{"id":16670,"date":"2021-10-19T23:25:31","date_gmt":"2021-10-19T21:25:31","guid":{"rendered":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=16670"},"modified":"2021-10-19T23:25:31","modified_gmt":"2021-10-19T21:25:31","slug":"schwerpunktprogramm-computational-literary-studies-spp-2207","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=16670","title":{"rendered":"Schwerpunktprogramm \u201eComputational Literary Studies\u201c (SPP 2207)"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ausschreibung   <\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">Nr. 86, 15. Oktober 2021<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im M\u00e4rz 2018 die Einrichtung des Schwerpunktprogramms \u201eComputational Literary Studies\u201c (SPP 2207) beschlossen. Als Laufzeit sind sechs Jahre vorgesehen. Die DFG l\u00e4dt hiermit ein zur Antragstellung f\u00fcr die zweite dreij\u00e4hrige F\u00f6rderperiode.<br><br>Mit \u201eComputational Literary Studies\u201c bezeichnet man die quantitative und formale qualitative Analyse literarischer Texte. Das Schwerpunktprogramm zielt darauf, die weitere Entwicklung solcher datenzentrierten Forschungsans\u00e4tze in den Literaturwissenschaften zu f\u00f6rdern. Folgende Forschungsschwerpunkte stehen im Fokus:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Innovative Verfahren f\u00fcr die computationelle Analyse literarischer Texte entwickeln oder<\/li><li>bereits existierende Algorithmen in innovativen Workflows zusammenf\u00fchren, um neue Erkenntnisse \u00fcber Entwicklungsprozesse, Strukturen oder andere literarische oder kulturelle Ph\u00e4nomene zu generieren,<\/li><li>die Forschung zu bereits bestehenden Algorithmen erweitern, Wege zur Anpassung von Parametern finden sowie das Verst\u00e4ndnis ihrer Interaktion mit literarischen Texten verbessern,<\/li><li>literaturwissenschaftlich relevante Konzepte formal modellieren und literarische Texte entsprechend annotieren,<\/li><li>Theorie- und Begriffsbildung weiterentwickeln, zum Beispiel die Integration von Ergebnissen quantitativ-empirischer Forschung in den qualitativ-hermeneutischen Forschungsprozess erproben und reflektieren.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Im Zentrum des Schwerpunktprogramms sollen literarische Texte, prototypisch verstanden als fiktionale und \u00e4sthetisch markierte Texte wie Romane, Dramen oder Gedichte, in einem weiten Sinn stehen: ohne Einschr\u00e4nkung in Hinsicht auf die geografische, kulturelle oder zeitliche Dimension der untersuchten Literaturen sowie auf deren Kanonizit\u00e4t. Gegenstand der Untersuchung kann daher nicht nur Hochliteratur sein, sondern auch Schemaliteratur und andere Formen der popul\u00e4ren Literatur. Literarische Texte in diesem Sinne sind bislang erheblich seltener quantitativ erforscht worden als nicht-literarische Texte und stellen f\u00fcr computationelle Verfahren unter anderem aufgrund ihres fiktionalen und vielschichtigen Charakters eine Herausforderung dar.<br><br>Aus den Eigenheiten des Untersuchungsgegenstands und dem Forschungsstand des emergenten Feldes ergeben sich eine Reihe von Problemfeldern, die in den Projekten adressiert werden k\u00f6nnen: die Notwendigkeit der Dom\u00e4nenadaption von Werkzeugen zur Textanalyse; das Verh\u00e4ltnis von Norm und Abweichung; die Bestimmung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen literarischen und nicht-literarischen Texten; Schwierigkeiten, einen Konsens bei der Annotation literaturwissenschaftlich relevanter Texteigenschaften zu finden; der Mangel an interpretatorischer Transparenz moderner formaler Modelle; die Notwendigkeit des Aufbaus von Referenzkorpora und anderes mehr.<br><br>Dieses Programm l\u00e4sst sich nur durch eine eng vernetzte interdisziplin\u00e4re Forschung bew\u00e4ltigen, an der Forscherinnen und Forscher aus den Literaturwissenschaften, den Digital Humanities, der Korpuslinguistik, der Computerlinguistik und der Informatik beteiligt sind. M\u00f6glich sind daher auch Tandems von Vertreterinnen und Vertretern der Literaturwissenschaft und einer der anderen genannten Disziplinen, um gemeinsam an einer Aufgabenstellung zu arbeiten.<br><br>Nicht geeignet f\u00fcr das Schwerpunktprogramm sind Projekte, in denen die Digitalisierung von Texten im Mittelpunkt steht oder einen gro\u00dfen Teil des Projekts ausmacht. Projekte zur Kommunikation \u00fcber Literatur sollten auch die Beziehung zu den literarischen Texten selbst untersuchen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Vorbereitendes Rundgespr\u00e4ch<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die an der Einreichung eines Projektantrags interessiert sind, werden zu einem vorbereitenden Treffen eingeladen, das von dem Koordinator Professor Dr. Fotis Jannidis am <strong>3. Dezember 2021<\/strong> zwischen 10 und 14 Uhr organisiert und ausgerichtet wird. Das Rundgespr\u00e4ch wird als Onlineveranstaltung stattfinden. Bitte beachten Sie, dass eine Teilnahme am Rundgespr\u00e4ch nicht verpflichtend ist, um einen Antrag einzureichen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die an der Teilnahme interessiert sind, werden gebeten, sich bis zum <strong>25. November 2021 <\/strong>unter folgender Adresse anzumelden: <a href=\"mailto:spp2207@uni-wuerzburg.de\">spp2207@uni-wuerzburg.de<\/a> <a href=\"mailto:spp2207@uni-wuerzburg.de\">&lt;mailto:spp2207@uni-wuerzburg.de&gt;<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Antragstellung<\/h3>\n\n\n\n<p>Reichen Sie Ihren Antrag in englischer Sprache f\u00fcr die zweite F\u00f6rderphase bitte bis sp\u00e4testens <strong>15. Februar 2022<\/strong> bei der DFG ein. Die Antragstellung erfolgt ausschlie\u00dflich \u00fcber das elan-Portal zur Erfassung der antragsbezogenen Daten und zur sicheren \u00dcbermittlung von Dokumenten. Sofern Sie beabsichtigen, einen Neuantrag einzureichen, w\u00e4hlen Sie bitte unter \u201eAntragstellung \u2013 Neues Projekt \u2013 Schwerpunktprogramm\u201c im elektronischen Formular aus der angebotenen Liste \u201eSPP 2207 \u2013 Computational Literary Studies\u201c aus. Bitte senden Sie ein weiteres Exemplar des Antrags in elektronischer Form an den Koordinator des Programms unter <a href=\"mailto:spp2207@uni-wuerzburg.de\">spp2207@uni-wuerzburg.de<\/a> <br><br>Handelt es sich bei dem Antrag innerhalb dieses Schwerpunktprogramms um Ihren ersten Antrag bei der DFG, beachten Sie, dass Sie sich vor der Antragstellung im elan-Portal registrieren m\u00fcssen. Ohne Registrierung bis zum <strong>1. Februar 2022<\/strong> ist eine Antragstellung nicht m\u00f6glich. Bitte w\u00e4hlen Sie im Registrierungsformular bei den abschlie\u00dfenden Angaben ebenso wie bei der Antragstellung Ihr Schwerpunktprogramm aus der angebotenen Liste der Ausschreibungen aus. Die Best\u00e4tigung der Registrierung erfolgt in der Regel bis zum darauffolgenden Arbeitstag.<br><br>Antragstellerinnen und Antragsteller, die bereits gef\u00f6rdert werden und einen Fortsetzungsantrag stellen wollen, m\u00fcssen den Antrag \u00fcber die Registerkarte \u201eAntragstellung \u2013 Antrags\u00fcbersicht\/Fortsetzungsantrag\u201c einreichen. Hier wird Ihr in der F\u00f6rderung befindliches Projekt angezeigt, und Sie k\u00f6nnen Ihren Fortsetzungsantrag stellen.<br><br>Ber\u00fccksichtigen Sie bitte beim Aufbau Ihres Antrags das DFG-Merkblatt 54.01 zu Sachbeihilfen mit Leitfaden f\u00fcr die Antragstellung und die Hinweise im Merkblatt Schwerpunktprogramm 50.05, Teil B.<br><br>Das Begutachtungskolloquium des Schwerpunktprogramms wird voraussichtlich im Juli 20222 stattfinden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Weiterf\u00fchrende Informationen<\/h3>\n\n\n\n<p>Detaillierte Informationen zum Schwerpunktprogramm erhalten Sie im Internet unter:<br><a href=\"https:\/\/dfg-spp-cls.github.io\">https:\/\/dfg-spp-cls.github.io<\/a> <br><br>Anmeldung zum Rundgespr\u00e4ch am 3. Dezember 2021:<br><a href=\"mailto:spp2207@uni-wuerzburg.de\">spp2207@uni-wuerzburg.de<\/a><br><br>Das elan-Portal der DFG zur Einreichung der Antr\u00e4ge finden Sie unter:<br><a href=\"https:\/\/elan.dfg.de\">https:\/\/elan.dfg.de<\/a> <br><br>Die Merkbl\u00e4tter DFG-Vordruck 50.05 und 54.01 stehen unter:<br><a href=\"http:\/\/www.dfg.de\/formulare\/50_05\">http:\/\/www.dfg.de\/formulare\/50_05<\/a><br><a href=\"http:\/\/www.dfg.de\/formulare\/54_01\">http:\/\/www.dfg.de\/formulare\/54_01<\/a><br><br>Inhaltliche Fragen beantwortet Ihnen der Koordinator des Schwerpunktprogramms:<br>Professor Dr. Fotis Jannidis, Julius-Maximilians-Universit\u00e4t W\u00fcrzburg, Institut f\u00fcr Deutsche Philologie, Am Hubland, 97074 W\u00fcrzburg, Tel. +49\u00a0931\u00a03180078, <a href=\"mailto:fotis.jannidis@uni-wuerzburg.de\">fotis.jannidis@uni-wuerzburg.de<\/a><br><br>Ausk\u00fcnfte zur Antragstellung bei der DFG erteilen:<br>Fachlich: Dr. Helene Jessula Wczesniak, Tel. +49\u00a0228\u00a0885-2134, <a href=\"mailto:helene.jessulawczesniak@dfg.de\">helene.jessulawczesniak@dfg.de<\/a><br>Formal: Nadine Kauk, Tel. +49\u00a0228\u00a0885-2405, <a href=\"mailto:nadine.kauk@dfg.de\">nadine.kauk@dfg.de<\/a><\/p>\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausschreibung Nr. 86, 15. 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