{"id":13911,"date":"2020-06-18T17:27:02","date_gmt":"2020-06-18T15:27:02","guid":{"rendered":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=13911"},"modified":"2020-06-19T11:00:45","modified_gmt":"2020-06-19T09:00:45","slug":"einladung-zum-virtuellen-digital-humanities-kolloquium-der-bbaw-3-juli-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=13911","title":{"rendered":"Einladung zum virtuellen Digital-Humanities-Kolloquium der BBAW, 3. Juli 2020"},"content":{"rendered":"\n<p>Am 3. Juli 2020 findet das erste rein virtuelle DH-Kolloquium der BBAW statt, zu dem <a href=\"https:\/\/www.slm.uni-hamburg.de\/germanistik\/personen\/flueh.html\">Marie Fl\u00fch (Universit\u00e4t Hamburg)<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.slm.uni-hamburg.de\/germanistik\/personen\/schumacher.html\">Mareike Schumacher (ebenfalls Universit\u00e4t Hamburg)<\/a> ihr Projekt m*w (<a href=\"https:\/\/msternchenw.de\/\">https:\/\/msternchenw.de\/<\/a>) sowie einige der dabei eingesetzten digitalen Methoden f\u00fcr die literaturwissenschaftliche Forschung vorstellen werden.\u00a0<\/p>\n<p>Der Vortrag, dessen Abstract unten im Anschluss zu finden ist, wird vorab aufgezeichnet und zu Beginn des Kolloquiums, d.h. am 3. Juli 2020, um 17 Uhr bereitgestellt. Der Link zum Vortrag wird zugleich auf Twitter (<a href=\"https:\/\/twitter.com\/DHBBAW\">@DHBBAW<\/a>) sowie im Channel &#8222;berlin_dhberlin&#8220; auf der Plattform discord (\u21d2 Einladungslink: <a href=\"https:\/\/discord.gg\/sw4D5NN\">https:\/\/discord.gg\/sw4D5NN<\/a>) gepostet. Anschlie\u00dfend startet auf beiden Plattformen die Diskussion, zu der wir hiermit alle Interessierten sehr herzlich einladen m\u00f6chten.<!--more--><\/p>\n<p>Die Diskussion kann auf beiden Kan\u00e4len verfolgt werden, auf Twitter ist das Mitlesen auch ohne Account m\u00f6glich, w\u00e4hrend sowohl f\u00fcr Twitter als auch f\u00fcr discord eine Anmeldung erforderlich ist, um aktiv Fragen stellen zu k\u00f6nnen. [Sollten Einzelne mitdiskutieren wollen, die weder einen Twitter- noch einen discord-Account haben, und sich auf keiner der beiden Plattformen registrieren m\u00f6chten, k\u00f6nnen auch Fragen per Mail an dh-kolloquium@bbaw.de geschickt werden. Diese werden von den OrganisatorInnen ausgew\u00e4hlt und dann (ggf. verk\u00fcrzt) auf Twitter ver\u00f6ffentlicht und von den Referentinnen beantwortet.]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Abstract<br><strong>Von Nebenbefunden und Methodenadaptionen in den Digital Humanities am Beispiel von m*w<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Marie Fl\u00fch (Universit\u00e4t Hamburg)<br>Mareike Schumacher (Universit\u00e4t Hamburg)<\/p>\n\n\n\n<p>Im Projekt <a href=\"https:\/\/msternchenw.de\/\">m*w<\/a> untersuchen wir seit Sommer 2019 Genderstereotype und -bewertungen (in Form von Emotionen) in literarischen Texten. Anstelle einer Pr\u00e4sentation der literatur- und kulturwissenschaftlich relevanten Erkenntnisse aus dem Projekt (die Sie <a href=\"https:\/\/msternchenw.de\/\">hier<\/a> nachlesen k\u00f6nnen), setzten wir im Rahmen des Kolloquiums einen methodischen Schwerpunkt und zeigen Perspektiven auf eine literaturwissenschaftliche Auseinandersetzung mit <em>Named Entity Recognition<\/em> und <em>Emotion Analysis<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>Im ersten Teil des Vortrags m\u00f6chten wir interessante Nebenbefunde vorstellen, die aus unseren Bem\u00fchungen entstanden sind, ein Named Entity Recognition Tool so zu trainieren, dass es eine m\u00f6glichst leistungsstarke automatische Annotation von weiblichen, m\u00e4nnlichen und neutralen Figurenreferenzen erreicht. Wir m\u00f6chten zeigen, wie wir dabei \u201czuf\u00e4llig\u201d zu einer Art Barometer f\u00fcr Texte mit besonders stereotypen Figurenreferenzierungen kamen und auf welche Art und Weise Texte ausfindig gemacht werden k\u00f6nnen, die ihrer Zeit im Hinblick auf die Darstellung von Gender voraus sind. Dabei wird die Methode der automatischen Figurenerkennung mit einigem Vergn\u00fcgen gegen den Strich geb\u00fcrstet. Toolbewertungsverfahren werden zum eigentlichen Hilfsmittel der Analyse und ein <em>Scalable-Reading<\/em>-Prozess setzt ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Im zweiten Teil des Vortrags erl\u00e4utern wir unterschiedliche Perspektiven auf die digitale Analyse sentimenttragender Textmerkmale in novellistischen Texten. Gerade literarische Texte gelten als hochgradig emotionales Unterfangen, wobei die Kommunikation der Figuren eines der wichtigsten Bestandteile der literarischen Emotionalisierungstechniken darstellt (Anz 2007: 219). Auf welche Art und Weise lassen sich positive und negative Emotionen in Abh\u00e4ngigkeit zum Geschlecht einer Figur also wieder aus literarischen Texten herausfiltern? Wie k\u00f6nnte ein computergest\u00fctztes Verfahren aussehen, das sowohl der Spezifik literarischer Texte gerecht wird als auch (halb)automatische Arbeitsschritte beinhaltet, die einer emotionsbezogenen Korpusanalyse mit literaturwissenschaftlichem Erkenntnisinteresse den Weg bereitet?<\/p>\n\n\n\n<p>m*w liegt ein <em>Mixed-Methods<\/em>-Ansatz zugrunde, der methodische Anleihen bei den Sozialwissenschaften\/Informationswissenschaften (<em>Sentiment Analysis<\/em>), den Literatur- und Kulturwissenschaften und Verfahren, die gegenw\u00e4rtig zur digitalen Analyse von literarischen Texten in den sog. <em>Computational Literary Studies<\/em> \u2013 also: in der digitalen Literaturwissenschaft \u2013 eingesetzt werden, macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Und: m*w ist ein Projekt der Freude, des Ausprobierens und der literaturwissenschaftlichen Neugierde. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme, Ihr Feedback und Ihre Sichtweise auf unsere Herangehensweise, die von neuen Sichtweisen nur profitieren kann. Das digitale textanalytische Verfahren sowie methodisch relevante Hintergr\u00fcnde f\u00fcr die Emotionsanalyse in Novellen und die (Fort-)Entwicklung der NER-Dom\u00e4nenadaption stellen wir Ihnen in unserem Vortrag am 3. Juli 2020 (17:00 bis 19:00 Uhr) aufgrund der aktuellen Situation digital und virtuell vor.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 3. 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