{"id":11579,"date":"2019-04-16T10:05:13","date_gmt":"2019-04-16T08:05:13","guid":{"rendered":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=11579"},"modified":"2019-04-16T10:05:13","modified_gmt":"2019-04-16T08:05:13","slug":"cfp-wozu-digitale-geisteswissenschaften-innovationen-revisionen-binnenkonflikte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=11579","title":{"rendered":"CfP: Wozu Digitale Geisteswissenschaften?  Innovationen, Revisionen, Binnenkonflikte"},"content":{"rendered":"<p><strong>1. Allgemeine Informationen<\/strong><\/p>\n<p>Im Rahmen der DFG-gef\u00f6rderten Symposienreihe <a href=\"http:\/\/digitalitaet-geisteswissenschaften.de\/\"><em>Digitalit\u00e4t in den Geisteswissenschaften<\/em><\/a> findet vom 20. bis 22. November 2019 unter der Leitung von Martin Huber, Sybille Kr\u00e4mer und Claus Pias ein Symposium zum Thema \u00bbWozu digitale Geisteswissenschaften: Methoden, Revisionen, Binnenkonflikte\u00ab an der Leuphana Universit\u00e4t L\u00fcneburg statt. Vorangegangen sind bereits vier Veranstaltungen, die sich 1. dem status quo der Digitalit\u00e4t in einzelnen F\u00e4chern; 2. neuen Forschungsgegenst\u00e4nden und Methoden digitaler Geisteswissenschaften; 3.&nbsp;ihren Infrastrukturen; sowie 4.&nbsp;der Er\u00f6rterung und Revision von Grundbegriffen widmeten.<\/p>\n<p><strong>2. Zum Thema<\/strong><\/p>\n<p>Die f\u00fcnfte Veranstaltung der Symposienreihe widmet sich nun der Frage nach dem Verh\u00e4ltnis zwischen Geisteswissenschaften und Digital Humanities und fragt insbesondere nach dem bislang unklaren Status der emergierenden Digital Humanities zwischen Autonomie und Integration. Bilden die auf der Verbindung von Informatik und Geisteswissenschaften beruhenden Digital Humanities eine <em>eigene<\/em> Form von Fachlichkeit aus und konsolidieren sich damit \u203aneben\u2039 den geisteswissenschaftlichen F\u00e4chern? Oder werden sie deren integraler Bestandteil, indem sie die geisteswissenschaftliche Forschungsagenda um solche Fragen erg\u00e4nzen, die nur mit digitalen Methoden zu bearbeiten sind? Was versprechen die Digital Humanities, was verspricht die Digitalisierung f\u00fcr die Geisteswissenschaften und wie verhalten sich diese beiden Versprechen zueinander?<\/p>\n<p>Das Symposium will Geisteswissenschaften und Digital Humanities in einen produktiven Dialog bringen.<\/p>\n<p>Dabei soll es <em>erstens<\/em> darum gehen, durch welche <em>Innovationsaussichten<\/em> und genuin <em>neuen<\/em> Erkenntnisse sich digitale Forschungsmethoden legitimieren. Welche Fortschrittsrhetoriken (etwa der Verwissenschaftlichung) werden in Anschlag gebracht? An welche unterschiedlichen \u00d6ffentlichkeiten wenden sich diese Innovationen?<\/p>\n<p><em>Zweitens<\/em> soll es um das Verh\u00e4ltnis von <em>Revisionsbedarf<\/em> und <em>Revisionsanspruch<\/em> gehen, das sich aus der wechselseitigen Beobachtung von Digital Humanities und Geisteswissenschaften ergibt. Was bedeutet der Anspruch kraft computationaler Analysemethoden geisteswissenschaftlich empirisch arbeiten zu k\u00f6nnen? Inwieweit ist das Verh\u00e4ltnis von Quantit\u00e4t und Qualit\u00e4t neu zu denken? Warum soll das Konzept der Reproduzierbarkeit von Forschungsergebnissen auch in den Geisteswissenschaften an Bedeutung gewinnen? Gewinnen tradierte Grundbegriffe wie \u00bbText\u00ab, \u00bbBedeutung\u00ab, \u00bbLesen\u00ab eine neue Kontur? K\u00f6nnen blinde Flecken hermeneutisch verfahrender Geisteswissenschaften aufgedeckt werden? Was geht hinsichtlich der geisteswissenschaftlichen Bef\u00e4higung zu Interpretation und Kritik verloren welche Bef\u00e4higungen werden aufgrund der Fokussierung auf informatikgest\u00fctzte Methoden beansprucht? Wer spricht \u00fcberhaupt in welcher Hinsicht und zu welchem Zweck von \u00bbRevision\u00ab?<\/p>\n<p><em>Drittens<\/em> und zuletzt sollen jene <em>Binnenkonflikte<\/em> thematisiert werden, die dadurch entstehen, dass Digital Humanities sich als Forschungsparadigma eigenen Rechts konstituieren. Warum werden Forschungsergebnisse wechselseitig nicht zur Kenntnis genommen? Warum werden bestimmte Fragen (und Antworten) als sinnlos&nbsp;oder sinnhaft ausgeschlossen oder integriert? Welche Rolle spielt dabei das F\u00f6rderhandeln und die Art und Weise der Institutionalisierung?<\/p>\n<p><strong> 3. Einreichungen<\/strong><\/p>\n<p>Bitte bewerben Sie sich mit einer Skizze Ihres Themenvorschlags in der L\u00e4nge von max. 400 W\u00f6rtern sowie einem kurzen wissenschaftlichen Lebenslauf bis zum 31.05.2019 per Mail an <a href=\"mailto:digitalitaet.dfg@uni-bayreuth.de\">digitalitaet.dfg@uni-bayreuth.de<\/a>. Der Themenvorschlag sollte sich mit mindestens einem der drei thematischen Bereiche des Symposiums (Innovationen, Revisionen, Binnenkonflikte) besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p><strong> 4. Kontakt<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr weitere Informationen steht Julia Menzel gerne zur Verf\u00fcgung:<\/p>\n<p>Digitalit\u00e4t in den Geisteswissenschaften<br \/>\nGesch\u00e4ftsstelle<br \/>\nUniversit\u00e4t Bayreuth<br \/>\nLehrstuhl f\u00fcr Neuere deutsche Literaturwissenschaft<br \/>\nJulia Menzel<br \/>\nGW I, Zi. 0.14<br \/>\n95447 Bayreuth<\/p>\n<p>Tel.: 0921\/55-3629<br \/>\n<a href=\"mailto:digitalitaet.dfg@uni-bayreuth.de\">digitalitaet.dfg@uni-bayreuth.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Allgemeine Informationen Im Rahmen der DFG-gef\u00f6rderten Symposienreihe Digitalit\u00e4t in den Geisteswissenschaften findet vom 20. bis 22. November 2019 unter der Leitung von Martin Huber, Sybille Kr\u00e4mer und Claus Pias ein Symposium zum Thema \u00bbWozu digitale Geisteswissenschaften: Methoden, Revisionen, Binnenkonflikte\u00ab an der Leuphana Universit\u00e4t L\u00fcneburg statt. 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