{"id":11914,"date":"2019-06-28T06:26:05","date_gmt":"2019-06-28T04:26:05","guid":{"rendered":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=11914"},"modified":"2019-06-24T15:26:30","modified_gmt":"2019-06-24T13:26:30","slug":"graphik-im-digitalen-raum-3-3-hilfeseiten-und-metadaten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=11914","title":{"rendered":"Graphik im digitalen Raum (3\/3): Hilfeseiten und Metadaten"},"content":{"rendered":"\n<p><em>von Martin de la Iglesia und Julia R\u00f6ssel<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>In <a href=\"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=11884\">Teil 1<\/a> unserer Blogpost-Reihe \u00fcber Druck- und andere Graphik im Netz ging es um Institutionen und Inhaltserschlie\u00dfung, in <a href=\"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=11903\">Teil 2<\/a> um Inschriften und Exemplarsuche. Der heutige abschlie\u00dfende Teil besch\u00e4ftigt sich mit den Fragen, ob und wie Dokumentationstexte und Hilfeseiten sinnvoll sein k\u00f6nnen, und inwiefern Metadaten automatisiert ausgewertet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Dokumentation und Hilfeseiten als Ersatz f\u00fcr intuitives Design?<\/h2>\n\n\n\n<p>Grunds\u00e4tzlich stellt sich bei der Bereitstellung von Web-Ressourcen, insbesondere solchen mit Datenbank- und Retrievalsystemkomponenten, die Frage, ob diese auch Dokumentations- oder Hilfeseiten enthalten sollten. Die Verneinung dieser Frage wird oft damit begr\u00fcndet, dass Nutzerinnen und Nutzer solche Hilfeseiten ohnehin nicht aktiv aufsuchen, so dass man wichtige Informationen besser an prominenteren Stellen innerhalb einer Webseite unterbringt, anstatt sie in einem Hilfetext geradezu zu verstecken. \u00dcberhaupt sollten alle Features eines Web-Angebots so intuitiv designt sein und so gut funktionieren (was bei Datenbanken auch eine fehlerfreie und homogene Datenbasis voraussetzt), dass gar nicht erst das Bed\u00fcrfnis nach weiterf\u00fchrenden Informationen aufkommt. Zudem ist die tendenzielle Unlust von Entwicklerinnen und Entwicklern, ihre Arbeit zu dokumentieren oder gar durch Hilfetexte die Bedienung ihren Nutzerinnen und Nutzern zu vermitteln, geradezu sprichw\u00f6rtlich. Dies ist nur nachvollziehbar, da das Erstellen von wirklich n\u00fctzlichen und f\u00fcr verschiedene Nutzertypen verst\u00e4ndlichen Hilfetexten einen nicht zu untersch\u00e4tzenden Arbeitsaufwand darstellt, der zudem nicht blo\u00df einmalig, sondern kontinuierlich geleistet werden muss, um mit funktionalen und Design-Updates des User Interface sowie ggf. einer wachsenden Datenbasis Schritt zu halten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Beispiel, bei dem mehrere dieser Probleme zusammentreffen, ist die Seite \u201cHilfe zu Ihrer Suche\u201d innerhalb des Graphikportals (<a href=\"https:\/\/www.graphikportal.org\/cms\/homepage\/hilfe-zu-ihrer-suche\">https:\/\/www.graphikportal.org\/cms\/homepage\/hilfe-zu-ihrer-suche<\/a>). Besonders interessant in dieser Hinsicht ist der Abschnitt \u201cReferenz\u201d:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"481\" height=\"428\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/mdlijr8.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-11915\" srcset=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/06\/mdlijr8.png 481w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/06\/mdlijr8-300x267.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 481px) 100vw, 481px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"653\" height=\"174\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/mdlijr9.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-11916\" srcset=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/06\/mdlijr9.png 653w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/06\/mdlijr9-300x80.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 653px) 100vw, 653px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Problematisch ist hierbei einerseits, dass diese Funktionalit\u00e4t der Werkverzeichnisnummernsuche nicht deutlich innerhalb des Retrievalsystem-Interface angeboten wird: Erst in der Trefferlistenansicht erscheint der entsprechende Filterreiter, der mit \u201cReferenz\u201d auch wenig aussagekr\u00e4ftig benannt ist. Dass die M\u00f6glichkeit besteht, im Graphikportal nach Bartsch-Nummern zu suchen, erf\u00e4hrt man also am ehesten, wenn man zuf\u00e4llig einen Blick auf die Hilfeseite wirft. Andererseits liegt das Problem auch an der Funktionsweise des Features an sich, denn bei der Suche nach einer bekannten Bartsch-Nummer im vorgegebenen Format findet man viele Datens\u00e4tze nicht, obwohl sie die gesuchte Nummer enthalten. Wenn wir beispielsweise abermals D\u00fcrers \u201cMelencolia\u201d heranziehen, so finden wir mit der Suchzeichenkette \u201cBartsch VII.87.74\u201d nur das Exemplar der Albertina, nicht jedoch die eigentlich ebenfalls im Graphikportal enthaltenen Exemplare aus Dresden, Braunschweig (\u00d72) und Rom. Der Grund daf\u00fcr ist die jeweils abweichende Formatierung der Bartsch-Nummer (\u201cBartsch 74\u201d, \u201cBartsch (74)\u201d bzw. \u201cBartsch VII, 87, 74\u201d). Sicherlich ist es (wegen der in Dresden und Braunschweig fehlenden bzw. nur implizit enthaltenen Band- und Seitenangaben) nicht einfach, diese Daten auffindbar zu machen. Der Punkt ist jedoch vielmehr, dass die Hilfeseite genau der richtige Ort w\u00e4re, um auf diese Problematik zumindest hinzuweisen. Die Heterogenit\u00e4t der Datenbasis wird sich bei Aggregatoren wie dem Graphikportal vermutlich nie vollst\u00e4ndig l\u00f6sen lassen; umso wichtiger w\u00e4re es daher, diesen Umstand \u00a0transparent zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>All diesen Vorbehalten gegen\u00fcber Hilfe- und Dokumentationsseiten zum Trotz muss man jedoch bedenken, dass es einen wesentlichen Unterschied gibt zwischen Webseiten, die sich an die breite Masse richten, und solchen, die spezifisch als Forschungsinstrumente f\u00fcr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler konzipiert sind. Letztere sind zwangsl\u00e4ufig komplexer aufgebaut als z.B. allgemeine Suchmaschinen wie Google, da sie andere Anforderungen an Pr\u00e4zision und Vollst\u00e4ndigkeit haben. Dies wiederum schl\u00e4gt sich in einer h\u00f6heren Komplexit\u00e4t ihrer Bedienung nieder: Diese muss erst erlernt werden, um f\u00fcr wissenschaftliche Arbeit zu taugen. Graphikdatenbanken fallen selbstverst\u00e4ndlich in die Kategorie der wissenschaftlichen Web-Angebote (auch wenn sie sicherlich bisweilen auch von Laien f\u00fcr wissenschaftsferne Zwecke genutzt werden). Die Vermittlung ihrer korrekten Bedienung sollte also Ziel aller Anbietenden sein. Es stellt sich eher die Frage, in welcher Form dies am besten erfolgen sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Vergleichsweise gut gelungen ist zum Beispiel die Form, die das British Museum gefunden hat: Zus\u00e4tzlich zur statischen Hilfeseite (<a href=\"https:\/\/www.britishmuseum.org\/research\/collection_online\/collection_search_guide.aspx\">https:\/\/www.britishmuseum.org\/research\/collection_online\/collection_search_guide.aspx<\/a>) werden Hinweise zur \u2018Advanced Search\u2019 dynamisch angeboten, indem beim jeweiligen Suchfeld ein Fragezeichen-Icon angezeigt wird, das via Mouseover zu einem kurzen eingeblendeten Hilfetext f\u00fchrt (<a href=\"https:\/\/www.britishmuseum.org\/research\/collection_online\/search.aspx\">https:\/\/www.britishmuseum.org\/research\/collection_online\/search.aspx<\/a>). Auf diese Weise ist die Information leichter auffindbar platziert, ohne st\u00f6rend zu wirken.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1019\" height=\"843\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/mdlijr10.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-11917\" srcset=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/06\/mdlijr10.png 1019w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/06\/mdlijr10-300x248.png 300w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/06\/mdlijr10-768x635.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1019px) 100vw, 1019px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>\u00dcber das Erl\u00e4utern der Funktionsweise des User Interface hinaus k\u00f6nnen Hilfeseiten wertvolle Informationen \u00fcber die Datenbasis liefern, die sich wiederum m\u00f6glicherweise auf die Bedienung auswirken. Heterogenit\u00e4t von Daten ist oft ein Problem, wenn z.B. die Daten \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum hinweg generiert worden sind und sich w\u00e4hrenddessen deren Erschlie\u00dfungspraxis ge\u00e4ndert hat. Vor allem bei Portalen, die Daten von mehreren verschiedenen Lieferanten aggregieren, ist mit heterogenen Daten zu rechnen (s.o.). Diesem Problem kann begegnet werden, indem in einem Hilfetext pr\u00e4zise angegeben wird, welche Teilbest\u00e4nde auf welche Weise erschlossen sind und wie man bei der Recherche damit umgehen sollte. Beim bereits erw\u00e4hnten Beispiel der Bartsch-Nummern im Graphikportal k\u00f6nnte der Hilfetext etwa angeben, welche Datengeber\/-innen Bartsch-Nummern in abweichenden Formaten nachweisen (z.B. Dresden, Braunschweig), und bei welchen die \u00dcbernahme der Bartsch-Nummer ins Graphikportal \u00fcberhaupt nicht erfolgt (z.B. Rom).<\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich ist noch der Dokumentationsaspekt der in diesem Abschnitt als \u201cDokumentation und Hilfeseiten\u201d zusammengefassten Texte hervorzuheben. Wie andere Online-Ressourcen auch sind Graphikdatenbanken von der Schnelllebigkeit der Internettechnologien betroffen, die dazu f\u00fchrt, dass fr\u00fcher oder sp\u00e4ter &#8211; oft schon bald nach dem Launch &#8211; einzelne Features nicht mehr richtig funktionieren, bis hin zur g\u00e4nzlichen Unerreichbarkeit der Datenbank, falls dem nicht durch Pflegeaufwand gegengesteuert wird. Der Projektcharakter vieler Ressourcen steht jedoch einer kontinuierlichen Pflege entgegen; oft werden sie nach Ende des F\u00f6rderungszeitraums nur noch mit minimalem Personaleinsatz betrieben. In diesen F\u00e4llen ist eine bereits w\u00e4hrend der Entwicklung erstellte ausf\u00fchrliche Dokumentation wertvoll, da sie angibt, welche Funktionsweise der Features eigentlich intendiert ist (also was der Idealzustand w\u00e4re), welche Bugs bereits bekannt sind, wen man bei auftretenden Problemen kontaktieren kann, wer die Verantwortung f\u00fcr das Betreiben der Ressource tr\u00e4gt, ob und wie man sie ggf. selbst weiterentwickeln kann, welche alternativen Zug\u00e4nge zu den Daten bestehen, und wie man (vielleicht durch Ver\u00f6ffentlichung und permissiver Lizenzierung von Programmcode) eine nicht mehr funktionierende Webseite oder Teile davon reparieren k\u00f6nnte. Letzteres wird vor allem dann interessant, wenn man eine \u00e4ltere und bereits l\u00e4nger nicht mehr funktionst\u00fcchtige Ressource \u201creanimieren\u201d m\u00f6chte &#8211; eine Aufgabe, die sicherlich in naher Zukunft immer wichtiger werden wird. Gerade bei zeitlich befristeten Projekten, aber auch bei allen anderen Ressourcen, ist eine gute Dokumentation im Sinne der Nachhaltigkeit unerl\u00e4sslich.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"> Metadaten als Forschungsgrundlage?<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Forderung, Kulturdaten offen zug\u00e4nglich und f\u00fcr digitale Forschung verwendbar zu machen, kommt nicht mehr nur aus der DH-Community, sondern ist auch ein wesentliches Element der aktuellen DFG-Regularien zum Umgang mit Forschungsdaten. Hierdurch werden Weiter- und Wiederverwendung vorhandener Daten bef\u00f6rdert, die immer mehr auch als Grundlage quantitativer computergest\u00fctzter Analysen gesehen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine stichprobenartige Suche nach Metadaten zur Graphik ergab ein recht heterogenes Bild dessen, wie Kulturinstitutionen die bei der Retrodigitalisierung erzeugten Metadaten ver\u00f6ffentlichen: Das Museum f\u00fcr Kunst und Gewerbe Hamburg und das Metropolitan Museum of Art etwa haben ihre Daten auf GitHub ver\u00f6ffentlicht, im LIDO-XML- bzw. CSV-Format (<a href=\"https:\/\/github.com\/MKGHamburg\/MKGCollectionOnlineLIDO_XML\">https:\/\/github.com\/MKGHamburg\/MKGCollectionOnlineLIDO_XML<\/a> bzw. <a href=\"https:\/\/github.com\/metmuseum\/openaccess\">https:\/\/github.com\/metmuseum\/openaccess<\/a>). Auff\u00e4llig ist, dass die letzten Updates bei beiden Institutionen bereits eine l\u00e4ngere Zeit zur\u00fcckliegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine andere M\u00f6glichkeit f\u00fcr Kulturinstitutionen ist eine API \u00fcber die Metadaten bezogen werden k\u00f6nnen, wie sie das British Museum (<a href=\"https:\/\/collection.britishmuseum.org\/\">https:\/\/collection.britishmuseum.org\/<\/a>) oder das Victoria and Albert Museum (<a href=\"https:\/\/www.vam.ac.uk\/api\/\">https:\/\/www.vam.ac.uk\/api\/<\/a>) eingerichtet haben. Auch das Rijksmuseum stellt eine API zur \u00f6ffentlichen Verf\u00fcgung, allerdings nicht ohne Passwortschutz und Registrierung (<a href=\"https:\/\/www.rijksmuseum.nl\/en\/api\">https:\/\/www.rijksmuseum.nl\/en\/api<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p>OAI-Schnittstellen sind in den DFG-Praxisregeln zur Digitalisierung (<a href=\"http:\/\/www.dfg.de\/formulare\/12_151\/12_151_de.pdf\">http:\/\/www.dfg.de\/formulare\/12_151\/12_151_de.pdf<\/a>) sogar verpflichtende Elemente. Solche Schnittstellen k\u00f6nnen etwa \u00fcber die Dienste OAIster \u00a0(<a href=\"https:\/\/oaister.worldcat.org\/\">https:\/\/oaister.worldcat.org\/<\/a>) oder ProgrammableWeb (<a href=\"https:\/\/www.programmableweb.com\/\">https:\/\/www.programmableweb.com\/<\/a>) gezielt gesucht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Arbeit mit derart zug\u00e4nglich gemachten Metadatens\u00e4tzen erm\u00f6glicht Recherchen, wohlgemerkt ausschlie\u00dflich in den digitalisierten Best\u00e4nden, gewisserma\u00dfen im Sinne einer Suche im Inventar. Da aber auch Informationen \u00fcber die Objekteigenschaften mitgeliefert werden, erm\u00f6glichen die Metadaten einen \u00dcberblick \u00fcber bestimmte Best\u00e4nde und erlauben die Weiternutzung oder Modellierung der Daten im Hinblick auf bestimmte Forschungsfragen. Bei entsprechender Datenlage k\u00f6nnte man sich als Einstieg mittels der Daten beispielsweise einen Eindruck dar\u00fcber verschaffen, welche k\u00fcnstlerischen Schulen, K\u00fcnstlerpers\u00f6nlichkeiten oder Techniken quantitativ dominieren, \u00fcber welche Teile der Sammlungen bereits Angaben zu Provenienzen vorliegen und welche noch unerforscht sind. Auch Fragen bez\u00fcglich der Bildthematik sind denkbar: Welche Kategorien liegen vor, welche Art von Darstellungen dominieren? Daran anschlie\u00dfen k\u00f6nnten sich Visualisierungen oder digitale Publikationsformate, die nicht zuletzt f\u00fcr die musealen Institutionen von Interesse sind. So waren beispielsweise die Metadaten des Metropolitan Museum Grundlage f\u00fcr Arbeiten von Studierenden der Parsons School of Design (<a href=\"https:\/\/parsons.nyc\/met-museum\/\">https:\/\/parsons.nyc\/met-museum\/<\/a>) unter Anwendung verschiedener Data-Mining-Techniken und Visualisierungsstrategien, die auf die \u00fcber die API zur Verf\u00fcgung stehenden Datens\u00e4tze zur\u00fcckgreifen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"558\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/mdlijr11-1024x558.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-11919\" srcset=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/06\/mdlijr11-1024x558.png 1024w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/06\/mdlijr11-300x164.png 300w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/06\/mdlijr11-768x419.png 768w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/06\/mdlijr11.png 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption> <br>Screenshot des Projekts \u201cThe Migration of Art\u201d von Ryan Best (<a href=\"https:\/\/ryanabest.com\/ms1-2018\/interactivity\/\">Https:\/\/ryanabest.com\/ms1-2018\/interactivity\/<\/a>).<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Andere Beispiele finden sich etwa in den Projekten des Urban Complexity Lab Potsdam (<a href=\"https:\/\/uclab.fh-potsdam.de\/ddb\/\">https:\/\/uclab.fh-potsdam.de\/ddb\/<\/a>): Metadaten (Stand 2014) der Deutschen Digitalen Bibliothek werden hier \u00fcber Datenfelder wie Stichworte, Orte oder Personen und Organisationen visualisiert. Ordnungsparameter f\u00fcr die Visualisierungen sind statistische Gr\u00f6\u00dfen (<a href=\"https:\/\/www.jbe-platform.com\/content\/journals\/10.1075\/idj.23.1.06dor\">https:\/\/www.jbe-platform.com\/content\/journals\/10.1075\/idj.23.1.06dor<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits in den genannten Beispielen vorhandener Metadaten f\u00e4llt auf, dass die Praxis zur Ver\u00f6ffentlichung von Metadaten f\u00fcr Kulturinstitutionen kaum standardisierten Prozessen folgt. Dies f\u00fchrt dazu, dass die Recherche nach und schlie\u00dflich in Metadatens\u00e4tzen extrem voraussetzungsvoll ist und somit kaum als niedrigschwellige oder gar barrierefreie Publikation gesehen werden kann. Es kann entsprechend gefragt werden, wer diese (bislang wenigen) M\u00f6glichkeiten tats\u00e4chlich nutzt. Zudem stellt sich die Frage nach der Qualit\u00e4t der Daten, nicht nur f\u00fcr die Nutzerinnen und Nutzer: Gibt es Aktualisierungsprozesse? Wie verl\u00e4sslich sind die Daten f\u00fcr etwaige Forschung? Und welche M\u00f6glichkeiten gibt es, gegebenenfalls angereicherte Daten an die Institutionen zur\u00fcckzugeben?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung<\/h2>\n\n\n\n<p>Anhand der sechs Problemfelder, die wir hier und in den beiden vorangegangenen Blogposts aufzeigen, l\u00e4sst sich erkennen, dass digitale Graphikressourcen mit Herausforderungen zu k\u00e4mpfen haben, die teils spezifisch f\u00fcr diesen Gegenstand sind, meist jedoch dieselben wie bei anderen Datenbanken und Retrievalsystemen sind. Ob die beschriebenen Unzul\u00e4nglichkeiten ihre Ursache in Unkenntnis, mangelnder Vernetzung oder knappen Mitteln haben, l\u00e4sst sich schwer allgemein feststellen. Dabei ist es allerdings leicht, bestehende Angebote zu kritisieren und dabei den eigentlich schwererwiegenden Missstand zu \u00fcbersehen; dass n\u00e4mlich gro\u00dfe Informationsmengen \u00fcber Graphik zwar in Form von Inventaren, Sammlungskatalogen u.\u00e4. vorhanden sind, aber nur analog und (noch) nicht digital. Aus unserer Sicht w\u00e4re also die bereits im DARIAH-DE Working Paper zum Stand der Kulturgutdigitalisierung in Deutschland (Lisa Klaffki, Stefan Schmunk, Thomas St\u00e4cker 2018, <a href=\"http:\/\/webdoc.sub.gwdg.de\/pub\/mon\/dariah-de\/dwp-2018-26.pdf\">http:\/\/webdoc.sub.gwdg.de\/pub\/mon\/dariah-de\/dwp-2018-26.pdf<\/a>) angeregte Digitalisierung von Erschlie\u00dfungsinstrumenten, wie Inventaren zu Graphiksammlungen, zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt zeigt sich, dass der digitale Raum noch viele offene Probleme f\u00fcr die Graphikforschung bereith\u00e4lt. Es ist abzusehen, dass diese Probleme sich nicht durch eine einzelne Institution oder durch eine gro\u00dfangelegte konzertierte Bem\u00fchung der Community werden l\u00f6sen k\u00f6nnen. Stattdessen ist zu hoffen, dass die langfristig angelegte Initiative einzelner, in ihrer Zahl wachsender Akteurinnen und Akteure sowie deren Zusammenarbeit zu kleinen aber stetigen Fortschritten f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Martin de la Iglesia ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt \u201cKommentierte digitale Edition der Reise- und Sammlungsbeschreibungen Philipp Hainhofers (1578-1647)\u201d an der Herzog August Bibliothek Wolfenb\u00fcttel sowie Promotionsstudent im Fach Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Heidelberg.<\/em><br><\/p>\n\n\n\n<p><em>Julia R\u00f6ssel ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt \u201cKupferstichkabinett Online\u201d, das ebenfalls an der HAB angesiedelt ist, und befasst sich im Rahmen ihrer Promotion mit Transformationsprozessen bei der Digitalisierung von Graphischen Sammlungen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Martin de la Iglesia und Julia R\u00f6ssel In Teil 1 unserer Blogpost-Reihe \u00fcber Druck- und andere Graphik im Netz ging es um Institutionen und Inhaltserschlie\u00dfung, in Teil 2 um Inschriften und Exemplarsuche. Der heutige abschlie\u00dfende Teil besch\u00e4ftigt sich mit den Fragen, ob und wie Dokumentationstexte und Hilfeseiten sinnvoll sein k\u00f6nnen, und inwiefern Metadaten automatisiert [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":220,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[773,534,10],"tags":[971,252,869,969,970,38,972],"class_list":["post-11914","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-forschungsdaten","category-konferenz","category-reflektion","tag-arthistocamp","tag-barcamp","tag-bilddatenbank","tag-druckgraphik","tag-graphische-kuenste","tag-kunstgeschichte","tag-kunsthistorikertag"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11914","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/220"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11914"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11914\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11921,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11914\/revisions\/11921"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11914"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11914"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11914"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}