{"id":1248,"date":"2013-02-04T10:44:07","date_gmt":"2013-02-04T09:44:07","guid":{"rendered":"http:\/\/dhd-blog.org\/?p=1248"},"modified":"2013-02-04T15:00:14","modified_gmt":"2013-02-04T14:00:14","slug":"der-hype-um-das-internet-die-digitale-welt-und-der-ganze-rest-rkb13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=1248","title":{"rendered":"Der Hype um das Internet, die digitale Welt und der ganze Rest #rkb13"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_1253\" style=\"width: 266px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/PKB-Tagung.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1253\" class=\"wp-image-1253 \" title=\"RKB-Tagung\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/PKB-Tagung.png\" alt=\"\" width=\"256\" height=\"198\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1253\" class=\"wp-caption-text\">Die Titelgrafik der RKB-Tagung basiert auf einem Design von Moma Propaganda, S\u00e3o Paolo. www.momapropaganda.com.br<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die RKB-Tagung in M\u00fcnchen ist gerade vor\u00fcber. Wer nicht dabei sein konnte, hatte via Twitter und \u00fcber <a href=\"http:\/\/rkb.hypotheses.org\">hypotheses.org<\/a> die M\u00f6glichkeit &#8222;live&#8220; dabei zu sein und auf dem neuesten Stand zu bleiben. Nun freut es umso mehr, dass sich die S\u00fcddeutsche Zeitung ausgiebig mit dem Thema der Wissenschaftskommunikation befasst (Ausgabe 29 vom 4.2.2013, S. 9).<\/p>\n<p>Exempli gratia ist der Publikationsprozess, samt vorgelagerter Erarbeitung von Informationen, wobei die Reduktion auf den Begriff &#8222;filtern&#8220; eher zu pauschalisierend ist, bis zur Thesenentwicklung und anschlie\u00dfendem Schreibprozess. Schlagw\u00f6rter wie &#8222;Open Access&#8220; d\u00fcrfen in diesem Zusammenhang nicht fehlen. Der R\u00fcckgriff auf die Infrastrukturen als Allheilsbringer der Geisteswissenschaften geht dann doch etwas weit. Hier werden wissensgenerierende Methoden zu stark mit dem Output der Wissenschaften verkn\u00fcpft, mit dem Paper, mit dem Buch, mit der Online-Publikation. Denn auf einen solchen Output hinzuarbeiten, d\u00fcrfte keinem Infrastrukturprojekt als Ziel dienen. Wenn dies so w\u00e4re, dann w\u00fcrden Infrastrukturen zu stark an einzelne Projekte und Forschungsvorhaben gebunden sein. Das dem nicht so ist, sollte klar werden, schaut man auf die heterogene Nutzerlandschaft, die gesamten Geisteswissenschaften.<\/p>\n<p>Aber allein durch die Nutzung digitaler Tools wie Mendeley, Geobrowsern oder Visualisierungsumgebungen wie Gephi beginnt keine neue Epoche. Die Fragestellungen sind &#8211; ja, sie d\u00fcrfen es auch explizit sein &#8211; die gleichen wie zuvor. Denn das best\u00e4tigen oder verwerfen alter Thesen ist ein guter Anfang um schlie\u00dflich neue Fragestellungen zu entwickeln und diese auch an einer gro\u00dfen Masse an Daten \u00fcberpr\u00fcfen zu k\u00f6nnen. Erst an dieser Stelle kommt die Infrastruktur ins Spiel, deren Rolle zwar zentral ist, die aber den nach wie vor analogen Vorgang der Hypothesenbildung wenn \u00fcberhaupt nur ein wenig unterst\u00fctzen kann. Das bedeutet, dass das \u00fcberaus kreative Vorgehen und Arbeiten in der Wissenschaft nach wie vor nicht von Maschinen ersetzt werden kann.<\/p>\n<p>Der Spiegel schrieb im April 1957 im Zusammenhang mit Roberto Busas <em>Corpus Thomisticus<\/em> von &#8222;Text-Analyse durch Elektronen-Gehirne&#8220; (S. 62) und die innerkirchliche Diskussion &#8211; zu den vom Teufel pers\u00f6nlich entsandten Maschinen &#8211; blieb nicht aus. Vielleicht ist die aktuelle Diskussion davon nicht so weit weg. So klingt es zumindest etwas esoterisch, wenn vom &#8222;magischen [&#8230;] Vorsprung&#8220; durch Technik geschrieben wird; im SZ-Artikel und auch in den Tweets.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Die RKB-Tagung in M\u00fcnchen ist gerade vor\u00fcber. 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