{"id":11641,"date":"2019-04-26T17:56:01","date_gmt":"2019-04-26T15:56:01","guid":{"rendered":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=11641"},"modified":"2019-04-26T17:56:18","modified_gmt":"2019-04-26T15:56:18","slug":"zum-ersten-mal-auf-einer-tagung-meine-eindruecke-der-dhd-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=11641","title":{"rendered":"Zum ersten Mal auf einer Tagung \u2013 Meine Eindr\u00fccke der DHd 2019"},"content":{"rendered":"\n<p>Die DHd-Tagung 2019 in\nMainz und Frankfurt war meine allererste Tagung, bei der ich nicht nur als Teilnehmerin,\nsondern zus\u00e4tzlich auch als Vortragende dabei war. Daher m\u00f6chte ich hier ein\npaar meiner Eindr\u00fccke als \u201eNeue\u201c schildern.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade am Anfang des\nMasterstudiums zu sein, in einem H\u00f6rsaal mit Promovierenden und Professorinnen\nund Professoren zu sitzen und weiteren faszinierenden Forschenden bei Vortr\u00e4gen\n\u00fcber ihre Arbeit zu lauschen, ist nichts Allt\u00e4gliches. Umso erstaunter war ich,\nwie angenehm die Atmosph\u00e4re des wissenschaftlichen Austausches war und wie schnell\nich mich gut aufgehoben und in die Community integriert f\u00fchlte. Allerdings\ngeh\u00f6rte vor allem zu Beginn auch eine gute Portion Mut dazu, sich aktiv zu\nanderen zu gesellen, um mit ihnen ins Gespr\u00e4ch zu kommen. Dabei waren die soeben\nbesuchten Workshops und Vortr\u00e4ge stets der perfekte Aufh\u00e4nger, um die Schwelle\nder Unbekanntheit zu \u00fcberqueren und den Weg zu ebnen f\u00fcr einen anschlie\u00dfenden\ninteressanten Austausch \u00fcber das Studium, Digital Humanities und\nF\u00e4cher\u00fcbergreifendes. Besonders sch\u00f6n war, dass ich stets neue Menschen\nkennenlernte, die entweder jemanden aus meinem weiteren Bekanntenkreis kannten\noder die sich einfach so zu uns gesellten, und nicht zuletzt auch, weil mich\nmeine Professorin einfach anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern\nvorstellte! So war es m\u00f6glich, langsam aber sicher das Netz aus bekannten\nGesichtern zu erweitern.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der fachliche\nAustausch kam nicht zu kurz: Mit anderen Studierenden tauschte ich mich aus\n\u00fcber unsere verschiedenen Studieng\u00e4nge und Universit\u00e4ten, von Digital\nHumanities \u00fcber Romanistik und (englische) Medi\u00e4vistik bis Informatik in\nG\u00f6ttingen, Stuttgart oder der Schweiz war alles dabei. Dabei fand ich besonders\nspannend, mich in dieser interdisziplin\u00e4ren Gruppe nicht nur \u00fcber die\nStudieninhalte auszutauschen, sondern auch einen Funken der Faszination an individuellen\nInteressenbereichen abzubekommen. Diese Faszination war zudem w\u00e4hrend der\nVortr\u00e4ge zu sp\u00fcren, in denen die Forschenden \u00fcber ihre Projekte berichteten.\nTeilweise hatte ich von den Forschungsschwerpunkten noch nie zuvor geh\u00f6rt, wie\nbei einem der ersten Vortr\u00e4ge \u00fcber das Projekt \u201eHistorical Geographical\nInformation System\u201c (HistoGIS), in dem im Fokus stand, herauszufinden, wo sich\nein bestimmter Ort zu einem bestimmten Zeitpunkt befunden hat und so zum\nBeispiel Wanderungsbewegungen oder Grenzverschiebungen \u00fcber Raum und Zeit\naufzudecken. Besonders spannend fand ich au\u00dferdem Projekte, die sich des Machine\nund Deep Learning bedienten, da diese Methoden auch in meiner Arbeitsgruppe von\nhoher Relevanz sind.&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der gesamten DHd\n2019 gab es fast keine technischen Schwierigkeiten, zumindest nicht bei den von\nmir besuchten Workshops und Vortr\u00e4gen. Die technischen Assistentinnen und\nAssistenten standen stets bereit, und vor allem bei der Vorbereitung meines\neigenen Vortrags war ich froh, jemanden an meiner Seite zu haben, die die\nTechnik zum Laufen brachte, w\u00e4hrend ich bereits aufgeregt \u00fcber meine ersten\nWorte nachdachte. Als einzige technische \u201eSchwierigkeit\u201c kann ich h\u00f6chstens das\nmehrmals wiederholte \u201ePling\u201c nennen, das w\u00e4hrend des Posterslams aufgrund einer\nfalschen Suchanfrage durch den H\u00f6rsaal und den Beitrag eines Referenten klang\nund so zu einigem Schmunzeln und Lachern f\u00fchrte\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Zuletzt m\u00f6chte ich das\nThema Gender ansprechen. In dem Panel \u201eDeep Learning als Herausforderung f\u00fcr\ndie digitale Literaturwissenschaft\u201c wurde angemerkt, dass leider trotz\nintensiver Suche keine weibliche Referentin f\u00fcr das Panel gefunden worden war.\nAuch wenn bei der DHd 2019 dieses Panel und manche Projekte von M\u00e4nnern\ndominiert waren, sehe ich es als positiv an, dass sowohl die Er\u00f6ffnungs- als\nauch die Abschluss-Keynote von Frauen gehalten wurden. Die zwei faszinierenden\nRednerinnen boten eine Perspektive der anderen Art auf mehr oder weniger\nallt\u00e4gliche Themen und Fragestellungen. Frau Prof. Dr. Barbara Fl\u00fcckiger pr\u00e4sentierte\neinen speziellen Blick auf die \u00e4sthetische Filmanalyse und er\u00f6ffnete mit ihrem\nneuen Annotationstool ganz neue M\u00f6glichkeiten. Zum Abschluss der DHd 2019\nf\u00fchrte Frau Dr. Jana Diesner durch ihre kreativ angewandten Methoden im Bereich\nComputational Social Science zu neuen Denkanst\u00f6\u00dfen. <\/p>\n\n\n\n<p>Zusammenfassend habe ich\nnach dieser lehrreichen Woche auf jeden Fall genug Inspiration und Lesestoff,\num die Zeit bis zur n\u00e4chsten DHd Tagung zu \u00fcberbr\u00fccken. Ich werde die DHd 2019\nin guter Erinnerung behalten und bin dankbar f\u00fcr die zahlreichen Erfahrungen,\ndie ich in der Digital Humanities Community machen durfte! Bis zum n\u00e4chsten\nJahr in \u201emeiner\u201c Stadt Paderborn \ud83d\ude0a!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die DHd-Tagung 2019 in Mainz und Frankfurt war meine allererste Tagung, bei der ich nicht nur als Teilnehmerin, sondern zus\u00e4tzlich auch als Vortragende dabei war. Daher m\u00f6chte ich hier ein paar meiner Eindr\u00fccke als \u201eNeue\u201c schildern. 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