{"id":10534,"date":"2018-10-22T15:19:18","date_gmt":"2018-10-22T13:19:18","guid":{"rendered":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=10534"},"modified":"2019-03-26T10:39:28","modified_gmt":"2019-03-26T09:39:28","slug":"vorstellung-der-dariah-dh-award-preistraegerinnen-2018-quotesalute","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=10534","title":{"rendered":"Vorstellung der DARIAH DH-Award-Preistr\u00e4gerInnen 2018: quoteSalute"},"content":{"rendered":"<p><i>Mit einem\u00a0<\/i><a style=\"font-style: italic;\" href=\"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=7883\">DARIAH-DE DH-Award<\/a><i>\u00a0wurde dieses Jahr die Gruppe quoteSalute\u00a0ausgezeichnet. Der DARIAH-DE DH-AWARD f\u00f6rdert NachwuchswissenschaftlerInnen, die in ihren Forschungsvorhaben innovative digitale Ans\u00e4tze und Methoden einsetzen und so einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Digital Humanities leisten. Im DHd-Blog stellen wir Preistr\u00e4gerInnen und\u00a0Projekte in den n\u00e4chsten Wochen vor.<\/i><\/p>\n<div id=\"attachment_10538\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/quoteSalute_Dennis-Aquila-Beckmann.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-10538\" class=\"wp-image-10538 size-medium\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/quoteSalute_Dennis-Aquila-Beckmann-300x196.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"196\" srcset=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2018\/09\/quoteSalute_Dennis-Aquila-Beckmann-300x196.jpg 300w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2018\/09\/quoteSalute_Dennis-Aquila-Beckmann-768x502.jpg 768w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2018\/09\/quoteSalute_Dennis-Aquila-Beckmann-1024x669.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-10538\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Aquila Beckmann<\/p><\/div>\n<p><strong>Worum geht es in Ihrem Projekt?<\/strong><\/p>\n<p><em>quoteSalute <\/em>aggregiert Gru\u00dfformeln aus verschiedenen frei verf\u00fcgbaren digitalen Briefeditionen und stellt diese \u00fcber eine Webseite bereit, von wo aus sie per Knopfdruck in eine E-Mail kopiert werden k\u00f6nnen. So k\u00f6nnen inspirierende Gru\u00dfformeln von historisch interessanten Pers\u00f6nlichkeiten, wie zum Beispiel von Alexander von Humboldt, Fanny Lewald und Jean Paul, ganz einfach f\u00fcr die eigene Korrespondenz genutzt werden. Mit <em>quoteSalute<\/em>wird daher die editorische Arbeit an digitalen Briefeditionen \u00fcber den wissenschaftlichen Diskurs hinaus spielerisch in den Alltagskontext des E-Mail-Schreibens integrierbar. Damit wollen wir auch die \u00f6ffentliche Pr\u00e4senz von digitalen Briefeditionen f\u00f6rdern. Au\u00dferdem m\u00f6chten wir interessierte Editionsvorhaben dazu einladen, selbst Datens\u00e4tze f\u00fcr <em>quoteSalute <\/em>beizusteuern. Daten, Code und Dokumentation stehen \u00fcber ein GitHub-Repositorium unter freien Lizenzen bereit.<\/p>\n<p><strong>Mit welchen Materialien und Daten arbeiten Sie?<\/strong><\/p>\n<p>Wir arbeiten mit einem Korpus aus Gru\u00dfformeln, die aus TEI-XML\u2011kodierten digitalen Briefeditionen extrahiert wurden. Dieses Korpus wird in einem manuellen Kuratierungsprozess von unpassenden Inhalten bereinigt und mit semantischer Information angereichert, sodass eine sp\u00e4tere Filterung in der Webanwendung nach beispielsweise Geschlecht von Empf\u00e4nger*in und Absender*in, oder die Unterscheidung zwischen formell bzw. informell formulierten Gru\u00dfformeln, erm\u00f6glicht wird.<\/p>\n<p><strong>Gibt es Methoden, Theorien und Tools, welche f\u00fcr diese Aufgabe besonders interessant sind?<a href=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/qS1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-10539 alignright\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/qS1-300x219.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"219\" srcset=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2018\/09\/qS1-300x219.jpg 300w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2018\/09\/qS1-768x561.jpg 768w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2018\/09\/qS1-1024x748.jpg 1024w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2018\/09\/qS1.jpg 1953w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/strong><\/p>\n<p>Voraussetzung\u00a0 f\u00fcr die Realisierung des Projektes ist zum einen, dass digitalen Briefeditionen ihre Daten unter freien Lizenzen zur Verf\u00fcgung stellen. Zum anderen m\u00fcssen diese Daten f\u00fcr den Extraktionsprozess der Gru\u00dfformeln in TEI-XML kodiert sein, und zwar mit den in der TEI vorgesehenen briefspezifischen Elementen &lt;salute&gt; und\/oder &lt;closer&gt;.\u00a0 Sind diese beiden Voraussetzungen erf\u00fcllt, k\u00f6nnen wir Briefe aus verschiedenen Editionen beziehen und die Gru\u00dfformeln einheitlich und automatisiert extrahieren.<\/p>\n<p>Aus rein technischer Perspektive war au\u00dferdem bei der\u00a0 Programmierung der Website die Verwendung des Frontend-Frameworks vue.js besonders hilfreich, da dadurch das dynamisch Laden von Inhalten erm\u00f6glicht wird, ohne dass die gesamte Seite neu geladen werden muss.<\/p>\n<p><strong>Wie haben Sie begonnen, sich mit digitalen Geisteswissenschaften zu\u00a0besch\u00e4ftigen?<\/strong><\/p>\n<p>Wir alle drei sind studentische Hilfskr\u00e4fte bei der TELOTA-Initiative an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und haben ganz unterschiedliche Zug\u00e4nge zu den DH. Lou studiert europ\u00e4ische Ethnologie und entdeckte ihr Interesse f\u00fcr digitale Geisteswissenschaften \u00fcber einen Kurs zu Webentwicklung an der Universit\u00e4t. Als studentische Hilfskraft im Projekt \u201cJean Paul \u2013 S\u00e4mtliche Briefe digital\u201d vertiefte sie dieses Interesse und entdeckte bei der Arbeit mit der Korrespondenz, dass historische Gru\u00dfformeln eine Bereicherung f\u00fcr heutige Kommunikation darstellen k\u00f6nnten. Luisa und Marvin studieren Medieninformatik und haben daher bereits technische Fertigkeiten w\u00e4hrend des Studiums erworben, die sie nun bei der TELOTA-Initiative einbringen.<\/p>\n<p><strong>Welche Angebote der digitalen Geisteswissenschaften f\u00e4nden Sie f\u00fcr Ihre Forschungsprojekte in Zukunft besonders hilfreich?<\/strong><\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich w\u00fcrden wir uns w\u00fcnschen, dass noch mehr digitale Briefeditionen neben dem freien Zugang zur Web-Edition, auch Zugang zu den Daten bieten und sie mit freien Lizenzen versehen. Derzeit gibt es sehr viele Briefeditionen im WWW, nur wenige stellen jedoch die zugrunde liegenden Daten zur Verf\u00fcgung. F\u00fcr die Zukunft w\u00fcnschen wir uns also, dass sich die Mit-Ver\u00f6ffentlichung von Daten als best-practice im Feld der digitalen Briefeditionen etabliert, damit wir den Datenbestand von <em>quoteSalute\u00a0<\/em>kontinuierlich erweitern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Lou Klappenbach studiert Europ\u00e4ische Ethnologie (M.A.) an der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin. Bei TELOTA arbeitet sie als studentische Hilfskraft seit Januar 2017, vorrangig im Bereich Datenmodellierung und Webentwicklung.<\/em><\/p>\n<p><em>Marvin Kullick studiert seit 2014 Medieninformatik (B.Sc.) an der Beuth-Hochschule f\u00fcr Technik. Seit Mitte Januar arbeitet er bei TELOTA als studentische Hilfskraft, vorrangig im Bereich Wartung und Webentwicklung.<\/em><\/p>\n<p><em>Luisa Philippstudiert seit 2014 Medieninformatik (B.Sc.) an der Beuth-Hochschule f\u00fcr Technik. Sie schloss 2017 ein dreimonatiges Praktikum bei TELOTA ab und arbeitet dort seit Januar 2018 als studentische Hilfskraft vorrangig im Bereich Webentwicklung.<\/em><\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/quoteSalute.net\">Webanwendung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/correspsearch.net\/quotesalute\/index.xql?id=doc&amp;l=de\">Dokumentation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/github.com\/telota\/quoteSalute\/\">GitHub Repository<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.bbaw.de\/telota\/telota\">TELOTA<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p><em><a href=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/DARIAH-DE-Logo-mit-deutscher-Unterschrift-CMYK-1.1-700_0.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-7275\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/DARIAH-DE-Logo-mit-deutscher-Unterschrift-CMYK-1.1-700_0.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"68\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/de.dariah.eu\">DARIAH-DE<\/a>\u00a0unterst\u00fctzt mit digitalen Ressourcen und Methoden arbeitende Geistes- und KulturwissenschaftlerInnen in Forschung und Lehre.\u00a0Daf\u00fcr baut das Projekt eine digitale Forschungsinfrastruktur f\u00fcr Werkzeuge und Forschungsdaten auf und entwickelt Materialien f\u00fcr Lehre und Weiterbildung im Bereich der Digital Humanities (DH). DARIAH-DE ist der deutsche Beitrag von DARIAH-EU\u00a0und arbeitet in diesem Kontext mit einer Vielzahl von europ\u00e4ischen Partnern und Projektverb\u00fcndeten zusammen.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/D2B81B06-7A7F-4B31-BCC5-7E4767EDDD1C#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einem\u00a0DARIAH-DE DH-Award\u00a0wurde dieses Jahr die Gruppe quoteSalute\u00a0ausgezeichnet. Der DARIAH-DE DH-AWARD f\u00f6rdert NachwuchswissenschaftlerInnen, die in ihren Forschungsvorhaben innovative digitale Ans\u00e4tze und Methoden einsetzen und so einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Digital Humanities leisten. Im DHd-Blog stellen wir Preistr\u00e4gerInnen und\u00a0Projekte in den n\u00e4chsten Wochen vor. 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