{"id":11187,"date":"2019-02-21T23:10:12","date_gmt":"2019-02-21T22:10:12","guid":{"rendered":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=11187"},"modified":"2019-02-21T23:10:12","modified_gmt":"2019-02-21T22:10:12","slug":"call-for-papers-fuer-die-ausgabe-praktiken-des-digitalen-der-zeitschrift-montage-av","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=11187","title":{"rendered":"Call for Papers f\u00fcr die Ausgabe &#8222;Praktiken des Digitalen&#8220; der Zeitschrift Montage AV"},"content":{"rendered":"<p>Die Zeitschrift <a href=\"https:\/\/www.montage-av.de\/\"><em>Montage AV &#8211; Zeitschrift f\u00fcr Theorie und Geschichte audiovisueller Kommunikation<\/em><\/a> ruft zur Einreichung von Beitr\u00e4gen f\u00fcr die Ausgabe &#8222;Praktiken des Digitalen&#8220; auf.<\/p>\n<p><strong>Call for Papers: Praktiken des Digitalen<br \/>\n<\/strong>(Gastherausgeber: Johannes Pause, Niels-Oliver Walkowski)<\/p>\n<p>Deadline: 31.07.2019<\/p>\n<p>In den letzten Jahren hat sich im Zuge der globalen Verbreitung digitaler Technologien ein einschneidender Wandel von Filmproduktion, -distribution und -rezeption ereignet, der in der Filmwissenschaft breit diskutiert wird. Die Ver\u00e4nderung betrifft jedoch nicht allein den filmwissenschaftlichen Gegenstand, sondern zunehmend auch ihre Arbeitsformen: Der Digitalisierung der Filmkultur steht eine vielgestaltige Digitalisierung der Forschung gegen\u00fcber, die einerseits Fragen nach grunds\u00e4tzlich neuen Methoden aufwirft und andererseits klassische Ans\u00e4tze der Filmanalyse und -geschichtsschreibung durch computergest\u00fctzte Verfahren flankiert \u2013 und im Kontext der Digital Humanities ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Das Themenheft widmet sich der Aufgabe, die Verschiebungen, die das filmwissenschaftliche Arbeiten infolge dieser Entwicklungen erfahren hat, zu kartografieren sowie ihre Potenziale und Folgen einzuordnen. Der Fokus liegt auf Projekten und Arbeiten, die computergest\u00fctzte Verfahren in unterschiedlicher Art und Weise einbetten, und mithin auf den verschiedenen Bedeutungen, die dem Digitalen innerhalb des Fachs zugewiesen werden. Gefragt wird nach konkreten digitalen Methoden ebenso wie nach Medienpraktiken, die im Rahmen filmwissenschaftlicher Forschung anschlussf\u00e4hig sind.<\/p>\n<p>Filmwissenschaftliche Praxis lie\u00dfe sich dabei heuristisch in drei Phasen einteilen: jene der Organisation des Materials, jene seiner Analyse sowie jene der Dissemination der Forschungsergebnisse. Auf der ersten Ebene sieht sich die Filmwissenschaft etwa mit neuen Korpora und Archiven konfrontiert, die im Zuge der Digitalisierung zug\u00e4nglich geworden oder \u00fcberhaupt erst entstanden sind (siehe hierzu u.a. <em>Montage AV<\/em> 26,1 (\u201eStreams und Torrents\u201c). Im Sinne von \u201aBig Data\u2019 k\u00f6nnen dabei einerseits weltweit Informationen zu Filmproduktion oder -rezeption gesammelt oder Film- und Kinoarchive in ihrer Gesamtheit algorithmisch erfasst werden. Andererseits sehen sich die Filmwissenschaften mit neuen Gattungen des Filmischen konfrontiert, die \u2013 wie etwa in Social Media ver\u00f6ffentlichte Filmclips \u2013 nicht unabh\u00e4ngig von digitalen Umgebungen gedacht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Auch auf der Ebene computergest\u00fctzter Analyseverfahren l\u00e4sst sich die steigende Bedeutung des Digitalen erkennen. So existiert inzwischen eine Reihe von Programmen, die die Annotation oder detaillierte Untersuchung von Filmen vereinfachen sollen oder um neue Dimensionen zu bereichern versprechen. Auf dieser Basis sind zuletzt mehrere Studien entstanden, die eine computergest\u00fctzte Analyse unterschiedlicher Aspekte filmischer Werke, etwa Montage, Farbe, Szenenaufbau, Figurenkonstellationen, Stil, Motivik, Ton sowie die Alignierung zwischen Bild und Ton oder Kamera und Objektbewegung zum Gegenstand haben.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich ver\u00e4ndern digitale Technologien die Formen der Publikation und Distribution filmwissenschaftlicher Forschungsergebnisse. Die Idee, Forschungsergebnisse in einem Modus zur repr\u00e4sentieren, der sich demjenigen des Forschungsgegenstandes ann\u00e4hert, stehen Anstrengungen gegen\u00fcber, solche Ressourcen als Publikation zu begreifen, die zwar schon l\u00e4nger Bestandteil von Forschungsprozessen sind, jedoch bislang nicht als publikationsf\u00e4hig galten. Hierzu geh\u00f6ren etwa Filmprotokolldaten oder Vermessungen von Schnittl\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Folgende Fragen k\u00f6nnen als Inspirationen f\u00fcr m\u00f6gliche Beitr\u00e4ge dienen:<\/p>\n<p>Welche neuen audiovisuellen Objekte werden im Zuge der Digitalisierung f\u00fcr die Filmwissenschaften interessant?<\/p>\n<p>Wie verhalten sich neue digitale Methoden zum bestehenden methodischen Repertoire der Filmwissenschaft? Inwiefern bringen diese Methoden ihren Gegenstand neu hervor?<\/p>\n<p>Welche sinnvollen Formen digitaler Infrastruktur lie\u00dfen sich f\u00fcr die Filmwissenschaften konzeptualisieren?<\/p>\n<p>Welche Medienpraktiken sind f\u00fcr die filmwissenschaftliche Forschung attraktiv?<\/p>\n<p>Welche filmwissenschaftlichen Methodologisierungen des Digitalen haben in den vergangenen Jahren stattgefunden? Welche Desiderata erscheinen als besonders dringend?<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnen neue Repr\u00e4sentationsstrategien neue filmwissenschaftliche Einsichten bef\u00f6rdern? In welchen Formaten lassen sich diese publizieren?<\/p>\n<p>In welchen Formen k\u00f6nnen audiovisuelle Objekte oder Produktionsmittel selbst zu Mitteln filmwissenschaftlicher Analyse werden?<\/p>\n<p>Welche Formen interdisziplin\u00e4rer Zusammenarbeit entstehen im Zuge einer st\u00e4rkeren Einbettung digitaler Technologien in den Forschungsprozess? Nach welchen Kriterien l\u00e4sst sich eine solche Zusammenarbeit produktiv gestalten?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kontakt <\/strong><\/p>\n<p><em>Gastherausgeber<\/em>: johannes.pause@uni.lu \/ niels-oliver.walkowski@uni.lu<\/p>\n<p><em>Redaktion<\/em>: montage-redaktion@lists.uni-mainz.de<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zeitschrift Montage AV &#8211; Zeitschrift f\u00fcr Theorie und Geschichte audiovisueller Kommunikation ruft zur Einreichung von Beitr\u00e4gen f\u00fcr die Ausgabe &#8222;Praktiken des Digitalen&#8220; auf. 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