{"id":11418,"date":"2019-03-30T11:53:49","date_gmt":"2019-03-30T10:53:49","guid":{"rendered":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=11418"},"modified":"2019-03-30T11:59:22","modified_gmt":"2019-03-30T10:59:22","slug":"einreichungen-zur-dhd-2019-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=11418","title":{"rendered":"Einreichungen zur DHd 2019 &#8211; II"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Einleitung<\/h2>\n\n\n\n<p>Dieses Jahr gab es 2 unabh\u00e4ngige Analysen der ConfTool Daten bzgl. der DHd Einreichungen. Beide \u00fcberschneiden sich aber nur marginal, da Katharina Kiefer in ihrem <a href=\"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=11358\">Beitrag<\/a> vor allem die <strong>angenommenen<\/strong> Beitr\u00e4ge betrachtet, w\u00e4hrend hier die Einreichungen ungeachtet ihres Annahmestatus ausgewertet wurden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Einreichungstypen<\/h2>\n\n\n\n<p>Wie auch bei vorigen Instanzen waren die Beitragstypen Vortrag (84 Einreichungen) und Poster (74) die beliebtesten, w\u00e4hrend auch einige Workshops (23) und Panels (8) eingereicht wurden.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/BeitragsartPie.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-11419\" width=\"352\" height=\"352\" srcset=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/03\/BeitragsartPie.jpeg 480w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/03\/BeitragsartPie-150x150.jpeg 150w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/03\/BeitragsartPie-300x300.jpeg 300w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/03\/BeitragsartPie-50x50.jpeg 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 352px) 100vw, 352px\" \/><figcaption>Beitr\u00e4ge nach Typ. Graphik erzeugt mit <a href=\"https:\/\/www.r-project.org\/\">R<\/a> (alle Weiteren Graphiken ebenso, wenn nicht explizit anders genannt) &#8211; Paket ggplot2. <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-gallery columns-0 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Autorenzahlen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Was das kollaborative Arbeiten anging, so zeichneten sich die beiden Hauptbeitragstypen durch eine erwartbare und auch im letzten Jahr attestierbare Vielzahl an Einzelautoreinreichungen aus (24 Poster [=ca. 32% der Poster], 22 Vortr\u00e4ge [= ca. 26% der Vortr\u00e4ge]), die jeweils etwas mehr als andere Autorenkonstellationen (Duo, Trio, Oligarchat) ausmachten.  Bei den Workshops aber sieht man, dass hier Kollaboration Trumpf (nicht Trump!) ist, und die Anzahl der Autoren fast schon normalverteilt mit einem Maximum bei 3 aussieht. Hier gibt es nur einen Einzelautor.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/barplotworkshops.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-11420\" width=\"326\" height=\"334\" srcset=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/03\/barplotworkshops.png 616w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/03\/barplotworkshops-293x300.png 293w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/03\/barplotworkshops-50x50.png 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 326px) 100vw, 326px\" \/><figcaption>AutorInnenzahlen pro eingereichtem Workshop.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Panels werden besonders behandelt, da Panelautoren mehrere  Partizipanten bestimmten: neben Autoren des Panels (alle Paneleinreichenden waren Einzelautoren) gab es die M\u00f6glichkeit Chairs und Pr\u00e4sentatoren zu benennen. W\u00e4hrend in 50% der F\u00e4lle 1 Chair seine Meute b\u00e4ndigt und anleitet, wurden 2 Mal 2 und 2 Mal 3 Chairs &#8220;aufgestellt&#8220;. Diese wiederum sollten 3 bis 8 Pr\u00e4sentierende moderieren, wobei diese Zahlensuppe folgende Elemente hatte: 3, 3, 4, 5, 5, 6, 7, 8 Pr\u00e4sentierende. Somit sind auch Panels trotz der Einzelautoren als Einreichenden ein an sich kollaboratives Format.  <\/p>\n\n\n\n<p> <a href=\"https:\/\/academic.oup.com\/dsh\/article\/29\/3\/387\/986317\">Nyhan &amp; Duke-Williams<\/a> untersuchten 2014 DH Journals bez\u00fcglich der Anzahl Autoren und kamen zu dem Schluss, dass Einzelautorenpaper dort dominieren. Erfreulicherweise ist eine so starke Dominanz wie bei den Artikeln der Journals f\u00fcr die Einreichungen der Konferenz nicht auszumachen, allerdings besteht auch hier eine Tendenz hin zum Einzelautorentum, welches immerhin mit 48 (+8 Panels) Einreichungen \u00fcber der Zahl der Duos (44) liegt, Trios sind mit 39 Einreichungen fast gleichauf. Duos und Trios zusammen sind in jedem Einzelfall (Pr\u00e4sentationen, Poster, Workshops) und dem Gesamtfall aber zusammen st\u00e4rker als die Einzelautoren. Interessant erscheint, dass 4-10 Autoren-Paper einen fast ebenso erheblichen Teil der Einreichungen ausmachen wie Einzelautoren. Erlaubt man eine solche grobe Gruppierung, erh\u00e4lt man ein einfaches, nicht suggestives Balkendiagramm, das auch zeigt, je mehr Autoren, desto weniger Einreichungen. Kollaboration ist offensichtlich anstrengend.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/StackedBarAuthors.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-11423\" width=\"499\" height=\"486\" srcset=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/03\/StackedBarAuthors.png 1001w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/03\/StackedBarAuthors-300x293.png 300w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/03\/StackedBarAuthors-768x749.png 768w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/03\/StackedBarAuthors-50x50.png 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 499px) 100vw, 499px\" \/><figcaption>Einreichungen und Kollaborationstypen. Zahlen markieren Anzahl Autoren im Balkensegment &#8211; ggplot2.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Die Gammadistribution erreicht als Erkl\u00e4rungsgrundlage im Distributionfitting f\u00fcr die Einreichungen nach Autorenzahl einen geringf\u00fcgig besseren Wert als die einfachere exponentielle (R &#8211; Paket fitdistr). Mit 2 Parametern l\u00e4sst sich diese wohl besser erkl\u00e4ren, z.B. steigender Kollaborationsaufwand und gemeinsame Stilfindung? Der Unterschied zwischen der Verteilung der Autorenzahlen auf die Pr\u00e4sentationstypen bei Postern und Pr\u00e4sentationen war \u00fcbrigens nach X\u00b2 nicht signifikant. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/authornum-submissionsPoints.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-11424\" width=\"310\" height=\"310\" srcset=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/03\/authornum-submissionsPoints.jpeg 480w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/03\/authornum-submissionsPoints-150x150.jpeg 150w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/03\/authornum-submissionsPoints-300x300.jpeg 300w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/03\/authornum-submissionsPoints-50x50.jpeg 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 310px) 100vw, 310px\" \/><figcaption>Einreichungen nach Autorenzahlen.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Autoren<\/h2>\n\n\n\n<p> Bei den 519 Autorpositionen (im Weiteren auch <em>Autorschaftsprozesse<\/em>, wobei mehrere dieser durchaus von derselben Person ausgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen) stellt sich wiederum die Frage danach, um wie viele verschiedene Individuen es sich eigentlich handelt. Dabei w\u00e4re das Maximum 519, das absolute Minimum 189, ignoriert man einen Moment lang die tats\u00e4chlichen Verh\u00e4ltnisse Autoren\/Einreichung und Pr\u00e4sentationstyp, da jeder nur eine Einreichung als Hauptautor und 2 als Coautor machen sollte\/durfte + 1 mal Workshop oder Panel; 3 (+1) * 189 &gt; 519. Auf dieser Skala bewegen wir uns de facto bei 429 verschiedenen Personen, womit Autoren generell eher an einer Einreichung als an mehreren beteiligt waren. Die konkreten Daten best\u00e4tigen das: 4 AutorInnen arbeiteten an 4, 14 an 3 Einreichungen mit, 50 an 2 und alle anderen (361) an nur einer.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:center\"><strong>Und jetzt l\u00e4sst sich die Gretchen-Frage stellen:<\/strong> <em>Wie sehr hielten sich die Autoren dieses Jahr an die Vorgaben?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Aus\ndem Call dieses Jahres (leicht ver\u00e4ndert formuliert [kein Bezug auf\nProjekte -stattdessen Personen- und damit leicht konkretisiert]\ngegen\u00fcber dem K\u00f6lner Vorg\u00e4nger):<\/p>\n\n\n\n<p><em>Jede\nPerson kann nur einen einzigen Vorschlag als Vortrag oder Poster\neinreichen (Rolle \u201e<\/em><em>Vortragende\nPerson im ConfTool<\/em><em>\u201c<\/em><em>)\nund nur einen Vortrag halten. Die Ko-Autorschaft bei maximal zwei\nweiteren Vorschl\u00e4gen (Vortrag oder Poster) ohne Beteiligung an der\nPr\u00e4sentation ist m\u00f6glich. Zus\u00e4tzlich kann jede Person an maximal\neiner Panel- oder Workshop-Einreichung beteiligt sein.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Im <a href=\"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=9001\">letztj\u00e4hrigen Blog-Eintrag von Ulrike Henny-Krahmer (W\u00fcrzburg) und Patrick Sahle (K\u00f6ln)<\/a> zeigte sich, dass sich auf der DHd in K\u00f6ln nicht alle an diese Vorgaben gehalten hatten auch wenn relativ gro\u00dfe Interpretationsspielr\u00e4ume aufgezeigt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die diesj\u00e4hrige Formulierung ist vielleicht immernoch von notorischen akantschen-Misverstehern dahingehend auslegbar, dass das \u201eZus\u00e4tzlich\u201c sich nur auf einen Wenn-dann Fall bezieht, also nur dann maximal eine Panel- oder Workshopeinreichung m\u00f6glich ist, wenn man Vortr\u00e4ge und Poster \u00fcberhaupt eingereicht hat (und ansonsten f\u00fcr die Beteiligung an Workshops und Panels keine Schranke gilt?). Der CfP l\u00e4sst sich also m.E. noch weiter pr\u00e4zisieren. Es gab 4 F\u00e4lle, bei denen die im CfP angegebene Beschr\u00e4nkung nicht beachtet und um eine Submission \u00fcberschritten wurde, sowie 2 weitere schwarze Schafe, die ungeachtet des Calls mehrfach als Erstautoren (Poster, Vortrag) auftraten.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcberraschend aus meiner Sicht war weiterhin, dass 248 und damit <strong>knapp 58% der verschiedenen Individuen nicht Erstautoren<\/strong> waren, d.h. in keinem der Paper als Erstautor auftraten. Diese Coautorengruppe arbeitete pro Kopf nur an ca. 1,08 Einreichungen (ein Exklusiv-Coautor an 3, 19 an 2 Einreichungen). Demgegen\u00fcber waren Individuen die auch als Erstautoren auftraten deutlich produktiver und arbeiteten pro Kopf an ca. 1,38 Einreichungen (unter Mithilfe der schwarzen Schafe).  <\/p>\n\n\n\n<p>Hier ist des Weiteren zu beachten, dass besonders in mehr geisteswissenschaftlich gepr\u00e4gten Publikationen die AutorInnen oft in alphabetischer Reihenfolge auftauchen und so ein wirklicher \u201eErstautor\u201c nicht auszumachen w\u00e4re. Da die alphabetische Reihenfolge auch zuf\u00e4llig eintreten kann, betrachten wir zuerst die F\u00e4lle, wo ein solches zuf\u00e4lliges Eintreten sehr unwahrscheinlich w\u00e4re, n\u00e4mlich bei 5 oder mehr AutorInnen (hier 1\/5! Reihenfolgen ergibt also 1\/120 oder ca. 0,008 Wahrscheinlichkeit des zuf\u00e4lligen Eintretens; analog 1\/6!, 1\/7! etc.). Hier ist das Bild relativ eindeutig, nur 2 von 26 Einreichungen hatten AutorInnen in alphabetischer Reihenfolge und das bei nicht rein oder haupts\u00e4chlich geisteswissenschaftlicher Thematik. Auch bei geringeren Autorzahlen (selbstverst\u00e4ndlich nicht Einzelautorschaften) sind die nicht-alphabetischen Sequenzen klar h\u00e4ufiger (ungef\u00e4hr doppelt so h\u00e4ufig) als die alphabetisch geordneten. Das untermauert (macht man sich die hohe Wahrscheinlichkeit der zuf\u00e4lligen alphabetischen Reihenfolge bei Autorenduos &#8211; 1\/2 &#8211; nochmal bewusst) die Validit\u00e4t der o.g. Produktivit\u00e4t nach Autorenrang.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Geographie<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Was die Einreichungen aus einzelnen L\u00e4ndern angeht, so werden gemeinsame Paper mit Autoren aus mehreren Orten generell nur einem Hauptort (Erstautor) zugewiesen. Die Statsitik, die daraus entst\u00fcnde w\u00fcrde nicht unbedingt das Gesamt-Bild projizieren (159, Deutschland; 18 \u00d6sterreich; 5 Schweiz; 4 Frankreich und jeweils 1 aus UK, Russland und Brasilien).<\/p>\n\n\n\n<p>Anders verh\u00e4lt es sich mit den L\u00e4ndern der Institute an denen die einreichenden Autoren im Einzelnen besch\u00e4ftigt sind. Diese wurden wo n\u00f6tig manuell auf Staaten abgebildet, sofern sie nicht schon Stadt oder Staat im Namen enthielten. Manche Institute waren Kooperationen oder beinhalteten mehrere St\u00e4dte (z.B. Duisbug-Essen), welche jeweils einzeln bepunktet wurden (lieber kantsch zuviel als zu wenig). Bei insgesamt 519 Autorschaftsprozessen von denen 4 unabh\u00e4ngige ForscherInnen und tw. keinem exakten Ort zugeordnet waren, ergibt sich eine etwas interessantere Verteilung:  <\/p>\n\n\n\n<table class=\"wp-block-table aligncenter\"><tbody><tr><td>\n\t\t\t<strong>Land<\/strong>\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t<strong>Autorschaftsprozesse<\/strong>\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tDeutschland\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t438\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\t\u00d6sterreich\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t45\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tSchweiz\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t15\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tFrankreich\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t7\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tItalien\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t4\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tRussland\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t3\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tLuxemburg\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t1\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tNorwegen\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t1\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tUK\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t1\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tSpanien\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t1\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tCanada\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t1\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tUSA\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t1\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tBrasilien\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t1\n\t\t<\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n\n\n\n<p>Auff\u00e4llig ist, dass \u00d6sterreich im Gegensatz zur Schweiz pro Kopf deutlich mehr mitarbeitet (ca. 1 Autorenschaft pro 200.000 Einwohner, was in etwa auch der deutschen Rate entspricht gegen\u00fcber 1 pro 560.000 &#8211; also fast 3 mal so viel oder besser dreimal so wenig; der Fairness halber m\u00fcsste man vielleicht noch die nicht Deutsch-Schweizer abziehen, aber an einer Unterrepr\u00e4sentation w\u00fcrde das nichts \u00e4ndern). Die \u00d6sterreichischen Zahlen erscheinen noch bemerkenswerter, wenn man in Betracht zieht, dass die \u00f6sterreichische DHa Konferenz einmal j\u00e4hrlich stattfindet, w\u00e4hrend Unterrepr\u00e4sentation der Schweiz sich auf dem Weg zu einer Tradition befindet, siehe <a href=\"https:\/\/cligs.hypotheses.org\/431\">Tello<\/a>, <a href=\"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=9001\">Henny-Krahmer\/Sahle<\/a>. Ebenso findet eine DH BeNeLux Konferenz statt und diese konzentriert scheinbar sehr erfolgreich die dortigen DH Beitr\u00e4ge neben der weltweiten DH (die dieses Jahr in Utrecht stattfindet) und bedingt mit, dass bei der DHd nur ein einziger Beitrag mit Autor aus Luxemburg trotz geographischer und linguistischer N\u00e4he die gesamte BeNeLux Region repr\u00e4sentiert.  Im europ\u00e4ischen Ausland (teilweise mit, teilweise ohne nennenswerte deutsche Minderheiten) sind einige wenige Beteiligungen angesiedelt, dieses Jahr Frankreich (7), Italien (4), Russland (3), sowie Luxemburg, Norwegen und dem Vereinigte K\u00f6nigreich trotz Brexits, der nun doch nicht  zeitlich mit dem Ende der DHd2019, dem 29.3.2019 zusammenfiel. Es gab auch 3 AutorInnen aus \u00dcbersee (nicht der kleine Ort am Chiemsee, sondern), aus den USA [New York], Canada [Victoria] und Brasilien [Rio de Janeiro]. \u00dcber die Nationalit\u00e4t der AutorInnen erlauben unsere Daten \u00fcbrigens keinen Aufschluss.  <\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt sind 19 institutionell transnationale Einreichungen auszumachen. Deutsch-\u00d6sterreichische Einreichungen f\u00fchren diese kleine Liste vielleicht erwartbar an, dicht gefolgt von Deutschland-Schweiz und Deutschland-\u00d6sterreich-Russland Kooperationen. Zusammenarbeit von Schweizern und \u00d6sterreichern gab es dieses Mal nicht, aber dazu ist die Grenze eventuell einfach zu kurz oder Liechtenstein hat damit etwas zu tun oder aber der scheinbare schweizer DH-Pessimismus vertr\u00e4gt sich zu schlecht mit der \u00f6sterreichischen DH-Euphorie :). Die anderen transnationalen Einreichungen schlie\u00dfen bis auf eine Spanisch-\u00d6sterreichische immer Deutschland mit ein. Insgesamt sind es also um die 10% transnationale Einreichungen und wenn man die Einzelautoreinreichungen (im Nenner) wegl\u00e4sst, da hier Kooperation schwerlich m\u00f6glich scheint, sind es immerhin ca. 14%, was wie ich finde nicht sehr wenig ist, bedenkt man die r\u00e4umlichen Schwierigkeiten solcher Zusammenarbeit.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/D-Oe-S.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-11426\" width=\"348\" height=\"415\" srcset=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/03\/D-Oe-S.png 460w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/03\/D-Oe-S-252x300.png 252w\" sizes=\"auto, (max-width: 348px) 100vw, 348px\" \/><figcaption> <br> <br> Absolute Anzahl der Autorschaftsprozesse pro Staat, Deutschland ist hier \u201eJupiter\u201c, Diagram mit https:\/\/bl.ocks.org\/ , javascript D3, Labels geprunt, GNU GPL 3. <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Ob\ndie erste EADH einen Einfluss auf die Anzahl Einreichungen hatte, ist\naus unseren Zahlen freilich nicht festzustellen. Die Anzahl\nEinreichungen bewegte sich sehr genau auf dem Niveau von K\u00f6ln (K\u00f6ln\n187, Mainz-Frankfurt 189). Die Deadlines beider Konferenzen (EADH &amp;\nDHd) lagen zudem so weit auseinander, dass kein Einfluss angenommen\nwerden sollte.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">St\u00e4dte<\/h4>\n\n\n\n<p>Was einen Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland angeht, so sind die Einreichungen fast genauso verteilt wie es die deutsche Bev\u00f6lkerung ist (teilt man Berlin zu gleichen Teilen in Ost und West auf) und damit scheint es zumindest in Bezug auf die Aktivit\u00e4t in den digitalen Geisteswissenschaften (und nicht in der lieben Politik) keinen Unterschied zu geben!<\/p>\n\n\n\n<p>Die\nSt\u00e4dteliste f\u00fchrt eindeutig die deutsche Hauptstadt mit 48\nAutorschaftsprozessen an. Z\u00e4hlt man jedoch die Einreichungen aus\nRhein-Main (Frankfurt, Mainz, [Darmstadt, 1 Einreichung]), der\ndiesj\u00e4hrigen Veranstalterregion zusammen, so kann Berlin mit 70:47\ndeutlich auf den zweiten Platz verwiesen werden. Bereits in K\u00f6ln\nwaren die K\u00f6lner selbst st\u00e4rkste Kraft &#8211; der Heimvorteil eben. Dass\nsich zusammen mit W\u00fcrzburg, Hamburg, Wien, K\u00f6ln, Potsdam, G\u00f6ttingen\nund Stuttgart die Top 10 konstituiert zeigt aber, dass die Entfernung\nzum Veranstaltungsort weiter keinen signifikanten Einfluss auf die\nEinreichungszahlen <strong>haben<\/strong> sollte (und haben <strong>sollte<\/strong>).\nZusammen sind diese Top 10 DH Orte f\u00fcr 301 Autorschaftsprozesse\nverantwortlich und damit f\u00fcr etwa 58% dieser.<\/p>\n\n\n\n<p>Gr\u00fcnde k\u00f6nnten die traditionell starke Ausrichtung auf Digitale Geisteswissenschaften dieser Standorte (die auch in den letztj\u00e4hrigen DHds stark vertreten waren) und ggf. tw. auf das Konferenzthema sein. Hier die traditionelle Darstellung der produktivsten St\u00e4dte als Wordcloud.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"409\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/wc2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-11427\" srcset=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/03\/wc2.png 400w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/03\/wc2-293x300.png 293w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/03\/wc2-50x50.png 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Die produktivsten St\u00e4dte (Autorschaftsprozesse) im Vergleich zum Vorjahr (Blogbeitrag):<\/p>\n\n\n\n<table class=\"wp-block-table aligncenter\"><tbody><tr><td><strong> Rang. Stadt<\/strong> <\/td><td>\n\t\t\t<strong>DHd 2019<\/strong>\n\t\t<\/td><td> <strong>DHd 2018 <\/strong><br><strong>(Rang 2018)<\/strong> <\/td><td> <strong>Diff.<\/strong> <\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\t1. Berlin\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t48\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t39 (2\u2191)\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t+9\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\t2. W\u00fcrzburg\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t37\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t37 (3\u2191)\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t+-0\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td> 3. <strong>Mainz <\/strong><\/td><td>\n\t\t\t36\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t19 (9\u2191)\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t+17\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\t4. Hamburg\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t34\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t24 (6\u2191)\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t+10\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td> 5. <strong>Frankfurt<\/strong> <\/td><td>\n\t\t\t33\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t13 (12\u2191)\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t+20\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\t6. Wien\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t31\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t33 (4\u2193)\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t-2\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td> 7. <strong>K\u00f6ln<\/strong> <\/td><td>\n\t\t\t28\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t58 (1\u2193)\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t-30\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\t8. Potsdam\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t21\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t17 (10\u2191)\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t+4\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\t9. G\u00f6ttingen\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t17\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t23 (7\u2193)\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t-6\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\t10. Stuttgart\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t16\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t32 (5\u2193)\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t-16\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\t11. Leipzig\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t15\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t17 (10\u2193)\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t-2\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\t12. M\u00fcnchen\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t14\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t?\u2191\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t?\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\t12. Bonn\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t14\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t?\u2191\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t?\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\t13. Wolfenb\u00fcttel\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t12\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t?\u2191\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t?\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td> 14. <em>Paderborn <\/em><\/td><td>\n\t\t\t11\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t20 (8\u2193)\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t-9\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\t15. Mannheim\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t10\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t?\u2191\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t?\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\t15. Halle\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t10\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t?\u2191\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t?\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\t16. Passau\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t9\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t15 (11\u2193)\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t-6\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\t16. Karlsruhe\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t9\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t?\u2191\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t?\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\t17. Graz\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t7\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t12 (13\u2193)\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t-5\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\t&#8230;\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t<br>\n\t\t\t\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t<br>\n\t\t\t\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t<br>\n\t\t\t\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\t19. Dresden\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t5\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t13 (12\u2193)\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t-8\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tT\u00fcbingen*(nur Panelpr\u00e4sentatoren)\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t0\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t13 (12\u2193)\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t-13\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\t16. N\u00fcrnberg (Erlangen-N\u00fcrnberg)\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t8\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t12 (13\u2193)\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t-4\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\t23. Moskau\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t1\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t12 (13\u2193)\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t-11\n\t\t<\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Inhaltliches<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Nachdem nun numerisch Metadaten zu den Einreichungen analysiert wurden, begeben wir uns endlich in die Dom\u00e4ne des Inhaltlichen und betrachten Titel, Keywords und Topics, die die Autoren bei Einreichung angeben mussten. Hierbei werden wir uns immer wieder nach dem Einfluss des Tagungsmottos \u201emultimedial &amp; multimodal\u201c fragen und versuchen ohne Analyse der eigentlichen Texte nur anhand dieser Tags und Labels etwas \u00fcber Themenkomplexe herauszufinden, die die DH Community auf dieser Konferenz besonders umtrieben hat.  <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Titel<\/h4>\n\n\n\n<p>Was die Titel angeht, wird jedes Wort einzeln gez\u00e4hlt und (manuell kontrolliert) lemmatisiert bevor dann die H\u00e4ufigkeiten ausgez\u00e4hlt werden. Englische Titel werden dabei \u00fcbersetzt. Zun\u00e4chst aber Allgemeines. Der durchschnittliche Titel war recht \u201ewordy\u201c mit 10 Token. Das Minimum lag bei 1, das Maximum gar bei 28 Token, die Standardabweichung ma\u00df 4,3.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>k\u00fcrzester Titel:<\/strong> <em>OpenAtlas<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>l\u00e4ngster Titel:<\/strong> <em>Eigen \/ fremd, s\u00fc\u00df \/ scharf \u2013 die gesellschaftliche Konstruktion von Dichotomien bei sozialen Kategorien und versprachlichten <\/em><br><em>Sinnesmodalit\u00e4ten als Herausforderung bei der \u00b4mixed methods\u00b4-Untersuchung kultureller Transfers in Kochb\u00fcchern<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Akronyme<\/strong><\/em>\nkommen mir manchmal wie Statussymbole von Einreichungen vor, auch\nwenn ich sie selber und nicht ungern benutze. Generell kommt es mir\nvor als wird versucht zu klotzen: je eing\u00e4ngiger, witziger,\naussprechbarer, ikonischer oder gar anti-Akronymestablishment ein\nAkronym ist, desto hipper wirkt es und damit der Titel und mit diesem\ngleich die ganze Einreichung; am besten h\u00e4ngt noch ein Tool mit dem\nAkronym zusammen und der Siegeszug in die (auch profane nicht\nwissenschaftliche) Welt steht ihm offen. Ob sie sich in 20 Jahren\nnoch vermehrt haben werden oder als die VoKuHiLas der DH Titel der\nfr\u00fchen 2000er bel\u00e4chelt werden werden, ist noch nicht abzusehen,\nbeides w\u00fcrde mich aber nicht sonderlich wundern.<\/p>\n\n\n\n<p>Z\u00e4hlen wir der Einfachheit halber Titel mit Token, die mehr als einen Gro\u00dfbuchstaben haben und trennen wir vorher Bindestrichkomposita und streichen wir nachher allgemeine Akronyme wie DH, XML usw., ergeben sich handkontrolliert immerhin 36 Einreichungen mit ureigenem Status-Akronym. Lassen wir die allgemeinen zu, die immerhin mehr Information in kurze Titel hineinkondensieren, so sind es 48, also letztlich jeder Vierte Titel. Kostprobe gef\u00e4llig?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>UPB<\/strong>-Annotate: Ein ma\u00dfgeschneidertes Toolkit f\u00fcr historische Texte<\/li><li>Social Media, <strong><em>YouTube<\/em><\/strong> und Co: Multimediale, multimodale und multicodierte Dissemination von Forschungsmethoden in <strong>forTEXT<\/strong><\/li><li>Maschinelles Lernen lernen: Ein <strong>CRETA<\/strong>-Hackatorial zur reflektierten automatischen Textanalyse<\/li><li>F\u00f6rderung von Open-Access-Publikationen in den Geisteswissenschaften: Das <strong><em>BMBF<\/em><\/strong>-Projekt <strong>OGeSoMo<\/strong><\/li><li>Von <strong>IIIF<\/strong> zu <strong>IPIF<\/strong>? Ein Vorschlag f\u00fcr den Datenaustausch \u00fcber Personen<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Zum Vergleich dasselbe f\u00fcr die Papertitel der letzten <a href=\"http:\/\/www.lrec-conf.org\/proceedings\/lrec2018\/papers.html\">LREC<\/a>: der Einfachheit halber sind auch allgemeine Akronyme gez\u00e4hlt und man kommt auf 36% Einreichungen mit Akronym im Titel. Ob da also ein gewisser Trend aus der Informatik her\u00fcberschwappt? Die durchschnittliche Titell\u00e4nge war bei einer Standardabweichung von 3,39 dort 9,56 und damit fast identisch mit den DHd Titeln, \u00dcberraschung Nummer 2 f\u00fcr mich \u2013 one line is not enough. Trotz der hohen Anzahl an Publikationen (728) lag das Tokenminimum der LREC-Titel bei 3, das Maximum bei 25. Die DH Titel sind eben doch eine Idee kreativer ?!  <\/p>\n\n\n\n<p>Nun aber zu den <em><strong>h\u00e4ufigsten W\u00f6rtern bei den Titeln<\/strong><\/em>, die selbstverst\u00e4ndlich keine Exklusiv-Akronyme enthalten, sondern am anderen Ende der Frequenzskalen zu finden sind. Zun\u00e4chst filtern wir Stopwords heraus (haupts\u00e4chlich Funktionsw\u00f6rter, auch Satzzeichen), dann nutzen wir den simplen Space-Tokenizer. Die rohen Frequenzen der ersten 5 R\u00e4nge sind:<\/p>\n\n\n\n<table class=\"wp-block-table aligncenter\"><tbody><tr><td><strong>Token<\/strong><\/td><td><strong>Anzahl<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Beispiel<\/td><td>14<\/td><\/tr><tr><td>digitale<\/td><td>12<\/td><\/tr><tr><td>Text<\/td><td>9<\/td><\/tr><tr><td>Analyse<\/td><td>9<\/td><\/tr><tr><td>digitalen<\/td><td>8<\/td><\/tr><tr><td>Geisteswissenschaften<\/td><td>7<\/td><\/tr><tr><td>Digitale<\/td><td>7<\/td><\/tr><tr><td>Digital<\/td><td>7<\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n\n\n\n<p>Das\nBeispiel ist in Titeln wohl beliebt, genauer \u201eam Beispiel &#8230;\u201c,\nansonsten ist das Datenobjekt Text vorhanden und lokalisiert somit\ndie DHd prim\u00e4r in einem der 4 von Jannidis et al. (2017, S. 13)\nvermuteten Digial Humanities Bereichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie man an den Eintr\u00e4gen zu digital aber sieht, ist hier dringend eine <em><strong>Lemmatisierung<\/strong><\/em> vonn\u00f6ten. Diese wurde manuell vorgenommen, da das Material es erlaubte und eine Kontrolle automatisierter Ergebnisse ohnehin die Sichtung des gesamten Materials erfordert h\u00e4tte. Die ersten 10 R\u00e4nge:<\/p>\n\n\n\n<table class=\"wp-block-table aligncenter\"><tbody><tr><td><strong>Lemma<\/strong><\/td><td><strong>Anzahl<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>digital<\/td><td>49<\/td><\/tr><tr><td>multimodal<\/td><td>20<\/td><\/tr><tr><td>Text<\/td><td>15<\/td><\/tr><tr><td>Beispiel<\/td><td>14<br><\/td><\/tr><tr><td>Analyse<\/td><td>13<\/td><\/tr><tr><td>historisch<\/td><td>10<\/td><\/tr><tr><td>Korpus<\/td><td>9<\/td><\/tr><tr><td>Geisteswissenschaft<\/td><td>9<\/td><\/tr><tr><td>Annotation<\/td><td>9<\/td><\/tr><tr><td>multimedial<\/td><td>8<\/td><\/tr><tr><td>automatisch<\/td><td>8<\/td><\/tr><tr><td>Edition<\/td><td>7<\/td><\/tr><tr><td>virtuell<\/td><td>6<\/td><\/tr><tr><td>semantisch<\/td><td>6<\/td><\/tr><tr><td>Perspektive<\/td><td>6<\/td><\/tr><tr><td>Open<\/td><td>6<\/td><\/tr><tr><td>Methode<\/td><td>6<\/td><\/tr><tr><td>Humanities<\/td><td>6<\/td><\/tr><tr><td>Herausforderung<\/td><td>6<\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n\n\n\n<p>Nun\nzeichnen sich schon besser Themenbereiche und Stichworte ab. Das\nKonferenzthema ist mit <em>multimodal <\/em>bereits sehr gut vertreten,\ndie digitalen Geisteswissenschaften, aber auch andere F\u00fcgungen mit\n\u201edigital\u201c (digitale Forschungsobjekte, Pr\u00e4sentationen, 3-D\nModelle usw.) tragen zur h\u00f6chsten Frequenz eines Einzelwortes im\nTitel der DHd Einreichungen bei. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Im Zuge der Lemmatisierung wurden schlie\u00dflich die h\u00e4ufigen <em><strong>an mehreren Komposita beteiligten Lexeme<\/strong><\/em> vermerkt und in einem n\u00e4chsten Schritt deren Auftreten gez\u00e4hlt. Die 10 h\u00e4ufigsten an Komposita beteiligten oder einzeln vorkommenden Lexeme waren:<\/p>\n\n\n\n<table class=\"wp-block-table aligncenter\"><tbody><tr><td><strong>Lexem<\/strong><\/td><td><strong>Anzahl<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Text<\/td><td>38<\/td><\/tr><tr><td>Forschung<\/td><td>24<\/td><\/tr><tr><td>Wissenschaft<\/td><td>23<\/td><\/tr><tr><td>Analyse<\/td><td>21<\/td><\/tr><tr><td>Daten<\/td><td>19<\/td><\/tr><tr><td>Annotat<\/td><td>15<\/td><\/tr><tr><td>Bild<\/td><td>15<\/td><\/tr><tr><td>Edition<\/td><td>14<\/td><\/tr><tr><td>Suche<\/td><td>13<\/td><\/tr><tr><td>Modell<\/td><td>12<\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n\n\n\n<p>Insgesamt\nsprechen diese allgemeineren Titelelemente eine Sprache, die von viel\ndigitalen Objekten und Vorg\u00e4ngen um sie herum k\u00fcndet. Ansonsten\nsind aber selbstverst\u00e4ndlich Titel auch dazu gedacht sich von der\nallgemeinen Forschung abzugrenzen und aufzuzeigen, welchen\nindividuellen Beitrag der Beitrag leistet. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz der sehr sp\u00e4rlichen Textdaten versuchen wir die word2vec Transformation in einen Vektorraum, den wir visualisieren und clustern. Dabei werden Wortformen, die mindestens in 2 verschiedenen auf ein gemeinsames Lemma zur\u00fcckzuf\u00fchrenden Formen auftreten im Text aus dem der Vektorraum erzeugt wird als dieses Lemma repr\u00e4sentiert. Stopwords tauchen nicht auf. Die folgende Graphik ist eine tsne-Reduktion auf 2 Dimensionen und zeigt den Vektorraum mit den Nachbarn zum Begriff \u201eDH\u201c.  <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/DH-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-11428\" width=\"1016\" height=\"761\" srcset=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/03\/DH-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/03\/DH-300x225.jpeg 300w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/03\/DH-768x576.jpeg 768w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/03\/DH-243x181.jpeg 243w\" sizes=\"auto, (max-width: 1016px) 100vw, 1016px\" \/><figcaption> <br> <br>Vektorraum der Inhaltsw\u00f6rter der Titel der Einreichungen, Perspektive \u201eDH\u201c, erzeugt mit R-tsne.<br> <br> <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Beim Clustern der Vektoren mit kmeans erscheint das Ergebnis bei k=5 Cluster am konsistentesten:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Annotation, automatisch, Perspektive, virtuell, Wort, semantisch, Raum<\/li><li>Beispiel, Analyse, Daten, Open, Corpus, computergest\u00fctzt, Bild<\/li><li>digital, multimodal, Text, Modell, Geisteswissenschaft, Humanities, Visualisierung<\/li><li>historisch, Methode, neu, lernen<\/li><li>Herausforderung, multimedial, Edition, Suche, Museum<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Keywords<\/h4>\n\n\n\n<p>Keywords werden selbst vergeben und sind somit frei. Wie sich im letztj\u00e4hrigen Blog gezeigt hat, f\u00fchrte dies dazu, dass es verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig wenige gleich gew\u00e4hlte Keywords gab, was wiederum eine Verschlagwortung nach dem Auswahlprinzip (Stichwort Themenontologie) sinnvoll erscheinen l\u00e4sst. Die H\u00e4ufigkeiten der Keywords (lower-cased) verhielten sich \u00e4hnlich wie die K\u00f6lner Pr\u00e4zedenzen (man bedenke, dass die Anzahl Einreichungen fast identisch war). 777 Keywords wurden vergeben (K\u00f6ln 763), davon 622 verschiedene (K\u00f6ln 578). <\/p>\n\n\n\n<table class=\"wp-block-table aligncenter\"><tbody><tr><td><strong>Keyword<\/strong><\/td><td><strong>H\u00e4ufigkeit<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Visualisierung<\/td><td>11<\/td><\/tr><tr><td>Annotation<\/td><td>9<\/td><\/tr><tr><td>Digitale Edition<\/td><td>8<\/td><\/tr><tr><td>Digital Humanities<\/td><td>7<\/td><\/tr><tr><td>Forschungsdatenmanagement<\/td><td>6<\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n\n\n\n<p>In K\u00f6ln war das h\u00e4ufigste Keyword (Annotation) mit 12 Nennungen fast gleich h\u00e4ufig. Auch die Digitale Edition war dort unter den Top 5 R\u00e4ngen, ebenso wie Visualisierung. Die anderen Top-Kandidaten unterscheiden sich. Das durch die NFDI Initiative mehr in den Fokus ger\u00fcckte Thema Forschungsdatenmanagement platziert sich dieses Jahr weit oben. Schaut man etwas weiter nach unten findet man z.B. \u201eVirtual Reality\u201c, sowie \u201eAugmented Reality\u201c mit jeweils 4 Verschlagwortungen und mag hier eine Verbindung zum Konferenzthema attestieren, was mit dem h\u00f6heren Abschneiden des Schlagwortes \u201eKritik\u201c in K\u00f6ln (Motto: Kritik der digitalen Vernunft) korrelieren k\u00f6nnte. F\u00fcr weitergehende Interpretationen sind aber die Zahlen einfach zu klein.  <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"674\" height=\"664\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/WCKeywordsUnderscore.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-11432\" srcset=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/03\/WCKeywordsUnderscore.png 674w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/03\/WCKeywordsUnderscore-300x296.png 300w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/03\/WCKeywordsUnderscore-50x50.png 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 674px) 100vw, 674px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Themen\/Topics<\/h4>\n\n\n\n<p>Das kontrollierte Vokabular, das im ConfTool zur Auswahl von zum Beitrag passenden Themenbereichen zur Verf\u00fcgung stand, leitet sich aus der Taxonomy of Digital Research Activities in the Humanities (<a href=\"http:\/\/tadirah.dariah.eu\/vocab\/\">TaDiRAH<\/a>) ab und ist letztes Jahr im Blogeintrag gut beschrieben worden, hat sich au\u00dferdem m.W. seitdem nicht ge\u00e4ndert, weswegen ich hier gerne den letztj\u00e4hrigen Blogbeitrag zitieren m\u00f6chte:<\/p>\n\n\n\n<p><em>TaDiRAH unterscheidet zun\u00e4chst die drei Bereiche \u201cResearch Activities\u201d, \u201cResearch Objects\u201d und \u201cResearch Techniques\u201d. F\u00fcr die ersten beiden Bereiche liegen mit \u201cAktivit\u00e4ten\u201d und \u201cObjekte\u201d\u00a0<\/em><a href=\"https:\/\/github.com\/dhtaxonomy\/TaDiRAH\/tree\/master\/deu\"><em>\u00dcbersetzungen ins Deutsche<\/em><\/a><em>\u00a0vor, welche in das Conftool eingegangen sind. Allerdings kommt es dabei zu einer gewissen Verschiebung der Hierarchien. In TaDiRAH gibt es bei den Aktivit\u00e4ten Untergruppen, die dann wiederum die Begriffe f\u00fcr die einzelnen Aktivit\u00e4ten enthalten. Bei den Objekten ist dies nicht so, es werden direkt die einzelnen Objekte genannt. Auf das Conftool \u00fcbertragen standen die einzelnen Objekte in einer Gruppe \u201cObjekte\u201d direkt neben den Aktivit\u00e4ten, die zu Aktivit\u00e4tengruppen (\u201cErfassen\u201d, \u201cAnalysieren\u201d, usw.) zusammengefasst waren. Es standen sich also nicht die Bereiche \u201cObjekte\u201d vs. \u201cAktivit\u00e4ten\u201d direkt gegen\u00fcber, sondern die Bereiche \u201cObjekte\u201d, \u201cErfassen\u201d, \u201cAnalysieren\u201d, usw. Man w\u00e4hlt deshalb zwischen den Begriffen in den Aktivit\u00e4ten-Bereichen \u201cErfassen\u201d, \u201cErzeugung\u201d, \u201cAnreichern\u201d, \u201cAnalysieren\u201d, \u201cInterpretation\u201d, \u201cAufbewahren\u201d, \u201cVer\u00f6ffentlichen\u201d und \u201cRahmenaktivit\u00e4ten\u201d und dann aus den Objekt-Begriffen aus. Wir k\u00f6nnen nicht absch\u00e4tzen, ob den Einreichenden die grundlegende Zweiteilung in Aktivit\u00e4ten und Objekte bewusst gewesen ist, m\u00f6glicherweise spielt das f\u00fcr die Analyse aber auch keine gro\u00dfe Rolle. Wir haben dennoch versucht, diese Unterscheidung bei der Auswertung zu ber\u00fccksichtigen.<\/em> <em>Insgesamt standen 75 Begriffe zur Auswahl. 35 in Objekten und 40 in den acht Aktivit\u00e4ten-Gruppen. Der Begriff \u201cVisualisierung\u201d kommt in beiden Bereichen und damit doppelt vor, was f\u00fcr die Auswertung problematisch ist: Im Ergebnis ist nicht zu unterscheiden, ob dieses Schlagwort als Objekt oder Aktivit\u00e4t ausgew\u00e4hlt wurde.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Hier die diesj\u00e4hrigen 10 nach Rang h\u00e4ufigsten Topics:<\/p>\n\n\n\n<table class=\"wp-block-table aligncenter\"><tbody><tr><td>\n\t\t\t<strong>Topic<\/strong>\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t<strong>H\u00e4ufigkeit (Rang) 2019<\/strong>\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t<strong>Vgl. 2018<\/strong>\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tAnnotieren\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t55 (1\u2191)\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t+7\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tText\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t54 (2=)\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t+4\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tVisualisierung\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t46 (3\u2191)\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t+9\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tInhaltsanalyse\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t41 (4=)\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t-3\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tModellierung\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t35 (5\u2193)\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t-25\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tDaten\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t30 (6\u2191)\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t?\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tProgrammierung\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t26 (7\u2191)\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t+-0\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tMetadaten\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t25 (8\u2191)\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t?\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tMethoden\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t24 (9\u2193)\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t-9\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tKontextsetzung\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t23 (10\u2191)\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t?\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tLiteratur\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t23 (10\u2191)\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t?\n\t\t<\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n\n\n\n<p>Einige aus den Titeln und Keywords bereits bekannte Token tauchen hier wieder auf: Annotieren, Text, Visualisierung, Modellierung, Daten. Sie weisen auf ein Kerngesch\u00e4ft hin und zeigen ferner, dass zwischen Titeln, Keywords und Topics doch einige thematische Koh\u00e4renz herrscht. Interessant ist, dass Modellierung in K\u00f6ln das h\u00e4ufigste Topic war. K\u00f6nnte hier eine Verbindung zum Thema Kritik bestehen? Insofern als eine Kritik eine strukturierte klare Darstellung als Modell voraussetzt oder damit korelliert oder sind derartige Fluktuationen eher Zufallsschuld. Ist die Kontextsetzung ebenso mit der Multimodalit\u00e4t zu begr\u00fcnden? Diese Interpretationsans\u00e4tze sind sicherlich ein wenig spekulativ, k\u00f6nnten aber zu genaueren Untersuchungen anregen. Wir m\u00f6chten noch kurz auf die Kookkurrenzen der Topics eingehen. Wie h\u00e4ufig werden welche Topics mit welchen anderen zusammen genannt. Wir benutzen hier den Dice-Koeffizienten, erstellen eine paarweise Distanzmatrix und stellen dazu eine Visualisierung vor. Beschr\u00e4nkt man zun\u00e4chst die Berechnung auf F\u00e4lle an Topics, die beide mindestens 10 Mal vorkommen (um u.a. hohe triviale Werte, die zu Stande kommen weil zwei \u201eHapax Topics\u201c eben zusammen auftreten) und beschr\u00e4nkt man dann, um den \u201eHairball-Effekt\u201c abzumildern auf die 66 signifikantesten Kookkurrenzen (alle mit Dice &gt;=0.2) erh\u00e4lt man die Basis der folgenden, mit <a href=\"https:\/\/gephi.org\/\">Gephi<\/a> erstellten Graphik.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"794\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/gephieTopics-1024x794.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-11433\" srcset=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/03\/gephieTopics-1024x794.png 1024w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/03\/gephieTopics-300x233.png 300w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/03\/gephieTopics-768x595.png 768w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2019\/03\/gephieTopics.png 1236w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Der geneigte Leser m\u00f6ge, gem\u00e4\u00df dem Motto \u201eein Bild sagt mehr als 1000 Worte\u201c interpretative Aspekte explorativ in der Graphik aufsp\u00fcren. Dass Community-Bildung ohne Kommunikation recht schwer ist und Text und Inhaltsanalyse zusammengeh\u00f6ren f\u00e4llt dabei sofort auf.  <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sonstiges<\/h2>\n\n\n\n<p>Die DHd bleibt eine haupts\u00e4chlich akademische Konferenz. 4 freie Forscher reichten ein, daneben lie\u00dfen sich die Institute nach Keywords (Universit\u00e4t, Akademie der Wissenschaften etc.) z\u00e4hlen, wobei jeder Autorenschaftsprozess einzeln gez\u00e4hlt wurde (also bestimmte Personen mehrmals auftauchen). Die \u00fcbrigen Institute konnten meist auf die gez\u00e4hlten Klassen manuell abgebildet werden.<\/p>\n\n\n\n<table class=\"wp-block-table aligncenter\"><tbody><tr><td>\n\t\t\t<strong>Typ<\/strong>\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t<strong>Anzahl Autorschaftsprozesse<\/strong>\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tUniversit\u00e4ten\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t324\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tAkademien der Wissenschaften\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t65\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tForschungsinstitute\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t42\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\t(Fach)Hochschulen\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t23\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tBibliotheken\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t17\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tStiftungen\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t10\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tForschungsverb\u00fcnde\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t5\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tsonstige Staatliche Institutionen\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t4\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tunabh\u00e4ngige\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t4\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tEingetragene Vereine\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t1\n\t\t<\/td><\/tr><tr><td>\n\t\t\tnicht zuzuordnen\n\t\t<\/td><td>\n\t\t\t9\n\t\t<\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n\n\n\n<p>Damit w\u00e4re selbst bei Zuordnung aller nicht zuordnbaren Organisationen der Anteil an Teilnehmern aus der freien Wirtschaft verschwindend gering. Es zeigt sich aber, dass die au\u00dferuniversit\u00e4re Forschung durchaus stark vertreten ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p>Auch dieses Mal wieder gab es eine Menge spannender Einreichungen. Einige Trends scheinen sich im Hinblick auf die letzten Jahre zu Traditionen auszuwachsen oder waren es insgeheim immer (Heimvorteil, die Schweizer Zur\u00fcckhaltung, die \u00d6sterreicher Produktivit\u00e4t, akademischer Konferenzcharakter, starkes Einzelautorentum, wenige regelresistente Einreichende, tw. Orientierung am Konferenzthema usw.). Andere Merkmale, wie die Ausrichtung in zwei St\u00e4dten m\u00f6gen Alleinstellungsmerkmal bleiben. Wir haben auch dieses Jahr wieder eine spannende, anregende und aufschlu\u00dfreiche Konferenz erleben d\u00fcrfen deren Myriaden Aspekte sich nicht in den wenigen Metadaten auf denen diese grobe tentative Analyse beruhte widerspiegeln k\u00f6nnen und die wie im echten Leben (den digitalen Geisteswissenschaften also) das Salz in der Zahlensuppe ausmachen, das wir alle so gern schmecken.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Literatur<\/h4>\n\n\n\n<p>Jannidis,\nFotis, Hubertus Kohle, und Malte Rehbein, eds. Digital Humanities:\neine Einf\u00fchrung. Springer, 2017.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einleitung Dieses Jahr gab es 2 unabh\u00e4ngige Analysen der ConfTool Daten bzgl. der DHd Einreichungen. Beide \u00fcberschneiden sich aber nur marginal, da Katharina Kiefer in ihrem Beitrag vor allem die angenommenen Beitr\u00e4ge betrachtet, w\u00e4hrend hier die Einreichungen ungeachtet ihres Annahmestatus ausgewertet wurden. Einreichungstypen Wie auch bei vorigen Instanzen waren die Beitragstypen Vortrag (84 Einreichungen) und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":208,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-11418","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11418","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/208"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11418"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11418\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11437,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11418\/revisions\/11437"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11418"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11418"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11418"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}