Projekt braucht einen Forschungsdaten-Managementplan, der von Anfang an ber\u00fccksichtigt, welche Daten zur Edition geh\u00f6ren und wie diese innerhalb und au\u00dferhalb der Edition sowie nach Projektende genutzt werden k\u00f6nnen. In diesem Zusammenhang werden Nutzungsrechte von verwendeten Materialien und zu erarbeitenden Daten vorab gekl\u00e4rt. Deren Verf\u00fcgbarkeit ist nach den FAIR-Prinzipien zu organisieren: auffindbar, zug\u00e4nglich, interoperabel und nachnutzbar. Die ben\u00f6tigten personellen, institutionellen und finanziellen Ressourcen sind auch f\u00fcr die Langzeitarchivierung und Langzeitverf\u00fcgbarkeit ausreichend zu bemessen. Nachhaltig geplante digitale Editionen kalkulieren alle Projektphasen klimabewusst sowie sozial vertr\u00e4glich und nehmen erforderliche Ma\u00dfnahmen in die Projektplanung auf.<\/p>\n\n\n\n<p>[15] In der Durchf\u00fchrung des Projektes brauchen digitale Editionen ein professionelles Management. Die Projektdurchf\u00fchrung erfolgt agil, d.h. auf sich \u00e4ndernde Aufgaben wird in einem iterativen Abgleich reagiert. Am Anfang des Projektes werden die Planungen mit den konkret zur Verf\u00fcgung stehenden Ressourcen abgeglichen und die Arbeit gem\u00e4\u00df der Kompetenzen verteilt. Es werden angemessene Werkzeuge bereitgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>[16] Die langfristigen Herausforderungen der digitalen Editionen teilen sich in Langzeitverf\u00fcgbarkeit und Langzeitarchivierung. Um die Langzeitverf\u00fcgbarkeit sicherzustellen, werden Vorkehrungen f\u00fcr die Verf\u00fcgbarkeit der Publikationsumgebungen \u00fcber die Projektlaufzeit hinaus getroffen. Die fortgesetzte Nutzung der Editionen erh\u00f6ht die Verf\u00fcgbarkeit. Um die dauerhafte Nutzung zu bef\u00f6rdern, wird ein:e Ansprechpartner:in benannt sowie die Ablage und Zug\u00e4nglichkeit der Daten dokumentiert. Die digitalen Editionen werden langzeitarchiviert. Externe Einrichtungen evaluieren und zertifizieren die f\u00fcr die Langzeitarchivierung verwendete Infrastruktur. Die Absicherung schlie\u00dft die klare Definition und Sichtbarkeit der personellen und institutionellen Zust\u00e4ndigkeiten mit ein.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sachliche Dimension<\/h2>\n\n\n\n<p>[17] Digitale Editionen sind wissenschaftliche Leistungen. Die an einer digitalen Edition beteiligten Personen und Institutionen \u00fcbernehmen die wissenschaftliche Verantwortung f\u00fcr Inhalt und Technik und gew\u00e4hrleisten Mindestanspr\u00fcche der Fachwissenschaften, der digitalen Editorik, des Standes der Technik und der Gestaltung von Benutzungsoberfl\u00e4chen.<\/p>\n\n\n\n<p>[18] Digitale Editionen sind Teil eines wissenschaftlichen Diskurses und adressieren ein Problem. Deshalb machen sie den Entstehungsprozess und die ihnen zugrunde liegende wissenschaftliche Reflexion den Benutzer:innen zug\u00e4nglich.<\/p>\n\n\n\n<p>[19] Digitale Editionen folgen einem digitalen Paradigma, an dem sich alle Beteiligten orientieren. Digitale Editionen implizieren eine mediale Transformation: Sie transformieren eine Quelle in ein Ergebnis, das die Quelle nicht nur erschlie\u00dft, sondern auch maschinenlesbar und algorithmisch verarbeitbar macht. Die digitale Edition besteht deshalb aus der Verbindung von Daten und ihrer Verarbeitung zur Pr\u00e4sentation und Nutzung, sie ist \u201emehr als Daten\u201c. Das hei\u00dft insbesondere:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Digitale Editionen m\u00fcssen reflektiert konzipiert und in Auseinandersetzung mit den gegenw\u00e4rtigen \u2013 insbesondere dom\u00e4nenspezifischen \u2013 Standards modelliert werden.<\/li><li>Digitale Editionen folgen dem Prinzip von Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe und sind daher prinzipiell dynamisch.<\/li><li>Digitale Editionen sind Teil eines weiteren Informationsnetzes: Es gibt Verweise innerhalb der Edition, eingebundene Inhalte und durch Verweise nach au\u00dfen angesprochene externe Inhalte. Die Grenzen der editorischen Leistung und dessen, was eine Edition ist, werden durch Mash-ups, externe Verlinkungen und Nachnutzung prinzipiell unscharf.<\/li><li>Digitale Editionen sind von der sie tragenden Infrastruktur gepr\u00e4gt. Sie sind immer auch Online-Editionen.<\/li><li>Das Interface ist Teil der wissenschaftlichen Argumentation und damit Teil der wissenschaftlichen Reflexion. Digitale Editionen enthalten Anreicherungen, Analysen und Pr\u00e4sentationsweisen, die \u00fcber die reinen Daten hinausgehende Erkenntnisse vermitteln. Die Entscheidung \u00fcber Informationsarchitektur und Interfaces der Editionen ist anhand wissenschaftlicher Ziele zu f\u00e4llen und nicht allein eine Entscheidung nach den technologischen M\u00f6glichkeiten.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>[20] F\u00fcr die Inhalte der digitalen Editionen gew\u00e4hrleisten angemessene Metadaten, Nutzungsrechte und standardkonforme Kodierung ihre Auffindbarkeit, Nachnutzbarkeit und Langzeitverf\u00fcgbarkeit. Digitale Editionen machen deshalb ihr Konzept explizit, benennen die verwendeten Standards, und zeigen Nachnutzungsm\u00f6glichkeiten, insbesondere technische Schnittstellen, auf. Digitale Editionen sind dauerhaft zitierf\u00e4hig und zug\u00e4nglich.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Soziale Dimension<\/h2>\n\n\n\n<p>[21] Digitale Editionen setzen von der Konzeptionsphase an eine gleichwertige Kooperation von Personen mit f\u00e4cherspezifischen, bibliothekarischen, archivarischen, informatischen und Digital Humanities-Kompetenzen voraus. F\u00fcr ein Gelingen digitaler Editionen ist ein inklusiver Diskurs unabdingbar, den eine gemeinsame Sprache und Kommunikation in gegenseitigem Respekt und auf Augenh\u00f6he auszeichnet. Unvermeidliches Nichtwissen im jeweils nicht-nativen Bereich wird durch fachlichen Austausch und Fortbildungen verringert. Daf\u00fcr m\u00fcssen Ressourcen in der Planung vorgesehen sein.<\/p>\n\n\n\n<p>[22] Die Beteiligten gewinnen wissenschaftliche Reputation durch jede T\u00e4tigkeit im Rahmen einer digitalen Edition aufgrund ihrer tats\u00e4chlich geleisteten Beitr\u00e4ge. Auch Daten, Datenmodelle und Forschungssoftware sind publikationsw\u00fcrdig. Sie f\u00fchren zu Mitherausgeberschaft bei der Ver\u00f6ffentlichung der digitalen Edition. Mitarbeiter:innen in digitalen Editionen erwerben besondere F\u00e4higkeiten, die als \u00fcbertragbare Kompetenzen \u00fcber das einzelne Editionsprojekt hinaus verwertbar sind.<\/p>\n\n\n\n<p>[23] Alle beteiligten Personen sowie deren Verantwortlichkeiten und geleisteten Beitr\u00e4ge m\u00fcssen dauerhaft identifizierbar sein. Alle Kompetenzbereiche werden als Beitrag zur wissenschaftlichen Arbeit anerkannt.<\/p>\n\n\n\n<p>[24] Digitale Editionen sind komplexe kollaborative Unternehmungen mit vielen Beteiligten aus verschiedenen Institutionen und Dom\u00e4nen. Eine Trennung in wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche T\u00e4tigkeiten ist nicht zielf\u00fchrend. Alle Beitr\u00e4ge sind zu w\u00fcrdigen und zu kreditieren. Ihr Erfolg beruht auf der gegenseitigen Inspiration unterschiedlicher Kompetenzen und Wissenshorizonte. Vermeintlich \u201etechnische\u201c Anforderungen sind das Ergebnis spezifischer intellektueller Operationen, die Selbstverst\u00e4ndlichkeiten geisteswissenschaftlichen Wissens herausfordern, ebenso wie geisteswissenschaftliche Problemstellungen neue und kreative technische L\u00f6sungen erfordern. Alle Beteiligten arbeiten auch deshalb in gegenseitigem Respekt und auf Augenh\u00f6he zusammen.<\/p>\n\n\n\n<h1>Erstunterzeichner:innen<\/h1>\n\n\n\n<p>Wenn Sie das Manifest unterzeichnen wollen, nutzen Sie daf\u00fcr bitte die Kommentarfunktion.<\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>Prof. Dr. <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-2162-5531\">Franz Fischer<\/a>, IDE, Universit\u00e0 Ca&#8216; Foscari Venezia<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0001-5099-8970\">Christiane Fritze<\/a> M.A., IDE, Wienbibliothek im Rathuas<\/li>\n<li>Prof. Dr. <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-8648-2033\">Patrick Sahle<\/a>, IDE, BU Wuppertal<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-8902-4775\">Torsten Scha\u00dfan<\/a>, IDE, Herzog August Bibliothek Wolfenb\u00fcttel<\/li>\n<li>Prof. Dr. <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-1726-1712\">Georg Vogeler<\/a>, IDE, ZIM\/ACDH Graz<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-2257-7236\">Nadine Arndt<\/a> M.A., BBAW<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0003-1327-3094\">Bernhard Assmann<\/a> M.A., IDE, HBZ NRW<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0003-0801-9462\">Marcus Baumgarten<\/a>, Herzog August Bibliothek Wolfenb\u00fcttel<\/li>\n<li>PD Dr. <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-7255-2504\">Toni Bernhart<\/a>, Universit\u00e4t Stuttgart<\/li>\n<li>Sina Bock M.A., Universit\u00e4t W\u00fcrzburg \/ ZPD<\/li>\n<li>Dr. <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-6460-2954\">Elisa Cugliana<\/a>, CCeH &#8211; Universit\u00e4t zu K\u00f6ln<\/li>\n<li>PD Dr. <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0003-0059-9597\">Katrin Dennerlein<\/a>, Universit\u00e4t W\u00fcrzburg<\/li>\n<li>Dr. des. Anne Diekjobst, CAU zu Kiel<\/li>\n<li>Claudia Susan Dobrinski, Thesis e.V.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-6923-0950\">Stefan Dumont<\/a> M.A., IDE, BBAW<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0001-8613-8294\">Lea Katharina D\u00fcmpelmann<\/a> B.A., Universit\u00e4t Heidelberg<\/li>\n<li>Jun.-Prof. <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0003-2852-065X\">Ulrike Henny-Krahmer<\/a>, IDE, Universit\u00e4t Rostock<\/li>\n<li>Dr. <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0001-8260-223X\">Katrin Henzel<\/a>, UB Kiel<\/li>\n<li>Dr. Dennis Hormuth, Universit\u00e4tsarchiv Hamburg<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-0118-0811\">Dario Kampkaspar<\/a> M.A., ULB Darmstadt<\/li>\n<li>Dr. <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-8564-1434\">Tobias Kraft<\/a>, BBAW<\/li>\n<li>Dr. <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0003-2546-2570\">Stephan Kurz<\/a>, \u00d6sterreichische Akademie der Wissenschaften<\/li>\n<li>Veit Magnus Lorenz B.A.<\/li>\n<li>Elena Minetti Universit\u00e4t Paderborn<\/li>\n<li>Dr. <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0001-8279-9298\">Frederike Neuber<\/a>, IDE, BBAW<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-4879-129X\">Christopher Pollin<\/a> MA MA, IDE, ZIM\/ACDH Graz<\/li>\n<li>Ass. Prof. Dr. Michael Prinz, Universit\u00e4t Uppsala<\/li>\n<li>Fr\u00e9d\u00e9rique Renno, UB Kiel<\/li>\n<li>Dr. <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0003-1898-2543\">Klaus Rettinghaus<\/a>, Enote GmbH<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0001-5545-2088\">Dennis Ried<\/a> M.A., Universit\u00e4t Paderborn<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0003-0759-4617\">Dagmar Anne Riedel<\/a>, Columbia University<\/li>\n<li>Dr. <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0001-7043-7820\">Torsten Roeder<\/a>, IDE, BU Wuppertal, Universit\u00e4t W\u00fcrzburg<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-1575-6105\">J\u00f6rg R\u00f6pke<\/a> M.LIS, Universit\u00e4t Trier<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0001-5119-7956\">Marc Scheffer<\/a> ULB Darmstadt<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-4942-9225\">Gerlinde Schneider<\/a>, IDE<\/li>\n<li>Prof. Dr. Anna Schreurs-Mor\u00e9t, Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg<\/li>\n<li>Prof. Dr. <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-1509-6960\">Thomas St\u00e4cker<\/a>, ULB Darmstadt<\/li>\n<li>lic. phil. Claudia Sutter, Universit\u00e4t St. Gallen \/ Schweizerische Rechtsquellenstiftung<\/li>\n<li>Dr. <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0001-7183-8984\">J\u00fcngerkes Sven<\/a>, KGParl<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-9982-9382\">Vivien Wolter<\/a>, Universit\u00e4t Trier<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0003-1491-747X\">Kevin Wunsch<\/a>, ULB Darmstadt<\/li>\n<\/ul>\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Institut f\u00fcr Dokumentologie und Editorik sieht die Notwendigkeit, auf ung\u00fcnstige Faktoren bei der Erstellung und Erhaltung von digitalen Editionen aufmerksam zu machen, um die Situation in Zukunft besser gestalten zu k\u00f6nnen. Bei der 8. Jahrestagung des Verbands \u00bbDigital Humanities im deutschsprachigen Raum\u00ab, der DHd2022, wurde am 7. 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