{"id":17476,"date":"2022-03-07T08:06:00","date_gmt":"2022-03-07T07:06:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=17476"},"modified":"2022-03-21T20:47:09","modified_gmt":"2022-03-21T19:47:09","slug":"kulturen-des-digitalen-gedaechtnisses-potsdamer-tagung-zu-digital-humanities-beginnt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=17476","title":{"rendered":"Kulturen des digitalen Ged\u00e4chtnisses \u2013 Potsdamer Tagung zu \u201eDigital Humanities\u201c beginnt"},"content":{"rendered":"\n<p>Sammeln und Archivieren, Erinnern und Gedenken \u2013 wie ver\u00e4ndert sich das kulturelle Ged\u00e4chtnis im Zeitalter der Digitalisierung? Antworten darauf diskutieren rund 1050 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der heute beginnenden 8. Jahrestagung des Verbands \u201eDigital Humanities im deutschsprachigen Raum\u201c, kurz: DHd2022. Die von der Universit\u00e4t und der Fachhochschule Potsdam ausgerichtete Konferenz findet pandemiebedingt virtuell statt. Unter dem Motto \u201eKulturen des digitalen Ged\u00e4chtnisses\u201c werden bis zum 11. M\u00e4rz zahlreichen Workshops, mehr als 70 Vortr\u00e4ge und \u00fcber 60 Posterpr\u00e4sentationen geboten. Mit der Tagung zeigt sich der Forschungsstandort Potsdam als ebenso lebendiger wie facettenreicher Ort der digitalen Geisteswissenschaften.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAuf unserer Jahrestagung gehen wir der Frage nach, wie sich all die Praktiken des kulturellen Ged\u00e4chtnisses, die f\u00fcr unsere Gesellschaften wesentlich sind, im Zuge der digitalen Transformation wandeln: Wie erinnern wir, wie gedenken wir, wie vergessen wir im Zeitalter der Digitalisierung, der Algorithmen und der sozialen Medien?\u201c, erl\u00e4utert Prof. Dr. Peer Trilcke, Sprecher des Potsdamer \u201eNetzwerks f\u00fcr Digitale Geisteswissenschaften\u201c, das die Tagung organisiert hat. \u201eIn den Blick geraten damit nicht zuletzt die Infrastrukturen des kulturellen Ged\u00e4chtnisses \u2013 Archive, Bibliotheken und Museen, zum Beispiel \u2013 und deren Rolle f\u00fcr unsere zunehmend diversen und transnationalen Erinnerungskulturen\u201c, sagt Dr. Ulrike Wuttke, die gemeinsam mit Prof. Dr. Heike Neuroth das Organisationsteam an der Fachhochschule Potsdam leitet. \u201eDie Digitalisierung des kulturellen Ged\u00e4chtnisses erweist sich mehr und mehr als eine weitreichende, noch zu wenig adressierte Herausforderung f\u00fcr unsere Gesellschaft\u201c, erg\u00e4nzt Dr. Anna Busch, Leiterin der \u201eDigitalen Forschung und Entwicklung\u201c am Theodor-Fontane-Archiv der Universit\u00e4t Potsdam.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Auftakt des Vortragsprogramms am 8. M\u00e4rz wird Archiv-Forscherin Amalia S. Levi aus postkolonialer Perspektive von ihrer Arbeit mit Archiven der Sklaverei auf Barbados berichten. Den Schlusspunkt setzt am 11. M\u00e4rz die Kulturwissenschaftlerin und Publizistin Kathrin Passig, die unter dem Titel \u201eRucksack oder Rechenzentrum\u201c nach Speicherkapazit\u00e4ten fragt: \u201eWie gro\u00df ist, auch unter technischen Gesichtspunkten, eigentlich das digitale Ged\u00e4chtnis unserer Kulturen?\u201c Das ganze Spektrum der auf der \u201eDHd2022\u201c pr\u00e4sentierten Forschung l\u00e4sst sich im frei zug\u00e4nglichen \u201eBook of Abstracts\u201c nachlesen, das auf \u00fcber 400 Seiten alle 154 Beitr\u00e4ge der Tagung versammelt. Die \u00fcber 60 eingereichten Poster werden auf der Tagungswebsite ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Gemeinsam mit den F\u00f6rderern und Sponsoren hat das Potsdamer Organisationsteam ein attraktives virtuelles Rahmenprogramm entwickelt. Es reicht von Online-Touren durch das Museum Barberini, dem Kulturpartner der Tagung, \u00fcber Messest\u00e4nde des Verlags De Gruyter und des Unternehmens SAP SE bis hin zu Pr\u00e4sentationen des Konsortiums NFDI4Culture, das als Partner f\u00fcr \u201eWissenschaftskommunikation und Community Outreach\u201c gewonnen werden konnte. Auch ein Besuch der virtuellen Ausstellung des Zentrums f\u00fcr Computerspielforschung \u201eDIGAREC\u201c ist m\u00f6glich. Die Gerda Henkel Stiftung, der DHd-Verband, der Verein \u201eGeistes- und kulturwissenschaftliche Forschungsinfrastrukturen\u201c, das Moses Mendelssohn Zentrum f\u00fcr europ\u00e4isch-j\u00fcdische Studien und NFDI4Culture unterst\u00fctzen die Tagung dar\u00fcber hinaus durch die Vergabe von Stipendien. Gef\u00f6rdert wird die Tagung zudem durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eUnsere Jahrestagungen haben sich zu einem wichtigen Schaufenster der Forschung in den digitalen Geisteswissenschaften entwickelt\u201c, sagt der Vorsitzende des DHd-Verbands, Prof. Dr. Christof Sch\u00f6ch. \u201eHier informieren sich die Mitglieder der Community gegenseitig \u00fcber die neuesten Entwicklungen im Feld.\u201c Der Verband wurde 2013 gegr\u00fcndet und versteht sich als Forum und formelle Interessenvertretung f\u00fcr alle, die sich im deutschsprachigen Raum in Forschung und Lehre \u2013 unabh\u00e4ngig von der Fachdisziplin \u2013 im Bereich der Digital Humanities engagieren. Der \u00fcber 440 Mitglieder z\u00e4hlende DHd ist als Regionalverband assoziiert mit der European Association of Digital Humanities (EADH) und zudem im internationalen Dachverband Alliance of Digital Humanities Organizations (ADHO) repr\u00e4sentiert. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3><strong>Weitere Informationen<\/strong><\/h3>\n<p>Tagungswebsite: <a href=\"https:\/\/www.dhd2022.de\/\">https:\/\/www.dhd2022.de\/<\/a><\/p>\n<p>Das Programm auf ConfTool: <a href=\"https:\/\/www.conftool.net\/dhd2022\/sessions.php\">https:\/\/www.conftool.net\/dhd2022\/sessions.php<\/a><\/p>\n<p>Virtuelle Posterausstellung: <a href=\"https:\/\/www.dhd2022.de\/postersession\/\">https:\/\/www.dhd2022.de\/postersession\/<\/a><\/p>\n<p>Book of Abstracts: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.6304590\">https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.6304590<\/a><\/p>\n<p>DHd-Verband: <a href=\"https:\/\/dig-hum.de\/\">https:\/\/dig-hum.de\/<\/a><\/p>\n<p>E-Mail: <a href=\"mailto:info@dhd2022.de\">info@dhd2022.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"970\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2022\/03\/uni-potsdam-logo-transparent-970x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-17478\" srcset=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2022\/03\/uni-potsdam-logo-transparent-970x1024.png 970w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2022\/03\/uni-potsdam-logo-transparent-284x300.png 284w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2022\/03\/uni-potsdam-logo-transparent-768x811.png 768w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2022\/03\/uni-potsdam-logo-transparent-1455x1536.png 1455w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2022\/03\/uni-potsdam-logo-transparent.png 1894w\" sizes=\"auto, (max-width: 970px) 100vw, 970px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"654\" height=\"366\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2022\/03\/161116_FHP_horizontal_K.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-17479\" srcset=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2022\/03\/161116_FHP_horizontal_K.jpg 654w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2022\/03\/161116_FHP_horizontal_K-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 654px) 100vw, 654px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sammeln und Archivieren, Erinnern und Gedenken \u2013 wie ver\u00e4ndert sich das kulturelle Ged\u00e4chtnis im Zeitalter der Digitalisierung? 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