{"id":10396,"date":"2018-09-21T16:45:02","date_gmt":"2018-09-21T14:45:02","guid":{"rendered":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=10396"},"modified":"2018-09-26T14:38:33","modified_gmt":"2018-09-26T12:38:33","slug":"dariah-de-dh-award-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=10396","title":{"rendered":"DARIAH-DE DH-Award 2018"},"content":{"rendered":"<p>Eine aktive und zukunftsgewandte Nachwuchsf\u00f6rderung ist essentielle Voraussetzung der nachhaltigen Entwicklung der Digital Humanities. DARIAH-DE f\u00f6rdert deshalb mit dem DARIAH-DE DH-Award gezielt Studierende und NachwuchswissenschaftlerInnen in ihrer Forschung.<br \/>\nDie Vorbereitungsphase f\u00fcr DARIAH-DE begann schon 2008. Deshalb feiert die Infrastruktur in diesem Jahr im Grunde schon ihre 10j\u00e4hrige Arbeit. Das war ein wunderbarer Anlass, die <a href=\"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=9259\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DARIAH-DE DH-Award 2018<\/a> in zwei Kategorien auszuloben:<\/p>\n<ul style=\"list-style-type: square;\">\n<li>\u201eStudien und Konzepte&#8220; f\u00fcr Arbeiten, die sich auf hohem theoretischen Reflexionsniveau mit digitalen Methoden und Infrastrukturen besch\u00e4ftigen<\/li>\n<li>&#8222;Tools und Projekte&#8220; f\u00fcr Beitr\u00e4ge, die mit digitalen Ressourcen und \/ oder digitalen Methoden arbeiten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die aus renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den Geistes- und Informationswissenschaften bestehende Jury beurteilte die eingereichten Vorschl\u00e4ge mit Blick auf wissenschaftlicher Relevanz, Innovation des Vorhabens und theoretischem Reflexionsniveau. Bei den Beitr\u00e4gen der Studierenden \u00fcberzeugte die Kreativit\u00e4t der Ideen, Entdeckergeist und einfach auch die Freude an DH-typischer interdisziplin\u00e4rer Zusammenarbeit, neuen Methoden und an der Forschung selbst.<\/p>\n<div id=\"attachment_10509\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/2018-Awards-Preistra\u0308ger.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-10509\" class=\"wp-image-10509\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/2018-Awards-Preistra\u0308ger-1024x485.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"331\" srcset=\"https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2018\/09\/2018-Awards-Preistra\u0308ger-1024x485.jpg 1024w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2018\/09\/2018-Awards-Preistra\u0308ger-300x142.jpg 300w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2018\/09\/2018-Awards-Preistra\u0308ger-768x364.jpg 768w, https:\/\/dhd-blog.org\/app\/uploads\/2018\/09\/2018-Awards-Preistra\u0308ger.jpg 1242w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-10509\" class=\"wp-caption-text\">Preistr\u00e4ger der DARIAH-DE DH-Awards 2018: Lou Klappenbach, Marvin Kullick, Luisa Philipp, Linda Brandt, Gernot Howanitz, Roland Mikosch, Janica Albers und Thomas Schmidt.<\/p><\/div>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong>Preistr\u00e4ger<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Die Jury begr\u00fc\u00dfte es sehr, sowohl Bachelor-Studenten wie auch Promovenden auszeichnen zu k\u00f6nnen. Insgesamt wurden f\u00fcnf Awards verliehen.<\/p>\n<p><strong>Tools und Projekte<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr seine Masterarbeit <em>&#8222;Kann man denn auch nicht lachend sehr ernsthaft sein?&#8220; \u2013 Zum Einsatz von Sentiment Analyse- Verfahren f\u00fcr die quantitative Untersuchung von Lessings Dramen<\/em> zeichnet die Jury <strong>Thomas Schmidt,<\/strong> Medieninformatik Universit\u00e4t Regensburg, aus. Schon als Student beteiligte sich Thomas Schmidt an der Konzeption und Implementierung des Tools <a href=\"http:\/\/lauchblatt.github.io\/QuantitativeDramenanalyseDH2015\/FrontEnd\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Katharsis<\/em><\/a> zur quantitativen Analyse deutschsprachiger Dramen mit Schwerpunkt auf statistischer Repliken- und Konfigurationsanalyse. In seiner Masterarbeit, der zw\u00f6lf Dramen von Lessing zugrunde liegen, entwickelte er Python-Programme zur Durchf\u00fchrung der Sentiment Analysis, implementierte Optionen und Herangehensweisen, die er hinsichtlich ihre Leistung f\u00fcr seinen spezifischen Anwendungsfall untersuchte, um ein optimiertes Sentiment Analysis-Verfahren zu identifizieren. Bei seiner Arbeit nutzte er die Daten aus dem TextGrid Repository.<\/p>\n<p>Drei studentische Hilfskr\u00e4fte der Digital-Humanities Arbeitsgruppe TELOTA an der Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, <strong>Lou Klappenbach<\/strong> (Europ\u00e4ische Ethnologie, HU Berlin), <strong>Luisa Philipp<\/strong> (Medieninformatik, Beuth Hochschule f\u00fcr Technik) und <strong>Marvin Kullick<\/strong> (Medieninformatik, Beuth Hochschule f\u00fcr Technik) entwickelten bei ihrer Arbeit an digitalen Briefeditionen die Idee einer Verbindung heutiger und historischer Korrespondenzen. So entstand die bezaubernde Webanwendung <a href=\"https:\/\/dhd-blog.org\/?p=9769\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>quoteSalute &#8211; Inspirierende Gru\u00dfformeln f\u00fcr Ihre Korrespondenz<\/em>.<\/a> Jeder E-Mail kann eine zuf\u00e4llig ausgew\u00e4hlte Gru\u00dfformel aus einer digitalen Korrespondenz-Edition hinzugef\u00fcgt werden. So werden Kulturdaten und geisteswissenschaftliche Forschungsergebnisse \u00f6ffentlich pr\u00e4sent, weiter tradiert und erfreuen uns einfach. Alle Daten und Skripte des Projekts sind \u00fcber ein GitHub-Repositorium frei zug\u00e4nglich.<\/p>\n<p><em>The Encyclopedia of Concise Concepts by Women Philosophers<\/em> ist die Aufgabe die das dreier Projekt-Team <strong>Janica Albers<\/strong> (Bearbeitung), <strong>Niklas Olmes<\/strong> (IT-Technik) und <strong>Roland Mikosch<\/strong> (Grafikdesign) von Center for the History of Women Philosophers and Scientists an der Universit\u00e4t Paderborn meistert. Die Encyclopedia versammlet nach Schlagworten Beitr\u00e4ge von Philosophinnen, wodurch nachhaltige Frauenforschung in Philosophie und Wissenschaft auf Basis moderner Tools der Digital Humanities erm\u00f6glicht wird. Das benutzerfreundliche Interface der <a href=\"https:\/\/historyofwomenphilosophers.org\/ecc\/#hwps\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ECC-Webpage<\/a> gestaltet einen einfachen Zugriff auf die Inhalte und erlaubt eine praktikable Recherche via Keywords und Personennamen. Die Inhalte entstehen kollaborativ: Alle ForscherInnen, die als ExpertInnen auf ihrem Gebiet gelten, sind eingeladen, Eintr\u00e4ge zu verfassen.<\/p>\n<p><strong>Studien und Konzepte<\/strong><\/p>\n<p><strong>Linda Brandt<\/strong>, Universit\u00e4t Basel, pr\u00e4mierte die Jury f\u00fcr Ihre Arbeit <em>Sprache im Kontext von Depressionen<\/em>, mit der sie ihr Bachelorstudium der deutschen Philologie und Geschichte an der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen abschloss. Im Fokus der Arbeit stand die Frage, inwiefern sich der Sprachgebrauch bei psychischen Erkrankungen theoretisch bestimmen und entsprechende linguistische Konzepte empirisch \u00fcberpr\u00fcfen lassen. In diesem Zusammenhang stand auch die Frage nach sprachlichen Indikatoren f\u00fcr Depressionen. Um diese Frage beantworten zu k\u00f6nnen, nutzte die Autorin, unterst\u00fctzt von ihren Kollegen aus der Informatik, das <a href=\"http:\/\/liwc.wpengine.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tool LIWC<\/a> und analysierte damit ein von ihr aufgebautes Korpus mit \u00fcber 30.000 Datens\u00e4tzen aus einem deutschsprachigen Psychologieforum.<\/p>\n<p>F\u00fcr seine Dissertation <em>Web texten. Text leben. Leben weben. (Auto-)Biographische Praktiken im literarischen russischsprachigen Internet (Runet)<\/em> wurde Dr. des. <strong>Gernot Howanitz<\/strong>, slavische Literaturen und Kulturen Universit\u00e4t Passau, ausgezeichnet. In einer Kombination literatur-, kultur- und medienwissenschaftlicher Verfahren einerseits und Topic Modeling mit nachgeschalteten Clustering- und Visualisierungsverfahren andererseits untersuchte er, wie russische Autorinnen und Autoren das Internet zur (Selbst-)Darstellung nutzen. So konnte er analysieren, wie sich Vorstellungen von Literatur und letztlich auch die Literatur selbst im und durch das Internet ver\u00e4ndert. Die Anwendung von Topic Modeling ist in dieser Arbeit ein integraler Bestandteil der Analyse. Gernot Howanitz plant, alle Daten und Skripte zu ver\u00f6ffentlichen, damit sie auch von anderen Forscherinnen und Forschern genutzt werden k\u00f6nnen. F\u00fcr die Nutzung des DARIAH-DE Repository ist das ein sehr interessanter Anwendungsfall.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table border=\"1\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><span style=\"font-size: 10pt;\"><a href=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/DARIAH-DE-Logo-ohne-Unterschrift-RGB-fuer-PPT.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3060 alignleft\" src=\"https:\/\/dhd-blog.org\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/DARIAH-DE-Logo-ohne-Unterschrift-RGB-fuer-PPT.png\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"45\" \/><\/a><\/span><span style=\"font-size: 10pt;\">Mit den DARIAH-DE DH-Awards werden interdisziplin\u00e4re Arbeiten und Projekte ausgezeichnet, die sich durch innovative Ans\u00e4tze in den Digital Humanities hervorheben. Neben der finanziellen Unterst\u00fctzung ist den <a href=\"https:\/\/de.dariah.eu\/preistr%C3%A4gerinnen-der-dariah-de-dh-award-2018\" target=\"\" data-cke-saved-href=\"https:\/\/de.dariah.eu\/preistr%C3%A4gerinnen-der-dariah-de-dh-award-2018\">DARIAH-DE DH-Awards 2018<\/a> die ideelle F\u00f6rderung \u2013 auch durch Pr\u00e4sentation dieser Nachwuchs-Arbeiten im Kontext einer gro\u00dfen Verbundkooperation und in einem internationalen Umfeld \u2013 ein besonderes Anliegen. DARIAH-DE zielt so darauf, die Entwicklung der digitalen Geisteswissenschaften sichtbar zu machen und zur Entstehung lebendiger Forschungsnetzwerke beizutragen. Die Preise im Wert von je 600 Euro wurden am 21.09.2018 im Rahmen der <a href=\"https:\/\/de.dariah.eu\/dariah-de-grand-tour-2018\" data-cke-saved-href=\"https:\/\/de.dariah.eu\/dariah-de-grand-tour-2018\">DARIAH-DE Grand Tour 2018<\/a> in Darmstadt verliehen. W\u00e4hrend der Tagung hatten die Preistr\u00e4ger und Preistr\u00e4gerinnen die M\u00f6glichkeit, ihre Arbeit einem breiten Fachpublikum mit Postern und in Fachgespr\u00e4chen vorzustellen.<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table style=\"width: 35.859%; border-collapse: collapse; border-style: solid;\" border=\"1\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 269.05px; background-color: #a7ccd6; text-align: center; vertical-align: middle;\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine aktive und zukunftsgewandte Nachwuchsf\u00f6rderung ist essentielle Voraussetzung der nachhaltigen Entwicklung der Digital Humanities. DARIAH-DE f\u00f6rdert deshalb mit dem DARIAH-DE DH-Award gezielt Studierende und NachwuchswissenschaftlerInnen in ihrer Forschung. Die Vorbereitungsphase f\u00fcr DARIAH-DE begann schon 2008. Deshalb feiert die Infrastruktur in diesem Jahr im Grunde schon ihre 10j\u00e4hrige Arbeit. Das war ein wunderbarer Anlass, die DARIAH-DE [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":156,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,103,67],"tags":[720,796],"class_list":["post-10396","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-community","category-studium","tag-dariah-de-dh-award","tag-nachwuchsfoerderung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10396","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/156"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10396"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10396\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10549,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10396\/revisions\/10549"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10396"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10396"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dhd-blog.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10396"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}